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Autonomie 

       eigenständig

       selbstständig

 

Bild 

                 Angelika Wohlfarth

 

 Autonomie 1 

sagt und tut ... ? 

 
Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K. beschreibt: "Ich bin öfters mit kompetenten Personen (die es eigentlich wissen müssten?) zusammen, darunter auch Therapeuten. Häufig bezeichnen diese es als Autonomie, wenn sie in den Widerstand gehen. Widerstand bedeutet dann, dass sie "gegen" irgendetwas sind bzw. sich "dagegen" zur Wehr setzen. Sie grenzen sich also nicht nur ab (mit z.B. "Das ist nicht mein Ding, ich sehe und mache es anders, nämlich so…"), sondern sie argumentieren gegen und bekämpfen das andere. Mir macht das immer wieder Angst und Beklemmungen. Magst du bitte deine Meinung dazu erzählen?"

Antwort:   Für mich bedeutet Autonomie eigen-ständig, also
  - für sich SELBST die Zuständigkeit und für Folgen und Wirkungen des 
    eigenen Denkens und Handelns die Verantwortung übernehmen,

  - im Kontakt mit mir (innen und außen) stimmige Entscheidungen treffen und so

  - bewusst, offen und interessiert - für mich und andere - leben und teilnehmen 
    (mitwirken).

Autonomie hat immer das Wohl aller bzw. des Ganzen im Blick - und davon bin auch ich ein wesentlicher Teil.
Das bedeutet auch die Fähigkeit und die Bereitschaft, wenn gewünscht und wichtig, für "gemeinsame Lösungen" einzutreten, zu verhandeln und dann jeweils eine Einigung zu finden, in der sich dann BEIDE wiederfinden, die dann also für BEIDE gut ist.

Das in dem Bewusstsein, dass wir alle voneinander verschiedene Sichtweisen und Bedürfnisse haben und äußere Regelungen und Handlungsanweisungen nur Orientierungen, nicht aber "gewünschte Lösungen" sein können.

Autonomie verlangt Begegnung - und diese verlangt vor allem Respekt vor der Einmaligkeit und Einzigartigkeit von mir selbst und dem anderen. 
Gleich-berechtigt, gleich-wichtig, gleich-zuständig, gleich-zeitig.
Begegnung also von Mensch zu Mensch. 

Autonomie sagt und tut:

"ICH entscheide FÜR MICH - niemand sonst - und für niemanden sonst!
ICH kann und ich darf mich verändern und weiter-entwickeln,
wenn ICH es will und wie ICH es will.

DU entscheidest FÜR DICH - niemand sonst - und für niemanden sonst!
DU kannst und du darfst dich verändern und weiter-entwickeln,
wenn DU es willst und wie DU es willst.

WIR sind verschieden im Denken und Handeln und haben je 
verschiedene Sichtweisen, 
verschiedenes Erleben und 
verschiedene Bedürfnisse.

WIR dürfen uns austauschen, fragen, besser kennen lernen.

Wenn WIR Gemeinsames vorhaben, 
dürfen WIR verhandeln und uns auf Lösungen einigen,
die dann FÜR BEIDE gut sind.

JEDER ist einmalig und einzigartig,
vom anderen verschieden,
immer für SICH SELBST zuständig und verantwortlich
(Folgen und Wirkungen).
 

Zu der Verbindung von Autonomie mit Widerstand möchte ich noch ergänzen: Ich sehe und vertrete MEINES - und ich sehe und akzeptiere DEINES (vom Widerständler). Das ist anders als Meines, aber für dich bist du zuständig. 
Ich kann dir Meines zeigen und meine Erfahrungen und Gedanken schildern (und vertreten), ansonsten dich nur annehmen und dich so lassen. Sonst würde ich übergriffig werden. - Natürlich kann ich auch, je nach Situation, an Deinem verständnisvoll und einfühlsam Anteil nehmen und dich auch trösten und ermutigen (Empathie). 

 

 

Autonomie 2 

 Autonom? - Wie bin ich da?

 

  Frei,   
zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu wählen
     (jeweils mindestens drei gute sind immer da),
 
  bewusst,   
deren jeweilige Konsequenzen zu bedenken,
 
  bereit,   
für mich selbst zu entscheiden,
 
  offen,   
die Verantwortung für die jeweiligen Folgen und 
    (Aus-) Wirkungen zu übernehmen und zu tragen,
 
  neugierig
    und kreativ, 
 
selbst für Verbesserungen und 
            Weiter-Entwicklung zu sorgen, 
 
  in Verbindung,   
mit mir selbst (außen UND innen), 
     dem Partner und den anderen und
 
  im Gleichgewicht, 
alles - gleichzeitig - jetzt - 
     in einer ausgewogenen und momentan 
          bestmöglichen Mischung!
 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
A&L erl.

______________________________________________________________________________________________________________________

Mai 13(1), Juni 13(2), Nov.13(Bild) 
 

 

siehe auch:

Bedürfnisse    Eigen-Kompetenz/-Verantwortung     Einigen    Empathie    Entscheiden     Entscheiden3     Gewohnheiten(+bestmöglich)    Liebe(Zt6)      Mensch     Mittelpunkt    Muss1     Perfekt     Repekt(2)     Roter Faden2,3(1-9)    Selbst     Sichtweisen    So tun, als ob      Vielfalt     Wer / Wie bin ich?     Wirkungen     Was tun1

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Autor     Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Stehen      
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen) 
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)   

LABYRINTH:
Helfer (27) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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