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Fehler 

 

 

 Bild1/1

                                                                                 Hannes Jaenicke

 Bearbeitungsvermerk:  [lernen+Jaenicke Hannes (>)=. erl 06.17]

 

 

Fehler  1 

Entwickeln = sich reinigend wachsen 

 

Ich mache es jetzt so gut, wie ich nur irgend kann.
Ich gebe mein Bestes  und Fehler und Irrtümer (es gerade nicht so toll gemacht zu haben),
sie gehören - ganz selbstverständlich - auch immer, jeden Tag, dazu.
Gleichzeitig sind sie Aufforderung, dazu zu stehen (sich selbst jetzt "so anzunehmen") und dann dazu-lernend sich wachsend und verändernd weiter zu entwickeln.

Krisen sind Wächter und anstoßende Begleiter von Wachstum, Bewegung, Entwicklung und Lebendigkeit.

Jede Niederlage ist eine Chance und eine Aufforderung, wieder aufzustehen und es dann ein bisschen besser zu machen, als vorher.

Also, das Wachstumsprinzip zu beachten: Sowohl Fehler zu machen, soweit eben im Augenblick nicht vermeidbar, als auch daraus zu lernen. Sich wachsend zu entfalten und sich damit zum eigenen Vorteil - und damit zwangsläufig auch zum Vorteil des Gegenübers und des Umfeldes -  zu verändern.

Krisen

Du sagst etwas und ich höre DIR aufmerksam zu.
 
Du wünschst / willst
erwartest / forderst etwas
und ICH spüre, prüfe und entscheide für MICH.
Für diese MEINE Entscheidung und ihre Wirkungen übernehme auch ICH die Verantwortung (stehe also zu den Folgen und Konsequenzen für MICH und die BEZIEHUNG zu dir).
 
Du beschuldigst mich / machst mir Vorwürfe / greifst mich an / bist ärgerlich auf mich  und ich nehme DICH wahr, versuche, mir bewusst zu sein: "Du teilst gerade etwas von DIR und über DICH mit!" - Ich versuche zu verstehen, herauszufinden, was jetzt DEIN Anliegen, DEIN Wunsch, DEIN Bedürfnis ist. Dann kann ich wieder - wie vorher - für MICH und in eigener Verantwortung entscheiden, was ICH tun kann oder tun will - oder nicht tun kann - oder nicht tun will.
 


Bewusst-sein ermöglicht diese Einstellung

ICH nehme MICH wahr (mit MEINEN Gefühlen und Bedürfnissen und MEINEM So-sein) - 
       und ICH nehme MICH wichtig  und so an.    und
ICH nehme DICH wahr (mit DEINEN Gefühlen und Bedürfnissen und DEINEM So-sein) -
       und ICH nehme auch DICH wichtig und so an.

DU drückst DICH jetzt in DEINER Art so aus (DU lebst DICH so), wie DU es jetzt  (schon) kannst.  -  und
ICH drücke MICH jetzt in MEINER Art so aus (ICH lebe MICH so), wie ich es jetzt (schon) kann.
 

Miteinander / Beziehung / Partnerschaft  braucht 

dieses Bewusstsein, diese Einsicht, diese Einstellung. 
Sie braucht nicht nur Aufmerksamkeit für das Schöne und Erfreuliche, sondern auch Geduld, Wohlwollen, Nachsicht und Humor 
MIR SELBST gegenüber (auch mit Fehlern und Schwächen!) und
DIR und DEINEM So-sein gegenüber (auch mit Fehlern und Schwächen!).

und die ständige Bereitschaft
 - SELBST dazu zu lernen und zum Positiven hin zu gestalten und zu verändern - 
MICH SELBST und die BEZIEHUNG.
 - DICH zu lassen und so anzunehmen.
Wunderbar, wenn DU DICH aus eigenem Antrieb für gemeinsame Lösungen entscheidest und engagierst.
ICH kann darum bitten und werben, mein Anliegen und meine Bedürftigkeit erklären, doch ich kann es von DIR weder erwarten, noch fordern.
DU entscheidest FÜR DICH, niemand sonst.
 - MIR zu vergegenwärtigen: 
ICH entscheide FÜR MICH, niemand sonst
(mit Blick auf MICH, auf DICH und unsere BEZIEHUNG zueinander).
Niemals "für DICH". ICH weiß nicht, was für DICH jetzt wichtig, richtig und gut ist, auch nicht, was für DICH jetzt schon möglich ist.

  
Bewusst-sein wirkt 

Mit Demut und Humor erkennen und annehmen, dass auch MIR, trotz besten Willens (ich will es ja wirklich nicht absichtlich!), trotz hervorragender Vorsätze und trotz ausgezeichneten Wissens immer wieder Fehler und Ausrutscher passieren.

Ich tue in jedem Augenblick mein Bestmögliches (aus Können, aus Krafteinsatz, aus Umsicht, aus Nachlässigkeit, aus Trägheit, aus welchen Beweggründen heraus auch immer). In diesem Augenblick ist das scheinbar das, was passt, auch wenn es sich danach als ungeeignet oder verbesserungsfähig herausstellt.
Und was ist nicht verbesserungsfähig?

