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Fragen2 

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 Bild2

 

                                                                          Angelika Wohlfarth

 

 

Zt4      

Fragen an sich selbst 
und auch an andere 
können viel Persönliches ans Licht bringen, 
Erfreuliches oder auch Belastendes,
das sonst im Hintergrund bleiben und auch wirken, 
aber dann eben für ein tieferes Verständnis fehlen würde.

 

 

Fragen  3 

 mit Gegenfragen als Antwort


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  D. berichtet, dass er unlängst mit einer Bekannten (B.) am Telefon gesprochen habe. "Ich habe ihr eine Frage gestellt und darauf hat sie geantwortet, sie wolle da am Telefon nicht darauf eingehen. Daraufhin wollte ich einfühlsam reagieren und habe gesagt: 'Ah, ja, du fühlst dich dann sicherlich wohler, wenn du das in einer persönlichen Begegnung und aus dem Augenblick heraus machen kannst?' Sie hat mich angefahren: 'Warum stellst du so eine Frage? Kannst du mir nicht die Freiheit lassen, so zu reagieren, wie ich das gerade will?' - Ich war im Wortsinn sprachlos und habe mich in eine Ecke gedrängt gefühlt, wusste nicht mehr was ich machen könnte.
Nach längerem Schweigen haben wir das Gespräch dann beendet.
Ich frage mich, was ich in einer vergleichbaren Situation künftig besser machen könnte. 
Welche Meinung hast du da?"

Antwort:  Ganz allgemein gilt, dass deine Bekannte es so gut gemacht hat, wie sie es in diesem Augenblick gerade konnte. Sie wollte dich sicherlich nicht verletzen, sondern wusste wohl mit deiner Frage nichts anzufangen und hat zum eigenen Schutz und wohl auch aus Unsicherheit dann die Gegenfrage gestellt.

Gegenfragen wirken häufig trennend und treiben den Gegen-Gefragten leicht in die Verteidigungsecke und zu unbedachten Reaktionen.
So wirken übrigens auch "Warum-Fragen". Auch diese sind für eine gute Kommunikation gefährlich. Besser sind, wenn Interesse besteht, Fragen nach Einzelheiten,  z.B. "Wie genau ..?" oder "Was ..?" usw.

Doch nun zu dir: Du warst vermutlich in ähnlicher Weise überrascht über die unerwartete Gegenfrage, wie vorher deine Gesprächspartnerin B. über deine Frage. Vielleicht hast du dich auch enttäuscht gefühlt, dass du mit deiner vorherigen, so gut und verbindend gemeinten Reaktion nicht verstanden worden und deshalb nicht gut angekommen bist. Du fühltest dich sprachlos und in die Ecke gedrängt. 
Keine gute Basis für eine freundliche Fortsetzung des Gespräches.

In solcher Situation ist es wichtig, zu einer Atempause zu kommen, um so in dir wieder Klarheit zu finden, wie (und ob) du dich besser verständlich machen möchtest.

Hier sind einige Antwortmöglichkeiten, die mir gerade einfallen.

  Ich bin jetzt ganz verwirrt über diese Gegenfrage. Ich werde darüber nachdenken und ein andermal wieder darauf zurückkommen. Ist dir das recht?
 
  Ich möchte auf diese Gegenfrage jetzt nicht eingehen. Kannst du das akzeptieren?
 
  Ich würde jetzt gerne dieses Thema abschließen, ohne auf deine Gegenfrage einzugehen und gerne auf unser gemeinsames Vorhaben zurückkommen. Bist du damit einverstanden?
 
  Lass uns doch bitte an dieser Stelle das Gespräch unterbrechen. Ich bräuchte eine kurze Pause. Ist es dir recht, wenn ich dich später nochmals anrufe? 

Entscheidend ist, weder anzugreifen, noch in der eigenen Blockade hängen zu bleiben. Vielleicht fallen dir ja selbst noch weitere Möglichkeiten ein.  

