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Ärger1 

        >>Ärger2 

  

   Botschaft / Signal

   dagegen

   Widerstand

 

 

Bild

 

                                     (Unbekannt)

 

 

Zt1 

Willst "du" mich ärgern?
Andere tun nichts, um mich zu ärgern, sondern ausschließlich etwas, um ihre jeweiligen Bedürfnisse zu erfüllen. -  Ich auch!  -  Die jeweilige Art und Weise ist immer entwicklungs- und verbesserungsfähig.

 

 

Ärger  1 

ist für MICH ein wichtiger Signalgeber 

 

Ärger  (oder andere ungute Gefühle) 1)

sagt (sagen) mir, 
  zeigt (zeigen) mir, 
  lässt (lassen) mich spüren,
dass ICH ein Bedürfnis habe,
das hinter dem Ärger versteckt ist,
für das nur ICH SELBST sorgen kann
(indem ich es für mich herausfinde,
benenne und beschreibe und dann
selbst entsprechend handle
oder es dir erkläre und dich bitte).
 
 

Ärger  (oder andere ungute Gefühle), 
         den (die) ich "DIR gegenüber" spüre 
1)

kann (können) mir sagen, dass ICH dir gegenüber
zu wenig achtsam und einfühlsam bin.
Ganz gleich, wie du bist, was du sagst
oder auch was du tust, ich mache mir bewusst:
"Du bist 'für dich' so in Ordnung, wie du gerade bist!"
"Wie bist du denn?  (Wie erlebe ich dich?)" 2)  und  
"Was brauchst du gerade?  (Meine Vermutungen?)" 3) 
 
 

Ärger  (oder andere ungute Gefühle), 
         den (die ) ich "DIR gegenüber" spüre 
1)
         kann (können) mir außerdem sagen,

dass ICH dich gerade abwerte, 
leise (innerlich) oder auch laut (äußerlich),
indem ich meine,
"Du bist so nicht in Ordnung, wie du gerade bist!" 
"Du machst das verkehrt. 
Du könntest das besser machen.
Ich weiß, wie du das machen könntest / solltest.
Ich würde es halt so machen 
(wieso machst du es nicht auch so wie ich?).
Du schaffst das doch nicht - oder nicht gut genug."
usw. usw.
 

 

1)

z.B. Wut, Enttäuschung, Schmerz, Verletzung, Druck, Angst, Unsicherheit, Unklarheit, Unentschlossenheit (hin- und hergerissen) usw.
 

 2)

z.B. enttäuscht, wütend, abgespannt, aufgedreht, erwartend, fordernd, aggressiv usw.
 

 3)

Meine Anteilnahme: 
z.B. Komm setzt dich erst mal hin und ruh dich ein bisschen aus. Magst du eine Tasse Kaffee / Tee?  usw.

Mein Verständnis / meine Einfühlung (Empathie): 
z.B. Bist du enttäuscht, weil du dir für deine Ideen und Vorschläge mehr Aufmerksamkeit und auch Respekt gewünscht hättest.
       Fühlst du dich gekränkt, weil du dir mehr Zuwendung, Anerkennung, Lob gewünscht hättest. 
       Bist du wütend, weil du Sorge hast, dass dein guter Ruf beschädigt wird?  usw.

Meine hörbare Bereitschaft, 
auf dich und deine Bedürfnisse einzugehen bzw. dich zu unterstützen bzw.
mich mit dir zu einigen, wenn es um gemeinsame Anliegen geht.

 

Zt2 

Wut macht Mut!     (unbekannt) 

 

 

Ärger  2 

 spricht zu mir selbst! 

 
Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  Beim Besuch einer gemeinsamen Veranstaltung habe ich beobachtet, wie K. und P. mit Worten heftig aufeinander losgegangen sind. Es hätte wohl nicht viel gefehlt und sie wären handgreiflich geworden. - Ich habe mich in diesen Streit nicht eingemischt. - Nach einigen Tagen schrieb mir P., beklagte sich nochmals über K. und dessen unmögliche Art und fragte: "Du hast unsere Auseinandersetzung doch auch mitbekommen. Wie ist denn deine 'ehrliche' Meinung?"

Antwort:   Euere Auseinandersetzung habe ich innerlich mit einem verständnisvollen Schmunzeln und Kopfnicken begleitet. - Denn K's Art wirkt auch auf mich oft provozierend und löst dann auch bei MIR immer wieder Ärger (ungute Gefühle / Irritationen) aus.

ICH spüre dann also in mir 'ungute, abwehren wollende, beklemmende Gefühle'.
Ich, in mir!
Für mich ist das der Knack- und Angelpunkt. 
ICH mache mich also selbst ärgerlich, weil ICH die Inhalte für mich so interpretiere, wie ich sie interpretiere. - Mit anderen Worten: Ich mache mir meine Ärgergefühle selbst!
Andere interpretieren die Inhalte (für sich) anders, z.B. anmaßend oder falsch oder als Grenzverletzung oder auch erfreulich oder anregend.
 
