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Familie1 

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Bild1

                                                                             Angelika Wohlfarth

 

 

Familie  1 

Hilfe, die Schwiegermutter / Mutter .. ! 


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:   Meine Mutter ist gerade bei uns zu Besuch und meistens wenn sie hier bei uns (mein Mann, und zwei Töchter geb.01, geb.04 und ich) ist, streiten wir uns.
Ich habe schon öfter versucht mit ihr freundlich und verbindlich zu reden, sie findet das aber "total bescheuert" (original Ton)!! Ich werde dann auch oft aggressiv, weil ich nicht mehr weiter weiß!
Sie nörgelt an meinem Haushalt herum, an den Kindern (wird öfter laut), an meinem Mann (der sie eigentlich lieber nur ganz selten hier zu Besuch haben möchte), sie mischt sich in unsere "Erziehung" ein.
Einerseits freue ich mich wenn sie kommt (sie wohnt 250 km entfernt), auf der anderen Seite nicht, denn sie überschreitet meine und unsere Grenzen. Wenn ich mich versuche abzugrenzen, dann ist sie wütend . Sie fragt mich z.B. wann sie Urlaub nehmen "soll", um diesen bei uns zu verbringen (meine Eltern haben eine Wohnung im Haus, die aber auch nicht separat ist), wenn ich dann sage, ich bespreche das erst mal mit meinem Partner, ist sie wütend, und sagt sie würde das nerven, dass ich meinen Mann vorher alles fragen müsste. - Ich bin oft sehr genervt nachdem sie hier war... 
Wie kann ich den Konflikt lösen?

Antwort: 

(...) ich lese deine Zeilen und kann deinen Kummer verstehen und nachfühlen. Einerseits magst du deine Mutter und freust dich, dass sie da ist, andererseits kommst du mit ihr zu keinem friedlichen Miteinander, weil sie glaubt, alles besser zu können und besser zu wissen. Das ist sehr belastend.

Mein Erfahrung:

Mir ist es mit meiner Mutter ähnlich ergangen, wie dir. Einmal, da habe ich ihr geholfen, ihre Garage auszuräumen, da kam ständig: "Nein - mache es so ..., nicht so, sonders anders, das bleibt so und das kommt dahin usw. usw." Anregungen und Hinweise hat sie mit Anordnungen beantwortet. Ich wurde zunehmend sauer - bis mir der Kragen geplatzt ist. Ich habe sie angefaucht: "Was bildest du dir eigentlich ein, ich bin hier, um dir zu helfen und du behandelst mich wie einen 10jährigen Schulbuben. Ich bin 40 Jahre alt und weiß schon, was ich tue und was ich sage. Ich habe ein halbes Leben eigenständig und erfolgreich gemeistert, nimm das bitte zur Kenntnis. Ich weiß schon selbst, wenn du mir sagst, wie du etwas möchtest, wie ich es zu machen habe. Und wenn du etwas von mir willst, darfst du auch bitte sagen und wenn du etwas bekommen hast, auch danke!"

Nach dieser Explosion war zunächst für 8 Tage Funkstille. Danach kam meine Mutter und sagte zu mir: "Du Gerhard, kannst du mit bitte .... machen?" Ich war zu Tränen gerührt. Und von da an hat sich zwischen uns viel verändert. Ich glaube, erst durch diesen Krach hat meine Mutter erstmals begriffen, dass ich ein erwachsener und eigenständiger Mensch und nicht mehr der kleine Junge bin, der rumkommandiert werden kann.
Ich bin froh, dass es so gelaufen ist. Es war ein reinigendes Unwetter.

Und nun meine Meinung:
Wie würde ICH versuchen, deine Situation anzugehen?

Deine Mutter ist im Moment so, wie sie ist. Sie verhält sich dir gegenüber so, weil sie dir damit Gutes tun will. Sie weiß es momentan nicht anders und sie kann es momentan auch nicht anders. Sie macht es so gut, wie sie's gerade kann! Und - du kannst deine Mutter nicht verändern oder umerziehen, wie du sie gerade bräuchtest.

