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                                  Angelika Wohlfarth

 

 

Anfang  1 

Beziehung und Partnerschaft

mit 7 Begleitern 

 

Unlängst erhielt ich Post, eine Einladung.
Auf der Einladung stand:

 

25 Jahre!

mit 7 Begleitern -

und wir mögen uns immer noch !

Wir machen ein kleines Fest 
und würden uns freuen, 
wenn auch Du dazu kommst!

 

Herzlich!

Trude & Werner

 

 

Trude und Werner! - Früher waren wir viel zusammen. In den letzten Jahren haben wir uns nur noch selten gesehen. Doch nach wie vor verbindet uns eine herzliche Zuneigung. - Mein Gott, wie doch die Zeit vergeht! - 25 Jahre! - Ich war dabei, als sie sich kennen lernten. 

Und so bin ich natürlich zu ihrem Fest gegangen. Das ist schon wieder ein paar Tage her.

Jetzt sitze ich hier, zuhause am Fenster, das fast bis zum Boden reicht. Meine Knie berühren die warme Heizung. Der Frühling macht sich draußen schon breit, auch wenn es immer wieder kühl wird. Überall grünt und blüht es - gelb, weiß, lila, blau, rot. Die Luft ist voller Vogelgezwitscher, das sogar durch das geschlossene Fenster zu mir in den Raum dringt. Es ist eine angenehme, lebendige Stille. 

In Gedanken bin ich wieder auf dem Fest meiner Freunde.

Ich fühle mich wohl mit ihnen zusammen. An diesem Abend treibt mich besonders die Neugierde um, was denn die "7 Begleiter" zu bedeuten haben. Meine Fragen in dieser Richtung bleiben lächelnd unbeantwortet. Endlich, um Mitternacht, klopft Trude mit dem Löffel mehrmals leicht auf einen Teller. Nach und nach versammeln sich alle im geräumigen Wohnzimmer. Allmählich wird es still. 

Trude behält ihren klingenden Teller. In Abständen untermalt und betont sie mit einem Bing oder Bing-bing, was Werner erzählt.  -  Und Werner beginnt von einer Bergtour zu sprechen.

Was hat jetzt eine Bergtour mit dem heutigen Fest zu tun? Mit der 25-jährigen Partnerschaft? Mit den 7 Begleitern, auf die ich so gespannt bin?  

"Als wir uns kennen lernten, Trude und ich", begann Werner, "waren wir uns natürlich noch fremd und kaum vertraut miteinander. Da überlegten wir uns, gemeinsam etwas Neues anzupacken, das keiner von uns beiden bisher schon so gemacht hatte. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns auf die Besteigung eines 3.500 m hohen Berges, den wir ab sofort nur noch den < Glücksberg > nannten."

Nun begannen sie sich also auf diese Tour vorzubereiten. Um sich aufeinander einzugehen und Kondition aufzubauen, gingen sie Tagestouren bis 2000 m und an Wochenenden sogar bis 2.800 m. Sie lernten - für alle Fälle - Steigeisen, Eispickel und Seile zu gebrauchen. Sie beschafften sich gutes Kartenmaterial und einen Kompass und lernten auch damit umzugehen.
Lachend erwähnte Werner: "Natürlich konnten wir schon Karten lesen. Die Autokarte und die Straßenkarte einer Ortschaft. Und für den Hausgebrauch sogar auch eine Wanderkarte. Irrtümer waren da nicht so tragisch und außerdem konnte man immer wieder fragen. - Doch eine Karte im freien und unwegsamen Gelände zu gebrauchen und zwar so, dass sie einem hilft auf das Ziel zuzugehen und nicht in die nächste Schlucht zu stürzen, das ist schon etwas anderes!"
Mit Vorfreude und Umsicht packten sie dann auch ihre Rucksäcke. Pullover, Anorak, Handschuhe, Mütze - obwohl es Hochsommer und heiß war - Regenschutz, Taschenlampe, Messer, Verpflegung, Trinken usw. 

"So wenig wie möglich - aber natürlich alles, was sinnvoll und wirklich nötig ist", sagte Werner, "das war unsere Devise." - Und Trude klingelte dazu heftig auf ihrem Teller.

"Und - wir haben es geschafft! - Es war ein weg-weisendes Erlebnis für uns beide! 
Beide wollten wir dieses Ziel ja erreichen. Deshalb haben wir uns darauf konzentriert und dafür engagiert. Bereits Bekanntes haben wir gemeinsam aufeinander abgestimmt und neu eingeübt, viel Neues auch dazu gelernt. Verständigung und notwendige Handgriffe mussten, soweit es um Wesentliches ging, übereinstimmend und mit blinder Sicherheit sitzen. Nur so war gewährleistet, dass wir das im Ernstfall sofort anwenden konnten, ohne erst lange überlegen zu müssen. 
Einer musste sich zu 100 Prozent auf den anderen verlassen können. 
So waren wir zu einem gut eingespielten Berg-Team geworden. 

