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Bitte2 

     <<Seite1

 

 

 Bild2

 

                                                  Angelika Wohlfarth

 

 

 Bitten 3

 oder fordern, erwarten, kritisieren?


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  U. berichtet: "Für mich ist es so eine Sache, "bitte" zu sagen, wenn ich will, dass ein anderer das tun soll, was ich gerade möchte. Doch wenn ich dann mal "bitte" sage, ist es meistens keine echte Bitte, sondern eher eine Erwartung oder Forderung. Aber dann wieder wird mir bewusst, dass fordern (und erwarten) Gewaltanwendung bedeutet, also auf Kosten oder zu Lasten des anderen geht – das will ich auch nicht. Ja – wie soll ich mich dann verhalten? Vielleicht hilft es mir, wenn du erklärst, was für dich Bitten bzw. Forderungen sind – und wie du damit umgehst."
 

Antwort:  Ich finde es schön und wertvoll, dass du auf deine Wortwahl und deine wirklichen (inneren und spürbaren) Gefühle / Absichten achtest und versuchst, für dich einen besseren Weg zu finden.

Für mich ist es eine Bitte,
wenn ich mir dessen bewusst bin, dass das Gegenüber zu meiner Bitte selbst und eigenständig entscheiden kann (und nicht ich) – und zwar mit  JA, NEIN oder ANDERS.

Wenn ich eine ehrliche Bitte formuliere, bin ich auf das Gegenüber und seine verständnisvolle Mitwirkung angewiesen. Ich suche also den Dialog, das gleich-wertige Gespräch (Austausch auf Augenhöhe), ein Verhandeln und ein Einigen auf Lösungen, die für BEIDE passen und denen dann jeder mit Überzeugung zustimmen kann (win + win).
 

Für mich ist es eine Forderung,
wenn ich dem Gegenüber vorschreiben will, wie es zu entscheiden bzw. sich zu verhalten hat. Ich “erwarte” das dann. Ich betätige mich also als Besser-wissen-woller, Rechthaben-woller bzw. Bevormunder, habe keinen Respekt vor der Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit des anderen und versuche meine Sicht durchzudrücken.
 
Fordern ist gewaltvoll und sagt:

“Mein Vorteil zu deinen Lasten oder auf deine Kosten!"
 Oft auch: "Wie’s dir damit geht, ist mir egal!”
oder auch: "Wie's dir damit geht, da frage ich erst gar nicht danach!"
  

Die Unterscheidung ist wichtig für das eigene Handeln und Verhalten (und die Folgen und Wirkungen!):
Entweder ich stehe dem anderen in der Beziehung als respektvoller, gleich-berechtigter, gleich-zuständiger, gleich-wertvoller und gleich-verantwortlicher Mit-Mensch - oder als überheblich scheinender Zampano gegenüber, der erwartet, fordert und kritisiert und meint, einfach zuständiger zu sein.
 
Das Interessante ist, dass die Art und Weise, wie ich nach Außen dem Gegenüber begegne, meist der Art gleicht, wie ich nach Innen mir selbst begegne (z.B. bewusst, aufmerksam, sorgfältig, geduldig und nachsichtig oder ungeduldig, unachtsam, schlampig und nachlässig).
Hier kommen Spüren (>hier), Beachten und Wichtig-nehmen ins Spiel.

 

 

Zt2/1           
Die Wichtigkeit von           
"Bitte" und "Danke"          

 ”Bitte”, um die eigenen Bedürfnisse (Wünsche und Anliegen) zu nennen,
zu erklären und sich SELBST dafür einzusetzen und
”Danke”, um anzuerkennen, dass mir da ein andererer
einen Teil seiner Lebenszeit geschenkt / spendiert hat,
um mir eine Freude zu bereiten.

Das “Danke” sagt zumindest:
“Ich sehe das!”
“Ich würdige das!” und
“Ich freue (?) mich darüber (wenn das zutrifft)!”

von bitte2  auch an  danke     07.16

 

 

 

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

A&L erl.

_______________________________________________________________________________________________________________________

Dez.15(3), Dez.16(Bild2), Dez.18(4), Aug.19(Zt2/1)  

siehe auch:    alle Hinweise von:   <<Seite1
 

 

siehe auch:

Außen     Bedürfnisse     Bewusster-werden   Danke(auch2)   Eigen-Kompetenz/-Verantwortung    Einigen(Lösung)   Erwarten(Forderung)     Gespräch  Kinder(8)u.ADHS    Loben und anerkennen     Möglichkeiten   Rituale    RoterFaden3,8(1-9)     Spüren  Verhandeln       Verbessern   Wege     Was tun1

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Dialog & Diskussion     Dialog und Partnerschaft

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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