Das, was du tun kannst, ist selbst lernen, erfolgreicher / menschlicher / liebevoller / weicher mit der Situation umzugehen. - Wie könnte das gehen?

Im Moment herrschen zwischen euch die NEINs - und damit der Ärger über das, wie es ist, aber nicht sein soll.

Die andere Seite vom NEIN ist das JA. Es ist wie das Wechseln vom Schatten ins Licht. Es sind oft nur ein paar Schritte, aber die muss man erst mal machen, um das neue Wohlgefühl zu spüren.
 

Mutter:    "A, das gehört so... und jenes musst du so machen... und so stimmt es überhaupt nicht!"

A "JA Mama, ich habe dich verstanden, du machst es in diesem Fall so .... . Das  ist richtig für dich! -  und Mama, gleichzeitig sage ich auch zu Meinem JA, ich mache es in diesem Fall so ... und genau das ist im Moment richtig für mich

DEINES ist richtig für dich - und MEINES ist richtig für mich
Weil - wir sind zwei verschiedene Menschen, jeder ist anders und mag es anders und macht es anders. Keiner möchte vom anderen bevormundet werden, ich nicht von dir und du nicht von mir. Jeder möchte also, so wie er ist und so wie er's macht, anerkannt und respektiert werden. 
(JA - du bist schon recht, so wie du bist! und JA, auch ich bin recht, so wie ich bin!)

Du fragst, wie das nun gehen soll, wenn du bei mir was siehst, was ich (nach deiner Meinung) besser machen könnte? Ganz einfach: 'Darf ich dir zeigen, wie ich das mache?' Wenn mich das interessiert, werde ich das sagen. Dann ist es ein Angebot und ein Denkanstoß und was ich damit mache oder nicht mache, entscheide nur ich für mich. - 
Und wenn es mich nicht interessiert, werde ich dir das auch sagen und bitte dich dann, das zu akzeptieren und nicht beleidigt zu sein. Es ist nicht gegen dich gerichtet, sondern zum Schutz für mich, weil ich es im Moment so machen will, wie es mir angenehm ist und für anderes gerade kein offenes Ohr habe. Anders vielleicht ein andermal. 

Wenn du für dich eine Bitte hast, weil du etwas ganz bestimmtes möchtest (z.B. Milch zum Kaffee), dann sag das bitte ungeniert. Ich werde auf deine Bitte eingehen, soweit mir das irgend möglich ist. 

Wenn wir uns beide gegenseitig als vollwertige und gleichwertige Menschen akzeptieren und achten, dann gilt in meinem Reich / meiner Familie / meinem Zuhause im wesentlichen das, was ich vorgebe und bei dir, das, was du vorgibst.
Für Handhabungen und Handgriffe gilt natürlich, dass entscheidend das Ergebnis ist und nicht der Weg. Wenn wir einen Gurkensalat wollen und du schälst die Gurke zum Körper und ich schäle sie vom Körper weg, dann ist entscheidend, der Gurkensalat und dass er schmeckt. Wie jeder in seiner Art dorthin kommt, bleibt ihm selbst überlassen. 

Und noch etwas, liebe Mama, die Erziehung der Kinder ist Sache von mir und meinem Mann. Wir, die Eltern, sind dafür zuständig! Anregungen oder Fragen von dir dazu gerne, jedoch bitte keine Einmischung. Beglücke die Kinder mit deinem Dasein, verwöhne sie meinetwegen mit ein paar Nettigkeiten, aber stelle dich bitte nicht gegen unsere Familienregeln! 

Du hast dich auch noch darüber aufgeregt, dass ich in wichtigen Dingen, die unsere Familie oder unsere Paarbeziehung betreffen, mich vor der eigenen Entscheidung mit meinem Mann abstimme. - Ich muss ihn nicht fragen, weil ich klein Doofi mit Plüschohren bin, sondern ich bespreche mich mit ihm, weil mir nicht nur seine Meinung wichtig ist, sondern weil ich Wert darauf lege, dass Gemeinsames auch so geregelt wird, dass wir uns beide damit wohl und zufrieden fühlen. So ist es richtig für mich!"
 

