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Familie2 

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 Bild2/1

 

                                                                        Angelika Wohlfarth

 

 

 Familie 4

Situationen aus dem Alltag - Einigen 

 

Wir sehen eine Kleinfamilie am Sonntagnachmittag am Kaffeetisch. Ort ist eine Kleinstadt im Umfeld einer Großstadt.
Der Vater (Va) ist 49 Jahre alt, schlank, ca. 180 cm groß, mit schon leichtem Bauchansatz. Deutscher, in Bayern geboren. Spricht gut Deutsch, Bayerisch und Spanisch. Daneben Englisch und andere Sprachen ein wenig. Beruflich schreibt er in einer Zeitung im Nachbarort.
Die Mutter (Mu) ist 44 Jahre alt, ein wenig füllig, ca. 160 cm groß, rund 10 Jahre in Deutschland, spricht gut Spanisch und versteht und spricht nur wenig Deutsch.
Der Sohn (So) ist 9 Jahre alt, normal groß, spricht gut Deutsch und versteht und spricht mäßig gut Spanisch. Dies aufgrund der Praxis in der Familie, dass die Mutter mit dem Sohn nur Spanisch, der Vater mit dem Sohn nur Deutsch spricht. Außerdem geht der Sohn in eine deutsche Schule und erbringt dort durchschnittliche Leistungen. Auch die Sprache am Computer und in Büchern ist für den Sohn Deutsch.
Heute sitzt auch noch der Großvater (Gro) am Tisch. Er ist zu Besuch gekommen und hat den Kuchen zum gemeinsamen Kaffee mitgebracht; 77 Jahre alt und nicht nur ein Deutsch sprechender Bayer, sondern ein Münchner, stark dialektorientiert

Als alle am Tisch sitzen, fragte Gro die Mu, wie es ihr denn so gehe.

Antwort von Mu: Mir? Gut.
Weitere Frage von Gro: Ja, wie ist das, was machst du den immer?
Antwort von Mu: Das Übliche.
 
Darauf wendet sich Gro dem Va zu und es entsteht ein Gespräch über dies und das.
 
Nachdem alle ihren Kuchen verzehrt haben, bleiben Va und Gro ratschend am Tisch sitzen.
Mu setzt sich (schmollend?) auf die Couch und So sitzt spielend auf dem Boden.

Nach einiger Zeit kommt die Frage auf: "Wollen wir gemeinsam eine Runde spazieren gehen?"
Va:   Ja
Gro: Ja
Mu:  Nein – keine Lust.
So:   Spazieren gehen – nein – keine Lust – aber gemeinsam was spielen.

Ergänzungsfrage von Va zu Gro:  Na ja, wir könnten auch alleine gehen?
Gro: Dazu habe ich auch keine gesteigerte Lust – ich dachte 'zusammen'.
 
Dann haben sich Va und Gro noch eine Weile am Tisch unterhalten und schließlich hat sich Gro, nachdem er rd. 3 Stunden da war (er bleibt meist nicht länger) wieder verabschiedet und ist nach Hause zurück gefahren.
 
 
ERGEBNIS:

Jeder hat es jeweils so gut gemacht, wie er es eben gerade konnte.
Es besteht also kein Anlass fürs Kritisieren oder irgendwelchen einseitigen oder gegenseitigen (nur innerlich gedachten oder auch äußerlich ausgesprochenen) Vorwürfen.
 
 
Sehr wohl sind aber Fragen sinnvoll und notwendig:

·        Gab es gemeinsame Ziele (vielleicht Zeit gemeinsam und zur Freude aller miteinander zu verbringen)?  (Klarheit!)

·        War jeder der Beteiligten mit dem Verlauf zufrieden?

·        Wie fühlt sich jeder einzelne Beteiligte (Va, Mu, So, Gro) danach?

·        Kann es auch künftig so bleiben oder wären Verbesserung erwünscht / notwendig?
 
 

·       Wenn Verbesserungen:
 
  
WELCHE?

 
Welche Bedürfnisse, Wünsche oder Sehnsüchte hat Va, was möchte er also
in einer vergleichbaren Situation gerne
  a) für sich  und
  b) für die Gemeinschaft?
 
Welche Bedürfnisse, Wünsche oder Sehnsüchte hat Mu, was möchte sie also
in einer vergleichbaren Situation gerne
  a) für sich  und
  b) für die Gemeinschaft?
 
Welche Bedürfnisse, Wünsche oder Sehnsüchte hat So, was möchte er also
in einer vergleichbaren Situation gerne
  a) für sich  und
  b) für die Gemeinschaft?
 
Welche Bedürfnisse, Wünsche oder Sehnsüchte hat Gro, was möchte er also
in einer vergleichbaren Situation gerne
  a) für sich  und
  b) für die Gemeinschaft?

 

   WIE
könnten die Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte eines jeden
Schritt für Schritt
verwirklicht werden
  a) von jedem für sich  und
  b) von jedem für die und in der Gemeinschaft?

 

Ist jetzt ein "gemeinsames Ziel"  zu erreichen,
das jeder unterstützt
und in dem sich jeder auch wiederfindet
(wohl fühlt / win + win + win + win)?

 

Gemeinsame Ziele könnten z.B. sein, die verfügbare Zeit gemeinsam und zur Unterhaltung / Freude aller miteinander zu gestalten z.B.

-        mit Kaffeetrinken und Kuchenessen,

-        mit eine Runde im Park und an frischer Luft gehen,

-        mit Spielen, die dem allgemeinen Vergnügen dienen,

-        mit Geschichten erfinden und erzählen,

-        mit 'Wir malen zusammen ein Bild',

-        usw. usw.  (Brainstorming)

 

Beim Suchen und Finden eines "gemeinsamen" Zieles können verschiedene Wege in Betracht kommen
z.B.    'Gespräch + Verhandeln + Einigen',
            'Familienkonferenz',
            Konsens (Systemisches Konsensieren)
 usw. - usw.

 

 

 

 

Zt          

 

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

A&L erl.

_______________________________________________________________________________________________________________________

Dez.15(4), Aug.17(Bild2/1)  
 

siehe auch:    alle Hinweise von:   <<Seite1
 

 

siehe auch:

Brainstorming    Einigen   Eltern   Familienkonferenz    Gespräch   Kinder     Konsens(Systemisches Konsensieren)    RoterFaden8(1-9)     Verhandeln 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

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