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Gefühle

 

 

Gefühle  1

klären und erklären -
mit Fragen an sich selbst und das Du

 

Gefühle - sie sind immer und überall dabei, entweder eher gute Gefühle (z.B. Liebe, Freude, Zuneigung, etwas ist gut gelungen, die warme Sonne auf der Haut, der gute Geschmack des Essens usw.) oder eher ungute Gefühle (z.B. Schmerzen, Ärger, Frust, beschimpft, beschuldigt, bedrängt oder abgewertet werden usw.).

Oft werden die vorhandenen Gefühle erst richtig wahrgenommen und beachtet, wenn sie so stark auftreten, dass sie nicht mehr übersehen und beiseite geschoben werden können. Sind es gute Gefühle, dann ist das ja wunderbar und ein Genuss, sind es aber ungute Gefühle, dann tragen diese leicht zu schlechter Laune, ärgerlichen Reaktionen und letztlich auch Streit und Auseinandersetzungen bei.

In einer Gesprächsrunde erzählten Hanno und Reike, ein Paar, das schon mehr als fünf Jahre zusammen ist, ihre Erfahrungen mit Streit, Konflikten, Missverständnissen und den erstaunlichen Möglichkeiten, durch Fragen zu starken Gefühlen in einem vertrauensvollen und offenen Gespräch immer wieder Neues über sich selbst und das Du kennen und verstehen zu lernen.


Hanno:
Wir haben in der Vergangenheit viele Möglichkeiten probiert, kleine und größere Verstimmungen und Streitereien, möglichst schnell zu beenden und danach gute, gemeinsame Lösungen zu finden, sowohl für die aktuelle Situation, als auch natürlich für die Zukunft, damit Gleiches sich möglichst nicht wiederholt.

Reike:
Es war immer wieder schwierig - und schmerzhaft - aber wir waren auch immer wieder erfolgreich im Herausfinden neuer Möglichkeiten, die uns weiterhelfen könnten.

Denn wir wollten uns ja nicht ankeifen, sondern gut und in Frieden miteinander unser Leben gestalten.

Ja, ja, immer wieder beflügeln uns hehre Vorsätze, solange, bis die Wirklichkeit uns dann wieder überrollt. Ein falsches Wort - und schon ….. !

Aber, das ist ja auch völlig normal, dass es zwischen Menschen, noch dazu, wenn sie so nahe zusammen leben, immer wieder mal kracht.

Selbstverständlich, das ist auch in Ordnung. Meistens sind es sowieso nur Missverständnisse. Aber entscheidend ist halt, dass wenn es weh tut, man - auch ganz natürlich 'Au!' schreit. Und das mitunter ganz schön heftig.

Das wird dann, trotz der vielfach damit verbundenen Schmerzen, entweder zur Bewährungsprobe für Streit- und Konfliktlösungsmöglichkeiten, die wir schon kennen und die sich bewährt haben - oder manchmal auch zur Geburtsstunde ganz neuer Ideen.

So, wie unlängst. Das wollten wir euch gerne erzählen. Denn das ist für uns wirklich eine Beziehungsbereicherung

Genau! Reike hat mir den Inhalt eines Buches erzählt, das sie gerade las. Ich habe die Zusammenhänge aber anders verstanden, als sie sie gemeint hat - und habe dazu meine Meinung entwickelt. Ganz schnell verschwand Reike aus dem Gespräch. Sie war schon noch körperlich da, aber ich hatte das Gefühl, mit dem, was ich gerade sagte, bei ihr nicht mehr anzukommen.

Ich habe dir aufmerksam zugehört!

Kann ja sein, aber 'zuhören' und 'zuhören und verständnisvoll innerlich mitgehen' sind zwei Paar Stiefel.

Schon klar. Ich gebe ja zu, dass ich dein Reden eigentlich ziemlich schnell als 'langatmig' empfand - und du hast das offensichtlich mitgekriegt.

So war es. Und ich habe ziemlich verärgert reagiert.

Als ich merkte, dass es zu einem Aufeinander-losgehen wird, habe ich unsere alte Zauberformel bemüht "Bitte unterbrechen wir hier - und Auszeit!"

Das ist eine Grundvereinbarung zwischen uns beiden. Wenn es heftig wird oder zu werden droht, dann bewirkt diese Formel "Bitte unterbrechen wir hier - und Auszeit!", dass ab diesem Moment Schweigen einsetzt. Wir behalten beide unsere Plätze. Jeder kann aber nun nach Innen gehen und sich den Ablauf nochmals anschauen, den eigenen Inhalt am Gespräch und denjenigen des Du, das eigene Verhalten und dasjenige des Du, die eigenen Gefühle und die vermutlichen Gefühle des Du - und sich dann auch fragen: "Was will ich jetzt für mich und für uns? Und was will ich beitragen?"

Und wenn wir beide uns dann anschauen und beide mit dem Kopf nicken, dann setzen wir das Gespräch fort - und zwar lösungsorientiert.

Die Frage lautet dann: "Was ist passiert - bei mir - bei dir - dass es so heftig geworden ist - dass es zum Streit gekommen ist?"