JA, A, jetzt habe ich mich gedanklich an deine Stelle gestellt und geschaut, wie ICH wohl versuchen würde, die Situation anzugehen. (...)

 

 

Zt1:          

Ich gebe meinen Kindern immer das Beste,
was mir zur Zeit möglich ist.
                                Isabell Peters (GfK)   

 

 

Familie  2

 Kritik und Erwartungen anderer (Das Zugabteil)


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:    Wie rede ich in Gegenwart der Kinder mit Erwachsenen, die das Benehmen meiner Kinder kritisieren?

Folgende Situation:  Ich fahre im speziellen Kleinkindabteil Münster-Stuttgart (5 Stunden Fahrt). Der Zug ist sehr voll, aber im Kleinkindabteil sind noch 2 Plätze frei und es setzt sich eine ältere Dame zu uns ins Abteil. Wir vespern gerade: Lyoner und Brötchen. Meine 2 und 4 Jahre alten Kinder spielen vergnügt mit der Wurst, krümeln, bekommen fettige Hände und... ich fange an zu schwitzen! Die Frau scheint mir Missbilligung durch schräge Blicke und Wortlosigkeit zu signalisieren. Ich bin sehr verunsichert, wische hilflos mit Tempotaschentücher die Hände der Kinder ab... Der Große stopft sich die ganze Wurst in den Mund und spricht mit sehr vollem Mund, so dass man den Speisebrei sieht. Die Frau sagt in empörtem Ton: "Können Sie nicht dafür sorgen, dass sich Ihre Kinder etwas benehmen?"

Meine Frage:
Wie kann ich mit dieser Frau reden, ohne dass es um das Verhalten meiner Kinder geht? Im Rollenspiel (habe ich danach probiert) haben wir gespürt, dass nicht über das Verhalten der Kinder gesprochen werden kann, ohne dass die Kinder sich schlecht fühlen. Eigentlich werde ja ich kritisiert, mein Erziehungsstil und meine fehlende Durchsetzungskraft.
Als Antwort wünsche ich mir gerne einen Dialog zwischen Mutter und alter Dame, den ich dann im Rollenspiel ausprobieren kann. (...)

Antwort: 

(...) du wirst also im Kleinkinderabteil eines Zuges von einer (dort nicht hingehörenden) Mitfahrerin ob des Essverhaltens deiner Kinder blöd angeredet. Ähnliches passiert sicherlich immer wieder.

ICH würde in dieser Situation mir zunächst innerlich klar machen (...): 
"Ich bin für mich, so wie ich bin und so wie ich mich innerhalb meiner Familie und als Mutter verhalte, in meiner Art völlig o.k.!" - "Und du, ältere Dame, bist für dich und in deiner Art ebenfalls völlig o.k.!"

Was ist passiert? Sie fühlt sich in ihrer Welt und ihrer Lebenssicht durch dich und deine "andere" Art gestört (es ist eine Botschaft von ihr über sich selbst / ganz gleich, mit welchen genauen Worten sie dich anspricht). Genau diese Wahrnehmung würde ich ausdrücken:  "Sie fühlen sich also durch die Art und Weise, wie wir hier sind, gestört?"

Vermutliche Antwort der Dame (empört): "Natürlich, weil ..... !"

Dann würde ich an deiner Stelle die Gegebenheiten klarstellen:

"Ich verstehe Ihren Unmut, möchte dazu aber zwei Dinge sagen:

1. 

Sie befinden sich als Gast in einem Kleinkinderabteil und es liegt in der Natur dieser Umgebung, dass Sie mit Gegebenheiten konfrontiert werden und diese ertragen müssen, wenn Sie sich hier aufhalten wollen, die vom Üblichen abweichen und sicherlich für einen Normalreisenden belastender sind.

2. 

