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Erzählen2 

     <<Erzählen1 

 

 

 Bild2/1

 

                                                     ....                                   Karl Valentin

 

 

 Erzählen 4

 Jeder erzählt immer NUR von SICH SELBST!

(und:  Jeder macht immer NUR das, wofür ER SICH SELBST entscheidet!)


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  T. ist unschlüssig und fragt: "Zum einen geht mir das Thema der Allgemeingültigkeit durch den Kopf, ob es also Aussagen oder Inhalte gibt, die gleichermaßen so für alle gelten (so und nicht anders - auch für mich?). Ich glaube das ja nicht, bin mir aber nicht sicher. - Und zum anderen beschäftigen mich Beschuldigungen und Beleidigungen (z.B. Du bist unfähig! - Du blöder Hund! usw.), inwiefern und ob MICH die überhaupt treffen können, auch wenn sie mich mit "Du.." ansprechen. -  Was meinst jetzt du da?"
 

Antwort:  Um gleich mit deinem letzten Satz anzufangen, ob dich Beleidigungen und Beschuldigungen eines anderen treffen können, würde ich sagen: Das hängt NUR VON DIR ab, ob du dem anderen innerlich deine Ermächtigung gibst, dich zu beleidigen bzw. zu verletzen?
Jetzt wirst du sicherlich fragen: "Wie das?"
 
Eine bekannte Grünen-Politikerin hat mal sinngemäß gesagt: "Wer mich beleidigt, entscheide ich selbst!"
 
Auch wenn wir 100 x MEINEN, der andere würde uns beschuldigen oder verletzen, nicht der andere tut es oder kann es (oder will es auch), sondern wir machen es nur SELBST, indem wir die Worte oder Handlungen des anderen auf UNS beziehen bzw. SELBST als FÜR UNS gültig meinen.

”Jeder spricht in jedem Augenblick NUR von SICH SELBST!”

Von dem also, was ER SICH denkt, wünscht, vorstellt, was ER mit seinen Ohren hört, was ER mit seinen Augen sieht oder liest, was ER meint und wie ER das für sich bewertet usw..
Auch wenn ER “Du bist ...! Du hast ...! Du musst ...!” sagt, es sind SEINE Wahrnehmungen. Und er darf (für sich) so denken, meinen und wünschen. Was anderes tut er auch nicht (auch wenn ich in seinen Augen dabei schlecht wegkomme). Mit “Du Arschloch!” drückt das Du z.B. etwas über SEINE Befindlichkeit aus (z.B. müde, abgespannt, überlastet, ungeduldig, ruhebedürftig usw.).
 
ICH helfe mir häufig mit einem Trick, damit ich mir nicht die anderen Schuhe anziehe und das Gehörte auf mich beziehe, indem ich mir innerlich sage: “So meinst du es für dich – und das darfst du auch!” Dann bleibe ich in meiner Energie (guten Stimmung) und kann, wenn ich mag, auf den Zustand des anderen positiv eingehen – oder – oder –  (z.B. Hattest du heute einen schweren Tag? Das hilft dem anderen, nun zu erzählen und SEINE momentane Bürde zu teilen.).
 
Ob ICH MICH betroffen fühle, entscheide also immer NUR ICH SELBST und FÜR MICH:
 
Es hilft sehr, bewusster zu werden und zu lernen, die Ruhe zu bewahren.

Mein Text gilt FÜR MICH.
Du darfst ihn aber für dich, wenn DU das möchtest, auch probieren und, wenn er dir gefällt, auch anwenden.
Und dein Text und der eines jeden anderen Sprechenden, gilt FÜR DICH bzw. IHN,
aber jeder andere darf sich was abschauen, probieren und FÜR SICH dazulernen, wenn er das will.

In Gesprächsrunden z.B. in Funk oder Fernsehen gibt es dazu Parallelen:  Vielfach schließt ein/e Moderator/in ab mit: “So meint es Herr Mayer!” und fährt dann im eigenen Text fort, ohne sich den fremden Inhalt reinzuziehen.
Gut so!

Darum genau geht's! - Ob ich mir den anderen Text, gleich mit welchem Inhalt, als für mich (auch) gültig oder interessant reinziehen will, entscheide IMMER NUR ICH SELBST!
 