In diesem Fall ist uns aufgefallen, dass auf beiden Seiten sofort ganz schön heftige Gefühle mit im Spiel waren.
Es ist schon klar, dass mir Hanno meine Gefühle nicht macht, sondern er löst sie nur aus. Das ist
in etwa so, wie wenn ich im 1. Stock zum Fensterputzen an einem Seil einen Putzkübel beim Fenster rausgehängt und das Seil an der gegenüberliegenden Türklinke gesichert habe. Alles bestens. Da kommt plötzlich Hanno, der von alledem nichts weiß, in den Raum. Durch das Öffnen der Türe, löst sich das Seil und der Kübel stürzt ab. Fast wäre ich auch mit abgestürzt.
Eine fürchterliche Wut auf Hanno flammt auf. Usw.

So muss es nicht immer sein, aber es kann so ablaufen. In diesem Fall wurde ich also unabsichtlich der Auslöser von Reikes Wut.

Und da haben wir uns vorgenommen, doch mal die Gefühle anzuschauen, die da besonders stark zu spüren sind.

In unserem Beispiel hatten wir zur Auswahl mein Gefühl "Ich komme mit meinen Worten bei dir nicht an, ich fühle mich nicht beachtet, ignoriert und abgewertet!" und Reikes Gefühl "Ich finde dein Reden langatmig, langweilig und uninteressant!".
Wir haben uns für Reikes 'langatmig' entschieden und sind dann nach folgendem Schema vorgegangen:

 

Gefühle durch Fragen klären und erklären

1.

Vereinbaren wer mit welchem Gefühl auf innere und äußere Erkundungsreise geht.
Hier Reike mit 'langatmig'.

2.

'Gemeinsam' Fragen suchen und sammeln

a)

Fragen, die Reike sich selbst stellt

b)

Fragen, die Reike - in diesem Zusammenhang - an Hanno stellt

3.

Fragen in eine persönlich gute Reihenfolge bringen

4.

Fragen beantworten

a)

Fragen von Reike an sich selbst
Reike sucht die eigenen Antworten und erzählt, was bei ihr dazu da ist und was ihr dazu einfällt. Hanno darf nur zuhören, nicht unterbrechen. 
Verständnisfragen aufschreiben.

b)

Frage von Reike an Hanno - "Gibt es noch Verständnisfragen?"
Wenn JA, beantwortet sie Reike.

c)

Reike an Hanno - eigene Innenwahrnehmung ./. Außenwahrnehmung anderer
"Ich habe meine Innenwahrnehmung zu den einzelnen Fragen erzählt. 
Hast du zu einzelnen Punkten abweichende Außenwahrnehmungen?"
Wenn JA, erzählt nun Hanno, so wie er es erlebt. Reike hört nur zu.
Das ist eine wichtige Ergänzung für Reike, weil sie jetzt nicht nur die Zusammenhänge im eigenen Inneren besser verstehen, sondern auch die Außenwirkungen auf Hanno kennen lernen kann.

d)

Fragen von Reike an Hanno
Hanno sucht die eigenen Antworten.

e)

Frage von Hanno an Reike: Verständnisfragen?
Wenn JA werden sie nun von Hanno beantwortet.

f)

Hanno an Reike - eigene Innenwahrnehmung ./. Außenwahrnehmung anderer
"Gibt es eine abweichende Außenwahrnehmung?"
Wenn JA beschreibt Reike diese.

5.

Lösung suchen und vereinbaren, wie Gespräche künftig verbessert werden können, um das Gefühl 'langatmig', 'langweilig' oder 'uninteressant' möglichst erst gar nicht aufkommen zu lassen.

6.

Gegenseitig bedanken.

 

Beispiele:

Fragen von Reike an sich selbst
   (Suche gemeinsam von Reike und Hanno)

Was bedeutet für mich (Reike) dieses Gefühl 'langatmig'?
Verabschieden sich da meine Neugierde, meine Offenheit, mein Interesse? 
Sage ich da innerlich vielleicht "Das habe ich längst verstanden und 
   ich weiß längst, was du jetzt noch (künftig) sagen und erklären willst!"? 
Höre ich da dann wirklich noch aufmerksam zu und gehe innerlich auch 
   noch mit - oder lasse ich es mehr oder minder durchrauschen?

Mache ich das öfters, etwas als langatmig / langweilig / uninteressant zu empfinden?

Stimmt das wirklich, dass ich das, was da noch kommen würde, auch an 
   Feinheiten, alles im Vorhinein längst weiß?

Welche Vorteile hat diese Einstellung? 
Welche Nachteile muss ich in Kauf nehmen (was entgeht mir)?

Wie teile ich mein Desinteresse mit? 
Was mache ich da genau, dass der andere merkt, dass ich mich langweile
   (obwohl ich das ja eigentlich gar nicht mitteilen möchte)?

Will ich es so lassen?

 

Fragen von Reike an Hanno 
   (Suche gemeinsam von Hanno und Reike)

Ich empfand dein Reden als zu langatmig. Das war meine Wirklichkeit!
Wie war dein Reden für dich? 
Was hat dich dazu veranlasst, so viel zu reden und so ausführlich zu werden? 
Was wolltest du damit bewirken?

Wie hast du das gemerkt, dass ich nicht mehr richtig dabei bin?

