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Wie geht die?
Briefwechsel (Was tun?):
Situation und Frage:
R.
schreibt: "Ich überlege seit einiger Zeit, wie das ist mit der
Eigenverantwortung. Ich muss pünktlich im Geschäft sein und ich muss da
auch wieder die Verantwortung für meinen Bereich übernehmen, also den
Kopf hinhalten, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es der Betrieb sich
vorstellt. Ich muss die Straßenverkehrsordnung einhalten usw. usw. Der
Bundeswehrsoldat muss seine Befehle ausführen. - Da gibt es keine anderen
Möglichkeiten - oder siehst du da welche?"
Antwort:
Eigenverantwortung
ist das bewusste Übernehmen der
Fürsorge für sich selbst:
- Geführt vom Gefühl
herausfinden: "Was will
ich jetzt?" (eigenes Bedürfnis)
- Mit dem Verstand
(und allen Organen der
Wahrnehmung) ergänzen, wie
jetzt die Verhältnisse und welches auch die
Bedürfnisse und
Wichtigkeiten
der anderen und der Umwelt sind.
- Mit Gefühl
und Verstand
(im Zusammenspiel!)
herausfinden, welche
Möglichkeiten der Verwirklichung sich anbieten und welche
davon
für MICH jetzt gerade
das "Bestmögliche und selbst auch Machbare" ist.
- Mich dafür
"bewusst entscheiden"!
- Entsprechend handeln.
- Das Ergebnis prüfen
(Folgen und Wirkungen) und
das zugehörige Gefühl
spüren und "genießen"!
- Ist das Ergebnis weniger
gut, als erwünscht,
neue Möglichkeiten überlegen
und probieren.
Die Fürsorge berücksichtigt
und bedenkt also besonders die möglichen Folgen und Wirkungen eigenen
Denkens und Handelns. Und die Fürsorge sollte immer auf spürbare
Freude und Wohlfühlen ausgerichtet sein.
Jeden
Tag macht jeder 1.000 und mehr Aktionen (aufstehen, Zähne putzen usw.).
Die meisten davon weitgehend automatisch und unbewusst. Wenn wir lernen,
immer mehr davon bewusst und damit wirklich aktuell bestmöglich im Sinne
der Eigenverantwortung zu machen, dann wird das eigene Leben intensiver,
lebendiger und spannender, dann werden auch die eigenen Wahl-Möglichkeiten
für jede Situation vielfältiger.
Bewusst
handelt in Maßen jeder Mensch.
Das Maß des Bewusst-seins ist sehr unterschiedlich.
Es ist wie bei einer Waage, die
die Fähigkeiten mitbringt, bis auf 1 Gramm genau anzuzeigen, jedoch im
Moment noch so eingestellt ist, dass sie nur in 5 kg-Schritten, also
relativ ungenau, anzeigt.
Diese Waage des eigenen Bewusstseins muss jeder Mensch, will er ein
achtsameres Umgehen mit sich selbst und auch den anderen Menschen
erreichen, selbst einstellen.
Sehr gute und bewährte Möglichkeiten
hierfür sind das Meditative Gehen und das Meditative Laufen. - Gerade das
Gehen und Stehen werden ständig in Bus, Bahn, am Schreibtisch oder auf
dem Weg zur nächsten Tätigkeit praktiziert. Das geht auch bewusster und
achtsamer. -
Lauter alltägliche Möglichkeiten, für sich selbst besser sorgen zu
lernen. Und
zwar in der Praxis. Es zu tun und damit die eigene Aufmerksamkeit übend zu
entwickeln, gleichzeitig die angenehmen Wirkungen zu spüren und zu genießen.
Damit
ich immer mehr Freude spüre, die mir so auch gut tut!
Es gibt viele Möglichkeiten, mehr Bewusstheit zu trainieren und zu spüren.
Letztlich sollten sie alle dazu führen, die eigene Achtsamkeit zu
entwickeln und so immer achtsamer sein zu können (also auch sich
selbst bewusst zu berücksichtigen: "Wie ist das nun für mich?
Tut mir das gut? Welche anderen Möglichkeiten gibt es für mich? Für
welche will ich mich entscheiden? Wie wird es dann vermutlich für mich
weitergehen? Wie ist das für meine Mitmenschen und welche Auswirkungen
ergeben sich voraussichtlich?).
Gegensätze wären z.B. Unaufmerksamkeit, Zerstreutheit, Automatismus und
Schlendrian (die wohl bei jedem mehr oder minder vorhanden sind).
Endziel wäre, um in das vorherige Bild zurückzukehren, die Einstellung
der höchst- persönlichen Bewusstheits-Waage so zu verfeinern, dass sie nun
auch bis auf 1 Gramm genau anzeigen 'kann' - im Denken, Handeln und Spüren.
Wie genau die Waage im Einzelfall anzeigt und wie sorgfältig der
jeweilige Mensch das dann auch spürend berücksichtig, das ist
Eigenverantwortung.
Je bewusster eine persönliche
Situation durchleuchtet wird (eigene Gefühle, Bedürfnisse, Möglichkeiten),
desto mehr entstehen Klarheit und persönliche Entscheidungshoheit (weiter
so - oder will ich die Richtung verändern/verbessern?). Je
mehr das aber beiseite geschoben und vernachlässigt wird, desto mehr macht
sich der betroffene Mensch selbst zum Opfer eigener (alter) Vorstellungen, von
anderen Menschen oder auch der Situation.
Nun noch zu deinen Beispielen mit den vielen "muss":
Du "musst" nur und
erst dann, wenn du es vorher so für dich entschieden hast, weil du es
genau so willst.
Du hast z.B. deinen
Arbeitsvertrag unterschrieben, weil du, vermute ich jetzt mal, dort deine
Fähigkeiten entfalten, deine Brötchen verdienen und damit deinen
Lebensunterhalt sichern kannst. Es war dein freier Wille! Dass du dann
auch Pflichten übernimmst, ist selbstverständlich (du musst dann, weil du es
für dich so willst und es vorher so entschieden und zugesagt hast).
Du hast dich auch dafür
entschieden, in diesem Staat, in dem aus ordnungspolitischen Gründen die
Straßenverkehrsordnung gilt, zu leben. Wie du diese Vorschriften dann
anwendest, das entscheidest du für dich in jedem Einzelfall neu.
Natürlich kannst du z.B. sagen, dass es dir Freude macht, auf der linken
Straßenseite zu brettern. Sicherlich wird dir und deinen Mitmenschen das
so aber nicht lange gut tun.
Wie macht es dir mehr Freude -
und tut dir das so dann auch gut? - Eigenverantwortung!
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Zt1 |
Achte stets auf deine Gedanken,
sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte,
sie werden zu Handlungen.
Achte auf deine Handlungen,
sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten,
sie werden zu Charaktereigenschaften.
Achte auf deinen Charakter,
er wird dein Schicksal.
Achte auf dein Schicksal,
es konfrontiert dich mit deiner Eigenverantwortung.
unbekannt
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Zt2 |
Gibt es
schlechte Menschen?
Der Mensch ist weder gut, noch böse,
sondern das, wofür er sich entscheidet. |
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Zt3 |
Beweglichkeit
und Spüren
Körper
+ Geist + Seele, sind als
gleich-berechtigte und gleich-wichtige Verbündete
die Quellen eines sich ganzheitlich entfaltenden
eigenen Lebens. |
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