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Bewegung
5 |
Gehmeditation
ist wie ein Spaziergang.
Wir
haben dabei nicht die Absicht, einen bestimmten Ort innerhalb einer
bestimmten Zeitspanne erreichen zu wollen. (…) Entscheidend ist
das Gehen, nicht das Ankommen. (…) Jeder Schritt ist Leben; jeder
Schritt ist Frieden. Das ist der Grund, warum wir nicht zu eilen
brauchen; darum verlangsamen wir unsere Schritte. (…) Die Schritte
unseres alltäglichen Lebens sind durch unsere Sorgen, unseren Ärger
und unsere Ängste ganz schwer geworden. Unser Leben hat sich
oftmals zu einer bloßen Aneinanderreihung von Monaten und Jahren
voller Sorgen entwickelt. Von daher können unsere Schritte nicht
entspannt sein. Die Erde ist so schön mit ihren vielen wunderbaren
Wegen: Da sind schmale Pfade mit jungen Birken an jeder Seite; da
gibt es Wege, auf denen Sie sich vom Geruch des frisch geschnittenen
Grases berauscht fühlen; Sie finden Pfade, die mit Laub in den schönsten
Farben bedeckt sind. Aber nur selten sind wir uns dieser Wege
bewusst, und oft wissen wir sie gar nicht zu schätzen. Das ist so,
weil wir nicht entspannt sind und unser Gang kein entspannter Gang
ist. Gehmeditation ist eine Übung, durch die wir zu einem
entspannten Gehen zurückfinden.
(Thich Nhat Hanh) |
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Zt.1
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Ein
weicher und entspannter Körper
ist
warm.
Ein weiches und entspanntes Gesicht
ist schön.
Ein weicher und entspannter Mensch
ist
eine Freude!
Jede
"bewusste Bewegung"
ist
ein Geschenk für deinen Körper und
ein wichtiger Beitrag für dein Wohlfühlen ! |
Entdeckungsreise in den
eigenen Körper
Markante Textstellen:
stehen stehen/Spannung
stehen/wahrnehmen
gehen
gehen/Resonanz
gehen/Spannung/Energie
weitermachen/Diverse
entdecken Folgen/Auswirkungen
Nimm dir Zeit - und lass dir
Zeit - und beobachte in dir und an
dir:
Wie
genau STEHST du ?
eher auf beiden Füßen gleichzeitig - oder eher auf einem Fuß ?
wenn eher auf einem - immer der gleiche Fuß, oder wechselt das ?
eher mit durchgedrückten - oder eher mit weichen Knien ?
eher mehr auf den Fuß-Innenkanten - oder eher mehr auf den
Fuß-Außenkanten ?
eher mehr auf den Ballen - oder eher mehr auf den Fersen ?
eher die Füße etwas nach vorne ausgestellt -
oder eher vorne etwas nach innen gerichtet
-
oder eher Füße parallel ?
Welche Körperteile stehen
dabei unter Spannung?
Unterschenkel, Oberschenkel, Wirbelsäule ?
Welche noch?
Becken, Po,
Schultern, Arme, Hände, Finger, Stirne, Mund (Kiefern-Muskulatur!)?
Noch welche?
Fallen dir noch Besonderheiten
und Eigenarten auf - welche?
Nur wahrnehmen!
Ohne zu werten (gut oder
schlecht / richtig oder falsch).
Im Moment ist es so, wie es eben ist.
Wie ist es denn genau? Wie spürst du das?
Wahrnehmen - und es dir
merken. -
Gut ist es, dir das aufzuschreiben, dann lassen sich später "schon
gemachte Fortschritte / Veränderungen" leichter erkennen.
Denn das, was war - und noch dazu, wenn es nicht so toll war, wie
vielleicht JETZT (?) - vergisst sich sehr leicht.
Darf es ja auch, wenn du die guten und angenehmen Wirkungen spüren, erkennen und genießen
kannst.
Und in gleicher Weise
weitermachen (es gibt so viel zu entdecken!).
Wie
genau GEHST du ?
konzentriert
auf den eigenen Körper und seine Bewegungen
-
oder mehr auf das Außen / Menschen / Sichtbares
/ Hörbares -
oder auf den Knopf im Ohr?
eher mehr auf den Fuß-Innenkanten - oder eher mehr auf den Fuß-Außenkanten?
eher mehr auf den Ballen - oder eher mehr auf den Fersen?
eher mit durchgedrückten - oder eher mit weichen Knien?
eher das Gewicht auf einem Fuß - oder eher das Gewicht gleichmäßig verteilt
auf beide Füße?
eher die Füße etwas nach vorne ausgestellt - oder eher vorne etwas
nach innen gerichtet - oder eher Füße parallel?
eher größere Schritte - oder eher kleinere Schritte?
eher aufgerichtet
(gerade Haltung), leicht nach vorne oder nach hinten gebeugt?
eher gerade aus - oder eher leicht zick-zack (wenn die Füße leicht nach außen
gestellt sind) - oder anders / wie?
eher abgehackt (mit 'klack' auf der Ferse) - oder weich, fließend,
geräuschlos?
eher in Verbindung mit einer Körper-auf-ab-Bewegung (dann malt der
Kopf leichte Zick-zack-Bewegungen nach oben und unten in die
Luft) - oder eher
mit einer Körper-ruhigen-Bewegung (dann malt der Kopf mehr eine durchgehende
Linie in die Luft)?