Stellt euch nur vor, wir wären in Richtung Glücksberg einfach losgegangen, mit der Überzeugung, dass das schon geht. Ohne vorher gemeinsam zu üben, ohne wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten dazu zu lernen, ohne für Krisen und schwierige Situationen vorzusorgen. Vielleicht hätten wir es überlebt. Weit wären wir aber bestimmt nicht gekommen.

Das, was wir bei der Aktion Glücksberg gelernt haben, wollten wir nun auch auf unsere junge Liebe entsprechend anwenden. Unsere Beziehung zueinander war uns nämlich sehr wertvoll! 

Wir wussten, dass sie nicht < einfach so > bleibt und wächst. Wir spürten, dass sie etwas Wunderbares und gleichzeitig auch eine Aufgabe für uns beide ist, eine beglückende Herausforderung. 

Zur Realität eines Beziehungs-Alltags gehören nun mal auch Stolperstellen und Schwierigkeiten, Löcher und Abgründe, wie z.B. abstumpfende Gewohnheiten, Missverständnisse, Streit, Meinungsverschiedenheiten, Verletzungen spüren  usw., usw. 

Besonders gut und umsichtig wollten wir deshalb für Inhalte sorgen, die uns beiden wichtig sind. Für erkennbare Gefahren wollten wir uns rüsten und Bequemlichkeiten und Nachlässigkeiten - als schleichendes Gift - besonders im Auge behalten und möglichst durch < mehr Spaß > an der Freude ersetzen.

In langen Gesprächen haben wir die < 7 Begleiter > gefunden und dann auch zwischen uns beiden fest vereinbart. Auf diese tragenden Stützpfeiler wollten wir bauen und auch mit ihrer Hilfe, < miteinander > immer besser leben lernen. 

Bewusst - und so gut es eben gerade geht.

Hier sind sie also! - Musik bitte!"

Mit der Untermalung leisen Dauerklingelns auf dem Teller zählte er sie dann auf, diese Weg-Begleiter in ein durchaus turbulentes, jedoch reicheres und glücklicheres Leben <miteinander>, wie er sagte.

 

"Die  7 Begleiter:

Sie haben geholfen, uns in kritischen Momenten nicht im Durcheinander der Gefühle oder Geschehnisse zu verlieren, sondern uns immer wieder auf das Wesentliche zu besinnen: Den Weg zueinander und zum gemeinsamen Miteinander zu suchen. 

Sie begleiten uns auch heute noch!

Wir verraten sie euch nun - und jeder, der mag, darf sie auch zu seinen Begleitern und Helfern machen! Sie begünstigen partnerschaftliche Lösungen, auch wenn sie immer wieder reichlich unbequem sind und engagierten Einsatz verlangen. 

Letztlich tun sie allen gut! 
 

1. Grundlagen Ich mag dich, ich hab dich lieb! 
Ich weiß: Jeder ist und bleibt in seinem Herzen und damit in seinen Gefühlen frei! Es ist ein Risiko, zu lieben. Doch ich lasse mich darauf ein!  Ich vertraue dir - und ich versichere dir, auch du darfst mir vertrauen!  Ich werde versuchen, immer ehrlich und offen zu sein!
 
2. Vereinbaren Solange ICH + DU miteinander schlafen, sichern wir uns gegenseitig Exklusivität zu, das heißt Nähe, Zärtlichkeit, Intimität und Sexualität - nur "wir zwei" miteinander.
 
3. Ziele ausmachen ICH + DU wollen viel - Bekanntes und Neues - miteinander machen. Wir wollen auch immer für Lachen und Leichtigkeit, für Freude miteinander und aneinander sorgen - und uns dafür einsetzen! Alleine, also jeder für sich - und gemeinsam.
 
