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Grenzen 1

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    stimmt das? - immer? - oder zum Teil ?

                (Unbekannt)

 

 

Grenzen  1 

 Positionen (mit Anmerkung)

 

Kennen Sie das auch von sich? Jemand fragt sie ob sie eine bestimmte Aufgabe übernehmen können. Die Anfrage ehrt sie und sie fühlen sich in ihrer Person anerkannt. Ganz spontan sagen sie zu. Kurz darauf meldet sich eine innere Stimme: „Warum hast du zugesagt? Eigentlich hast du doch gar keine Zeit und ohnehin schon genug um die Ohren. Warum hast du ja gesagt, obwohl du innerlich nein gedacht hast?“

Ich kenne solche Situationen aus meiner Erfahrung nur zu gut. Ich sage zu, weil ich den anderen nicht enttäuschen möchte. Ich nehme etwas an um zu zeigen, dass ich gut bin. Manchmal tue ich auch Dinge, weil das meinen hohen ethischen Idealen entspricht und ich meine dadurch etwas Positives bewegen zu können.

Auch wenn ich durch meine seelsorgerliche und therapeutische Ausbildung und Tätigkeit inzwischen viel über mich selbst erfahren habe, tappe ich immer wieder in solche Fallen meiner inneren Antreiber hinein. Immerhin bin ich inzwischen so weit, dass ich meine eigenen Schwächen schneller durchschaue und entsprechend gegensteuern kann.

Wenn ich mich dann erschöpft fühle, frage ich mich, wo ich persönliche Grenzen und Begrenzungen nicht beachtet, über meine persönlichen Verhältnisse gelebt und dadurch meine eigene Mitte verloren habe.

Ich höre auch in mich hinein, wo ich mein Leben aus trüben Quellen wie dem Wunsch nach Zuwendung, übertriebenem Perfektionismus oder zu hohen Idealen gespeist habe.

In der Konsequenz bedeutet das dann für mich ganz bewusst auch andere zu enttäuschen, indem ich auf eine Anfrage nicht zusage, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht passt. Ein Manuskript nicht bis ins letzte Detail ausarbeite und meine Ideale durch mehr innere Gelassenheit zurückschraube.

Wenn ich mir Grenzen setze, dann merke ich wie mir das gut tut. Ich spüre wie ich ganz neu in Berührung komme mit mir und mit Gott. Und im Übrigen, wenn ich ganz bewusst Grenzen durch Pausen setze und durch den Wald jogge, dann bin ich auch danach wieder viel genießbarer für meine Familie und für die Menschen, mit denen ich sonst zu tun habe.

Die Einübung in einen Lebensstil mit gesunden Grenzen beschäftigt mich nicht nur in Bezug auf meine eigene Person. Es ist ein Thema, das sich durch viele Bereiche durchzieht. Je bewusster ich diesem Thema nachgehe, fällt mir auf, wie häufig es zu Grenzverletzungen kommt. Dabei ist der sexuelle Missbrauch für mich nur der Gipfel des Eisberges. Grenzverletzungen in Alltagserlebnissen, in der Familie, am Arbeitsplatz geschehen viel früher. Daher ist es für mich wichtig, nicht nur auf die eigenen Grenzen, sondern auch auf die meiner Mitmenschen zu achten. Davon handelt folgende Kurzgeschichte:

„Als d er Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich schien, schickten die Feldherren beider Seiten Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könne. Die Kundschafter kehrten zurück und berichteten auf beiden Seiten dasselbe: Es gebe nur eine Stelle an der Grenze, die sich dafür eigne. „Dort aber“, sagten sie, „wohnt ein braver Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie haben einander lieb, und es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt. Sie haben ein Kind. Wenn wir nun über ihr Grundstück marschieren, dann zerstören wir das Glück. Also kann es keinen Krieg geben.“
Das sahen die Feldherren ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen wird.“

Jede Grenzverletzung bedeutet die Zerstörung des Glücks des anderen, so die Botschaft dieser Geschichte. Die Folgen von Grenzmissachtungen heißen politisch gesehen Krieg. Wer die Grenze eines anderen Volkes nicht anerkennt und einfach darüber hinwegmarschiert, befindet sich mitten im Krieg, davon wissen wir aus unserer deutschen Geschichte ein Lied zu singen.