Welche Körper-Resonanz-Schwingungen/Bewegungen sind da?
schwingen die
Schultern mit (ohne Muskeleinsatz)?
sind beide Schultern
frei oder gleichmäßig belastet / Rucksack, Tragetasche?
schwingen die
Schultern links und rechts gleichmäßig oder gibt es Unterschiede?
baumeln die Arme
(+ Hände und Finger) entspannt oder angespannt
(sind beide Arme/Hände frei und unbelastet -
oder ist ein Un-Gleichgewicht da)?
schwingen auch die
Arme links und rechts gleichmäßig - oder gibt es Unterschiede?
schwingt das
Becken in der Bewegung mit?
ohne Muskeleinsatz oder mit Muskelbeteiligung?
mit eher weichem oder angespanntem Po? -
oder ist das Becken eher ohne spürbare Bewegung
/ mehr starr?
ist in der
Bewegung der Hals eher starr - oder schwingt er, zusammen mit dem Kopf
in den Bewegungen mit?
ist der Mund weich
geschlossen - oder sind die Lippen / Zähne eher zusammen-
gepresst - oder ist der Mund weich geöffnet
(mit etwas hängendem Unterkiefer)?
wie ist der
Zustand der Stirne?
ist Spannung spürbar (Falten / Nasenwurzel)?
oder ist sie eher locker und entspannt?
Spannung / Energie
In welchen Körperteilen wird Spannung / Energie gebraucht?
Unterschenkel, Oberschenkel, Wirbelsäule?
Becken, Po, Schultern, Arme, Hände, Finger, Stirne, Mund
(Kiefern-Muskulatur)? -
Noch welche?
Welche Körperteile
dürften im Moment entspannt und losgelassen sein,
weil sie im Moment nicht im Einsatz sind?
Wie viel Energie
ist gerade wirklich notwendig, um die gewünschten Bewegungen
angenehm auszuführen?
Wie viel Energie
ist tatsächlich momentan im Einsatz?
Sollte es mehr sein?
Dürfte es weniger sein (und die Bewegung als
solche verändert sich kaum)?
Weitere Besonderheiten und Eigenarten - welche?
Und in gleicher Weise
weitermachen (es gibt so viel zu entdecken!)
und alle Einzelheiten selbst abfragen und beobachten
Wie genau LÄUFST
du ?
Wie genau SITZST
du ?
(aufrecht / mit
durchhängender Wirbelsäule / Beine und Füße usw.) ?
Wie genau SETZST
DU DICH HIN
/ STEHST DU AUF
(fallen lassen / langsam und bewusst absenken usw.) ?
Wie genau BÜCKST
DU DICH
(aus den Knien + Wirbelsäule
/ nur
Wirbelsäule usw.) ?
Wie genau GEHST DU
EINE
TREPPE - aufwärts / abwärts
(aufsetzen,
Schwung geben, wo entsteht die Kraft und wie wird sie umgesetzt usw.)
?
Wie genau FÄHRST
DU RAD
(spüre
ich eigentlich überhaupt irgendetwas / wie sitze ich / Hände am Lenker/
freihändig /
gelöst / sicher / verkrampft / ängstlich / aggressiv / schnell / langsam
/
energie-bewusst / mit hängender Zunge usw.) ?
Wie genau
BESCHLEUNIGST DU DEIN AUTO
(schnellstmöglich /
volles Rohr / konform mit dem Verkehrsfluss / Benzin- und
Energie
sparend / defensiv / aggressiv usw.) ?
Wie genau RIECHST
du (original)
(magst du dich selbst riechen /magst
du dich auch von anderen / vom Partner
so
riechen lassen usw.) ?
Entdecken!
Du wirst nach und nach
herausfinden, wie du mit und durch deinen Körper in der Welt bist, an ihr
teilnimmst.
Ist es eine Art, wie andere /
die Mode / der Sport / die Fachleute sagen, dass es richtig ist oder es
von dir erwarten?
Ist es eine Art, die du
einfach so machst, ohne groß darüber nachzudenken und nachzuspüren,
ob du das wirklich für dich so magst und ob dir das auch gut tut?
Ist es eine Art, die du zu
deinen Gunsten und damit du dich in deinem Körper immer wohler und
zufriedener fühlen kannst, verbessern möchtest
(z.B. mit Meditativem Gehen und Meditativem Laufen)?
Erst, wenn du mehr über dich
selbst und dein achtsames oder im Moment vielleicht auch noch weniger
achtsames Umgehen mit dir und deinem Körper weißt, kannst du bewusst
entscheiden, ob du so weitermachen, oder für dich etwas verbessern möchtest.
Und alles hat Folgen
und Auswirkungen:
Willst du nichts
verändern, musst du dich dafür auch nicht einsetzen und anstrengen.
Das ist bequem - und entspricht außerdem deinen
bisherigen Gewohnheiten.
Doch was bedeutet das für deine leibliche und
seelische Gesundheit in der Zukunft?
Willst du das? -
Wenn JA, dann weiter so, denn es ist DEIN Leben!
Willst du etwas
zu deinen Gunsten verändern / verbessern / erweitern, dann mach es -
TU ES - in kleinen Schritten. Beobachte und
feiere auch die kleinsten Forschritte.