"Ich respektiere IHREN Wunsch, dass WIR (meine Kinder und ich) sich so verhalten sollen, wie Sie sich das vorstellen, weil Ihnen das dann angenehmer wäre. Doch wenn Sie diesen Wunsch an mich richten, möchte ich klar und deutlich sagen: STOPP! Das ist ausschließlich eine Sache von mir und meinen Kindern. Und auch wir möchten so, wie wir sind, geachtet, respektiert und so angenommen werden. Ich bitte um Ihr Verständnis (und schenke Ihnen ein Lächeln).

Ich denke mir, dass die Fahrt sogar im gleichen Wagen in einer friedlichen Stimmung weitergehen könnte.

(...)  Ich finde dieses Thema ungemein heiß, weil es ja im Prinzip Dialoge zwischen total verschiedenen Welten (Weltsichten) spiegelt. Und jeder ist ja FÜR SICH völlig in Ordnung, auch wenn man miteinander nicht klar kommt.
Über diese Verständnisbrücke (friedlich und klar miteinander reden - die eigenen Bedürfnisse benennen und die Bedürfnisse des anderen anerkennen - sich einigen) kommt es dann aber vielleicht doch zu einer ganz neuen Art und Möglichkeit von Miteinander. (?)  (...)

 

 

Familie  3

 Problemsituation - und danach "Der innere Film"


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:    ... Mein Morgen begann nicht sehr schön für mich und das hatte folgenden Grund:
Meine Familie und ich verbrachten Zeit (..) mit einer befreundeten Familie Wir haben 2 Söhne, sie auch, wenn auch jünger als unsere. Meine Freundin hat ein recht kritisches Verhältnis zu allen Medien (Computer, Fernsehen, Playstation, Gameboy). Ihre Kinder haben daher auch kaum Umgang damit. Wir in unserer Familie nutzen diese Medien durchaus, doch es gibt klare Regeln dazu, wann, wie lange oder wie oft meine Kinder was machen dürfen.

Heute morgen schliefen fast alle noch und mein ältester Sohn war bereits wach. Da er sich langweilte, wir noch nicht aufstehen wollten, in dem Raum, in dem wir schliefen, sonst kein Spielzeug zur Verfügung stand und die die anderen meines Erachtens noch schliefen, erlaubte ich ihm, ausnahmsweise schon morgens mit seinem Nintendo zu spielen. 

Kurze Zeit später ging ich ins Bad, meine Freundin und ihr ältester Sohn waren doch schon wach und meine Freundin beschloss, während ich im Bad war, meinen Söhnen einen Kakao hoch ins Zimmer zu bringen.

Als ich im Bad fertig war, eröffnete meine Freundin mir, sie müsse mir jetzt einen "Anraunzer" erteilen. Sie sei hoch gekommen, und da habe mein Sohn morgens schon Nintendo "Ballerspiele" ("Die Unglaublichen" von Disney) gespielt und ihr Sohn habe "schockiert" daneben gesessen. Sie habe dann meinem Sohn gesagt, er solle das jetzt sofort aus machen, was dieser dann nicht tun wollte (er wollte erst sein Level beenden). Sie sei geschockt und enttäuscht, vor allem da meine Kinder doch "angeblich" morgens nicht spielen dürften, Kindern dürfe keinen freien Zugang zu diesen Medien erlaubt werden. Dass er schon so abhängig davon sei, habe sich dadurch gezeigt, dass er nicht aus machen wollte. Alle würden das Thema immer so verharmlosen .....

Ich verspürte erstmal eine Woge der Wut, Herzklopfen, Bauchschmerzen. Ich sagte dann, dass ich es meinem Sohn erlaubt habe und er keinen freien Zugang habe und dann ging ich zunächst ins Bad um mich fertig zu machen, vor allem, aber um mich abzuregen, da ich befürchtete, dass die Situation sonst eskalieren würde.

