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Grenzen 2 

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  •   Grenzen (3)  -  Klarheit und 
                           besseres Kennen-lernen   (Was tun?)  

  •   Grenzen (4)  -  erkennen und achten
                           (Hilfsbereitschaft?) - ein Lernschritt -

 

 

Bild2/1

                                                                                          Unbekannt
von  Grenzen,Bild2/1 nur Text  auch an Möglichkeiten2  (12.16)   Einfügung: Grenzen      

 

 

Grenzen  3 

 Klarheit und besseres Kennen-lernen


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  V. erzählt: "Ich lebe mit einem Partner zusammen und habe nun vor ein paar Tagen mitbekommen, dass dieser, trotz Passwort, meine Computerinhalte (z.B. Mails) mitliest. Das ist für mich nicht nur Vertrauensmissbrauch, sondern auch Einbruch. Ich bin so enttäuscht, dass ich mit dem Gedanken spiele, mich zu trennen. 
Ich meine, ihm nun nicht mehr vertrauen zu können. - Wie ist da deine Meinung?"
  

Antwort:   Ich entnehme deiner Mail, dass du im Moment einen für dich dramatischen Schock durchleidest: Vertrauensbruch, Verletzung deiner Grenzen, vielleicht auch Unzuverlässigkeit und Nichteinhaltung von Absprachen. Du spürst, dass es so nicht weitergehen kann, sonst würdest du dich nicht mehr wohl fühlen. Momentan ist es also schlimm!
 
Doch lass uns zunächst mal ein bisschen sortieren, um mehr Klarheit in das Ganze zu bringen:
 
Über allem steht FÜR MICH: Nichts ist selbstverständlich!
Also, wenn ich etwas nicht klar und unmissverständlich vereinbart habe, vielleicht sogar schriftlich (spielerisch und im Guten), dann ist es NICHT vereinbart. Kommt es dann zu Grenzverletzungen, wie bei dir das Mitlesen deines Computerschriftverkehrs durch deinen Partner, dann ist für mich die erste Frage: "Sind MEINE Grenzen / Bedürfnisse meinem Partner bekannt (wie hat er sie bisher verstanden?) und ist er bereit sich daran zu halten?"
 
Habe ICH mir auch klar gemacht, welche Konsequenzen ICH ziehen würde, wenn meine Grenzen verletzt werden würden (abgestuft: Gespräch - erneute Erinnerung / vielleicht sogar gegenseitig schriftlich + über mögliche Konsequenzen informieren  - Konsequenzen)?
 
Natürlich nehmen wir an bzw. unterstellen, dass auch der Partner sich an die Gepflogenheiten hält, die für einen selbst ganz natürlich sind. Dem ist aber NICHT so. 
Der Andere ist ein anderer Mensch.
Da hilft das offene Gespräch, einerseits zu erzählen, wie es für mich ist und dann auch zu fragen, wie es für das Gegenüber ist. Und im Zweifel immer weiter fragen, bis Klarheit da ist. 
Wie bin / denke / handle ich - und wie ist / denkt / handelt das Gegenüber (nebenbei auch eine spannende Entdeckungsreise ins genauere Kennenlernen)?

Die Chance, die ich in dem momentanen Drama sehe, heißt für mich:  Mehr Klarheit.
 
Und - Klarheit kann auch freundlich und verbindlich sein. 
Nebenbei: Für mich sind Grenzen Orte der Begegnung. Sie wirken 'verbindend'.
 
Ich hoffe, dass dir meine Gedanken ein bisschen beim eigenen Sortieren nützlich sein können.

 

 

Grenzen 4 

 erkennen und achten (Hilfsbereitschaft?)

- ein Lernschritt - 


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation:  B. schreibt: "Ich möchte mich bei dir für hilfreiche Anregungen bedanken, die ich von dir gelesen habe.

S. schrieb: >>… wie andere Menschen in ihrem eigenen Gefängnis gefangen sind und eben selbst leiden!...<<
und du hast u.a. geantwortet:  >> … Jeder hat das Recht, den eigenen Aufenthaltsort selbst zu bestimmen. Kann sein, dass in diesem Menschen ein hohes Potential angelegt ist. Doch weißt du, wann, wie und in welcher Zeit ER bereit ist, es auch zu entfalten? Noch in diesem - oder erst im nächsten Leben? Hast du insofern einen Arbeitsauftrag?...<<

Das hat mich inspiriert und bestätigt, dass ich nicht jeden retten muss, den ich leiden sehe oder der eigene Schwierigkeiten heraufbeschwört. Ich kann eingreifen, wenn es für mich und die Situation stimmt, aber ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich es nicht tue - vielleicht sogar im Gegenteil. Danke dir nochmals!"
 

Antwort:  Ich freue mich, dass dir mein Text was gebracht hat.
 
Ein bewusster Lernschritt war bei mir der Besuch bei einer im Rollstuhl sitzenden, schwerstbehinderten Nachbarin, die sich kaum noch bewegen konnte. 

Ich habe sie besucht und wir saßen zusammen am Tisch. Da fiel ihr ein Taschentuch auf den Boden. Schon habe ich gezuckt, um (in Hilfsbereitschaft) ihr das Taschentuch aufzuheben.

Ein innerliches "Stopp! - Will sie das? - Vorher fragen!" ließ mich einhalten. Da habe ich erst mal gefragt: "E. darf ich dir helfen und das Taschentuch aufheben?"
 
Ich dachte, ich bekomme ein dankbares JA. Dem war aber nicht so.
 
E. antwortete ganz lässig: "Nein, nein, danke, das kann ich schon noch selbst!"
Dann bückte sie sich und fing in einem langwierigen und mühsamen Prozess ihr Taschentuch wieder ein. Anschließend lehnte sie sich "zufrieden" zurück.
 
Puhh, war ich froh und glücklich, dass ich gefragt und ihr nicht ihre eigenen Möglichkeiten weggenommen habe.
  

Es ist manchmal ganz schön schwierig, die Grenzen - drüben und herüben - zu erkennen und zu beachten!
Doch wenn es dann wieder mal gelungen ist, ist die Freude darüber um so intensiver. 

Oder?  :-)

 

A&L erl.

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März 12(3), Juli 13(4), Aug.19(Bild2/1)
  

siehe auch:    alle Hinweise auf  << Seite 1 
  

 

siehe auch:

Kennen-lernen       Klarheit     Roter Faden4(1-9)     Sehnsucht     Was tun1  

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Anfang     Aufmerksamkeit     Bewusster3-und mehr im Gleichgewicht/Sammlung/Im Einzelnen     Haltung      Zauberbogen (Grund-Entspannung?)
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Helfer (28)     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Wilde Blumen (Ver-Spannungen)

 

  

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