Und Fortschritte sind auch schon die
kleinsten Veränderungen in Richtung mehr
Wohlfühlen. - Bleib
dran! - Geduld und Ausdauer lohnen sich!
Damit du immer mehr Freude und Wohlfühlen
spürst, alleine, mit deinem Partner
und mit anderen zusammen, damit dein Leben
insgesamt heller, fröhlicher und
freundlicher wird, dein Lachen von Herzen
spürbar zunimmt!
Das Leben ist schön! - Es lohnt sich!
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Zt.2 |
Beweglich
und weich ist es schöner
und angenehmer für alle!
Un-beweglich und festgelegt, macht angespannt, hart und starr.
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Zt.3
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Du
kannst zu deinem Körper
JA sagen,
- mit dem Kopf -
und nichts oder körperfeindliches tun,
oder du kannst auch
JA TUN ! |
bewusst immer
langsamer
Gut
gesagt. - Dann geht ja nichts mehr vorwärts!?
Ganz im
Gegenteil!
Dann geht es sogar sehr viel schneller vorwärts! - Viel intensiver!
Du
meinst bewusster? - Erkläre es bitte genauer!
Du bist
schon auf der richtigen Spur!
Eine Bewegung, die wirklich was bringen soll (Freude, Entfaltung der
Beweglichkeit, Kondition für Körper, Geist und Seele), will bewusst
gemacht und bewusst wahrgenommen werden!
Dieses 'die Bewegung bewusst machen und bewusst wahrnehmen' geht
zunächst nur, wenn ich langsamer werde! Zunächst
deshalb, weil später, wenn das Bewusstsein dabei ist, kann ich natürlich
auch wieder schneller werden - so, wie es mir eben Spaß macht.
Und noch etwas braucht Bewegung, die was bringen soll:
Einen Körper,
der 'ansonsten' so entspannt, so los-gelassen wie möglich ist.
Spannung also nur dort, wo ich Bewegung wirklich haben will, wo ich
Spannung jetzt gerade 'wirklich brauche' - und sonst den Körper
entspannt lassen.
Dieses innere Wahrnehmen (bewusst sein) und Koordinieren (Herantasten an
das 'bestmögliche' Verhältnis von Spannung + Entspannung /
gleichzeitig) braucht
IMMER NOCH LANGSAMER PROBIEREN UND MACHEN.
Also -
ein
Bewegungsablauf - z.B. ganz simpel das Aufstehen von einem Stuhl - oder
eine Liegestütze - oder - oder - .. ganz langsam und bewusst
gemacht ist
wertvoller - wirkungsvoller - und lustvoller, als zehn derartige
Bewegungsabläufe, schnell und einfach so gemacht.
Aha
- das ist es!
Also täglich mindestens ein Bewegungsablauf 'immer noch
langsamer' und
'noch bewusster'!
Die
WIRKUNGEN sind WUNDER!
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Zt.4
|
Die
Maschine wird dann zum Feind des Menschen,
wenn sie ihm die Beweglichkeit raubt und damit das intensive, ständige
und alltägliche
Körpergefühl der Freude aus Bewegung.
Das
hat nichts mit Sport zu tun.
Sport ist oft Leistungs- und Muskeltraining
"in Konkurrenz",
oft verbunden mit wenig wahrnehmbarer Freude (verbissen). |
Gib deiner Weichheit eine
Chance!
z.B. mit dem
Meditativen Gehen und Meditativen Laufen *)
Markante
Textstellen: Bewegung in Balance Fang
an Zu den
Einzelanregungen Schmerzen
Im
Körper Problem
Ziel Spannung+Spannung
Sport
Kleidung, Schuhe
Arzt, Medikamente,
Behandlungen Energieräuber
Loslassen Wie
kann das gehen? Folgen
und Wirkungen Tun
Bewegung in Balance *)
fördert und ermöglicht,
- jetzt mehr und genauer
wahrzunehmen, Bewusstsein und konzentrierte Aufmerksamkeit.
- das Gleichgewicht deutlicher
zu spüren
zwischen Links und Rechts, Außen
und Innen, Tun und Lassen, Geräusch und
Stille usw.
- die eigenen Grenzen
(Polaritäten) zu erfahren
einerseits z.B. Power, Bewegung, Dynamik, Tun, Außen, viele
Gedanken und
andererseits z.B. Ruhe, Schweigen, Gedanken-Stille, Lassen,
Sein usw.
- die eigenen Grenzen
zu erweitern - und zwar
in ‘beiden’ Richtungen.
- Die körperlich ständig
bewusst geübte Balance beginnt sich
in dem Maß, wie sie körperlich realisiert ist, auch
geistig-seelisch auszubreiten.
Sie wird also nach und
nach zu einem Teil des ganzen Menschen.
- Bewegung in Balance
löst Spannungen und
festgesetzte Muskelverhärtungen, macht blockierte Energie frei
und schenkt zusätzliche
Lebensfreude.
- Fang an - und bleib dran!
Fange an,
z.B. dich selbst beim
(Spazieren-) Gehen zu beobachten. Langsamer zu werden und die Bewegung
gleichmäßig auf Ballen und Ferse abzurollen, eine fließende Gehbewegung
entstehen zu lassen. Konzentriere dich immer wieder darauf, wie deine Fußsohlen
dem Boden begegnen! *)
- vorhandene, unnötige
Spannungen und Verhärtungen, egal, ob du sie schon direkt
spürst oder sie noch versteckt im Körper schlummern, zu
lockern und allmählich
und immer mehr loszulassen.