Wir haben danach nur kurz unsere Standpunkte ausgetauscht, ohne wirklich was zu klären. Ich habe nur sagen können, dass ich ärgerlich war über ihren Ton und ihre schnelle Wertung über die Situation . Es hat sich dann im Laufe des Morgen noch entspannt, da mir Harmonie und Ruhe heute wichtiger waren als Klärung. Ich kam auch nicht so schnell an meine Bedürfnisse und da benötige ich Hilfe:

Was löste meine Wut aus? Was steckt hinter dem Wunsch nicht verurteilt zu werden? Ist Gerechtigkeit ein Bedürfnis? Wie hätte ich das formulieren können? Was hätte ich von Ihr erbitten können?

Noch eine Ergänzung:  Ich fand sie anmaßend und unverschämt. Warum denkt sie, mich und meinen Erziehungsstil beurteilen zu können? Was gibt ihr das Recht mir die "Leviten zu lesen." Ich würde und habe mich bisher nie über ihren Erziehungsstil ausgelassen. Sie hat überhaupt keine Ahnung, was ich bisher getan habe, mich über das ganze zu informieren! Mein Mann und ich habe viel fachliche Informationen über das Thema (beide Sozialarbeiter) und sie erdreistet sich, mich mit all denen gleichzusetzen, die sich keine Gedanken machen! Sie, die ihren Sohn in Unkenntnis über alles aufwachsen lässt, sodass er vor allem und jedem Angst hat! Was erlaubt sie sich meinen Sohn anzumotzen! Super! (..)

Puh, es fällt mir immer noch schwer solche Gedanken offen auszusprechen! Ich möchte deswegen bitte nicht verurteilt werde. (...) 

Antwort 1: 

(...) Nun zu deinem Problem: Wenn du die Ereignisse nochmals ins Gedächtnis rufst und wie einen Film in dir ablaufen lässt, mit ein paar kleinen Regiekorrekturen - 

- bevor du deiner Freundin antwortest, hast du dir innerlich bewusst gemacht, 
  dass du mit deinem Handeln  "für dich" so völlig in Ordnung (o.k.) bist und
- dass auch deine Freundin "für sich" so völlig in Ordnung (o.k.) ist,
- sie ist anders, macht es anders und braucht es anders, als du und
- du ebenso,

wie verändert sich die Situation?  Gefühle?

Welche Probleme wären dann noch zu lösen? Wie könnte das passieren?

Ändert sich was, wenn als weitere Zutaten zu dem Ganzen, noch Wohlwollen und Nachsicht zugemischt werden würden?

Kannst du damit was anfangen? (...) 

Antwort 2: 

(...) es ist klar, dass du, als die Konfrontation mit deiner Freundin passierte, nicht anders handeln konntest, als du es eben getan hast. Das war dein Bestes in diesem Augenblick. O.k.

Welche Chancen stecken nun darin, wenn du dir dieses Ereignis nachträglich in Form eines inneren Films nochmals anschaust und bearbeitest?

Der innere Film,

- der das unveränderte Ereignis zeigt, hat einen guten Anfang (gutes Gefühl), 
  dann die Crashsituation (Wut, Angst, Not, Verwirrung, Ärger = ungutes Gefühl) und 
  ein ungutes Ende (ungutes Gefühl).

- der von dir in der inneren Vorstellung, unter Einsatz deines Wissens, deiner Fantasie 
  und deiner Kreativität verändert wird, hat einen guten Anfang (gutes Gefühl), dann die
  Crashsituation (ungutes Gefühl),
dann dein eigenes, verändertes Verhalten (das ein
  besseres Ende für alle erwarten lässt) und schließlich ein gutes Ende (gutes Gefühl).

Neben vielen anderen positiven Wirkungen stärkt das Zuversicht und Selbstsicherheit: "Es geht auch anders (besser) und ich werde es auch anders (mit besseren Wirkungen für mich und die anderen) schaffen!"

Ich bin "für mich" o.k. - und du bist "für dich" o.k.!

