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Entscheiden2 

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 Bild2/1

                                                                      Angelika Wohlfarth

 

 

Entscheiden 3  

vom NEIN zum "JA, so stimmt es 'auch' für mich!"


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K berichtet: "Endlich habe ich einen Partner gefunden, wenn der da ist, fühle ich mich ausgesprochen wohl. Nähe und Zärtlichkeiten sind berauschend. Allerdings möchte er bei mir einziehen, ich soll ihn absichern, dass er, sollte ich vor ihm sterben, in meiner Wohnung bleiben kann und da er wenig Geld hat, erwartet er von mir immer wieder Geldgeschenke. Auch wenn sonst alles super ist, dagegen sträube ich mich. Ich bin ganz konfus von diesem Ich-möchte-mit-ihm-zusammen-sein und der Ablehnung seiner materiellen Vorstellungen. Was meinst jetzt du zu dieser Situation?"
 

Antwort:   Du bist also frisch verliebt. - Gratuliere!

Trotzdem meine ich, dass dein Gefühl ein klares NEIN signalisiert, ganz gleich, welche Worte du dem dann im Einzelnen gegeben hast.

Ich sehe das übrigens auch so, dass es schlimm ist, Geldforderungen mit einer Beziehung und dem Zusammensein zu verknüpfen (Autonomie).

Trotz des unguten Gefühls (NEIN) auf der einen Seite, möchtest du auf der anderen Seite aber mit JA entscheiden und den Kontakt zu deinem neuen Bekannten erhalten und fortsetzen.
Das ist ein Konflikt in dir. – Wenn der nicht aufgelöst wird, hat das zwangsläufig schmerzliche Folgen FÜR DICH.

Ein Lösungsweg wäre, dein NEIN zum JA zu verändern – und zwar dadurch, dass du die Situation so lange veränderst und weiter entwickelst, bis du ein “eindeutig und klar” spürbares inneres JA bekommst, also ein gutes Gefühl, das dann sagt: “JA, so stimmt es 'auch' für mich!”
Du könntest z.B. mit deinem neuen Bekannten verhandeln und dich auf klare Verhältnisse einigen, wo jeder eigenständig ist und bleibt, trotzdem aber viel Gemeinsames möglich wird. Er könnte sich in deiner Nähe eine kleine Wohnung mietet und finanziell handelt jeder nach seinen Möglichkeiten. Wenn dir dann danach ist, kannst du ihn ja auch öfters mal zu gemeinsamen Aktionen einladen.

Dieses “JA, so stimmt es (auch) für mich!” ist ein tolles Gefühl. Ich kenne das auch und bemühe mich auch immer wieder in diese Richtung.

Das Leben ist einfach spannend – das eine ist gerade richtig für mich – und das andere ist gerade richtig für dich!
Für dich entscheidest nur du. Dann treffen dich auch die Folgen und Wirkungen. Klar! (Eigen-Kompetenz/-Verantwortung)

Ich habe vollstes Vertrauen, dass du deinen nächsten Schritt FÜR DICH so entscheiden wirst, wie er für dich gerade richtig ist. Er wird helfen, dir 'die' Erfahrungen und Erkenntnisse zu ermöglichen, die jetzt für dich wichtig sind. Ob mehr Freude oder mehr Leid, wer will da den Über-Zampano spielen? Ich nicht!
Trau dich zu dem, was FÜR DICH gerade stimmt!

 

 

Zt2/1           

.Entscheidung           
für eine
.Aufgabe -           
.JETZT!           
-
.Goethe -           

+           

DEIN .Geschenk           
.an die .Welt?          

 In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen,
um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.
Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie.
Beginne jetzt.“
                                                                           Johann Wolfgang von Goethe

So findest du auch irgendwann DEIN "Geschenk an die Welt" und kannst
FÜR DICH mehr Lebens-Freude und Zufriedenheit erschaffen!
                                                                       Der Autor - Gerhard Salger

 von Entscheiden,Zt2/1  auch an  > Anfang  > Bedürfnisse  > Freude  >  Geschenke(auch:2/5)   > Jetzt  > Leben   > Vielfalt  (09.16)  Einfügung: Entscheide dich jetzt!
 [Ü+Lebensfreude+Zufriedenheit  (>)=. erl 07.17]

 

 

Entscheiden 4

 ICH entscheide FÜR MICH! - Niemand sonst!

 

Jede "bewusste und aktuelle" eigene Entscheidung ist eine persönlich gute Entscheidung.
Denn ICH stehe dahinter. Und darauf kommt es an.
Es macht MIR Freude und tut MIR so gut. Anders würde ich mir nur selbst schaden.
(Hoffentlich ist es immer so!) 

Regeln, gesellschaftliche Konventionen, wissenschaftliche Erkenntnisse, religiöse oder hierarchische Vorgaben sind Orientierungen, die Anregungen geben können und ein möglichst reibungsloses äußere Zusammenleben der Menschen in der vorhandenen Gesellschaft und Kultur ermöglichen sollen.
 