- neue, im Moment sinnlose und
unnötige Anspannungen (z.B. Becken, Po, Schultern,
Hände, Mund, Kiefer, Stirne) zu vermeiden - und, wenn sie
trotzdem entstanden sind,
sie immer wieder - bewusst
- loszulassen.
- probiere es.
- täglich.
- in ‘deiner’ Art - und in
dem Umfang, wie's für ‘dich’ stimmt.
- fordere dich,
doch sei gleichzeitig
auch mit dir selbst nachsichtig, gütig und geduldig.
- achte auf dich - und sorge
gut für dich.
- bleib dran -
und geh in kleinen
Schritten - Neues dazuholend - ständig weiter.
- mach so viel und so lange,
wie dich deine Freude (Zuversicht,
innere Sicherheit,
Gut-tun) begleitet. Denk
daran: "Du darfst dich verändern!" (Art, Zeit, Inhalte,
Länge usw. usw.)
- sei neugierig.
- beachte und genieße
auch kleinste positive Veränderungen.
- Und vergiss nicht: Vor dem
‘spürbaren’ Erfolg
stehen deine klare
Entscheidung (“ICH will das jetzt für MICH!”) und dann auch
dein regelmäßiges Tun (mit Geduld und Ausdauer). Dieses Tun
sollte zu einem
so selbstverständlichen Bestandteil des Tages werden, wie
das Putzen
der Zähne am Morgen.
- Es lohnt sich!
Zu den Einzelanregungen
Viele Einzelanregungen und
Details kommen auf dich zu - hier und an anderen Stellen. *)
Nimm sie nicht tragisch! Nimm sie zunächst nur als Überblick und
Information.
Fang an mit dem, was du für
dich ausgewählt hast - und fahre mit dem fort, was du
in deiner Erinnerung behalten hast. - Das reicht - und ist gut so!
Mache es so, wie du es erinnerst (nicht gleich wieder
nachschauen!).
Sei neugierig und spüre, was passiert und wie es dir geht.
Alle Gefühle sind willkommen!
Nimm sie wahr - und nimm sie an!
"Aha- so ist das im Moment! - Das spüre ich - das erfreut mich -
jenes bedrängt mich."
Lass dich nicht beirren - mach
weiter - und mach es möglichst spielerisch, mit Freude
und Zuversicht. Was sich in 20, 30, 40, 50 Jahren festgesetzt, im Körper
also verfestigt
hat, braucht seine Zeit, um wieder in weiche und wohltuende Beweglichkeit
hineinzufinden.
Und dann, nach einiger Zeit,
lies den entsprechenden Text (z.B.* ) wieder.
Nun fallen dir neue Punkte auf, die berücksichtigt werden sollten / könnten.
Mach in dieser Art weiter!
Weniger, und das ‘langsamer
und aufmerksamer’, ist hier oft Mehr.
Schmerzen
Eine eingerostete Schraube
sitzt fest. Wenn du mit Gewalt daran reißt, geht sie kaputt.
Ein Tropfen Öl - einwirken
lassen - und mit dem Schraubenschlüssel ein bisschen zu bewegen
versuchen. - Und das in Abständen immer wieder. - Eine Weile wird sich
nichts rühren, dann wird die Schraube sich mit viel Anstrengung
‘quietschend’ ganz wenig bewegen lassen, dann - allmählich - immer
mehr, dann mit weniger Anstrengung, dann mit weniger Quietschen
- und schließlich wird sie sich - am Ende dieser Prozedur - wieder
leicht und frei bewegen.
Die festsitzende Schraube an
sich macht keine Schmerzen. Sie sitzt - und fertig! Aber, sie ist eben
auch nicht mehr beweglich, das ist der Haken. - Und viele festsitzende
Schrauben heißen: immer weniger beweglich.
Wenn du Beweglichkeit und
Verhalten mit dem Ziel verändern willst, dich künftig wohler zu fühlen,
dann ist das ähnlich, wie mit der Schraube. Es kann zunächst ‘mehr’
Anstrengung und vorübergehend auch ‘mehr’ Schmerzen bedeuten. ‘Mehr
Schmerzen’ signalisiert in diesem Zusammenhang meist, dass bisher
‘verhärtete’ (erstarrte, bewegungsunfähige) Muskelfasern langsam
wieder in Bewegung kommen, also nun wieder in die bewegliche, aber noch
schmerzhafte Verspannung zurückfinden. Aus der heraus können sie sich
dann auflösen. Da gilt es behutsam zu sein - und dran zu bleiben.
Zusätzliche Schmerzen können
auch dadurch entstehen, dass bisher zu schwach entwickelte Muskeln jetzt
zunehmend so belastet werden, wie das der Körpergeometrie entspricht.
Gerade die Wirbelsäule braucht eine kräftige Muskulatur, auch Füße,
Unter- und Oberschenkel. Werden diese Bereiche mehr in Aktion versetzt,
fordert das Muskelwachstum - und das kann Gefühle von Anstrengung und
Schmerzen auslösen.
Wie schon gesagt: Nicht übertreiben
- achtsam sein - und dran bleiben!