Regenwetter kann für den einen traurig und ärgerlich sein, weil er nur an seinen Urlaub denkt, der so ins Wasser fallen könnte. - Für den anderen ist dagegen Regenwetter ein Segen, weil er sich über die Abkühlung freut und an die ausgetrocknete Erde und die heranwachsende Ernte denkt. 

MIR geht es in solchen Ärgersituationen schnell so, dass ich (innerlich) aufschreie und auf den anderen mit dem Finger deute: "Der soll sich gefälligst in seiner Art und Weise so ändern, dass ich das gut finde und es mir damit auch gut geht!" - Das ist nichts anderes, als das Du zu meinen Gunsten manipulieren (bevormunden) zu wollen (dann brauche ich mich nicht anzustrengen und selbst zu verändern).
In der Zwischenzeit habe ich begriffen, dass es so nicht geht und auch nicht hilfreich ist, denn für MEINE Gefühle bin ich SELBST zuständig. ICH bin ja derjenige, der interpretiert / denkt und der damit meinen Gefühlen den Boden anbietet und sie bestärkt. - ICH schade mir also mit meinem negativen Denken und den daraus entstehenden unguten Gefühlen selbst - und mache andere dafür verantwortlich: "Du bist Schuld, dass es MIR weh tut!" 

Die Verkehrsampel, die von grün auf gelb oder gar rot schaltet, signalisiert: "Achtung!" 
Ich nehme dann Gas weg und trete auf die Bremse. Ich verändere also mein bisheriges Verhalten (Gas), weil ich sonst mir selbst und auch anderen Schaden zufügen würde. 
Und zu mir selbst sage ich: "Ich bin doch nicht dumm und fahre einfach so weiter."

Auch Ärger und ungute Gefühle signalisieren MIR: "Achtung!"
Sie wollen mich aufmerksam machen, mein bisheriges Verhalten zu überprüfen und zu verändern, weil ich mir sonst selbst und anderen Schaden zufüge.

Was kann ICH also bei mir und für mich selbst verbessern?
Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Einige haben sich für mich als besonders hartnäckig und deshalb vorrangig wichtig herausgestellt. Sie immer wieder in Erinnerung zu rufen und daran zu arbeiten hilft mir.

  1. Den anderen so anzunehmen, wie er ist, d.h. anzuerkennen: 
    FÜR DICH bist du richtig und in Ordnung, wie du bist. - Ich kann und will DICH nicht verändern! Ich teile aber, wenn du sie hören magst, gerne meine eigenen Sichtweisen (Meinungen) und Erfahrungen mit dir. 
    Deines ist im Moment richtig für dich und Meines ist im Moment richtig für mich.
     

  2. FÜR MICH bin ich richtig und in Ordnung, wie ich bin. ICH kann und darf mich verändern und weiter-entwickeln wenn ICH es will und wie ICH es will.
    ICH entscheide für mich, niemand sonst!

    Sehr häufig höre ich von scheinbar kompetenten Personen im Brustton der Überzeugung Feststellungen wie: "So ist es richtig!" oder "Anders kann man das nicht sehen!" - Um da ganz schnell wieder für mein inneres Gleichgewicht zu sorgen, sage ich mir dann: "So ist es richtig für dich - o.k.! Wie es richtig für mich ist, das entscheide ich selbst (und nur dafür trage ich dann auch selbst die Verantwortung)!"

    ICH bin also nur für MICH  SELBST zuständig. 
    Was kann und was will ICH nun selbst (in eigener Zuständigkeit) tun?

    a) Zunächst mal meinen Ärger / Schmerz spüren, annehmen und wichtig nehmen
        und
    b) dann prüfen, wie ich meinen Ärger heilen und künftig selbst besser für mein 
        Wohlfühlen und meine Freude sorgen will.

        - Will ich meine Art zu denken bzw. zu interpretieren verändern / ergänzen /
          erweitern, achtsamer und bedachter werden oder / und

        - will ich den Kontakt zu der bei mir Ärger auslösenden Person (Situation)
          reduzieren / abbrechen (denn: Ich muss ja nicht alle lieb haben - und - 
          auch nicht alle anderen müssen mich lieb haben.) oder / und

        - will ich mit dem Du mit dem Ziel verhandeln und mich einigen, beginnend mit
          meiner Bitte, dass wir eine gemeinsame Lösung suchen, die für ihn "noch" 
          gut und dann auch für mich "schon" gut ist oder / und

       - oder - oder - oder - 

Barbara Rütting, die über 80-jährige frühere Alterspräsidentin des Bayer. Landtags sagte mal sinngemäß:
"Wer mich ärgert, das entscheide ich selbst!"
Wie wahr - aber das auch zu leben, ist schon eine Herausforderung. Diese anzunehmen lohnt sich, denke ich.