Ich bin darauf angewiesen, dass du mir, weil Fehler zum Alltag gehören, auch mit Verständnis, Wohlwollen und Nachsicht begegnest und, wenn Missverständnisse oder Unzulänglichkeiten wirklich passieren, offen bleibst für gemeinsame Klärung und Bereinigung.

Dann können wir Fehler, Ausrutscher und Missverständnisse als das nutzen, für das sie wirklich gut sind, nämlich als Chance zum Dazu-lernen. Danach passiert dann sicherlich Gleiches nicht nochmals.

Die Herausforderung ist also, dass ICH MICH einerseits SELBST "auch" in meiner Bedürftigkeit erkenne und annehme, genauso wie in meinem "Wie bin ich doch gut und erfolgreich!" und 
andererseits keine Gelegenheit vorbei gehen lasse, aus Fehlern und Niederlagen zu lernen, MICH also dazu-lernend und wachsend zu verändern bzw. MEINE Möglichkeiten zu erweitern.

Ich bin auch auf dich "angewiesen", auf deine Aufmerksamkeit, deine Anerkennung und dein Lob genauso, wie auf deine Unterstützung, dein Wohlwollen, deine Nachsicht und deinen Humor. - Und du bist in gleicher Weise auch auf mich "angewiesen". 
Jeder knackt an seiner eigenen Nuss - der eine an dieser, der andere an jener Stelle.

Wie können wir's künftig noch besser machen?
Wie kann ICH es künftig noch besser machen?
Bewusster und aufmerksamer?

 

 

 

 

Zt1           

Fehler           

sind           
Lehrmeister           

Fehler sind die wertvollsten Lehrmeister, 
denn sie fordern zum Bessermachen auf und helfen mir,
zu wachsen und mein Repertoire zu erweitern - wenn ich das für mich möchte. 

Wenn ich es nicht möchte, darf ich die Fehler auch wieder machen und mir
die damit verbundenen blauen Flecken so lange holen, bis ich es kapiert habe,
dass es auch anders und besser für mich (und andere) geht. 

Für mich sind Fehler, Schmerzen, Niederlagen, ungute Gefühle, Krankheiten usw.
Geschwister - sie wollen alle dasselbe: 
Mich anstoßen, mich in meiner Art auf den Weg zu machen oder
auf dem Weg meiner eigenen Entwicklung weiter zu gehen.

Bearbeitungsvermerk:  von Fehler,Zt1  auch an  > Bedürfnisse > Bestmöglich > Bewusster > Entwickeln > Gefühle(auch 'ungute') > Ich will > Krankheit > Lernen > Möglichkeiten > Schmerzen > Verändern/verbessern > Vielfalt(Neues) > Wege > Wirkungen  (12.16)   Einfügung: Fehler sind Lehrmeister für eig. Entwicklung!
 

 - siehe auch: Fehler,Zt1

 

Fehler  2 

 sind Chancen   

 

Fehler werden sichtbar und spürbar, um sie zunächst zu bemerken und wichtig zu nehmen, 

dann entstandenen Schaden so gut es geht zu beheben 

und schließlich selbst neue, andere, bessere Möglichkeiten dazu zu lernen, damit künftig, in einer vergleichbaren Situation, nicht wieder Gleiches passieren muss.

Fehler können nach Außen oder auch nach Innen (gegen sich selbst) oder in beide Richtungen wirken.

Fehlern gleichzusetzen sind z.B. Irrtümer, Missverständnisse, Ärger, Schmerz, Krankheit und Leid.

Jeder hat das Recht auf SEINE Fehler, Irrtümer und Missverständnisse, seinen Ärger und Schmerz, seine Krankheiten und sein Leid.

Wenn das Gegenüber bei sich selbst bleibt und verbindlich, freundlich und authentisch für die eigenen Bedürfnisse sorgt, z.B. eine Frage, eine Bitte oder einen Vorschlag formuliert, führt das für alle weiter.

Beispiel:
Jahrelang besuche ich die 92-jährige, schwerstbehinderte Emmi, die ständig im Rollstuhl sitzt und sich kaum noch bewegen kann. Zwischen uns hat sich ein enges und freundschaftliches Verhältnis eingestellt.
Eines Tages sitze ich wieder bei ihr, da fällt ihr ein Tempotaschentuch aus der Hand. 
Im gleichen Augenblick spüre ich, dass ich mich bücken will, um es ihr aufzuheben und wieder zu geben. Doch ich zögere und frage unsicher: "Emmi, ist es dir recht, wenn ich dir das Taschentuch aufhebe?"
Die Antwort überrascht und erfreut mich gleichzeitig: "Nein, danke, das kann ich schon noch selbst!" Und dann müht sich die nur ganz eingeschränkt noch Bewegungsfähige, das am Boden liegende Tempo mit ihren Fingerspitzen zu erwischen. Nach einigen Minuten hat sie es tatsächlich geschafft, richtet sich wieder im Rollstuhl auf und sagt lächelnd: "Das kann ich schon noch selbst!" 
Freude durchflutet mich, dass ich ihr diesen kleinen Lebenserfolg nicht weggenommen habe.