Im Körper
sind viele Muskeln verspannt
(analog: die Schraube geht schwer und quietscht).
Viele sind auch bereits ‘verhärtet’,
das heißt in der Spannung blockiert. Sie können sich nicht mehr lösen
und lockerlassen. - Solche Verhärtungen entstehen durch unbewusste und
meist unmerkliche Stillegung von Muskelfasern - z.B. bei fortgesetzter
Fehlhaltung, fortgesetzter (gewohnheitsmäßiger) Anspannung und auch bei
Schreck-Verspannungen (Schock, Angst, seelische Überbeanspruchung). Mit
der Stillegung sind die Schmerzen zunächst reduziert oder weg (es ist
nichts Nachteiliges zu spüren), die Beweglichkeit wird aber insoweit
eingeschränkt (analog: die Schraube ist festgerostet / starr /
unbeweglich). Die so entstehenden Verschiebungen im Körper tragen über
kurz oder lang zu Erkrankungen bei, die dann meist nicht mehr mit dem
freien Fließen der Energie, also von Spannung und Entspannung, von Aktion
und Loslassen usw. in Verbindung gebracht werden.
Ähnliche Erscheinungen sind
beim Wachen und Schlafen zu beobachten. Wer unentwegt den Schlaf reduziert
und das körperliche Bedürfnis nach Ruhe, Entspannung und Abschalten übergeht,
wird nach einiger Zeit geistig und körperlich zusammenbrechen. Umgekehrt:
Wer sich nur noch treiben und hängen lässt, verliert nicht nur Schwung,
sondern auch Leistungskraft.
Notwendig ist also immer der
Ausgleich, das Gleichgewicht von ‘sowohl - als auch’, damit das Leben
bestmöglich gelingen kann.
Verspannungen und Verhärtungen
nehmen zu, wenn sie nicht aufgelöst werden.
Das fördert die Unbeweglichkeit und führt letztlich in die Starrheit,
auch wenn momentan keine direkten Schmerzen zu spüren sind (festsitzende
Schraube). Am Schluss, wenn du total starr bist, bist du tot.
Jeder hat es selbst in der
Hand, ob er sein Leben, indem er es immer bewusster gestaltet, ausschöpft
(mit seinen ganz persönlichen Möglichkeiten und in seiner
Art!) - oder verkümmern und erstarren lässt .
Das Problem
ist:
viele Muskelfasern stehen unter
Spannung, obwohl Spannung fürs Leben an dieser Stelle und in diesem
Moment überhaupt nicht nötig wäre - und viele Muskelfasern sind schon
‘verhärtet’.
Viele Spannungen sind also da -
und werden gar nicht ‘bewusst’ gespürt oder beachtet. - Sie werden
(meist widerwillig) erst dann beachtet, wenn der Körper mit Schmerzen und
Krankheiten (symbolisch) zu schreien beginnt, wenn es also dann so weh
tut, dass es gar nicht mehr anders geht.
Und - außerdem werden ständig viele unnötige Spannungen ‘dazu
gemacht’, weil wir uns einbilden, das gehöre jetzt eben dazu (z.B.
Stirne, Mund, Schultern, Po usw. - konzentriert: Stirn in Falten, Mund
gespannt ‘?’ - kraftvoll: Spannungen in den Schultern, im Gesicht, im
Po ‘?’ - laufen: angewinkelte, gespannte Arme ‘?’ - und - und -
und - ).
Das Ziel
wäre:
ein total entspannter Körper -
und zwar in den Teilen, die jetzt zur Lebenserhaltung und Lebensgestaltung
tatsächlich keine Spannung brauchen. Spannung nur dort und da auch nur so
viel, wie gerade unbedingt notwendig.
Aus diesem ‘Weich- und Gelöst-sein’
entspringt dann - wenn du sie willst und brauchst - ‘Power’ (Schwung,
Unternehmungsgeist, Bereitschaft zu bewusster Stille und bewusstem
Schweigen usw.) - und zwar
‘so’, wie du sie jetzt leben willst. - Du kannst also frei gestalten,
weil entsprechende Reserven vorhanden sind. Und dabei fühlst du dich wohl
und spürst Lebens-Freude (= sprühende, fließende Lebens-Energie) in dir
pulsieren.
Nicht so, wenn Spannungen und
‘Verhärtungen’ da sind. Abgesehen davon, dass das Schmerz- und
Leidens-Quellen sind, dir bleibt ja nur noch ein Teil deiner Energie, nämlich
der nicht in Spannungen oder ‘Verhärtungen’ festgehaltene Rest zur
freien Verfügung. Und davon brauchst du vielfach auch noch etwas, um
diese vorhandenen Spannungen auszuhalten bzw. zu überwinden.
Grotesk: Da bindest du Energie
in Spannung - und dann brauchst du weitere Energie, um diese Spannung
wieder mit Spannung kurzfristig zu überwinden. Wie viel bleibt dann noch
für die Lebens-Freude (wirklich freie Energie)? - Aber - so
ist es nun mal.
So gesehen ist der Schmerz
‘dein Freund’, weil er signalisiert: “Tu was, verändere was,
bleib in Bewegung, sonst rostest du ein - und wirst in kleinen
Teilabschnitten innerlich und äußerlich immer bewegungsunfähiger!"