Du hast viel geredet, dir ging's aber nicht gut, weil du das Gefühl hattest, 
   nicht gehört zu werden (bei mir nicht anzukommen).
Was hätte aus deiner Sicht bewirken können, dass das Gespräch sich nur 
   auf den wesentlichen Inhalt (Buchempfehlung - und deine Meinung dazu) 
   hätte beschränken können - und damit viel kürzer geworden wäre - 
   und trotzdem wäre es dir damit rund und gut gegangen?


Die Wirkungen dieses "Bei sich selbst und beim anderen nachfragen!" ist ganz faszinierend.
Der Erzähler (hier Reike) findet viele neue Zusammenhänge, die vorher nicht bewusst waren. Durch das laute Erzählen bekomme ich (Hanno) sie mit und kann plötzlich Reike ganz anders verstehen. - So auch Reike mich.
Es löst sich nicht nur das ungute Gefühl auf, sondern es entstehen hier zusätzliche Gefühle von Vertraut-sein, Nähe und Liebe. 

Ja, das ist wirklich wunderschön. Die Reiberei führt so zu mehr Verständnis und einer Stärkung unserer Beziehung und besonders des Zusammengehörigkeits- gefühls. Es stärkt auch ganz nebenbei die Gefühle von Nachsicht, Wohlwollen, Geduld und Ausdauer. Weil: Es lohnt sich! Und ich liebe ihn ja - und weiß auch, dass er mich liebt! Wir wollen und können so besser miteinander - mehr und inniger, als bisher.

Natürlich kann das kein Patentrezept sein, aber vielleicht eine Anregung, es auch mal so zu probieren und dann in freier Variation den Weg zu finden, der dann persönlich am besten passt und hilft.


Ja, das waren also Reike und Hanno.
Ich finde es eine schöne Möglichkeit. Ausgelöst durch Reibereien wachsen so gegenseitig Verständnis und Intensität. Ungute Gefühle werden transformiert zu fruchtbarem Humus der Beziehung. 
Es ist schon erstaunlich, was alles möglich wird, wenn beide durchdrungen sind von: 
"Wir wollen das miteinander!"

 

 

Zt1     

Zu Schmerzen und überhaupt unguten Gefühlen 
habe ich heute deshalb eine recht positive Beziehung, weil sie für mich Signalgeber und Botschafter sind, dass ich in meinem Leben gerade etwas mache, was mir schadet, dass eigene, wichtige Bedürfnisse unerfüllt und damit hungrig bleiben. Veränderung / Weiterentwicklung ist dann angesagt.
Das ist dann zwar vielfach unbequem und eigentlich oft auch unerwünscht, aber es hilft, solchen inneren Antreibern ausgesetzt zu sein. Sonst würde ich in der Tatenlosigkeit erstarren.

 

 

Gefühle  2

Mit Schleichwegen auf ihrer Spur

 

In einer offenen Runde beschäftigten wir uns unlängst wieder mal mit dem Thema "Gefühle" - gute und beglückende Gefühle (Freude) - ungute und belastende Gefühle (Schmerzliches) - was sie in uns auslösen und auch wo sie ihren Ursprung haben.

Denn, die Gefühle, die ich empfinde, werden mir weder von einem oder mehreren anderen, noch von Situationen oder der Umwelt 'gemacht'. Ich mache mir meine Gefühle immer selbst. Auch wenn ich momentan meine, dass die Gefühle entstanden sind, weil mir z.B. erfreuliches Lob (das Herz hüpft) oder auch belastende Kritik (Ärger wird spürbar) ausgesprochen wurden.

Das, was auf mich zukommt, was ich sehe, höre, rieche, schmecke, spüre, nehme ich zunächst wahr und bewerte es dann 'selbst'. Ist das eher gut oder ist das eher ungut, erinnert es mich an schöne und erfreuliche Erlebnisse oder lässt es Bilder wieder lebendig werden, die schwer, belastend, vielleicht auch schmerzlich und leidvoll sind?
Schwierig wird es, wenn ungute Gefühle entstehen, weil im Unterbewusstsein Vorerfahrungen, vielfach aus der Kindheit, erinnert werden. Das geht blitzschnell. Die inneren Bilder (Erinnerungen) entstehen und bringen die zu ihnen gehörenden unguten Gefühle mit. Die inneren Bilder bleiben in den meisten Fällen unbewusst, die unguten Gefühle (Ärger, Zorn, Empörung, Wut usw.) dagegen werden körperlich spürbar.
 

So entsteht der Trugschluss: 
Ich erlebe außen, z.B. im Gespräch mit dem Partner,

>

>

>

>

 

>

eine unbefriedigende Situation,

erinnere 'unbewusst' ähnliche Vorerfahrungen,

spüre meinen Zorn,

denke im Bewusstsein, dass mein Gegenüber für meinen Ärger verantwortlich ist, mir diesen Ärger gerade zufügt -

und gehe jetzt auf dieses los.
Häufige Folge: Streit und Auseinandersetzungen.