Wer im beruflichen oder privaten Bereich die Grenzen der anderen nicht achtet, der erntet Streit und Unfrieden. Ich habe es bei mir selbst erlebt und mir erzählen immer wieder andere, dass z.B. im Beruf Arbeitsbereiche nicht klar voneinander getrennt sind, dass es Stellenbeschreibungen entweder gar nicht gibt oder nicht eindeutig formuliert sind.
So kommt es häufig zu aufreibenden Konflikten. Jeder Mensch braucht aber seinen eigenen Entfaltungsraum. Wenn die Bereiche klar aufgeteilt werden, kann jeder sich weiterentwickeln und die eigenen Ideen verwirklichen.

Manchmal mischen sich Leute auch in Arbeitsbereiche ein, die sie gar nichts angehen. Auch dies führt dann zu heftigen Auseinandersetzungen.

In einem ehrenamtlichen Dienst, den ich aufgebaut habe, hatte ich eine Person, die ich als grenzenlos in ihrem Auftreten beschreiben würde. Da sie kein Gespür für die eigene Person hat, fehlte ihr auch die Achtsamkeit in Bezug auf die Grenzen anderer. Die Folge war, dass es zu ständigen Auseinandersetzungen kam, weil sie sich in Bereiche anderer einmischte.

Die Konflikte konnten erst gestoppt werden, als ich mit ihr ganz eindeutig geklärt hatte, was sie innerhalb dieser ehrenamtlichen Tätigkeit tun darf und was nicht. Und dass ich sie bei weiteren Grenzverletzungen aus diesem Amt nehmen müsse.

Auch innerhalb jeder Freundschaft, Partnerschaft oder Ehe müssen immer wieder neu die Grenzen zwischen Nähe und Distanz definiert werden. Wie viel Nähe und wie viele Freiräume brauche ich und wie sieht das bei meiner Partnerin aus?

Auf einem Seminar habe ich dazu einmal eine Übung gemacht. Zwei Personen stellen sich in großem Abstand zueinander auf. Dann geht eine Person auf die andere zu bis diese „Stopp“ sagt. Dann werden die Rollen getauscht. Mit dieser Übung sollen unterschiedliche Aspekte erlebbar gemacht werden. Zum einen wird deutlich, dass die persönliche Grenze nach Nähe und Distanz sehr unterschiedlich ist. Der Abstand ab dem es unangenehm wird ist bei jedem anders. Daher ist es so wichtig, dass dann darüber gesprochen wird, wo die eigene Grenze nach Nähe und Distanz liegt und wie der Abstand für einen persönlich passend wäre.
Mit dieser Übung soll zudem dafür sensibilisiert werden, dass auch in Alltagssituationen jeder für seine eigene Grenze verantwortlich ist und dies auch seinem gegenüber sagen muss.

Nicht nur die Grenzen innerhalb eines Paares oder einer Familie müssen immer wieder neu besprochen und abgesteckt werden, sondern auch die Außenkontakte. Weder ein ganz abgeschottetes Familiensystem, wo es kaum Außenkontakte gibt, noch ein völlig durchlässiges, das so gut wie keine Begrenzungen kennt, ist ein gesundes System.
Gerade dann wenn ein Partner zu sehr am anderen klammert entsteht häufig Streit. Dem anderen fehlt die Luft zum Atmen. Er hat das Gefühl irgendwie ausbrechen zu müssen.

Wenn dagegen ein Paar nur noch auf die eigenen Freiräume bedacht ist, fehlen gemeinsame Ziele und Aktivitäten um auch verbindende Gemeinsamkeiten aufzubauen.

In der Beratung habe ich immer wieder mit Menschen zu tun deren Eltern zu sehr geklammert haben. Oft hatten sie eine Mutter die Depressionen hatte. Depressive Menschen neigen dazu sich an den Partner und die Kinder zu klammern, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.
Durch das Klammern wurden die Grenzen der Kinder viel zu eng gesteckt. Die Mutter hat ihre Kinder nicht in die Freiheit entlassen, sondern an sich und ihre Bedürfnisse gebunden. Dadurch entsteht dann in den Kindern ein emotionales Durcheinander. Sie ringen um ihre Identität. Sie wissen oftmals nicht wer sie selbst und wer ihre Mutter ist. Die eigenen Bedürfnisse und die der Mutter sind ganz eng miteinander verwoben. Sie empfinden das emotional wie einen Brei, weil sie innerlich noch ganz von der Mutter beherrscht sind, selbst wenn diese bereits gestorben ist.

Bei all den Überlegungen nach gesunden Grenzen für mein eigenes Leben und der Achtsamkeit vor den Grenzen meiner Mitmenschen begleitet mich z.Zt. ein Bibelwort aus Psalm 147 Vers 17. Da heißt es: „Gott schafft deinen Grenzen Frieden“.

