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Interpretationen

 

 

 Interpretationen  1

Behauptungen und Beschuldigungen

 

Hans und Inge sitzen am Tisch. Inge ist vor kurzem aus dem Geschäft gekommen. Hans hat gekocht und den Tisch gedeckt.  

Interpretationsmöglichkeiten

Als wir uns dann später in einer Kleingruppe zu den Möglichkeiten und Gefahren, die in einem Gespräch stecken, unterhalten haben, fanden wir heraus: 

Miteinander reden (von Mensch zu Mensch!) bedeutet immer:

 

Ich teile dir etwas   von mir   mit ! 

 

Von meinen Sichtweisen, Erfahrungen, Erlebnissen, Bedürfnissen und Eindrücken,
meinen Sehnsüchten, Vorstellungen, Gefühlen und Hoffnungen usw. 

 

Hilfreich ist es, das dann auch zu bedenken und möglichst direkt so auszudrücken (z.B. statt: "Du kannst doch Salz auf den Tisch stellen!"  gleich das  eigene  Bedürfnis direkt zu formulieren mit  "Könnte  ich  bitte Salz bekommen?" oder "Ich  hätte gerne Salz - sagst du mir bitte, wo ich es finden kann?" ) 

Das hilft, Missstimmungen und Missverständnisse zu vermeiden!

 

Auch eine Du-Formulierung  sagt nur etwas  von mir  !

z.B. "Du gemeiner Kerl!" bedeutet nichts anders als  "Ich  erlebe dich und dein Handeln als gemein,  ich  bin enttäuscht! -  Ich  hätte mir eine andere Reaktion gewünscht ? - (Nämlich welche?  - Jetzt kann hinter dieser Du-Beschuldigung oder Du-Forderung das  Ich-Bedürfnis  auftauchen und verständlich gemacht werden.) 

Du-Formulierungen  wie "Du hast .., du bist .., du musst.., du kannst doch... usw." sind gefährlich, weil sie vom  Du,  je nach innerer Verfassung (+ Erkenntnis +  bewusstem Damit-umgehen-können) allzu leicht als  persönlich gemeinter Angriff  mit Verletzungsabsicht verstanden werden.

Das  Gegenüber  stellt bei der inneren Interpretation dann (in der Regel unbewusst) die Frage: Was willst du mir  von mir  oder  über mich  sagen?    statt 

 

Was willst du mir  von dir  und  über dich  sagen ?

 

Interessant sind auch Komplimente und Lob. 

Wer nimmt nicht mit großem Wohlbehagen den Text "Du Hans bist wunderbar!" an? -
Doch - in der Regel passiert auch hier eine Fehl-Interpretation. Meist lautet die innere Frage: "Was willst du (Inge) mir  von mir  oder  über mich  sagen?" Da die Antwort angenehm ist, wird sie so genommen, ohne lange darüber nachzudenken. Gleichzeitig entsteht der innere Eindruck "Ich bin der größte Hecht aller Zeiten und  alle  sehen es so!"

 

Wird dagegen die innere Frage: 

"Was willst du (Inge) mir  von dir  und  über dich  sagen?" gestellt, so wird schnell die  eigentliche  Botschaft des Absenders (Inge) erkennbar und deutlich, nämlich: "Ich  (Inge) finde dich (Hans) wunderbar!  Ich  erlebe dich so, wenn  ich  dich sehe, höre, spüre, deine Ansichten kennen lerne und bedenke usw. usw." Es ist also etwas ganz Höchst-persönliches von Inge an Hans. Ein Arbeitskollege oder ein anderer kann Hans unmöglich, mittelmäßig oder auch unsympathisch finden. 

 

Jede Botschaft eines Mitmenschen sagt nur etwas  über ihn  in der jeweils gemeinten Beziehung aus (hier: von Inge in der Beziehung zu Hans) . 

Sie ist nie allgemeingültig! - Letztlich entscheidend ist, wie Hans  sich selbst  findet, erlebt und spürt - in Beziehung - nach Innen und nach Außen.

 

 

Fehl-Interpretationen sind 'menschlich' und passieren. - Wer macht keine Fehler? 

Wichtig ist nur, um solche möglichen Quellen von Missverständnissen, Ärger, Streit und letztlich Zerstörung zu wissen und gemeinsame Lösungs-Strategien zu kennen (z.B. in einer Partnerschaft oder Gesprächsrunde 'Streit - kreativ' oder 'Konflikt-Ritual'). 