 

 

Zt5     

Fragen - Die magischen Fünf

  1.  Was ist dein Ziel - in dem alle deine heutigen 
        Wichtigkeiten einen guten Platz haben?

  2.  Magst du dein Ziel noch verbessern / erweitern?

  3.  Wie ließe sich dieses Ziel mit all seinen Facetten
       verwirklichen   (Realitäts-Check / Machbarkeit)?

  4.  Wofür möchtest du dich nun konkret einsetzen,
       damit es immer mehr so wird, wie du es dir
       wünschst?

  5.  Mit was und wann fängst du an?

Es ist hilfreich, sich von diesen Fragen mehrere Wochen lang bewegen zu lassen und alle Ideen und Einfälle dazu gleich aufzuschreiben und zu sammeln. Vielleicht können diese Fragen so zu mehr eigener (möglicherweise auch unbequemer) Klarheit beitragen.

 

 

Fragen 4 

 Ehrliche Fragen - oder andere - und seine sie noch so gut gemeint?


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  U. berichtet: "In Gruppen, die ich besuche, wird die empathische Frage propagiert. Also z.B. 'Bis du jetzt ängstlich, weil du dir mehr Anerkennung und Respekt wünschen würdest?' Gegen diese Art der sogenannten Einfühlung habe ich im Beruf Bedenken, weil ich sie als manipulativ empfinde. Welche Fragen bevorzugst jetzt du?"

Antwort:  Ich kenne diese Art von Fragestellungen auch. Persönlich mag ich sie aber nicht.

Wenn MIR eine solche Frage gestellt wird, stutze ich zunächst, weil das für mich keineswegs der Alltagssprache und dem vertrauten Sprachgebrauch entspricht. Außerdem ist für mich dann meist nicht erkennbar, was der Fragensteller eigentlich (von mir) will.
 
Zunächst vermute ich, dass er sich von mir gar keine Antwort wünscht. Ich lasse diese Frage dann einfach leer durchlaufen und reagiere (zunächst) nicht darauf.
 
Will es der Fragensteller aber genau wissen, indem er nachsetzt, dann gehe ich innerlich 3 Schritte zurück. Auch wenn ich theoretisch das gute Anliegen hinter einer empathischen Frage kenne, so kommt sie mir doch persönlich wie eine Suggestivfrage vor. Da habe ich dann oft den Eindruck, dass mich der Fragensteller in eine bestimmt Ecke schieben möchte. 
Er dünkt sich scheinbar als besonders klug, der besser und treffender zu wissen glaubt, was bei mir los ist. Das ist in meinen Augen überheblich, besserwisserisch und rechthaberisch bevormundend, auch wenn am Schluss ein Fragezeichen steht. - 
Das mag ich nicht!
 
ICH versuche Begegnung auf der menschlichen Ebene: gleich-berechtigt, gleich-wichtig, gleich-richtig, gleich-zuständig, gleich-verantwortlich. Jeder eben in SEINER Art.
 
Und da freue ich mich über "ehrlich" Fragen, ohne irgendwelche Vermutungen.
Eine ehrliche Frage sagt mir: "Du interessierst dich für mich, meinen Zustand, meine Ideen und Vorstellungen! Du fragst, schaust hin und hörst mir zu - ohne bereits fertige Ergebnisse oder Prognosen abzuliefern. Du nimmst also Anteil an mir!"
Bespiele: "Hattest du heute einen schweren Tag? - War die Arbeit heute wieder recht anstrengend? - Magst du mir erzählen, was du heute alles gemacht hast? - Bist du schon hier angekommen und kannst mir zuhören, dann möchte ich dir von ein paar interessanten Ereignissen erzählen? usw."
 
Fragen wollen ja die Verbindung zum Du herstellen und anregen, etwas zu erzählen.
Wenn ich sehr belastende Ereignisse höre, hilft und unterstützt auch oft nur die anteilnehmend Bemerkung. "Es ist manchmal ganz schön schwer!" Das Gegenüber merkt, dass es wahrgenommen und gehört wurde, das stellt die Verbindung her und bringt häufig ein erleichtertes Aufschnaufen. Wenn es dann noch was zu erzählen gibt, dann kommt das nun leichter. - Je nach Situation genügt auch oft nur eine wortlose Zuwendung oder eine verbindende Geste.
 