Das Vergegenwärtigen, dass du jetzt mit allem was du gerade denkst, tust und bist, "für dich" völlig in Ordnung bist, bestätigt dich selbst und stellt eine direkte Verbindung zu deiner Energie, zu deiner Ruhe und vor allem zu deiner Kreativität (Einfallsreichtum) her. Du nimmst  dich selbst wichtig und wirst wieder "bewusst" handlungsfähig (wie du jetzt in dieser Situation angemessen handeln könntest bzw. möchtest). - Jetzt kann und darf Veränderung im Sinne von Erweiterung deiner bisherigen Handlungsmöglichkeiten passieren. - Und sie wird passieren.

Das Vergegenwärtigen, dass das Gegenüber, so wie es sich gerade zeigt und verhält "für sich" ebenfalls völlig in Ordnung ist, erinnert und bringt auch diese Tatsache wieder voll ins Bewusstsein. Damit verschwinden Erwartungen, Ärger und Besserwissereien. Der Boden für ein respektvolles Miteinander-umgehen wird gestärkt.

Das eigene "neue" Verhalten:

In dem inneren Wiederholungsfilm ist also der Crash passiert und jetzt kommt in der zweiten, veränderten Fassung, an die Stelle des bisherigen Verlaufes  die erste Veränderung des Bewusstmachens "Ich bin so 'für mich' o.k. - und du bist so 'für dich' o.k.!"

Als nächste die innere Frage: "Wie kann's besser weitergehen, so dass es möglichst mit einem guten Gefühl bei allen ausgeht?" - Jetzt braucht es nicht vorgefertigte Rezepte, sondern Vertrauen in dein eigenes Unbewusstes. Das wird dir einige Möglichkeiten zuspielen (sie fallen dir ein), es dürfen auch verrückte Möglichkeiten dabei sein. Deine Sache ist es nun, auszuwählen oder aus all den Ideen ganz was Neues zu erfinden - und das zu probieren.
Damit also den inneren Film bis zum Ende weiterlaufen zu lassen. 

Wenn du siehst und spürst, dass er so ein gutes Ende (mit gutem Gefühl) bekommt, kannst du es so lassen. Dann hast du für dich und die Zukunft eine neue Möglichkeit gefunden und verinnerlicht, mit einer solchen oder ähnlichen Situation besser umzugehen.

Bist du am Schluss des inneren Films noch unzufrieden oder ist er noch nicht rund, dann kannst du zurückkehren zu dem Punkt, an dem du für dich neue Möglichkeiten ausgewählt hast, eine andere Variante wählen und es so probieren. -
So oft, bis am Schluss ein gutes und zufriedenes Gefühl zu spüren ist. Dann ist es gut.

Die Wirkungen:

Veränderung heißt ja nicht, dass Bisheriges falsch war. Bisheriges war bis jetzt richtig, aber es hat nicht gereicht, um die aufgetretene Situation gut zu meistern. Veränderung bedeutet also "Erweiterung der bisherigen Möglichkeiten". 

Wenn du also in einer ruhigen Stunde die bisherigen Ereignisse nochmals Revue passieren lässt, einmal in der Originalform mit negativem Ergebnis (ungute Gefühle) und dann ein zweites Mal, in dem dein eigenes Verhalten nach dem Crash entsprechend verändert wird, hast du nicht nur deine Bewusstheit und Selbstsicherheit trainiert und gestärkt, sondern auch zusätzliche Verhaltensmöglichkeiten gelernt, die dir künftig zur Verfügung stehen werden.

Es wäre also ein Gewinn. - Ob du dir dafür die Zeit nehmen magst, das ist eine andere Sache.

Ich meine, dass in dem Ganzen viele positive und wirkungsvolle Möglichkeiten enthalten sein können. - Sie werden dir einfallen! 

Und Wohlwollen und Nachsicht haben da dann sicherlich auch irgendwo einen Platz. Denn wir sind alle unvollkommene Wesen und auch immer wieder auf Wohlwollen und Nachsicht anderer angewiesen. Warum sollten wir das dann nicht ganz bewusst auch selbst an andere verschenken? (...)

 

 

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 Einfügung: Beziehungs-Checks + Ich-Checks! Immer wieder prüfen und vorbeugen!