Tatsächlich hat mein Gegenüber durch sein Verhalten, durch ein Wort oder eine Geste, ohne das zu wollen oder zu wissen, bei mir diese alte Erinnerung 'ausgelöst'. 
Meine Gefühlsreaktion hat also ihre Wurzeln in 'meiner' Vorgeschichte. Und solange ich diese alten Wurzeln nicht aufgespürt und bewusst gemacht habe, solange werden mich ähnlich ungute Gefühle in vergleichbaren Situationen immer wieder einholen.
 

Wie gibt es das, dass blitzschnell Erinnerungen, besonders an Situationen der Kindheit auftauchen, ohne dass ich das bewusst mitbekomme - ich spüre nur die dazu gehörigen unguten Gefühle, die mich schier überfluten? 
Dazu ein Beispiel aus der Praxis: 
In der Vergangenheit wurden versuchsweise in Kinofilmen Werbebilder für ein Markeneis aufgenommen, das in der Pause zum Verkauf angeboten wurde. Die Bildfolgen waren so schnell und so kurz, dass sie 'bewusst' nicht gesehen werden konnten (ca. 16 Bilder pro Sekunde). Mit diesen Versuchen sollte herausgefunden werden, ob die Werbebotschaften, auch wenn sie bewusst nicht gesehen werden konnten, 'unbewusst' aufgenommen werden - und welche Wirkungen entstehen.
In Filmen ohne Werbeeinblendungen war das übliche, mäßige Kaufverhalten der Kinobesucher zu beobachten. In Filmen mit 'verdeckten', also nicht bewusst sichtbaren Werbebotschaften, setzte in der Pause ein 'Ansturm' auf das unsichtbar beworbene Markeneis ein. Die verdeckte Werbung war also unbewusst aufgenommen worden, ohne dass die Eiskäufer das bewusst bemerkt hätten. 

Die Folge dieses Versuchs war, dass 'unsichtbare' Webeeinblendungen verboten wurden. Im Gegensatz zu sichtbarer Werbung, weil hier der Einzelne selbst frei entscheiden kann, ob er sich diesen mächtigen, unbewussten Wirkungen aussetzen will.
 

Was zeigt dieses Beispiel im Zusammenhang mit der Arbeitsweise des Unbewussten?
Durch verdeckte Werbebilder wurden entsprechende Lust- bzw. Bedürfnisgefühle ausgelöst und die beteiligten Menschen glaubten, den Eiskauf frei und aus eigener Entscheidung zu wollen. Gewaltiger Irrtum!
Es gibt kaum Situationen, an denen das Unterbewusstsein mit all seinen Erinnerungen und gespeicherten Inhalten nicht beteiligt ist. 
 

Also: 
Ich sehe oder erlebe außen gerade etwas - die entstehenden Gefühle können damit zusammenhängen, sie können aber auch unbewusst entstanden sein und müssen mit dem unmittelbaren Erleben nichts zu tun haben. 

Wie komme ich dem besser auf die Spur, was bei MIR gerade los ist?
Denn aus dem Unterbewusstsein heraus entstehende ungute Gefühle lösen oft Reaktionen aus, die ungeheuer viel Schaden anrichten (Streit, Verletzungen, Angriffe, Gewalt usw.).

Ziel sollte es sein, 
die Verantwortung für die eigenen Gefühle selbst zu übernehmen und so auch Konflikte, die immer wieder mal entstehen, besser bearbeiten und bereinigen zu können.


Zu einer friedlichen Konfliktbearbeitung hat die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) *)
als Basis das Modell der VIER SCHRITTE entwickelt:

Dieses Modell geht von der Grundüberzeugung aus, dass, wenn ich gute Gefühle spüre, z.B. Freude, Wohlfühlen, Glück, Zärtlichkeit, etwas ist mir gut gelungen usw., dann habe ich das, was ich JETZT GERADE brauche. Die Folge ist, ich fühle mich im Augenblick rund und wohl. 
Wenn ich ungute Gefühle spüre, Ärger, Kummer, Leid, Schmerzen, Sehnsucht, Eifersucht usw., dann fehlt mir etwas, was ich JETZT GERADE bräuchte. Hinter dem unguten Gefühl verbirgt sich also ein 'eigens' unerfülltes oder zu kurz gekommenes Bedürfnis. 
In der Regel weiß ich nicht, welches 'eigene' Bedürfnis bei mir gerade da ist. Vielmehr sehe ich mein Gegenüber bzw. die Situation und tappe dann meist in die Fall, da die Ursache z.B. für meinen Ärger zu glauben.

Um nun das Gegenüber wegen eigener unguter Gefühl nicht (irrtümlich) angreifen und verletzen zu müssen, bieten die VIER SCHRITTE der Gewaltfreien Kommunikation einen friedlichen Weg zu mehr eigener Klarheit und bewussterem Handeln.

 

Da macht sich bei mir ein ungutes Gefühl bemerkbar.
Zentrale Frage:
Was ist JETZT gerade los, in diesem Moment? *)

1. Schritt:  Was ist genau passiert - und zwar JETZT? 
                  Ich beschreibe meine Beobachtung.
Wichtig ist, nur die eigene Beobachtung zu beschreiben, keine Bewertung
Nur das, was gerade geschieht bzw. geschehen ist, was ich also sehe, höre, rieche, schmecke oder spüre.