Dann können die sich bietenden Chancen gemeinsamer Weiterentwicklung sichtbar und für die Zukunft nutzbar gemacht werden.  Das fördert und vertieft das Miteinander !

 

Außerdem ist natürlich das sorgfältige und 'bewusste' Umgehen mit den  eigenen Ausdrucksmöglichkeiten wichtig,  insbesondere mit Sprache und ihren Worten - und das Bedenken der gewünschten Wirkungen.

 

Sehr hilfreich kann es sein, zu einer Rede des Du innerlich den Zusatz

 

So ist es  für dich

 

hinzuzufügen. (Laut könnte es schon wieder, obwohl natürlich zutreffend, provozierend wirken. Dieses Risiko muss nicht sein!) - Das löst das bewusste Sich-vergegenwärtigen aus: "So ist es in deiner Welt - und die ist von mir und meiner Welt verschieden. Ganz klar - und völlig in Ordnung!"

Eine Frage, wie sie Inge (zum Salz auf dem Tisch) gestellt hat, kann dann - ganz selbstverständlich - mit einer Gegenfrage in Motiv und Anliegen geklärt werden:

 

Wie / was - meinst / möchtest - du  für dich  -  jetzt genau ?

 

 

Das geht natürlich nur, wenn  beide  an einer guten und möglichst klaren Kommunikation interessiert sind. 

Eine ganze Menge von Missverständnissen und sinnlosen Streitereien mit gegenseitigen Beschuldigungen und Verletzungen lassen sich so vermeiden.

  

 

 

Zt1            
Unbequeme            
Herausforderungen           

Schöne - und zweifellos unbequeme Herausforderung ist es,
die  eigenen  Möglichkeiten zu mehren und 
Vielfalt und  eigene  Fähigkeiten weiter zu entwickeln,
um  selbst mit dem Eigenen und in 'dieser' Realität 
immer besser
für sich  und  im Kontakt mit anderen leben zu lernen !
Das führt weiter!  Für  alle ! 
Friedlich, kreativ, un-ruhig, miteinander!

von Interpretationen,Zt1  auch an  > Eigen > Entwickeln > Friedlich > Leben > Lernen > Missverständnisse > Miteinander > Möglichkeiten > Realität > Spüren  (...),
Einfügung: Herausforderungen > unbequeme

 

 

 

 X X X X X

Einfügung: Bedürfnisse? Fragen u. .Zweifel

         
.Eigene Bedürfnisse?           

.Fragen an sich selbst!            

 

.Zweifel           

 Fragen an sich selbst helfen, eigene Bedürfnisse .aufzuspüren.
z.B. "Was
.bräuchte ich gerade, was würde ich mir jetzt .wünschen,
um mich wieder (oder sogar noch mehr)
.wohl zu fühlen?"
Und wenn sich mehrere .
Impulse melden:
z.B. "Zu was neige ich jetzt
.eher? Was wäre mir gerade .lieber?"

Also nicht nur Empathie und gespürte Verbindungen zu / Anteilnahme und Hilfe von anderen (auch von Ärzten!),
sondern “auch” gelebte
Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.
Denn, wenn ICH nicht SELBST und BEI MIR konkret etwas verändere/verbessere, dann wird sich auch nichts verändern!

 von Bedürfnisse,Zt3/1  auch an  > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > Empathie > Fragen > .Ich will(Wünsche/.wollen/.brauchen) > .Interpretationen > Verändern/verbessern > .Wohlfühlen   (04.17)
  

X X X X X

 

 

  

 

ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

______________________________________________________________________________________________________________________

April 06(1,Zt1)-W,Juni12, Apr.20(Zt1)
  

 

siehe auch:

Gespräche     Kommunikation     Konflikt-Ritual     Missverständnisse    Roter Faden4(1-9)     Schuld

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Anfang     Aufmerksamkeit     Behaupten (B-Fugru)     Beschuldigen     Bewusster3-und mehr im Gleichgewicht / Sammlung/Im Einzelnen     Dialog und Partnerschaft     Haltung     Missverständnisse     Miteinander reden     Streit      Zauberbogen (Grund-Entspannung?)    Zuhören
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Gespräch u. Missverständnisse     Helfer (28)     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Wilde Blumen (Ver-Spannungen)

 

 

 

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