Mein Überzeugung und damit die zusammengefasste Antwort auf deine Frage ist:

Jeder, ausnahmslos jeder, ist in seiner Art richtig und wichtig!!! 
Er macht es so gut, wie er es gerade kann.

Wer sich angestochen fühlt, spürt den Schrei aus dem eigenen Inneren: 
"ICH bin bedürftig!"
Er darf sich selbst nun die Fragen stellen: "Was will ich selbst für mich tun / verändern / erweitern / dazulernen / weiter-entwickeln, damit ich mich auch künftig in vergleichbaren Situationen immer wohler fühle - alleine und, wenn ich es will, auch mit anderen zusammen? Mit welchem kleinen Schritt fange ich an? Wann - heute schon - oder erst in der kommenden Woche?"

Wer sich angestochen fühlt und den Schrei aus dem eigenen Inneren spürt, darf natürlich auch, statt mea culpa *) zu sagen, andere Menschen oder Situationen dafür beschuldigen und anklagen. Nur - ob ihn das selbst - und die Beziehung - und das Ganze weiterbringt, das wage ich zu bezweifeln.

*) sinngemäß: "Ich selbst bin jetzt dran, vor meiner eigenen Türe zu kehren!" 

 

 

Zt3  

Ärger und Wut sind Überdruckventile
die MEINE innere Not signalisieren. Sie drücken aus: "Mir fehlt im Moment etwas z.B. Zuhören, Anerkennung, Unterstützung, Verständnis, eine andere Lösung, bessere Möglichkeiten, mich verständlich zu machen usw. - Es kann durchaus sein, dass ich selbst nicht genau weiß, was mir genau fehlt. - Deshalb auch meine Hilflosigkeit. -
Einfühlsame Fragen helfen weiter: z.B. "Hattest du einen schweren Tag?"

 

 

 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Zauber im Alltag!

          

 Verzaubern           
 

zusätzliche  Freude,          
 Überraschungen,          
 Höhepunkte,          
 Lichtpunkte          

im  Alltag!          
(NL101)            

 
Verzaubern im Sinne von
 
sich selbst
 UND  dem anderen
zusätzliche Freude /
 Überraschungen bereiten, ist etwas  Wunderbares.
So entstehen kleine Höhepunkte (Lichtpunkte) im Alltag.
Doch auch
 ungute Gefühle wie  Ärger,  Angst,  Wut,  Frust,  Schmerzen usw. lassen sich verzaubern,
wenn man sich die
 Mühe macht,
die dahinter
 versteckten eigenen  Wünsche /  Bedürfnisse   herauszufinden und zu  kommunizieren.

***Jede  Entscheidung ist besser, als  keine Entscheidung.   (unbekannt)***   
  

 von Zauber(2)+NL101  auch an > Ärger > Angst > Bedürfnisse > Botschaften/Signale > Entscheiden > Freude (nicht nur fun / Unterh.) > Gefühle(auch 'ungute') > Geschenke > Gespräche > KommunikationKrisen > Schmerzen > Zuversicht       (05.17)
 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

  

  > weiter         

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

(>) = unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerken;  erl.= .  [(>)=. erl]   
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

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Febr.08(1, Zt2), Febr.11(Zt1), April11(Zt3), Juli 11(2), Okt.13(2,Wdh), Dez,13(Bild)
 

siehe auch:    alle Hinweise auf  >Seite2
 

 

siehe auch:

Angst     Bedürfnisse    Bedürfnisse2    Beschwerden     Botschaften(Signale,Hinweise)     Empathie(Einfühlung)       Freundschaft     Gefühle(3/ungute)      Gefühle(ungute/auch:Zt2/1)     Gespräch(auch:(9)/vorbereiten)    Gesundheit    Gewalt    Gewaltfreie Kommunikation (GfK)      Ich will(6-einseitig)     Körper     Meinung     Missverständnise(2)     Partnerschaft (2)-o.k.     Rituale   Roter Faden7(1-8)   Schmerzen   Streit(4)   Visionen   Zauber (2)     Was tun1   

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Ärger / Wut und Zorn.. (H-Fugru)       Botschaften (Signale)       Haltung      Mensch-werden (A-Fugru)      Mensch-sein (C-Fugru)       Sichtweisen (Weltbild)        Sinn (praktizierender 'Mensch')       Stehen     Zauberbogen (Grund-Entspannung?)
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)  
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch      Freude für dich ff.    Joker      Sehnsucht (wie ist dein Name?)     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)

 

  

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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  ©  Copyright: Gerhard Salger
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