Sie zu kennen und zu können, erleichtert die jeweiligen "persönlichen" Entscheidungen, also das persönliche
"ICH will jetzt FÜR MICH!" - Darin enthalten sind dann (in diesem 'Ich will jetzt für mich') neben den äußeren Vorgaben/Regeln viele persönliche Aspekte, wie z.B. Befindlichkeit, Stimmung, Ziele, Wünsche, Sehnsüchte, Gefühle, Mitgefühl, Risikobereitschaft, Sinn für das Praktische, Erfahrungen, eigene Beurteilungen der Gesamtumstände usw.
Je "bewusster" alle Aspekte (außen + innen) berücksichtigt werden, desto besser wird die eigene Entscheidung ausfallen. Desto erfreulicher werden dann auch das eigene Verhalten - und die persönlichen Folgen und Wirkungen.
Wertvolle Helfer und Signalgeber sind dabei die eigenen Gefühle und die Intuition.

Unsicherheiten entstehen, weil vielfach nicht 'bewusst' ist,
dass ausnahmslos jede Entscheidung nur eine "persönliche" sein kann.

Verbreitet ist, dass Eltern ihren Kindern gegenüber meinen "Ich weiß es besser, was für dich gerade gut und richtig ist!", dass Schulen glauben zu wissen, was gelernt werden muss, dass Wissenschaftler verkünden, zu wissen, was gilt und es nur so richtig ist, dass die Werbung uns glauben machen will, …, dass Religionen verkünden, über das wahre Wissen zu verfügen usw. usw.
= Bevormunden-wollen, Recht-haben-wollen, besser-wissen-wollen, behaupten, erwarten, fordern.
= Meist die (gut gemeinte) Idee: "Ich weiß besser, was für dich jetzt gut und richtig / notwendig ist!"

Das alles sind Märchen, die Menschen zu Befehlsempfängern degradieren und
instrumentalisieren wollen, so zu funktionieren, wie die Machenden das gerade wollen.

Das geht - und es funktioniert auch so lange, bis der Mensch nach und nach für sich entdeckt, dass er weder von der Aussage eines Arztes, noch von der Drohung eines Geistlichen oder anderen abhängig ist, sondern maßgebend ist die "eigene Entscheidung", die sich als stimmig anfühlen, also von einem gutes Gefühl und entspannter Zufriedenheit begleitet sein muss.
 

Die eigene "bewusste" Entscheidung ist in der Regel nie einfach.

Denn zu ihr gehört ein ganzes Bündel von Aspekten, die jeweils mit einbezogen werden wollen.
Z.B. - das Bewusstsein: "ICH entscheide für mich! Niemand sonst!"
        - die Frage: "Will ICH das wirklich so?"
        - "Welche Auswirkungen und Folgen können für mich entstehen?"
        - "Welche Auswirkungen und Folgen können für andere / die Situation entstehen?"
        - "Welche anderen / besseren / wohltuenderen / erfreulicheren Möglichkeiten sehe ich?"
 
         - WAS WILL ICH nun wirklich? - Wofür entscheide ich mich jetzt?
         - Akzeptiere ich die zu erwartenden Folgen und Wirkungen für mich und andere?
 

Ein Beispiel:
Max ist 8 Jahre alt. Er will rausgehen. Ihm ist warm und deshalb will er keine Jacke anziehen.
Im Moment verteidigt er nur seinen Standpunkt, weil er glaubt, sich wehren zu müssen, gegen die 'großen Eltern'.
Seine Mutter weist ihn darauf hin:
"Max, du entscheidest selbst und für dich! Ich wünsche mir und empfehle dir, eine Jacke anzuziehen, weil es sehr kalt ist und sonst die Gefahr einer Erkältung lauert. Wenn du krank wirst, müsste ich dich pflegen und dazu von der Arbeit zu Hause bleiben. Das ist für mich, wie du weißt, immer recht schwierig. - Aber - du entscheidest selbst und in eigener Verantwortung, wie du es für dich machen möchtest. - Ich bitte dich, deine Bedürfnisse (nach ausreichend angezogen sein) und deine Gefühle, wenn du dich dann entscheidest (ein gutes Gefühl bestätigt!) zu beachten."
Max entscheidet sich gegen die Jacke, holt sich eine Erkältung und liegt anschließend 4 Tage mit Fieber im Bett.
Es war SEINE Entscheidung - und die gilt es zu achten (Eigenverantwortung!). Und er hat so die Chance erhalten, für sich eine wichtige Erfahrung zu machen: "Ich bin für mich selbst verantwortlich - aber mich treffen auch die Folgen und Wirkungen! Nur ICH kann gut für mich sorgen! *)"
 

Hätte die Mutter ihn zur Jacke gezwungen, hätte er sie vielleicht außerhalb ihrer Sichtweite wieder ausgezogen oder auch sie aus Angst vor dem aufgebauten Druck der Obrigkeit anbehalten (nicht aus eigenem Antrieb und zur eigenen Freude).

Entscheidend ist, das Selbst-Bewusstsein anzuregen
und die Kompetenz zur eigenen Entscheidung zu stärken.

So wird Max mehr und mehr hineinwachsen in das Bewusstsein, dass er für sich SELBST die Verantwortung trägt (weder die Eltern *), noch die Schule, noch der Arzt, noch sonst irgendwer).