Bei den Muskel-’Verhärtungen’
ist dieser warnende Schmerz im Regelfall nicht mehr da. - Und doch merkst
du: "Irgend etwas stimmt nicht, klappt nicht, manches geht daneben
oder nicht so, wie ich es gerne hätte - und ich weiß eigentlich nicht
warum. Ich fühle mich nicht so richtig wohl und rund." Das Innere
Spüren, der Innere
Wegweiser; sie melden
sich.
Spannung
+ Spannung
Spannung
kann auch durch zusätzliche Spannung (z.B. Sport, anstrengende Bewegung)
zur Entladung gebracht werden.
Die spürbare
Entlastung ist aber nur vorübergehend. - Dann baut sich die im Moment
festgesetzte Grundspannung wieder in altvertrauter Weise auf. - Wie
gehabt! - Warum?
Vergleichbar:
Da füllt sich ein Gefäß automatisch zu einem Drittel mit Flüssigkeit.
- Und nun gieße ich von Hand soviel Flüssigkeit noch dazu, bis das Gefäß
voll ist. - Jetzt kippt es um, entlehrt sich - ahhhhh! (totale Entspannung
nach großer Anstrengung) - stellt sich wieder auf - und beginnt sich
wieder automatisch bis zu dem momentan eingestellten Drittel zu füllen.
Und so bleibt es dann. -
Bis ich wieder von Hand nachgieße - kippen - entlehren - ahhhhh! -
automatisch füllt sich wieder ein Drittel auf - usw. usw. -
Spannungen
und 'Verhärtungen' wurden also nicht gelöst und losgelassen.
Jedoch, es wurde eine kurzfristige Entlastung mit Wohlgefühl erreicht.
Das ist immerhin etwas, wenn auch keine dauerhafte Lösung.
Sport
Im Sport kannst du nur die
Beweglichkeit üben, ausleben und trainieren, die tatsächlich da und frei
verfügbar ist.
Mehr Beweglichkeit
bereitzustellen, geht nur über Spannungen und 'Verhärtungen' auflösen.
Dann kannst du das Spektrum deiner Möglichkeiten mehr und mehr entfalten
und spüren.
Das braucht loslassen
lernen, lernen, die körperlichen Voraussetzungen zu erschaffen, dass
vorhandene Spannungen und 'Verhärtungen' sich lösen und abfließen können.
Sport ist gut, soweit er Freude
macht (aus Lust und
Tollerei!),
doch 'BEWEGUNG in BALANCE' (oder
in der Wirkung Ähnliches) ist auch sehr wichtig
-
LEBENS-wichtig!
Kleidung,
Schuhe
Kleidung soll funktionell sein
(schützen) und schmücken.
Doch - 'schön' kann nur der Mensch sein, der sie trägt. Und 'schön' ist
'jeder' Mensch, wenn Spannungen und Muskelverhärtungen sich lösen und
abfließen dürften - wenn die Lebensenergie frei und unbehindert sprüht
und sprudelt - leise oder auch laut.
Das ist zu spüren - und zu sehen (Ausstrahlung!).
Natürlich ist es auch möglich, Spannungen zu 'verkleiden' und zu 'übermalen,
aber - was bringt das?
Schuhe haben bei allem eine
'besondere' Funktion, weil sie bei jeder Bewegung maßgebend dabei sind.
Jede Veränderung der Fußform und damit der natürlichen Bewegungs- und
Entfaltungsmöglichkeiten des Fußes durch enge Schuhformen, harte Sohlen
oder auch Absätze, verändert von außen zwingend das Körpergleichgewicht.
Die von den Schuhen erzwungenen Veränderungen müssen im Körper mit zusätzlichen
Anspannungen in verschiedensten Bereichen, wo sie eigentlich gar nicht
notwendig wären, wieder ausgeglichen werden.
Ein bestmögliches Körpergleichgewicht ist so nicht mehr möglich.
Doch Schuhe, also Fußbekleidung, sind notwendig. Sie sollen den Körper
schützen, bequem sein und auch Freude machen, sie anzuziehen und
anzuschauen. Der bestmögliche Kompromiss zwischen den nackten Füßen und
Schuhen, wie sie heute üblich sind und angeboten werden, ist nach meiner
Erfahrung der einfache Turnschuh, mit weicher und relativ dünner Sohle,
der auch dem Vorderfuß ausreichend Platz lässt, sich zu verändern
(durch die Bewegung wird der Fuß warm und damit breiter).
Auf einem steinigen Weg ist da sogar noch der Untergrund zu spüren. Auch
das darf sein, wenn man das nehmen kann (intensiverer Bodenkontakt).
Arzt,
Medikamente, Behandlungen
Sie habe sicherlich ihre
Berechtigung und Wichtigkeit.
Doch Schmerzen (Spannungen?),
Krankheiten und andere Körpersignale (versteckte Verhärtungen?) wollen
als Botschaften von dir (Körper) an dich (Bewusstsein / klare eigene
Entscheidungen / neues Handeln) wichtig genommen werden. Letztlich muss
jeder seine Lebensgestaltung selbst und in eigener Verantwortung in die eigenen
Hände nehmen und selbst das
Notwendige tun (Entspannung, mehr Ausgleich, mehr Lebensfreude, mehr die
positiven Seiten des eigenen Lebens ausbauen und genießen usw.).