Beispiel: 

Beobachtung =  Ich sehe, dass du deine Hand hebst und dich dabei etwas nach vorne beugst - 
ich höre dich sagen...  usw. (das ist für das Gegenüber nicht verletzend, sondern nur eine klare Information, was ICH wahrnehme)
BewertungIch finde das ärgerlich, dass... - 
ich empfinde das als Angriff, wenn... - 
du bist recht erregt - 
du bist laut - 
so, wie du das machst, ist das ... usw. (das könnte für das Gegenüber verletzend, abwertend, fordernd - und möglicherweise sofort wieder Streit auslösend sein - DU-Beschuldigungen)

 

2. Schritt:  Was fühle ich - und zwar JETZT?
  Ich beschreibe meine Gefühle, die jetzt da sind bzw. entstehen.
 

Beispiel:  

Ich spüre Angst in mir aufkommen, fühle mich bedroht, angegriffen und merke auch, dass ich wütend werde.

 

3. Schritt:  Wenn ich das fühle, was brauche ich dann wohl - und zwar JETZT?
                  Was ist mein Bedürfnis?
 

Beispiel:  

Um mich wieder wohl zu fühlen, bräuchte ich ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, dass ich so angenommen bin, wie ich gerade bin, damit ich entspannt und aufmerksam an dem Zusammensein teilnehmen kann.

 

4. Schritt:  Was könnte ich oder jemand anders tun, damit ich bekomme, 
                  was ich brauche - und zwar JETZT?
                  Ich könnte mich bitten, ....   oder   Ich könnte dich bitten, ....
 

Beispiele:  

Meine Bitte an mich:  Mehr Geduld, Nachsicht und Wohlwollen einzuüben und mir bewusst zu sein, dass, wenn wir zusammen sprechen, du mir wohl und nichts Böses willst. (Das hilft mir aber nicht jetzt, sondern erst in der Zukunft, wenn ich es mehr und mehr so sehen kann.)
oder 
Meine Bitte an dich:
  Mir ruhig und gelassen zu antworten und dabei nicht so heftig zu gestikulieren, mir auch jetzt nur zuzuhören, damit ich Meines mit dir teilen kann. Ohne Rückfragen, ohne Meinungsäußerung, ohne Lösungsvorschläge.
oder - oder - 
 


Das ist schon sehr hilfreich, weil es Klarheit nach Innen und Verständnis nach Außen fördert - und zwar ohne dass einer wegen aufkommender unguter Gefühle den anderen angreifen und verletzen muss.
 

Was in diesem Modell fehlt, 
ist der Versuch, dem Hintergrund der eigenen Gefühlsreaktion im eigenen Unbewussten nachzuspüren und damit die eigene Reaktion nicht nur selbst besser zu verstehen, sondern sie durch Erzählen auch dem Gegenüber verständlicher zu machen.

Wir haben deshalb einen fünften Schritt (Aha!) angefügt:

5. Schritt:  Aha! 
  Ich wende mich nochmals meinem Ausgangsgefühl (Nr.2) und meinem Ausgangs-Bedürfnis (Nr.3) zu und frage:
"Gibt es vergleichbare Gefühle bzw. Bedürfnisse in meiner Vergangenheit? 
  Kenne ich solche oder ähnliche Situationen (welche)? 
  Kenne ich solche oder ähnliche eigenen Reaktion (in welchen 
  Zusammenhängen)?
Und dann erzähle ich das, was mir dazu einfällt.

Jetzt kann es sein, dass der vorher ausgedrückte Wunsch sich verändert. 

In jedem Fall ist das eigene Verständnis für die vorhandenen eigene Gefühle und Bedürfnisse jetzt viel größer - und auch das Verständnis des Gegenübers.
 
 

Beispiel:   

Ich spüre Angst in mir aufkommen, fühle mich bedroht, angegriffen und merke auch, dass ich wütend werde. 
Kenne ich dieses Gefühl / ähnliche Situationen / ist mir ähnliches schon irgendwann in der Vergangenheit begegnet? 
Ich lasse mir Zeit und lasse mich von diesem Gefühl in die Vergangenheit führen. Mir wird bewusst, dass mein Vater, wenn er mich als Kind ausgeschimpft hat, solche Drohgebärden machte, und öfters hat er mich dann auch geschlagen. Angst und ohnmächtige Wut sind da in mir entstanden. Aber ich war ja viel zu klein und konnte mich nicht wehren. - Sehr schmerzlich.
Mein Bedürfnis war, in meiner Autonomie (Selbstbestimmung) gesehen, ernst genommen und auch so angenommen zu werden. Mir fehlten Anerkennung und Bestätigung. - Eine ganze Reihe von Bedürfnissen waren also hungrig geblieben, waren weder gesehen, noch beachtet worden.
Verständlich, dass (unbewusste) Erinnerungen immer noch heftige Reaktionen bei mir auslösen. 
Der damalige Hunger ist auch heute noch zu spüren.
Doch heute bin ich nicht mehr klein, ausgeliefert und wehrlos. Heute bin ich groß und erwachsen und finde für mich viele Möglichkeiten, mit solchen Situation anders als mit (kindlich) ohnmächtiger Wut zu reagieren. Friedlicher, menschlicher. Und damit besser in Verbindung zu bleiben - mit mir selbst und mit anderen. - Ich kann z.B. erklären und 'bitte' sagen.