Wenn Grenzverletzungen Streit, Krieg und nicht zuletzt Stress für mich und für andere bedeuten, dann gilt auch der Umkehrschluss: Die Einhaltung gesunder Grenzen bedeuten dann Friede, Gelassenheit,  Ausgeglichenheit und Geborgenheit.

Wenn ich meinen dreijährigen Sohn abends ins Bett bringe, dann baut er sich immer aus seinen Kuscheltieren und Decken einen Raum der Geborgenheit und Begrenzung. Er legt die vielen Tiere ganz eng um sich herum, so kann er ganz geborgen und friedlich einschlafen.

Um meine gesunden Grenzen, meine Mitte zu finden, muss ich oftmals an meine Grenzen gehen, um die Grenzen überhaupt zu spüren. Wurden die Grenzen in meiner Kindheit zu eng gesetzt, darf ich sie ganz bewusst erweitern und überschreiten. Wenn Menschen grenzenlos aufgewachsen sind, muss ganz neu gelernt werden, was es bedeutet mit Begrenzungen zu leben.

Wenn ich hier für mich immer wieder die richtige Balance finde, zwischen Hingabe und Rückzug, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Bei-mir-Bleiben und Gemeinschaft erleben, dann breitet sich nicht nur Ruhe und Frieden aus. Dann bekomme ich auch ein Gespür dafür, wann es dran ist ganz bewusst einen Grenzstein in meiner Entwicklung zu überschreiten, um den nächsten Schritt auf meinem Weg mit Gott und meinen Mitmenschen zu gehen. 

                                         von Daniel Schard, Pastor in der  Evang. methodistischen Kirche München

Anmerkung: 

Den Beitrag "Grenzen - Positionen" finde ich deshalb so prima, weil er auf die Wichtigkeit der Beachtung der Grenzen - sowohl der eigenen (im Spüren), als auch derjenigen des Gegenübers (im Wahrnehmen und auch Einfühlen) - eingängig und verständlich hinweist.

Für mich sind Grenzen Orte der Begegnung.
Grenzen sind spürbar und sie wollen beachtet werden - bewusst. Muss nicht unbedingt heißen, dass sie auch eingehalten werden müssen. Denn der Entscheider bin immer ICH. Das Spüren ist eine Entscheidungshilfe.
Das bewusste Überschreiten der eigenen Grenzen und Begrenztheit heißt für mich Weiter-Entwicklung, also auch das Mich-einlassen auf dich oder das Mir-bis-jetzt-noch-Unbekannte, vielleicht auch Ängstigende - und das in "eigener Verantwortung", weil mir ja die Grenzen (hoffentlich) bewusst sind.

Die Haut ist eine wunderbare Grenze.
Die beschriebene Übungssituation - bis hierher und nicht weiter - kenne ich auch. Mir war sie eine wertvolle Hilfe, überhaupt erst mal zu merken, dass Abstand und Nähe für mein Wohlbefinden wichtig sind und ich selbst dafür sorgen kann.
Schmunzelnd erinnere ich mich daran, als ich die Haltung in der Zen-Meditation, den Lotus-Sitz, lernte. Ich wollte ihn lernen, aber ich wollte auch die Schmerzen, die sich nach kurzer Zeit wegen der noch ungeübten und ungewohnten Haltung einstellten, nicht ewig aushalten. Ich traf mit mir also eine Vereinbarung: Wenn ich merke, dass ich nicht mehr kann / will (meine Schmerzgrenze!), dann mache ich noch 5 Atemzüge und dann verändere ich meine Haltung.
Beim Meditieren bin ich also in dieser Zeit ständig über meine Grenzen gegangen, weil ICH es wollte - und zwar gerade so viel, dass es für mich noch gut war. Das war einerseits erträglich und andererseits habe ich den Lotussitz so in ganz kurzer Zeit gelernt. Bewusst und achtsam.

Ja, ich bin sehr froh, herausgefunden zu haben, dass ich Grenzen habe und sie für mich wichtige Markierungen und Orientierungen sind, mein Lebensschifflein besser und bewusster steuern zu können, so, wie es für mich im jeweiligen Augenblick eben stimmt / besser ist.

Abschließend nochmals ein besonderes "Dankeschön!" an den Verfasser, der durch seine Zustimmung die Veröffentlichung seines Beitrages an dieser Stelle ermöglicht hat.

 

 

 Zt1

Grenzen sind Orte der Begegnung.   Sie verlangen:

Eigene Klarheit und Überblick,
Achtsamkeit und Respekt vor sich selbst und anderen/anderem,
das Beachten und Wichtignehmen des eigenen Spürens,
das Bewusstsein: "Ich entscheide für mich, niemand sonst!
Dafür trage ich auch die Verantwortung, 
auch für (belastende) Folgen und Wirkungen."
das Bewusstsein: "Du entscheidest für dich, niemand sonst!"
die Bereitschaft: "Verständlich, freundlich und verbindlich 
ja, nein oder anders zu sagen, zu erklären und zu handeln." 