Ja, so ist es FÜR MICH.
Herausgefunden habe ich das, nachdem ich alle äußeren Regeln und Empfehlungen (auch von Gruppen) beiseite geschoben und mir SELBST die Frage gestellt habe: "Und wie ist das jetzt FÜR MICH?"
Die Antwort kam im Kopf. Und ich konnte spüren, ob es so FÜR MICH stimmt oder nicht.

Zusammenfassend: Wenn mir ein Mensch wichtig ist und ich zu ihm eine gute Verbindung haben möchte, dann wende ich mich ihm zu, zeige ihm das und formuliere auch mein Interesse, mal mit einer ehrlichen Frage, ein andermal mit zugewendeter Aufmerksamkeit und mal nur mit schweigendem Dasein. - Nicht immer braucht es Fragen. Zeit und freundliche Gesten der Zuwendung sind auch etwas sehr Wohtuendes.

 

 

Zt6          

     Knack-Fragen          
  für eine Beziehung:         

      Was wünsche ich mir - für mich - jetzt?
     Was würde mir (noch) Freude machen und gut tun?
Was wünschst du dir - für dich - jetzt?
     Was würde dir (noch) Freude machen und gut tun?
Wollen WIR verhandeln, um uns auf eine Lösung zu einigen,
      die für uns BEIDE eine Freude ist und uns BEIDEN gut tut?
Wollen WIR also UNSER Miteinander positiv gestalten
      und gemeinsam erfreulich weiter-entwickeln?
Wollen WIR Plus-Punkte einsammeln fürs Beziehungskonto?

 

 

Zt7           
Fragen lenken           
immer in eine anders           
spürbare Richtung          

  • Wie ist das jetzt FÜR MICH?
      (Ich vergesse zunächst alle äußeren Regeln / Erwartungen / Vorstellungen usw.
      Jetzt geht es nur um MEIN EIGENES Denken und dann um ein Spüren, mit
      dem ICH MICH wirklich rund, wohl und zufrieden fühlen kann > mehr innere Klarheit!).

  • Was kann und mache ich schon alles, was mir wirklich gut tut?

  • Was kann ich von dir/anderen Vorbildern abschauen und
      darf es dann SELBST und in meiner Art bereichernd dazulernen?

  • Will ICH das? - Wenn JA wie und wann?

  • Was will / brauche ich noch alles FÜR MICH, um mich richtig wohl und zufrieden zu fühlen?

  • Würde das MEIN Leben angenehmer / reicher / bunter machen?

  • Würde es sich also FÜR MICH lohnen (mir spürbar mehr Freude machen, als bisher)?

  • Gibt es Anregungen / Vorschläge / Bitten anderer, mich in bestimmter Art zu verändern?
      Wie wäre das FÜR MICH? - Was will ich damit machen?

  • Was bin ICH also bereit, SELBST "dafür" zu tun, damit es immer mehr so wird,
      wie ICH MIR das wünsche?

  • Mit was und wann fange ICH an?

 

 

Zt8          
Hinterfragen -       
glauben > werden > sein         

Letztlich geht es immer um eigene Entscheidungen
             und die Grundsatzfragen: 

·        "Will ICH, dass es MIR künftig besser geht, dass ICH MICH also wohler fühle, mehr
  Leichtigkeit und Freude spüre und viel von Herzen lachen kann?
  Bin ICH bereit, MICH "dafür" einzusetzen und auch SELBST anzustrengen,
  auch neue Inhalte zu lernen / zu probieren und – wenn in den Wirkungen positiv –
  in mein Leben zu integrieren?"
 
 oder 

·        "Will ICH es so hinnehmen und so lassen, vielleicht sogar verteidigen oder gar
  gut-reden, wie es gerade ist?
  Wie fühle / spüre ICH MICH derzeit?
  Darf / Soll es so bleiben und auch so weitergehen?
    (Das wird es dann wohl: Weil, wenn ICH nichts zu meinen Gunsten
     verbessere, dann wird sich auch nichts verändern – und Bisheriges mit
     Leid, Schmerz, Krankheiten, gedrückter Stimmung usw. wird sich wieder
     einstellen, wenn auch vielleicht in anderen Erscheinungsformen.)
  Was sind dann wohl die Folgen und Wirkungen FÜR MICH?
  (Zumindest brauche ICH MICH nicht mit Neuem zu befassen und auseinanderzusetzen,
  brauche nichts verändern, nichts verbessern, nichts Ungewohntes tun. Es ist also
  bequemer. Aber – ist das wirklich gut / der bessere Weg FÜR MICH?)"