Das Meditative Gehen und Laufen
zu lernen und dann täglich zu machen, führt nach meiner Erfahrung immer
zu einer Verbesserung der je eigenen Lebenssituation, zu vielen neuen
Impulsen und eigener Weiterentwicklung.
Energieräuber
Jede Anspannung und jede
versteckte Verhärtung, die jetzt gerade nicht oder nicht so stark
notwendig und zweckmäßig ist, ist ein Schmerzen und Krankheiten begünstigender
/ auslösender Energieräuber,
der die Lebensfreude mindert.
Das Optimale wäre Loslassen-können
wie die Katze - und dann Anspannung für das, was gerade angesagt ist
(z.B. spielen, jagen, laufen usw.) - und zwar jeweils nur so viel, wie 'für
dieses Tun' bei rationellster Ausführung unbedingt notwendig ist - und
dann wieder loslassen.
Dann entspringt jedes Tun, jede
Aktion - wie eine Fontäne dem großen Wasserbecken. Dort ruht das Wasser,
bis es von der Fontäne kunterbunt und in verschiedene Höhen gewirbelt
wird - und dorthin kehr es auch wieder zurück. - Nur so ist der lebendige
Kreislauf gewährleistet.
Loslassen
Spannungen loslassen und
versteckte Verhärtungen auflösen ist keine Sache von Wollen, Machen oder
Entscheiden.
Es geht nur darüber,
'Voraussetzungen zu erschaffen, dass sich vorhandene Spannungen und Verhärtungen
lösen und dann abfließen können' - also von zulassen.
Folgende Parallele leuchtet
sicherlich ein:
Du kannst den Schlaf nicht anschaffen. Es hilft also gerade nicht, zu
sagen: "Jetzt will ich schlafen!" Du kannst dann meist erst recht
nicht schlafen.
Aber du kannst viel dafür tun, dass du gut schläfst, indem du für ein
gemütliches Bett und kuschelige Atmosphäre sorgst, den Tag mit einem
Rückblick abschließst, dich dafür und die erlebten Höhepunkte
bedankst,
rechtzeitig zu Bett gehst und seelische und körperliche Aufputschmittel
meidst.
Bewusster werden - das eigene
Spüren mehr beachten - und Loslassen - das sollten deshalb wichtige
Lern- und Übungsziele sein. *)
Wie
kann das gehen?
Bewegung braucht, um ausgeführt
werden zu können, Muskelspannung. Und Spannung braucht, um aufgebaut und
aufrechterhalten zu werden KörperENERGIE.
Mit ENERGIE (nicht mit
Bewegung!) -
so sparsam
und effektiv umgehen, wie nur irgend möglich!
Das heißt:
Bewege dich
soviel, so lange und so, wie du willst und gerade Lust hast,
jedoch baue
dazu nur soviel und solange Spannung im Körper auf, wie 'dazu'
und jetzt gerade unbedingt nötig ist.
Dieser Weg, die Bewegungen nur
mit der gerade und genau nötigen Spannung
(und nicht mehr!) auszuführen, fordert auch nur
die eben jetzt notwendige
und damit geringstmögliche ENERGIE.
Dies ist der Weg in eigene
BewegungsWEICHHEIT - mit mehr Bewusstsein,
Aufmerksamsein
und konzentrierter Entspannung,
der
'lockt',
dass
Spannungen und versteckte Verhärtungen, sich nach und nach lösen
und abfließen, so dass die Bewegungen und damit
der ganze Mensch immer
weicher, fließender, freude- und
lustvoller werden kann.
Folgen
und Wirkungen:
|
Immer mehr |
frei
fließende und spürbare Lebensfreude
(= freie und nach eigener Lust einsetzbare Lebens-Energie)! |
|
Immer mehr |
Beweglichkeit
- körperlich, geistig und seelisch! |
|
Immer
weniger |
Schmerzen
und Beeinträchtigungen! |
|
Immer mehr |
ein
weicher, fließender Power-Pack! |
Tun!
Tu es - regelmäßig - täglich!
*)
Und: Lass dich führen von
deinem SPÜREN!
*) z.B.
mit Meditativem Gehen und Meditativem Laufen (ALLTAG, Hinweis vgl.
unten)
|
Zt.5 |
Spiel
- im ursprünglichen Sinne -
ist immer auch Neugierde und Überraschung:
"Was lässt sich jetzt aus genau dieser Situation,
diesen Gegebenheiten < mehr > machen?",
hin zu letztlich mehr Freude, mehr Spaß, mehr Wohl-fühlen?
Es entsteht aus diesem Augenblick.
Und es ist jedes Mal immer wieder irgendwie < neu >.
Der Körper und die eigenen Bewegungen,
die gerade da sind,
sind auch so eine Gelegenheit, ständig und immer wieder
< spielend - mehr daraus zu machen > ! |
Sammelsurium
Markante
Textstellen: Neugierig
sein Füße und
Bewegung Liegen
Aufstehen u. Hinsetzen
Duschen
Radfahren Autofahren
Neugierig
sein!
Der gesamte Alltag, ja das
eigene Leben, kann zu einer 'Bewegung in Balance' - das heißt nichts
anderes als 'zu einem bewusst, achtsam und damit intensiv gelebten Leben'
werden.