Genau diese Möglichkeit ist oft nicht bekannt oder wird schnell übersehen / vergessen. Dann geht es sehr schnell, dass ich ärgerlich und verletzt reagiere. Einerseits darf ich mich erinnern. Andererseits kann natürlich das Gegenüber meiner möglicherweise ärgerlichen Reaktion vorbeugen, indem es nicht "Du..." verwendet, sondern deutlich und klar nur von "Ich ...." spricht. z.B. "Ich bin müde und abgespannt!"
 
Das ist übrigens eine Art, indem ich klar und bewusst nur VON MIR spreche, die am ehesten Missverständnissen vorbeugt und damit zu einem friedlicheren Miteinander beiträgt.

Und Allgemeingültigkeit / Verallgemeinerungen?
Ich würde mir da vergegenwärtigen, dass das Gegenüber immer nur das erzählt, was ES denkt und wovon ES überzeugt ist.

“Aha! - So ist es FÜR DICH!”

 
Allgemeingültigkeit in diesem Sinne gibt es nicht.
Was FÜR MICH gültig ist, entscheide immer NUR ICH SELBST! Dafür trage ich dann auch die Verantwortung, also Folgen und Wirkungen (für mich).

Und z.B. die Straßenverkehrsordnung?
Sie gilt zwar für alle, die am Straßenverkehr teilnehmen, aber wie jeder Einzelne sie im jeweiligen Augenblick anwendet (oder auch nicht anwendet), das entscheidet er immer SELBST (z.B. Geschwindigkeit etc.).

 

 

Erzählen 5  

 .Frage: ."Wie geht's?"


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  G. fragt:  "Oft werde ich bei .Begrüßungen gefragt, wie's mir geht. Soll ich diese Frage dann wirklich .beantworten? Was meinst du?"
 

Antwort:     Ich lese, dass du dich unsicher fühlst, wie du mit der Begrüßungsfrage "Wie geht's?" umgehen sollst.

Ich meine dazu, dass .es darauf ankommt
     - wie .wichtig dir gerade diese .Beziehung ist,
     - ob und wie viel du gerade von dir
erzählen magst,
     - wie deine .Stimmung und .Bereitschaft gerade ist – ein bisschen oder viel mehr von dir zu .zeigen.
     - ob es dir .Freude macht bzw. dich .erleichtert, mehr von dir zu zeigen.

Und wie schätzt du dein .Gegenüber gerade ein?
      Will es vermutlich mehr von dir .hören?
      Ist es bereit, dir .offen und .zugewendet .zuzuhören?

Ich meine, es ist eine Sache des eigenen .Gefühls – und das ist zu .spüren.

 

 

Erzählen 6

 nach Kummer in der Beziehung


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  Anton erzählt jammernd: "Letztens kam ich geladen nach Hause. Meine Freundin CH. wollte mir dagegen eine Freude machen und mich mit irgendetwas überraschen. Ich reagierte genervt und meinte, dass ich im Moment vordringlich Platz, Raum und Zeit brauche, um mich wieder zu fangen. Da war es aber schon zu spät. CH. zog sich zurück,  weil sie sich eiskalt erwischt fühlte. Wie kann ich eine solche Situation  wieder auflösen? Was würdest jetzt du machen?

Antwort:  Ja, was würde wohl Ich machen?
 
ICH würde heute wohl mit “Entschuldigung!” reagieren und dem Zusatz “Ich wollte dich nicht verletzten! – Bitte setzen wir uns doch am Wochenende zusammen, dann kann jeder dem anderen erzählen, wie es jeweils für ihn war. Ich hoffe, dass wir dann auch eine gemeinsame Lösung finden werden, wie wir künftig mit solchen Situationen besser umgehen können, die dann für jeden von uns stimmt. (win + win) -
Was könnten wir uns für heute noch Schönes vornehmen, was uns beiden Freude macht? (z.B. Kino etc.)”
 
So würde ich es heute wohl versuchen!
Weil gehen tut's doch darum, zunächst wieder in eine gute Stimmung im Miteinander und danach (für die Zukunft) zu einer guten gemeinsamen Lösung zu kommen.
 
Wenn – hätte – wäre – Erwartungen – Besserwisserei - oder was sonst noch - bringen zwar vielleicht momentane Druckentlastung, aber bestimmt nichts Gutes.