Ich lerne dazu: 
Um ein Haar wäre mir der Fehler, auch wenn gut gemeint, voreiliger Hilfsbereitschaft unterlaufen. Bevor ich künftig helfe, werde ich immer fragen, ob meine Hilfe so auch wirklich erwünscht ist. 
Nichts ist selbstverständlich - und ich weiß auch nie, was der andere für sich jetzt gerade braucht. Aber, ich kann mich aufmerksam beteiligen und dann eben fragen. 

Später passieren mir vergleichbare Situationen immer wieder. Mit Emmi und mit anderen Menschen. Unlängst erst mit einem Blinden, der dabei ist, in die S-Bahn einzusteigen.

Auch mit meiner Partnerin, die abgespannt und müde über ihre viele Arbeit im Geschäft und zu Hause klagt. Meine Frage "Kann ich dich irgendwie unterstützen oder dich entlasten?" führt zu einem langen und guten Gespräch, zu Informationen, die ich so bisher noch nicht gesehen habe - und auch wieder zu mehr Nähe und Verständnis zwischen uns beiden.

 

 

 

Zt2           
Fehler kritisieren           
oder eher das Schöne           
suchen und anerkennen?           


Positiv Denken!           

”Fehler” sind dann wertvoll,
wenn ich selbst daraus lernen will,
nicht jedoch dann, wenn andere sie
zu instrumentalisieren versuchen.

Mit 'Fehler' behaupte ich auf der Beziehungsebene,
dass bei dir etwas fehlt. Wieso eigentlich?
Du siehst / machst es so.
Ich nehme dazu Stellung: "Vieles von dir habe ich auch, sehe ich auch so,
doch bei mir gibt es auch ein paar Abweichungen, nämlich …."
Plötzlich stehen zwei verschiedene Sichtweisen gleichberechtigt nebeneinander. - 
Zwei verschieden denkende, erlebende, handelnde Menschen.
So macht es Spaß.

Indem einer 'beim' anderen Fehler oder Defizite sucht, wertet er den anderen insofern ab,
geht hinüber zum du, dringt in sein höchst-persönliches Hoheitsgebiet ein
und behauptet (vielleicht auch nur innerlich, also ohne es auszusprechen):
"So, wie du gerade bist, bist du verkehrt!"

Das ist eine Grenzverletzung, Respektlosigkeit, Rechthaberei und Besserwisserei.
Dem anderen soll damit 'Zwang' (Gewalt) angetan, er soll bevormundet werden.
 Das fördert Unfrieden und Streit.

Wie wäre es, bevorzugt das immer auch vorhandene Schöne zu beachten und anzuerkennen?

von Fehler,Zt2  auch an  > Anders > Gewalt > Gleichberechtigt > Grenzen > Ich will > Kritik > Lernen  > Loben und anerkennen > Mensch > Partnerschaft(7-Besserwisser, Rechthaber) > Respekt > Sichtweisen > Streit > Verschieden  (12.16)   Einfügung; Fehler od. andere Sichtweisen?
 

 

 

 

 Bild1/2 (schlau/bewusst/achtsam: bereit dazuzulernen - oder dumm: z.B. begründen, verteidigen, beleidigen)

 

                                                Unbekannt

Bearbeitungsvermerk/e:  [schlau+bewusst+achtsam+dumm+begründen+verteidigen+beleidigen (>)=. erl ]

 - siehe auch: Fehler,Bild1/2

 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Der Wegweiser ist meist zu spüren!

          
Wegweiser           

Fehler, Misserfolge, ungute Gefühle, Schmerzen und Krankheiten.
also Botschaften, Signale und Hinweise, 
enthalten immer auch die Weg-weiser 
zu eigener Weiterentwicklung 
und damit zu mehr persönlichem Glück
(innere Stimme, Intuition, Einfälle, Träume etc.).

 Bearbeitungsvermerkt:  von Wege,Zt3  auch an  > Botschaften/Signale > Entwickeln > Erfolg(Hinterfragen,Zt1) > Fehler > Gefühle(auch 'ungute') > Gleichberechtigt > Glück > Ich > Inhalte > Krankheit > Meditat.Gehen u. Laufen > Schmerzen > Spüren > Träume  (01/17)      
  

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>) = unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerken;  erl.= .  Bearbeitungsvermerk/e:  [ (>)=. erl ]
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

_____________________________________________________________________________________________________________________

März 08(1), Juni 10(2, Zt1, Zt2), Aug.17(Bild1/1), Dez.21(Bild1/2)
 

 

siehe auch:

Beziehung      Dalai Lama(Empfehlungen)     Erlebnisse     Gewalt    Grenzen    Partnerschaft (2,auch6!)-o.k.     Respekt     Richtung(1) u. Richtungswechsel/Zt1)     Roter Faden9(1-9)    Schuld       Sichtweisen     Verändern    Wachsen  

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Entscheiden (Ich bin Drei)     Erweitern     Fehler     Gedanken / Zitate 25(Achte stets auf deine Gedanken)    Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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