 

 

Grenzen  2 

für Alltag, Eltern, Kinder und Erziehung


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  M. überlegt, ob nicht Grenzen unnatürlich wären, innere und auch äußere Grenzen, Grenzen zwischen den Menschen. Dass Kindern gegenüber Grenzen zu verlangen doch ein Eingriff in deren Freiheitsrecht und ihr Bedürfnis nach Entfaltung wäre. -  "Welche Einstellung hast du da dazu?", fragt er.

Antwort:  Ich habe deine Zeilen zu Grenzen gelesen und achte und wertschätze deine Sicht mit dem Zusatz: "So siehst du es und so ist es für dich momentan richtig!" 

Für mich sind Grenzen Orte der Begegnung. Die natürlichste Grenze ist die Haut. Die weitere Grenze ist der momentan notwendige Abstand bzw. die mögliche Nähe. Notwendig und möglich sind "zu spüren". Wenn ich sie nicht beachte, kann es sein, dass ich zwar irgendwelchen äußeren Vorgaben folge, mich aber letztlich dabei unwohl und angespannt fühle, mir selbst also Schaden zufüge.

Auch Kinder haben Grenzen und brauchen Grenzen. 
Kinder möchten das machen dürfen, wozu der Impuls sie antreibt. Eltern können ihre Bedürfnisse dazustellen, wenn sie Gehör finden. Auch eine Einigung auf Lösungen, die dann für beide Seiten akzeptabel sind (win-win-Situation), kann im Wege der Verhandlung versucht werden. 
Doch letztlich werden die Eltern nicht daran vorbei kommen, klar und eindeutig zu entscheiden, weil sie nämlich die Verantwortung haben.

Sind die Kinder erwachsen und eigenverantwortlich, dürfen die Eltern lernen, die "andere" Entscheidung der früheren Kinder zu achten und zu LASSEN, sich also nicht besserwisserisch einzumischen, wenn sie nicht gefragt sind. Auch, wenn das oft eine große Herausforderung ist. :-)

So sehe ICH es FÜR MICH. 

Ich halte es für unendlich wichtig, dass sich jeder SEINE Meinung bildet, danach auch sein eigenes Handeln ausrichtet und dann auch für Folgen und Wirkungen selbst die Verantwortung übernimmt. Es sind nicht die anderen oder die Verhältnisse!

Einen Austausch der verschiedenen Sichtweisen / Meinungen halte ich für befruchtend und sehr wichtig, weil sich so jeder anregen lassen kann, das Eigene zu überprüfen / zu ergänzen, wenn er selbst das für sich so will (maßgebend also nicht z.B. die Fremdbestimmung irgendwelcher Vorgaben oder von was auch immer).

Wie heißt es so treffend? "Jeder hat den eigenen Richter in SEINER Brust!" (sein eigenes Spüren / Intuition / Innere Stimme!) Dem darf, aber dem muss nicht gefolgt werden. Die Entscheidung trifft jeder für sich - bewusst - und hat dann auch Folgen und Wirkungen selbst zu tragen. 

Noch etwas: Wenn ich von Grenzen spreche, denke ich auch gerne an meinen Garten.
Ich freue mich über die Blumenpracht, die sich in der Sonne räkelnde Katze, die Vielfalt der Vögel und das leise Plätschern des Teichwassers. Vor einigen Jahren hatte ich noch keinen Zaun. Da jagten nicht nur die Hunde meine Katze, sondern auch Kinder tollten durch meine Blumenbeete. Da hatte ich wenig Freude an diesem Fleckchen Erde. Heute habe ich, Gott sei Dank, einen niedrigen Zaun. So kann jeder erkennen, wo die öffentliche Fläche endet und mein Grundstück beginnt. Heute kann ich den kurzen Plausch über den Zaun mit meiner Nachbarin genießen und ich kann hinausgehen, aber auch mein Gartentürchen öffnen und andere zu mir hereinbitten - wenn ICH das möchte. - Weil ich meine Grundstücksgrenze sichtbar gemacht habe und Nachbarn und Passanten diese Grenze auch erkennen und achten können.

 

Zt2  

ES GIBT KEINE GRENZEN
Außer denjenigen,
die ICH
IN MIR
FÜR MICH
einrichte! 

 

 

 

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 Einfügung; Fehler od. andere Sichtweisen?

