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Erwartungen 2 

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 Bild2/1

 

                                                                        Unbekannt

 

 

 

Zt2/1           
Erwarten und           
fordern - oder           
lieber 'Bitte!' sagen           
und begründen?           

 Erwarte oder fordere nichts,
auch nicht von deinem Partner, Kindern, Eltern, Freunden, Kollegen, dem Chef oder anderen.
Sonst wäre das eine versuchte Manipulation / Bevormundung / Fremdbestimmung,
vielleicht auch ein Besser-wissen- oder ein Recht-haben-wollen.
Bist du der Hilfe bedürftig, darfst du das verständlich machen und immer wieder darum bitten.
Denn nur DU kannst FÜR DICH SELBST bestimmen, niemanden sonst.
Jeder entscheidet ausnahmslos NUR für sich selbst.
Kinder allerdings bis zur Volljährigkeit in der Verantwortung der Eltern.

von Erwartungen,Zt2/1  auch an  > Bedürfnisse(bedürftig) > Bitte > Eltern > Entscheiden > Kinder > Nicht > Partnerschaft(6) > Partnerschaft(7-Besserwissen+Recht-haben-wollen) > Respekt > Selbst  (12.16)    siehe auch:  Bestmöglich(3),Schritt1           Einfügung: Erwarten - oder m. Respekt bitten?

 

 

 Erwartungen  4 

 und forderndes Geschrei   (auch Kinder-)


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K. schreibt: "Immer wieder passiert es, dass ich mit meinem 4jährigen Sohn in der Stadt unterwegs bin, er in einer Auslage etwas sieht und das dann gerne möchte. Wenn ich dann freundlich ablehne, weil er erst gestern ein ähnliches Auto bekommen hat oder dafür das Geld nicht reicht oder …, dann  vollführt er ein Riesengeschrei, dass er das jetzt aber braucht und will. Ich erkläre, will aber keine Gewalt anwenden. Aber das Gebrüll ist oft nervig und bringt mich aus der Fassung. Dazu kommt, dass auch mein Mann immer wieder darauf hinweist, ich sei zu weich und müsse klarer durchgreifen. - Was meinst jetzt du zu dieser Situation?"

Antwort:   Ich lese, dass dich das fordernde Geschrei deines Sohnes immer wieder schier verzweifeln lässt. - Das kann ich gut verstehen. Es ist schwer, das aushalten zu müssen.

Doch, wie ist die Situation wohl aus der Sicht deines 4-jährigen Sohnes?
Es schmerzt ihn und es tut ihm weh, dass seine "Erwartungen / Forderungen" nicht erfüllt werden, so wie er das von früher wohltuend kennt.

Rückblende:
Kaum ist das kleine Kind auf der Welt, wird es liebevoll umsorgt und auch verwöhnt, mit Zuwendung und Aufmerksamkeit geradezu überschüttet. Das tut gut. Ein kleiner Kieks und schon springen Eltern oder auch Großeltern, weil der Kleine etwas braucht oder möchte.
Für das kleine Kind und auch die Großen ist das wunderbar. Eine Zeit des Staunens und dichter Freude.
Gleichzeitig macht das kleine Kind dabei die wichtige Erfahrung, dass seine Erwartungen / Forderungen von Außen meist sofort erfüllt werden, wenn es sich entsprechend bemerkbar macht.
Das ist sehr angenehm! (Wie das Schlaraffenland.)
 
Doch mit zunehmendem Alter werden diese Selbstverständlichkeiten, dass jeder Wunsch, jedes geäußerte Bedürfnis sofort von Außen und ohne eigenen Einsatz erfüllt wird, weniger.
Das Kind lernt die Regeln und Rituale in seiner Familie und auch in der Gesellschaft kennen und wird so langsam zu eigenverantwortlichem Handeln hingeführt. 

Dein 4-jähriger kann seinen Schmerz über die Nichterfüllung seines Wunsches nur durch Gebrülle ausdrücken.
 
Du willst ihm zwar nicht seinen Wunsch erfüllen, vielleicht kannst du aber auf den Schmerz deines kleinen Sohnes eingehen und ihn verständnisvoll trösten / in den Arm nehmen.
Wenn er das (zunächst) nicht annehmen kann, hilft es, wenn du da bleibst und wartest, bis sein Schmerz wieder nachlässt. Schweigend, also ohne zu schimpfen oder zu drängeln. Es nährt sein Gefühl von Trost / Sicherheit / Vertrauen / Zuverlässigkeit: "Auch in schwierigen Situationen steht meine Mutter (Eltern) zu mir und wendet sich nicht von mir ab."