        

Beziehungs-Checks    

in Partnerschaft,          
Ehe und           
Familie           

Auch:  ICH-Checks!      
 

Immer wieder           
prüfen und           
vorbeugen!           

 Immer wieder überprüfen Piloten ihr Flugzeug vor dem nächsten Flug - selbst und mit großer Sorgfalt - auch, wenn sie das schon gestern getan haben, auch, wenn es gerade aus der Werkstatt gekommen ist. Sie tun es mit Umsicht, Vorsicht und Engagement und setzen auch ihre ganze Erfahrung und
ihren Instinkt ein. Um nichts zu übersehen oder zu vergessen, bedienen sie sich einer Check-Liste.
Ein beruhigendes und sehr erfolgreiches Verfahren!

Die Piloten einer Beziehung, einer Ehe, einer Familie, sind die beiden Partner. Wie gut, wie tragfähig und wie beglückend ist diese Lebens-Beziehung derzeit wirklich? Darf es in den kommenden 2, 5 oder 10 Jahren so weiter gehen? Tut das BEIDEN gut? Ist das also FÜR BEIDE rund und schön?
Oder wären Kurskorrekturen wichtig, um Ermüdungserscheinungen und Absturzgefahren vorzubeugen? 

Als achtsame/r Pilot/in der Beziehung von MIR zu MIR (gelebte Verbindung von Außen und Innen)
spüre und beachte ich auch ständig MEINEN eigenen Gesamt-Zustand (Lebensgefühl).

 von Beziehung,Zt3/1  auch an  Achtsamkeit > Familie > Gefühle(auch 'ungute') > Ich > Leben > Partnerschaft > Probieren > Spüren  (06.17)                    
  

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 Einfügung: Miteinander braucht BEIDE und WIN+WIN!

          

Miteinander           

braucht BEIDE          
und möglichst          
WIN + WIN!          

  

Miteinander braucht, wenn es denn entstehen soll, immer BEIDE,
je bereit, neugierig, interessiert und aufmerksam aufeinander einzugehen und mit zu gestalten.
= erzählen + zuhören + verstehen + ggf. ergänzende Fragen zum Inhalt (Verständnis-Fragen) +
annehmen / so lassen / so wertschätzen.
Danach Frage: Wollen wir gemeinsam oder jeder für sich und alleine?
Wenn ein gemeinsamer Weg gefunden werden soll: + verhandeln + einigen + Ziel: WIN+WIN.
Jeder Beteiligte sollte bei gemeinsamen Lösungen einen Zugewinn haben,
sonst bleibt einer auf der Strecke (wird also vielleicht benachteiligt).

 von Miteinander,Zt2  auch an > Annehmen > Aufmerksam > Einigen > Erzählen > Familie > Fragen > Gespräch > Konsens > Lassen > Lösungen(einigen)

 > Partnerschaft  > Verhandeln > Verstehen > Weg > Wertschätzen > Ziel  (06.17+) 
  

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

Einfügung:  Regeln vereinbart oder Bla - bla?

              
Wirkungsvolle, gemeinsam              beschlossene (Familien-) Regeln -              
oder nur Bla-bla?             


Familien-Grundgesetz?             

 Regeln  -  sollten gemeinsam besprochen,
klar und eindeutig formuliert  und beschlossen,
aufge-(unter-?)schrieben und - besonders im Familienverband -
mit auch gemeinsam beschlossenen Konsequenzen bewehrt werden
(z.B. für Kinder und Jugendliche: Fernsehverbot, Handyverbot, kein Pudding,
keine Zimmerreinigung etc. - für Erwachsene:  ??).
Vereinbarungen wollen dann auch durchgesetzt werden, sonst
bleiben sie Bla-bla und wirkungslos (Wer Rechte hat - hat auch Pflichten!).

von Regeln,Zt3  auch an  Bedürfnisse  > Einigen  >  Familie  > Gespräche  > Kinderr  > Klarheit   > Partnerschaft(7)  > Verhandeln  > Wirkungen  (09.16) 
 

X X X X X

Einfügung: Sich selbst so annehmen?