Das entscheide NUR ICH!
Weil NUR ICH bin alleine FÜR MICH zuständig und
muss Folgen und Wirkungen auch tragen, weil dafür SELBST verantwortlich.

 

von Fragen2,Zt8  auch an  > Glauben  >  Entscheiden  >  Hinterfragen  >  Leben  > Probieren  > Schmerzen  > Sinn  > Wer/wie bin ich?  (09.16)  Einfügung: Leben hinterfragen!

 

 

Zt9           
Texte           
können unbequeme           
Fragen stellen!           

 

 

siehe auch:  Chancen,Zt2

 Z.B. Überblättern oder einfach wegdrücken?
Oder lesen?
Darüber nachdenken?
Etwas verbessern / ergänzen / erweitern?
Nur darüber reden / argumentieren?
Oder tatsächlich SELBST und auch zur EIGENEN Freude handeln / tun?
Was - ab wann?
Trotzdem?

 

                   X X X X X

Zt10  für Seite3

Fragen helfen immer!  (an das Gegenüber oder auch an mich selbst!)
"Das habe ich nicht verstanden!"  (Für mich war das geringfügig!)
"Ich verstehe dich da nicht!" (Ich würde es ganz anders machen.)

Klar, weil wir alle "verschieden" sind - verschieden denken, verschieden handeln,
verschieden reagieren und verschieden richtig sind (jeder eben in seiner Art).

Fragen helfen da, besseres Verstehen und mehr Klarheit zu finden!
Es geht primär nicht um das Denken, Folgern, Interpretieren oder Beurteilen
des Zuhörenden, sondern um das, was der Absender auszudrücken versucht.
Da gilt es aufmerksam und offen zuzuhören - und im Zweifel zu fragen.
z.B. Wie hast du das gemeint?  oder
       Wie ist das für dich?  oder
       Wie sind da die Zusammenhänge bei dir? oder
       Wie ist das bei dir passiert?   usw. - usw.

vom Fragen3,Zt10 auch an  > Anders  > Gespräch  > Klarheit  > Kommunikation  > Missverständnisse  >  O.k. > Verschieden > Verstehen  (08.16)
Einfügung: Fragen helfen immer!

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung (Zt5, Zt6)
A&L erl.

_____________________________________________________________________________________________________________________

April 11(3), Juli 12(Zt4), Okt.12(Zt5), Dez.13(4), April 15(Bild2), Aug.15(Zt6), Dez.15(Zt7), Dez.16(Zt8), Aug.19(Zt9), // Seite3: Dez.19(Zt10)

siehe auch:     alle Hinweise von << Seite1 
  

 

siehe auch:

Argumentieren     Authentisch    Bedürfnisse   Bedürfnisse4     Beziehung     Chancen(auch:Zt2)   Eigen-Kompetenz/-Verantwortung(auch:TdW12.14)     Empathie   Entscheiden    Freude     Gespräch (m.Pausen)    Gewaltfreie Kommunikation     Glauben     Hinterfragen   Klarheit     Konsens(Syst.Konsensieren)     Krankheit      Krisen    Ich will     Leid     Meinung(Glauben&Sein/Skizze)      Partnerschaft    Probieren       Realität(Wünsche u.Bedürfnisse)    Roter Faden8,7(1-9)      Schmerz    Selbst   Spüren     Tun    Verändern/verbessern      Verantwortung     Vielfalt   Wirkungen   Ziele(Zt2,hinterfragen)     Zuhören     Zuversicht       Was tun1 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Fragen      Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')    
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeiten - SELBST-gestaltende Visionen - usw.)      
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Fragen als Begleiter     Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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  ©  Copyright: Gerhard Salger
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