4. Streit

Wenn ICH + DU streiten, wollen wir den Streit als Chance zu
mehr < Miteinander > nutzen!  
Streit ist menschlich und ein Signal persönlicher Bedürftigkeit. Er entsteht aus der Wut und dem Ärger, dass ich das nicht habe, was ich jetzt gerade möchte oder bräuchte (hungriges Bedürfnis). 
Streit entsteht auch, wenn sich einer aufgrund von Missverständnissen vom anderen angegriffen oder nicht wichtig genommen fühlt.
Streit geht meist gegeneinander und wirkt < so > zerstörend. 
Wichtig ist, aus dem <Gegeneinander>-Streit heraus zu kommen und danach in ein <Miteinander>-reden und ein <Miteinander>- nach-guten-Lösungen-für-beide-suchen hinein zu finden.
Das muss in guten Zeiten vereinbart, spielerisch ausprobiert und dann immer wieder geübt werden!  -  Entscheidend ist die Streit- Unterbrechung mit einem gemeinsamen vereinbarten Ritual!  1)
 

5. Gespräch

ICH + DU wollen gut miteinander reden!
Spielerisch wollen wir ausprobieren, wie gut uns das schon möglich ist:    Das Eigene erzählen und erklären, zuhören, das Richtig-verstanden-haben überprüfen (zurück fragen), dazu dann auch, wenn gewünscht, Stellung nehmen, Verbesserungs- Möglichkeiten finden und einüben. 2)
 

6. Einigen ICH + DU wollen uns abstimmen und einigen, weil wir in Beziehung bleiben und Intensität und Nähe miteinander leben wollen. Dazu brauchen wir nicht nur das klärende Gespräch, sondern auch das Herausfinden von Lösungen, die UNS BEIDE wirklich zufrieden stellen (gut tun) und auf die wir uns dann auch EINIGEN. 
 
7. Anerkennen ICH + DU wollen uns gegenseitig achten, uns immer mehr und besser kennen lernen und einander, so wie jeder eben gerade ist, annehmen. Besonders auch wollen wir das Schöne immer wieder sehen, hören und spüren, es loben und uns darüber freuen! "
 


Ungewöhnliche und teilweise auch recht unbequeme Begleiter!
 
Aber wenn ich mir die beiden, Trude und Werner, so anschaue: Sie bemühen sich, klar, eigenständig und gut "miteinander" zu leben. Immer wieder mit Bewegung und Einsatz. Da fliegen auch mal die Fetzen. Doch ihre tiefe Verbundenheit ist zu spüren! 

Wie schön! - Das wünsche ich mir auch!

 

1) Texte: z.B.  > Alltag:  Streit  
                      > Labyrinth: 
Krisen-Forum   Streit - Schrei nach Klarheitt 
 

2) Texte: z.B.  > Mosaik: Gewaltfreie Kommunikation   
                     > Alltag:  Erzählen    Miteinander reden    Spiele-Sammlung  

 

 

Zt1           
Perlen zählen!           
Kleine Freuden           
des Alltags!           

-spielerisch-           

 Wie geht ein Anfang??        z.B. Mit Perlen zählen!  (*lächel*)

10 Perlen in eine Tasche stecken und bei jedem Lächeln 1 Perle davon in die andere Tasche
(= 1 x gefreut). - Sind alle 10 in der anderen Tasche, dann aufschreiben und von vorne. 
Am Abend Rückblick und staunen. - Möglichst Tagebuch  - und weiter so! – Ausbauen!  :-) 
Freude

Viel Neues wartet! (Schon wieder ein Lächeln?)
Du darfst dich darauf und darüber freuen!
Tut gut, mehr zu lächeln - spürbar, also der ganze Mensch! 
Zuversicht

 

 

 

 

 

X X X X X

Einfügung: Entscheide dich jetzt!

           
Entscheidung           
für eine Aufgabe - JETZT!           

- Goethe - +           

DEIN Geschenk           
an die Welt?          

 In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen,
um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.
Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.“
                                                                           Johann Wolfgang von Goethe

So findest du auch irgendwann DEIN "Geschenk an die Welt" und kannst
FÜR DICH mehr Lebens-Freude und Zufriedenheit erschaffen!
                                                                       Der Autor - Gerhard Salger

von Entscheiden,Zt2/1  auch an  > Anfang  > Bedürfnisse  > Freude  >  Geschenke(auch:2/5)   > Jetzt  > Leben   > Vielfalt  (09.16)
  

X X X X X

 

 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
A&L erl.

______________________________________________________________________________________________________________________

Sept.07(1), Okt.13 (Bild), Apr.19(Zt1)  
 

 

siehe auch:

Ärger2(Widerstand/dagegen-auch:Zt2/1-selbst machen)     Beziehung      Chancen     Einigen(auch:Zt1)     Freude     Gleichgewicht     Haltung     Jetzt(auch:Zt5)      Kennenlernen     Kummer      Partnerschaft     Partnerschaft6     Roter Faden8,Zt3(1-9 / Mit was anfangen?)   Spiele/spielerisch     Verändern/Verbessern 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Anfang     Chancen     Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)      Partnerschaft      Realität - und Zukunft (Start)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

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