          
Sich selbst            
so annehmen?          

 Nimmst du dich eigentlich selbst so an (O.k.?), so wie du bist?
Du musst ja nicht so bleiben, darfst dich weiterentwickeln, wenn du es FÜR DICH willst
und wie du es FÜR DICH willst.
Wichtig ist allerdings, dass es DIR spürbar Freude macht UND so auch gut tut!
Nur DU entscheidest FÜR DICH! (Als Eltern [ = zwei! ] natürlich bis zur Volljährigkeit letztlich
auch für deine Kinder (gemeinsam beschlossene Familien-Regeln = Grundgesetz der Familie?)

von Annehmen,Zt2  auch an  > Eltern  > Entwickeln  > Familie  > Freude (nicht:nur fun!)  > Kinder  > O.k.  > Regeln  > Spüren  > Verändern/Verbessern  > Vielfalt  (09.16)
 

X X X X X

Einfügung: Überblick (Piloten-Check-Liste)

Immer wieder überprüfen Piloten ihr Flugzeug vor dem nächsten Flug - selbst und mit großer Sorgfalt - auch, wenn sie das schon gestern getan haben, auch, wenn es gerade aus der Werkstatt gekommen ist. Sie tun es mit Umsicht, Vorsicht und Engagement und setzen auch ihre ganze Erfahrung und ihren Instinkt ein. Um nichts zu übersehen oder zu vergessen, bedienen sie sich einer Check-Liste. - Ein beruhigendes und sehr erfolgreiches Verfahren!
Die Piloten einer Beziehung, einer Ehe, einer Familie, sind die beiden Partner. Wie gut, wie tragfähig und wie beglückend ist diese Lebens-Beziehung derzeit wirklich? Darf es in den kommenden 2, 5 oder 10 Jahren so weiter gehen? Tut das beiden gut? Ist das für beide rund und schön? - Oder wären Kurskorrekturen wichtig, um Ermüdungserscheinungen und Absturzgefahren vorzubeugen? 

     Bearbeitungsvermerk/e:  von Beziehungen,TdW04.06  auch an: > Bewusster > Entscheiden > Familie > Klarheit > Leben > Partnerschaft(6) > Quellen > Spüren > Tun > Wer/Wie bin ich?  (11.16)  
   korr.08.17/erl

 

X X X X X

 

>> weiter         

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung (Wohlwollen & Nachsicht)
A&L erl.

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Juli 07(1), Febr.08(2+3), Mai 10(Zt1), Apr.20(Bild1)
 

siehe auch:      alle Hinweise von:  >>Seite2 
 

 

siehe auch:

Argumentieren (1)    Eltern    Entscheiden(5-für sich selbst-loben u. anerkennen)      Familienkonferenz(n.Soziokratie)  Gesundheit   Gewalt(2)  Gewaltfreie Kommunikation (GfK)   Hilflos    Kinder      Kinder4(Scheid/Trennung>Groß-,Schwiegerelt, Verwandtsch.)  Konsens(Syst.Konsensieren)    Loben     Miteinander3       Mobbing(Zt1)    Muss(3)    Partnerschaft (2) - o.k.     Probleme   Programme     Regeln2    Roter Faden7(selbst tun/1-9)    RoterFaden9(1-9)   Spüren(3)   Wie geht's     Was tun? 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Botschaften (Signale)     Erziehen     Richtig       Haltung      Mensch-werden (A-Fugru)      Mensch-sein (C-Fugru)       Sichtweisen (Weltbild)        Sinn (praktizierender 'Mensch')       Stehen     Zauberbogen (Grund-Entspannung?)
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)  
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch      Joker     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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Sa-Sh    Si-Sz    T-U    VV    WW    X-Z 
  
 

  ©  Copyright: Gerhard Salger
email:
  g_salger[ät]alltagalschance.de       internet:  www.abcgs.de  
(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

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