In der Vergangenheit, als ich eine ähnliche Situation erlebt habe, gab ein Wort das andere und nach einem ordentlichen Krach war diese Beziehung zu Ende. – Schade – aber da war ich noch ordentlich beschränkt in meiner Sicht.

In der Zwischenzeit habe ICH viel dazugelernt, vor allem das Tief-durchatmen und In-der-Ruhe-bleiben.
Denn “für alles” gibt es immer gute Möglichkeiten / Lösungen.
Das Zaubermittel ist, in der eigenen Kraft / Energie (Ruhe / Entspannung / Loslassen) zu bleiben bzw. durch eigenes Dazulernen und Üben SELBST das Notwendige dafür zu tun.

 Bearb.Hinw. > unten!   
 
     für(6)    Bearbeitungsvermerk/e   vonErzählen(6)        nur  Hinweise:. konflikt, loesug, win+win,                                                   Datei:      ??

 

 

 

Zt2/1           
Die nochmalige
.Rückfrage,           
die zum
.Zuhören .einlädt!          

Beim .Miteinander-reden ist besonders wichtig, dass einer dem anderen zuhört.
Nun kommt z.B.: "Ah, das kenne ich auch, da habe ich auch meine Erfahrungen gemacht!" 
Antwort: "Erzähl!"
Erste Frage:
."Interessiert dich das?"  Antwort:  "Ja, natürlich!"
Nochmalige Rückfrage (auf diese kommt es an):

."Was interessiert dich denn besonders?"

Mit diesem "nochmaligen" .Nachfragen wird die .Aufmerksamkeit des Gegenübers
nachhaltig zum Zuhören eingeladen. - Und darum geht's!

von Erzählen2  auch an Miteinander reden  + Gespräch  +  Fragen  +  Aufmerksamkeit  +  Missverständnisse  (07.16)
  

 

 

Erzählen 7

 mit .ICH-Sätzen (.für MICH und .nicht gegen DICH)


Briefwechsel:

Situation und Frage:     S. fragt: "Ich kann mich z.B. ausdrücken mit 'Das ist zu teuer, der Preis ist zu hoch, oder das geht nicht oder das ist unmöglich.' usw. Wer kennt klarere und kraftvollere .Möglichkeiten? Bin neugierig."

Antwort:    Klarer und kraftvoller wird es FÜR MICH, wenn du deine Sätze aus dir heraus und als ICH-Sätze formulierst. - z.B.

- Das ist .zu teuer: > Der Preis ist MIR zu hoch, (vielleicht auch noch) WEIL ........
- Das geht nicht oder das ist unmöglich: > Das ist MIR nicht möglich, WEIL .......
 
So weiß der Zuhörer gleich, dass DU .von DIR und .ÜBER DICH erzählst
und die .Gefahr von .Missverständnissen oder von .Sich-angegriffen-fühlen wird geringer.

Es wird deutlicher: “Das mache ich FÜR MICH und nicht GEGEN DICH!”
Und das hilft, ein friedliches Miteinander .mit zu gestalten.

     Bearbeitungsvermerk/e     nur    Hinweise:.  fuer mich, nicht gegen dich, friedlich  erl.   Datei: 08.01.19

 siehe: Nicht, Zt1/2 

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
     Bearb.Hinw. > unten!   
     für    Bearbeitungsvermerk/e   von    auch an (+Hinweise)  >   
             Einfügung:                 Beitr.erl          + diese Hinw.erl.                           Hinweise:.                  Datei:

_______________________________________________________________________________________________________________________

Aug.16(4),  Aug.17(5), Apr.18(6), Aug.18(Zt2/1), Aug.19(7), Apr.21(Bild2/1)
 

siehe auch:  alle Hinweise von  <<Seite1
 

 

siehe auch:

Aufmerksamkeit     (Da)gegen     Eigen-Kompetenz/-Verantwortung     Entscheiden     Fragen     Frieden/friedlich     Gefühle(auch 'ungute')     Gespräch    Gewaltfreie Kommunikation(auch:2/2)     Ich(Sätze)    Konsens(Syst. Konsensieren)     Missverständnisse     Miteinander     Miteinander reden     Möglichkeiten     Roter Faden8(1-9)     Selbst     Spüren    Wie geht's    Was tun1  

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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  ©  Copyright: Gerhard Salger
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