 
Auch ein Soldat, der den Befehl bekommt, andere Mitmenschen als Feinde zu betrachten und sie zu erschießen, kann sich bewusst entscheiden, ob er nun dem Befehl folgt oder seinem Gewissen.
Es spielt keine Rolle, wie die gesellschaftliche Verantwortung geregelt ist. Letztlich ist und bleibt er seinem Gewissen verantwortlich (Jeder trägt seinen Richter in der eigenen Brust.).
(Die dramatischen Krankheitsfälle von aus Krisengebieten zurückkehrenden Soldaten, die mit Gewalt und Töten konfrontiert waren, sprechen Bände.)
 
Gehen tut es von frühester Kindheit an darum, zu lernen und einzuüben:
"ICH entscheide FÜR MICH! - Und für die Konsequenzen bin ich auch selbst verantwortlich.
Wie fühle ICH MICH mit meiner Entscheidung?  Vorher - und nachher?"
 
Der Erziehungs- und Entwicklungsauftrag müsste also wohl lauten:
     Erziehung zu mehr Bewusstsein, zu Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.
 
Alles andere wäre die Anwendung von Gewalt (auch wenn nur mit Worten) und die Erpressung zum Funktionieren in bestimmter Weise (wie von Eltern / Schule / Vorgesetzten / Politik / Industrie / Werbung / Mode usw. gewünscht).
 
Ein Mensch, der SICH SEINER SELBST bewusst ist, auch dass nur er für sich selbst entscheidet und zwar möglichst immer so, dass es "auch" ihm dient, Freude macht und so auch gut tut, kann mit Anfechtungen (z.B. Verlockungen, Medienkonsum etc.) ganz anders umgehen, als ein solcher, der zum Gehorsam gedrillt und im unbewussten Glauben gelassen und sogar bestärkt wird, nur so und nicht anders müsse er es machen / wäre es richtig.
 

"Jede 'bewusste und aktuelle' Entscheidung - ist eine persönlich gute Entscheidung!"

Gehen tut es also darum, zu lernen:
"Was andere sagen oder auch behaupten, mag für sie (die anderen!) gut und richtig sein.
 Was FÜR MICH gut und richtig ist, entscheide ICH SELBST - und meine inneren Helfer dabei sind
    meine Gefühle, meine Intuition und mein Verstand (Klarheit und Überblick).
    Dafür trage ICH dann auch die Verantwortung (Folgen und Wirkungen).
"
 

Wichtig dabei ist, auch die Achtung vor dem Anderssein der Anderen zu lernen und einzuüben.
Jeder ist vom anderen verschieden.
Die Anderen sind für sich genauso richtig und in Ordnung (o.k.), wie ich für mich.
Und jeder hat einen anderen Entwicklungsweg.
 
MEINEN Entwicklungsweg bestimme ich selbst.
Ich bestimme auch selbst, wer und wie ICH sein bzw. werden will.
Ich habe dafür die alleinige Kompetenz (Zuständigkeit) und Verantwortung (Folgen und Wirkungen).

*) Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung von Kindern bis zur Volljährigkeit in der Verantwortung der Eltern.

 

 

 

Zt2/2           

.Am Ende?           

Zitat            

 Am Ende  sind wir nur die Summe der Entscheidungen, die wir getroffen haben.

                               
James Patterson in Todesahnung  TB Goldmann Nr. 46764, S.159

 von Entscheidungen,Zt2/2  auch an  > Freude (nicht nur fun / Unterh.) > Sinn > Wege > Zuversicht  (06.17)   Einfügung: Entscheidungen - Was bleibt am Ende? 

 [Ü+Summe+Patterson James+Tod+Glauben (>)=. erl 06.17]

 

 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

Einfügung:  Keine Zufälle:                                                                                 

                   
                                                          Unbekannt                                     
von Begegnen,Bild2  auch an  > Entscheiden,Zt2/1  > Geschenke1  
> Freude  >
Lernen    > Ziele(2)       (10.16)      
 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

 

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F-ok
Zt = Zwischentext
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Apr.15(3), Aug.15(4), Dez.15(Bild2/1), Dez.16(Zt2/1+Seite1/Einfüg.01), Aug.17(Zt2/2)  

siehe auch:    alle Hinweise auf:  <<Seite1   +   >>Seite3  +  >>Seite4
 

 

siehe auch:

Achtsamkeit    Anders(verschieden)     Autonomie   Bewusstsein   Eigen-Kompetenz/-Verantwortung     Einigen    Eltern   Erziehen  Gefühle    Gesch.11(Ich entsch.für mich)   Gespräch   Gewalt    Haltung     Ich will    Kinder    Kommunikation     Konsens(syst.Konsensieren)     Liebe     Muss(3-EigenKomp+Verantw.+Bild3)     O.k.  Respekt(2-Achtung)     Richtig    RoterFaden8(1-9)     Schule    Selbst    Spüren     Verantwortung     Verhandeln     Weg   Wirkungen       Was tun1

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Nicht      Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')     Wirkungen     Zwischenbilanz(1) 
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

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