Ein großer Schritt zum eigenen und gegenseitigen Sich-besser-kennen-lernen.

Erst jetzt sollte die Antwort auf die Bitte (Nr.4) kommen. 
Und sie darf immer lauten: JA, NEIN oder auch ANDERS.
 

So wird ein ungutes Gefühl nicht nur wichtig genommen und das dahinter versteckte 'eigene' Bedürfnis aufgespürt, so kommt oft auch seine Entstehungsgeschichte ans Tageslicht und einigen Gespenstern der Vergangenheit wird so vielleicht ihre Macht genommen. 

So oder ähnlich könnte die gewonnene Erkenntnis lauten:
"So war es, keine Frage! Aber das ist vorbei! Es schmerzt zwar noch, wenn ich daran denke, aber es wird immer leichter, wie eine heilende Wunde. Im übrigen hat es mein Vater damals so gut gemacht, wie er es eben zu diesem Zeitpunkt konnte! - JETZT bin ICH nicht mehr in der Ohnmacht des Kindes gefangen, sondern habe mit Klarheit und Umsicht viele gute Lösungsmöglichkeiten, besonders diejenige, meine jetzigen Bedürfnisse aufzuspüren und zu benennen und damit zu einem friedlichen Miteinander beizutagen, in dem sich BEIDE wohl fühlen." 
 

Die VIER SCHRITTE der Gewaltfreien Kommunikation passen immer, helfen und führen weiter. 

Vorgenommen haben wir uns, dass jeder für sich und bei passender Gelegenheit (nicht immer und unbedingt) auch zusätzlich den FÜNFTEN SCHRITT probiert. 
So wollen wir herausfinden, wie das dann in der Praxis ausschaut.

 

 

*) Ein weiteres Beispiel der 4 Schritte:

  • Als ich dich gestern Abend am Telefon sagen hörte, du könnest heute nicht, weil du deinem Papa beim Einpacken helfen wollest - und mehr werde dir zu viel - und du würdest dich dann nächste Woche wieder melden,
     

  • fühlte ich mich enttäuscht, beiseite geschoben, nicht wertgeschätzt und schmerzlich sehr berührt.
     

  • Dahinter steht wohl u.a. mein Bedürfnis, dass, wenn etwas gemeinsam festgelegt wurde, auch eine Veränderung "gemeinsam" ausgehandelt werden soll - zur Zufriedenheit beider. 
     

  • Deshalb meine Bitte an dich, künftig gemeinsam Vereinbartes, wenn Veränderungen nötig sind, diese auch gemeinsam zu verhandeln, so dass wir beide gleich-berechtigt beteiligt sind.

Der  5. Schritt:   

  • Kenne ich diese Gefühle "enttäuscht, beiseite geschoben, nicht wertgeschätzt und schmerzlich sehr berührt"? Wo und wann sind sie mir erstmals begegnet? Wo führen sie mich in der Vergangenheit hin? Welche Bedeutung und Geschichte haben für mich die Bedürfnisse "Gleichberechtigung, Achtung, Zuverlässigkeit und Vertrauen"?
    Erzählen - bzw. aufschreiben. 

 

 

Zt2     

Deine un-guten Gefühle (auch anlässlich von Krisen, Krankheiten und Schmerzen) fordern "dich" auf, dich zu bewegen. Eigenes Dazu-lernen (eigenes Weiter-entwickeln im "Tun", nicht nur davon und darüber reden) wäre dann wohl angesagt. Und zwar in Richtung Vielfalt. 
Denn für dich bist "nur" du selbst verantwortlich - nicht der Arzt, nicht der Lehrer, nicht der Seelsorger, nicht der Vorgesetzte oder wer sonst. Nur du selbst!
Was könnte dir z.B. "noch" spürbar Freude machen und so auch gut tun - und dich vielleicht sogar weiterbringen? - Brainstorming?    ;-) 

 

 

Gefühle  3 

Ungute Gefühle sagen "Achtung!" 

 

"Weißt du,"   erklärte mir eine Bekannte, "da habe ich so ein ungutes Gefühl! Eigentlich ist mir das, was ich da vorhatte, sowieso un-angenehm. Ich weiß nicht, ob ich da jetzt überhaupt noch was unternehmen soll! - - ."  

Bei einer anderen Gelegenheit erwähnte sie dann: "Ich habe mir das gründlich überlegt, Licht und Schattenseiten abgewogen und nach langem Hin und Her mich dann entschieden, aus meiner Partnerschaft auszusteigen. Es ist viel einfacher so, auch wenn es momentan weht tut! - Doch - dann hatte ich wieder < so ein Gefühl > ! Tiefdrinnen habe ich gewusst, dass das nicht stimmt. - Eigentlich wollte ich nichts davon hören und es wegschieben. Schließlich habe ich es doch beachtet und wichtig genommen! 
Gott sei Dank! - - Wir sind immer noch zusammen. Allerdings haben wir auch viel dazu gelernt und uns weiter-entwickelt!"