           
Fehler kritisieren           
oder eher das Schöne           
suchen und anerkennen?           


Positiv Denken!           

”Fehler” sind dann wertvoll,
wenn ich selbst daraus lernen will,
nicht jedoch dann, wenn andere sie
zu instrumentalisieren versuchen.

Mit 'Fehler' behaupte ich auf der Beziehungsebene,
dass bei dir etwas fehlt. Wieso eigentlich?
Du siehst / machst es so.
Ich nehme dazu Stellung: "Vieles von dir habe ich auch, sehe ich auch so,
doch bei mir gibt es auch ein paar Abweichungen, nämlich …."
Plötzlich stehen zwei verschiedene Sichtweisen gleichberechtigt nebeneinander. - 
Zwei verschieden denkende, erlebende, handelnde Menschen.
So macht es Spaß.

Indem einer 'beim' anderen Fehler oder Defizite sucht, wertet er den anderen insofern ab,
geht hinüber zum du, dringt in sein höchst-persönliches Hoheitsgebiet ein
und behauptet (vielleicht auch nur innerlich, also ohne es auszusprechen):
"So, wie du gerade bist, bist du verkehrt!"

Das ist eine Grenzverletzung, Respektlosigkeit, Rechthaberei und Besserwisserei.
Dem anderen soll damit 'Zwang' (Gewalt) angetan, er soll bevormundet werden.
 Das fördert Unfrieden und Streit.

Wie wäre es, bevorzugt das immer auch vorhandene Schöne zu beachten und anzuerkennen?

von Fehler,Zt2  auch an  > Anders > Gewalt > Gleichberechtigt > Grenzen > Ich will > Kritik > Lernen > Loben und anerkennen > Mensch > Partnerschaft(7-Besserwisser, Rechthaber) > Respekt > Sichtweisen > Streit > Verschieden  (12.16)  
 

 --------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Kinder &  Erwachsene > Wer entscheidet letztlich?

           

Kinder           

&               

Eltern           


Wer entscheidet            

letztlich?           

 Kinder entscheiden, wie jeder andere, IMMER für sich SELBST.

Eltern können natürlich um etwas bitten oder etwas verlangen. Und dann geht es wohl
ums konsequente Durchsetzen, auch wenn das vorübergehend unfriedlich erscheint.

Kinder brauchen auch SELBST MITBESTIMMTE (Familien-)Regeln und Grenzen.

Wenn sie diese dann nicht einhalten wollen, müssen sie (spürbar!) die Folgen und Wirkungen
der gemeinsamen Absprachen (Vereinbarungen) tragen

Kinder brauchen auch eigene Erfahrungen, gute genauso, wie schmerzliche (schlechte).
Und authentisch lebende und handelnde VORBILDER (z.B. Vater, Mutter, Umfeld usw.).

ANTWORT AUF EINE ZUSCHRIFT dazu: "... du sagst, dass es schwer sei. Einerseits entscheiden die Kinder für sich und andererseits müssen Erwachsene durchgreifen und Grenzen setzen. Ja, das ist schwer, aber genau darum geht’s! Familienregeln und Grenzen. Auch dann entscheiden Kinder selbst. Doch sie müssen Folgen und Wirkungen spüren und tragen, wenn sie die Abmachungen missachten. - Gerade da brauchen die Kinder aber auch viel Zuwendung und Aufgefangen-werden durch die beteiligten Erwachsenen - und das verständnisvolle Erklären der Zusammenhänge (auch Verhandlungsbereitschaft für Verbesserungen)!"
    Bearbeitungsvermerk/e   von KinderZt4/1     auch an (+Hinweise)  > Authentisch > Bedürfnisse >
Beziehung > Bitte > Eigen-Kompetenz/-VerantwortungEltern > Entscheiden  > Familienkonferenz > Grenzen 
     > Konsens(Syst.Konsensieren)  > Miteinander > Regeln >
 Respekt > Selbst > vereinbaren > Vorbilder > Ziele       (12.17)

 --------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

weiter >>                

 

ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
A&L erl.

______________________________________________________________________________________________________________________

Juli 10(1), April11(2+Zt1) , Juli 11(Zt2)
 

siehe auch:   alle Hinweise auf >> Seite2
 

 

siehe auch:

Das gefangene Herz (verschiedene Geschichten)     Eltern    Ermutigung      Erziehen       Fehler      Kinder(Grenzen)    Kommunikation      Meinung(Position)     Roter Faden4(1-9)     Schule      Sichtweisen   Spüren   Zeit     Was tun1   

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

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Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Helfer (28)     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Wilde Blumen (Ver-Spannungen)

 

  

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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