Für dich bleiben solche Situationen natürlich anstrengend und es verlangt Kraft und Nerven, sie anzunehmen und durchzustehen.
Vielleicht hilft zumindest der Ausblick, dass es mit der Zeit besser werden wird, vor allem dann, wenn die Eigenständigkeit durch Taschengeld gefördert werden kann (z.B. frei für alles und Schulbedarf).
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich auch dein Mann verständnisvoller einbringen wird, wenn ihm die Hintergründe klarer werden.

 

 

Erwartungen  5 

 zeigen mir: "Ich bin dabei, mich davonzustehlen!"

              Markante Textstellen:       Thema "Erwartungen"        Fragen - Was mache ich da...?
                                                    Thema "Weitergabe der Zeitschrift"        Thema "Schmerzen und ungute Gefühle"


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K. erzählt: "Unlängst habe ich eine neue Zeitschrift entdeckt, die ich sehr gut fand. Da habe ich einen Zettel rangehängt und sie einem befreundeten Ehepaar in den Briefkasten gesteckt. Nach einigen Tagen hörte ich von ihm, dass seine Frau die Zeitschrift in den Papiermüll geworfen habe. Ich war entsetzt und verärgert. Wenn ich den Freunden schon eine Gefälligkeit erweise, kann ich doch erwarten, dass sie sich einerseits bedanken und andererseits mit der Zeitschrift sorgfältig umgehen und sie mir dann wieder zurückgeben. Oder ist das zuviel erwartet? Das Ergebnis schmerzt mich und bereitet mir Unwohl-Gefühle. Was meinst jetzt du dazu?"

Antwort:   Thema "Erwartungen"
Es ist natürlich schon bitter, feststellen zu müssen, dass das Gegenüber bzw. die Anderen nicht genau das machen, was man von ihnen erwartet.  ;-)
 
Denn, wie es das Wort schon sagt: "Die anderen sollen für mich das machen oder sich so verhalten (funktionieren), wie ich das möchte."
Ich fordere von ihnen, dass sie meine Marionetten sind, versuche sie zu bevormunden, ihnen zu signalisieren, dass ich weiß, was für sie jetzt gut und richtig ist.
 
Was mache ich da den anderen gegenüber?
Ich spreche ihnen zu, dass ich sie für unfähig halte, für sich selbst zu entscheiden. Ich will also aus angeblicher Fürsorge ihre Freiheit beschneiden. Sie sollen das tun und sich so verhalten, wie ich es für richtig und angemessen halte.
Ich zeige ihnen, dass ich sie (als Person und Mensch) nicht achte und auch keinen Respekt vor ihnen habe.
 
Was mache ich da mir selbst gegenüber?
Ich habe ein Bedürfnis / einen Wunsch / ein Anliegen. Ich möchte also etwas haben / oder bekommen / oder dass sich etwas so verändert, wie ich es möchte.
Zuständig FÜR MEINE Bedürfnisse bin ich SELBST.
Ich müsste also für mich herausfinden:
        Was will ich genau?
        Ist das realistisch und von mir selbst zu machen oder zu erreichen?
              (Eigen-Kompetenz!)
        Welche Folgen und Wirkungen wird das voraussichtlich haben 
              (Eigen-Verantwortung)
           für mich (Freude, Gut-tun, Bereicherung oder Belastung, Schmerz, 
               Krankheit etc.),
           für meine Gegenüber bzw. andere (wenn es meinem Gegenüber gut oder 
               schlecht geht, wird sich das auch auf mich und mein Leben entsprechend
               auswirken) und
           für die Situation / weitere Entwicklung?
         Will ich es wirklich / macht es mein Leben reicher / lohnt es sich für mich?
         Was will ich dafür tun, selbst und in eigener Zuständigkeit, dass es immer 
               mehr so wird, wie ich mir das wünsche?
         Wann fange ich an?
         Mit was?
 
Das dauert vielleicht ein paar Atemzüge.
Danach kommt allerdings, dass ich mich SELBST in Bewegung setzen und bemühen muss.
Weil ICH es FÜR MICH so will (es meiner Freude und Lebensqualität dient).
 
Viel einfacher ist es da, das einfach auf andere abzuschieben und zu ERWARTEN.
Auch wenn die Wirkung  auf die Beziehung immer Gift ist.
Auch wenn dann Konflikte und Enttäuschungen vorprogrammiert sind.
Der bequemste Weg lockt, auch wenn er sicherlich, das ist schon zu spüren, nicht unbedingt der beste sein wird.
 