 

Ungute Gefühle
(z.B. Schrecken, Angst, Schmerz, Druck, Krankheiten, usw.) sind etwas ungemein Wertvolles und Wichtiges. Es sind die inneren Sensoren des Gefühls, die sich melden um "aufmerksam zu machen".

z.B. Jetzt kommt ein schwierigeres Wegstück - Schlaglöcher - anseilen, der Weg ist schmal und rutschig, daneben ein tiefer Abgrund, Hindernisse liegen auf dem Weg, sie wollen überstiegen oder umgangen werden - usw. usw.

Es ist ähnlich wie mit den Eiswarnern am Auto. 
Man fährt. Es ist alles scheinbar in Ordnung, scheinbar so wie immer. Im Fahrzeuginneren ist es wohlig warm. Der Motor summt gleichmäßig. Die Stimmung ist eher monoton, einschläfernd. - Doch draußen haben sich in der Zwischenzeit die Verhältnisse verändert. Es ist kälter geworden und ein dünner Eisfilm hat sich auf die Straße gelegt. Die Eissensoren lösen "Alarm!" aus, rütteln wach. Nun ist die schläfrige Stimmung wie weggeblasen. Hellwach ist das eigene Verhalten auf die neuen Verhältnisse abzustimmen. - Die Geschwindigkeit wird zurückgenommen und sehr aufmerksam und umsichtig (Abstand zu anderen Fahrzeugen / nötiger Bremsweg / mögliche Überraschungen usw.) weitergefahren. - So erreicht der Fahrer - zwar etwas langsamer, aber sicher und wohlbehalten sein Ziel.
 

Ungute Gefühle melden also äußere und innere Gefahrenstellen, "warnen", wie eine Blinklichtanlage an einem unbeschrankten Bahnübergang.

Sie "selbst" sind weder gut, noch schlecht. - Sie sagen auch nichts darüber aus, ob das, was sich da ankündigt nun "gut für mich" oder "schlecht für mich" ist.

Es sind körpereigene Sensoren, die sich eben melden und darauf hinweisen, dass das  eigene  Verhalten sehr wach und umsichtig überprüft und verbessert, also verändert, weiter-entwickelt und auf die neuen Verhältnisse eingestellt werden muss, um weitergehen und die  eigenen  (Lebens-) Ziele sicher erreichen zu können.

Umsicht, Fantasie, Einfallsreichtum und waches Engagement sind nun besonders gefragt, nicht verniedlichen, den anderen (z.B. dem Arzt, dem Partner, den besonderen Umständen usw.) die Schuld in die Schuhe schieben und mit angeblich Nichts-ändern-können davonlaufen (und so weiter machen).
 

Eine Gefahr ist, wenn ungute Gefühle oder ihre Erscheinungsbilder "selbst" als ein Übel interpretiert werden, dem man schnellstmöglich entkommen oder das man bekämpfen muss. 
z.B. Herzbeschwerden werden mit Tropfen wegbehandelt - fertig.(?) - 
Oder, ein Magengeschwür wird operiert - und dann geht es wieder weiter wie bisher.(?) -
Oder, eine Ehe wird geschieden - und schon bald kommt wieder mit 1000 neuen Hoffnungen und Erwartungen die nächste. (?) - usw.

Das wäre dann so, wie wenn der Autofahrer im vorherigen Beispiel, wenn sich die Eissensoren melden, in die Werkstätte fährt und die Sensoren ausbauen lässt. Jetzt hat er Ruhe - und fährt ohne eigene Verhaltensänderung weiter. Allerdings "nur" bis zur nächsten Ruhe-Störung, die dann vermutlich "bedeutend schmerzhafter" wird.
 

Kommt ein Signal (ungutes Gefühl, in welcher Form auch immer), geht es
ums Heilen  (das unmittelbare Erscheinungsbild des unguten Gefühls [Symptom] muss behandelt werden)
und gleichzeitig auch 
ums Heil-werden  (da ist der < ganze > Mensch  mit seinem momentanen 
< Denken, Handeln und Fühlen >, also seiner momentanen Lebens-Führung und seinen Lebens-Inhalten gemeint).

 

Ungute Gefühle fordern mich also auf, das nun besonders zu sein, was ich eigentlich immer sein sollte, nämlich
umsichtiger und fürsorglicher Chef
im  eigenen  Körper und im  eigenen  Leben!

 

Derjenige also, der wach und bewusst immer wieder fragt
     Was mache ich da gerade? 
     Wo will ich eigentlich hin?
     Was will ich jetzt dazu tun?

 

Und danach aktuell entscheidet und handelt.

 

Ungute Gefühle dürfen nicht verwechselt werden mit dem Gefühl, das auch als Antwort der Inneren Stimme auf neue Überlegungen und Entscheidungen kommt. Diesem Gefühl, das gleichzeitig auch ein Inneres Wissen ist:
"Ja, so stimmt es für mich!"
  oder
"Nein, das stimmt einfach nicht für mich! - In dieses Richtung weiterzugehen tut  mir  insgesamt nicht gut!"

Das ist ein ganzheitlicher innerer Kommentar.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang übrigens, eigene neue Überlegen und Entscheidungen "immer" so oft und so lange zu verändern, bis sie die "volle innere Zustimmung" finden.