Dann ist es nicht mehr besonders anstrengend und auch keine Aufgabe mehr,
dann gehört es dazu, weil ein wacher Mensch schläft nicht.
Ob es das Gehen zur Bahn, das
Zähneputzen, das Stehen vor dem Wachbecken, das Aufstehen vom
Schreibtischstuhl, das Halten des Kugelschreibers, der Besuch der Toilette
usw. usw. ist - alle täglichen Verrichtungen sollten mehr und mehr von
diesem Streben zur Bewegung in Balance durchstrahlt werden.
Es geht - ich mache es täglich und versuche es immer mehr in meinen
Alltag zu integrieren. Dabei mache ich die Beobachtung, dass die positiven
Veränderungen nicht nur körperlicher Natur sind, sondern dass sich auch
mein Denken und Sprechen mit dem Partner, meiner Umwelt, mein in Kontakt
treten und in Verbindung sein, mein gesamtes Verhalten auch positiv und zu
mehr Frieden und Freude hin entwickeln.
Einfach so oder auch dadurch, dass ich neue Denkanstöße bekomme und
probiere, indem ich mich also für die Vielfalt öffne.
Füße
und Bewegung im Gleichgewicht:
Gehen
- mit möglichst weichen und flachen Schuhen, in denen der Fuß 'abrollen'
kann. Darauf achten, dass die Aufmerksamkeit während der Bewegung bei den
Fußsohlen ist (innerlich der Bewegung zuschauen und sie spüren). Für
'gleiche' Belastung von Fersen und Ballenlinie sorgen. Die Bewegung kann
nach und nach zu einer Art fließenden Welle werden (ohne besonderen
Aufschlag der Fersen oder besondere Betonung der Ballenlinie - weich und
fließend). Der übrige Körper darf aufgerichtet und entspannt sein.
Die Wirkungen im Körper beobachten, spüren und genießen! - Dieses Gehen
zur 'wachen Gewohnheit' werden lassen!
Liegen:
Im Bett - auf dem Bauch liegen
- und schauen, auf welcher Seite liegt der Kopf?
Ist die andere gleich gut und gleich angenehm? Gegebenenfalls langsam und
immer mehr gleichberechtigt dazuholen - dadurch, dass eben die noch etwas
unterentwickelte Seite immer mehr und immer länger beansprucht wird.
Bis immer mehr 'beide Seiten gleich gut' zu spüren sind.
Und dann auch wirklich 'beide Seiten' benützen, damit 'beide' lebendig
bleiben dürfen!
Aufstehen
und Hinsetzen
aus dem Bett, vom Stuhl, von
der Toilette, im Bus, aus dem Auto usw.
Wie mache ich es jetzt gerade? Bewusst und aufmerksam? Im Gleichgewicht -
in Balance?
Wie fühle ich mich dabei?
Wie
oft stehen wir doch täglich von einer Sitzgelegenheit auf und setzen uns
dann auch wieder nieder? Jedes Aufstehen langsam und ruckfrei durch
Gewichtsverlagerung auf beide Füße - und zwar für den ersten Moment im
Gleichgewicht, jedes Hinsetzen in Form langsamen Absenkens, also
nicht sich einfach fallen lassen. Der äußeren Bewegung innerlich
zuschauen und sie gleichzeitig spüren. Das zur wachen Gewohnheit werden
lassen - aber nicht automatisch abspulen.
Wie ist das, wenn ich es für mich verbessere?
Wie wirkt sich das auf meine Stimmung und mein Wohlbefinden aus?
Duschen:
Ein
einfacher und begleitender Übungsweg kann es sein, das tägliche
Duschen wirklich aufmerksam und anwesend zu machen, dabei den
Wasserstrahl mit dem Spüren und innerlich mit der Aufmerksamkeit zu
begleiten. Der Wasserstrahl kommt von außen, die Aufmerksamkeit
gleichzeitig und an der gleichen Körperstelle von Innen.
Radfahren:
möglichst
mit aufgerichtetem Körper, die beiden Sitzhöcker auf dem Sattel spüren
und dafür sorgen, dass die Ballenlinien der Füße genau über den Achsen
der Pedale aufliegen. Das Treten: Der eine Fuß übernimmt langsam
steigend den Druck, der andere Fuß lässt gleichzeitig die Anspannung
immer mehr los, bis er wieder langsam zunehmend den notwendigen Pedaldruck
übernimmt. Und so weiter, in einem weichen und fließenden Wechsel. - Der
Bewegung innerlich mit der Aufmerksamkeit zuschauen und sie gleichzeitig
spüren!
Was verändert sich gegenüber der bisherigen Art zu fahren?
Autofahren:
Beim
Anfahren dem Motor nur so viel Gas geben, wie er zur späteren
Aufrecherhaltung der gewünschten Geschwindigkeit (z.B. 60 km/h) benötigt.
Nicht mehr. Ihn also etwas langsamer kommen lassen.
Frühzeitig vor roten Ampeln Gas wegnehmen und damit weniger Energie
sinnlos wegbremsen.
Ganz aufmerksam! Beobachten und spüren, wie sich diese veränderte
Fahrweise auf den Gesamtspannungszustand des Körpers auswirkt. Wie verändert
sich das Wohl-fühlen (spürbar)?
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Zt.6
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Jede
Bewegung ist eine Möglichkeit,
sich selbst eine Freude zu machen.
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