Wenn ich das merke, kann ich mir bewusst machen:
"Ich bin dabei, mich aus der Verantwortung für mich selbst zu stehlen und zu versuchen, anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben - indem ich von ihnen das ERWARTE, was ich selbst im Augenblick nicht machen mag." (vgl. auch oben: Rückblende)
 
Und jetzt kann ich BEWUSST für mich neu entscheiden:
    Will ich von Anderen erwarten oder
    die Verantwortung für mich und meine Bedürfnisse selbst übernehmen?
 
Weil:  Ich entscheide für mich  -  niemand sonst  -  und für niemanden sonst!

 

      Thema "Weitergabe der Zeitschrift"
Du schilderst die Weitergabe einer dir wichtigen Zeitschrift.
Hast du vorher gefragt, ob du dem Empfänger die Zeitung bringen darfst, ob er sie lesen mag und die Rückgabe etc. vereinbart?

Ich vermute: NEIN
Nur du entscheidest über dein Tun oder auch Nicht-Tun. Du trägst allerdings auch die Verantwortung (Folgen und Wirkungen) für dich.
Auch der Empfänger entscheidet für sich. 
Eine Absprache / Vereinbarung liegt nicht vor und so ist die Zeitschrift im Papiermüll gelandet. 
Für dich bitter, aber völlig legitim.

 

       Thema "Schmerzen und ungute Gefühle"
Du klagst über Schmerzen und ungute Gefühle.
Dafür ist niemand anders zuständig. Nur du selbst!
Schmerzen sind nach meiner Überzeugung ganz wichtige und wertvolle Signale aus deinem Inneren, dass du dich (insoweit) auf der Minusseite deines Lebens bewegst. Sie weisen dich darauf hin, dass die positiven Anteile deines Lebens (Freude, Abwechslung, Wohlfühlen, Leichtigkeit, Lachen) hier auf unter 50% gesunken sind, du insoweit also im Minus bist (
Entwicklen5  und  RoterFaden1-8).
Für dich etwas bewirken und verbessern kannst nur du. Die Aufforderung spürst du, deine Schmerzen.

 

 

 

 

Zt2/2           
Erwartungen           enthalten wichtige,          
persönliche           
Botschaften!           

 Erwartungen zeigen, dass gerade eigene Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte etc. unerfüllt sind.
Sie empfehlen gewohnheitsmäßig, lieber andere bevormunden und fremdbestimmen,
lieber auf deren Kosten oder zu deren Lasten (ihnen oder der Umgebung Gewalt antun),
lieber bequem, nur fordern und sonst möglichst nichts tun,
um sich nicht besonders anstrengen und FÜR gute, realistische und JETZT SELBST machbare Lösungen
sich einsetzen / sich engagieren / dafür sorgen zu müssen.
Soll es wirklich so sein bzw. bleiben?
Ist das ein erwünschter Weg, die Erfüllung eigener Bedürfnisse von anderen abhängig zu machen?
Oder doch lieber Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung für sich selbst
und Respekt vor den (verschiedenen) anderen Sichtweisen?

 von Erwartungen,Zt2/2  auch an > Bedürfnisse > Botschaften/Signale > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > Gewalt (Druck) > Gewohnheiten > Ich > Jetzt > Machen > Möglichkeiten > Nicht > Respekt  > Selbst > Sichtweisen > Verschieden > Wege > Wer/Wie bin ich?   (01/17)   Einfügung: Erwartungen  sind wichtige Botschaften!

 

  

 

>> weiter            

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung
 
A&L erl.

______________________________________________________________________________________________________________________

Aug./Sept.12(4), Dez.12(5), Aug.17(Bild2/1), Apr.20(Zt2/1), Aug.20(Zt.2/2)
 

siehe auch:      alle Hinweise von  << Seite1   und   >> Seite 3 
 

 

siehe auch:

Bedürfnisse     Botschaften(Signale,Hinweise)     Botschaften(auch:Zt1/ICH-Botschaften)     Eltern     Entwickeln5     Gefühle(ungute)     Kinder    Roter Faden6(1-9)    Schmerzen     Selbst    Was tun1 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
A-Fugru (Zit.11 - Selbst tun - nicht erwarten ...)     Aufmerksamkeit     Autor(Vielfalt)     Erwartungen     Haltung     Sichtweisen (Weltbild)     Spiegel(Krisen-)    Stehen     Wie bin ich? / Ich-Wie bin ich? ..(P-Fugru)     Worte  
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)       
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch     Gespräch u. Missverständnisse       Helfer (27)         Joker      "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Visionen / Tägl. Visionen (auch Krafttiere) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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