 

Ungute Gefühle geben also - im Rahmen bisheriger Erfahrungen - Signale.

 

"Aufpassen  -  wach-sein  -  dazu-lernen  -  aktuell und neu entscheiden!"

 

Je nachdem, wie viele solcher "spürbaren" Signale schon übersehen oder beiseite geschoben worden sind, können die unguten Gefühle immer schmerzhafter und nachhaltiger werden (z.B. Niederlagen und Krankheiten kommen öfters und werden länger und schwerer).

 

Solche Wegstücke, die mit "unguten Gefühlen" beginnen, und in der Folge die höchste Konzentration und alle Kräfte fordern, bergen in sich die Chance intensivsten Erlebens und von Glücksgewinn!

z.B. Beim Bergwandern erlebte ich es einmal, dass im Frühherbst ein Wegstück von mehreren Metern spiegelblank vereist war. Auf der einen Seite ging es steil nach oben, auf der anderen etwa 50 m steil nach unten. Erschwerend kam dazu, dass ich einen Bergneuling als Begleiter dabei hatte. Da spürte ich gehörige Angst. Nun stellten sich die Fragen: "Zurück - und die Tour an dieser Stelle abbrechen?" oder "Weitergehen - über diese Eisstelle - aber dann wie?" Schließlich haben wir mit den Händen Steinchen und Split aufgesammelt und "aufgestreut". Wie zuhause, wenn ein Gehweg vereist ist - nur eben ein bisschen sorgfältiger. Das dauerte ein Weilchen. Und dann querten wir diese kritische Stelle sehr vorsichtig. Schließlich war es geschafft. Siegesgeheule - und weiter ging's!
Alle sonstigen Einzelheiten habe ich vergessen. Die Überwindung dieser gefährlichen Stelle und wie wir es im Einzelnen gemacht haben, verbunden mit dem tollen Gefühl danach, das ist heute noch glasklar in meiner Erinnerung. Seitdem sind auch ständig kleine und ganz leichte Steigeisen in meinem Rucksack mit dabei.
 

Das gilt auch für Innen,
also für kritische Lebens-Stellen, die von unguten Gefühlen begleitet werden.

 

Zt3     

Ärger, Angst, Schmerzen, 
Krankheiten und andere unguten Gefühle: 
 

Du empfindest immer wieder unangenehme Gefühle,
auch dass es mit anderen immer wieder 
zu Konflikten kommt?
MIR sagen solche Gefühle etwas ÜBER MICH, 
nämlich dass ICH in MIR Defizite habe 
und SELBST Neues dazu-lernen und 
neue Erfahrungen machen sollte, 
vor allem SELBST FÜR mehr Freude sorgen, 
wenn ich will, dass es mir wieder besser geht.
Könnte ja sein, dass es bei dir ähnlich ist.
 

 

Juli 06 (1), Sept.06(2), Dez.07 (3), Apr.10 (Zt1), Jan.12(Zt2), April 12(Zt3) 

 *) Gewaltfreie Kommunikation   

ALLTAG / Thema der Woche ab 05.09.06  - Gefühle (2) -  Zur friedlichen Bewältigung von unguten Gefühlen, Konflikten und Streit sind die "4 Schritte" der Gewaltfreien Kommunikation immer hilfreich. Der 5. Schritt bietet nun eine Möglichkeit, ihrem wirklichen Ursprung nachzuspüren und mit diesem Frieden zu schließen, so dass Wiederholungen nicht mehr zwingend sind.

siehe auch:   Ärger     Angst(3)     Augenblicke     Bedürfnisse      Einigen    Energie     Freude4     Freundschaft    
                    Glauben (1)      Kommunikation    Konflikt-Ritual     Krankheiten     Kummer     Lernen      Rituale  
                    Schmerzen      Spiegel-Kabinett     Verändern     Ziele2(Fesseln)     Zwei Wölfe (Gesch.) 

                    Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten!

                    ALLTAG / Gewaltfreie Kommunikation / 4 Schritte         ALLTAG / Krisen   
                    ALLTAG / Löcher (Neues Denken und neues Handeln)          ALLTAG  / Zielsätze 

                    LABYRINTH / Antreiber zur Freude (Ungute Gefühle) > dort:  
                    Ungute Gefühle (Angst, Zaudern, Schmerzen usw.), wieso eigentlich "ungut"? Es sind Gefühle - und das 
                     Etikett "gut" oder "böse" kommt von mir selbst, indem ich es so interpretiere. Das ist nicht nur eine
                     Einschränkung, sondern auch gefährlich, weil so die Versuchung entstehen kann, diesen "unguten" Gefühlen 
                     zu entkommen, sie wegzudrücken oder auch wegzuargumentieren, statt sie wichtig zu nehmen und den
                     Ursachen nachzugehen. Ungute Gefühle wollen Wegweiser sein dürfen, die anzeigen, dass Neuland, 
                     neue Erfahrungen und Erweiterungsmöglichkeiten für das eigene Leben angesagt sind. Ungute Gefühle
                     sind also eine Aufforderung, für mehr (neue) Freude zu sorgen.

 

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