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Kinder4

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 Bild5

 

                                                                             Unbekannt

 

 

 

Zt4/1           
Kinder & Eltern:           
Wer entscheidet letztlich?           

 Kinder entscheiden, wie jeder andere, immer für sich SELBST.
Aber Eltern können natürlich um etwas bitten oder etwas verlangen.
Und dann geht es nach meiner Überzeugung um konsequentes Durchsetzen,
auch wenn das vorübergehend unfriedlich erscheint.
Kinder brauchen selbst mitbestimmte (Familien-)Regeln und Grenzen.
Wenn sie die dann nicht einhalten wollen,
müssen sie die Folgen und Wirkungen tragen (spürbar!).
Und Kinder brauchen eigene Erfahrungen,
gute genauso, wie schlechte (schmerzliche).

 

 

 

Kinder 9

 und "Haben wollen!"

 
Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  R. berichtet: "Ich habe zwei kleine Kinder, einen 2 1/2-jährigen Sohn und eine Tochter mit 8 Monaten. Mein Sohn hat z.Zt. die Phase des 'Haben wollens'. Sieht er, dass meine kleine Tochter etwas hat, was er brauchen könnte, so reißt er es ihr weg, mit dem Kommentar: 'Ich haben!' Das möchte ich aber nicht. Wie kann ich die Situation friedlich auflösen? Was meinst du dazu?"

Antwort:   Ich verstehe deine Not.
 
Einen Versuch (über einen etwas längeren Zeitraum!) ist es wohl wert:
 
Wenn wieder so eine Aktion deines Sohnes passiert, schau ihn “liebevoll und entspannt” an und
sag z.B.: JA, das möchtest du jetzt auch haben, das verstehe ich. Aber dies da gehört deine Schwester.
Sollte er es ihr weggerissen haben, nimm es bitte behutsam an dich und gib es wieder zurück.
 
Und dann geh zusammen mit deinem Sohn auf die Suche, was ihm UND dir jetzt AUCH noch Freude machen könnte
(z.B. je eine Kugel Eis). – Und vergesst euer gemeinsames Lachen nicht!

Für die Fähigkeit, in solcher Situation “liebevoll und entspannt (und damit natürlich auch kreativ)” zu sein / bleiben, kannst im Moment NUR DU sorgen (z.B. >
Quellen + Ziel-Sätze). Ein Einstieg wäre auch dein Hinweis, wie gerne du ihn hast und welche Bereicherung er im allgemeinen doch für dein Leben ist.

 

 

 Kinder 10

 Vom NEIN zum JA! - Geht das? - Probieren!

 

 Nein, nein, Nein,
das will ich nicht:
So nicht!
Da sage ich NEIN!

JA?

Wie will ich es denn?
Und was will ich genau?
Ginge das?
Würde mir das jetzt auch
Freude machen und gut tun?
Was sagen die anderen?

Also - was will ich - JETZT?

Und wie soll das nun gehen?

 

 

Kinder 11

 Andere machen es ganz anders! - So will ich es nicht!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  L. berichtet: "Ich habe meinen Sohn zur Betreuung kostenpflichtig bei meinen Schwiegereltern untergebracht. Er muss sich dort nach deren Vorgaben richten, ob ihm das angenehm ist oder nicht. Da heißt es z.B. "Händewaschen vor dem Mittagessen!" Wenn mein Sohn das gerade nicht will, wird er auf sein Zimmer geschickt und bekommt kein Essen. In dieser Richtung gibt es viele Beispiele. - Immer ist es Anordnung und mein Sohn hat sich zu fügen. Das finde ich gar nicht gut.
Bei mir darf mein Sohn über das, was er tun oder auch nicht tun will selbst entscheiden. Für mich ist die einseitige Anordnung Gewalt und ich möchte nicht, dass mein Sohn dieser ausgesetzt ist.
Andererseits ist die Unterbringung bei meinen Schwiegereltern, fast möchte ich sagen alternativlos, weil sie meinen Sohn auch zu wechselnden Zeiten betreuen, wenn ich also aus den verschiedensten Gründen verhindert bin. Ich habe schon versucht ihnen meine Gedanken zu erklären, ihnen entsprechende Kurse bezahlt und sogar einen Fachmann empfohlen. Sie hören sich das alles an, machen es aber letztlich dann doch so, wie sie es wollen, ich aber nicht. Was meinst jetzt du dazu?"
 

Antwort:  Ich lese deine Zeilen und kann deine Sorgen gut nachvollziehen - auch wenn ich eine
andere Meinung habe.

1. Du hast das besondere Glück, Schwiegereltern zu haben, die sich fürsorglich um deinen Sohn kümmern,
    auch zu schwankenden Zeiten. 

2. Sie haben sich sogar teilweise auf deine Anregungen eingelassen, trotzdem ihre eigenen Regeln
    festgelegt, die sie auch vertreten.

3. Du vertrittst DEINE Sicht und bist bemüht, deinen Sohn vor allem, was nicht DEINER Sicht entspricht
    zu schützen.

4. Du überschreitest dazu sogar alle Grenzen (von dir und auch von deinen Schwiegereltern) und versuchst
    deine Schwiegereltern mit allen Mitteln, die dir einfallen, in deinem Sinne zu beeinflussen und zu bevormunden
    bzw. fremd zu bestimmen.

5. Das gelingt allerdings nicht.
    Deine Schwiegereltern haben IHR Familienkonzept und IHRE Regeln und stehen dazu,
    dass auch dein Sohn, wenn er bei ihnen ist, sich an diese Regeln halten muss.

6. Du beurteilst diese Situation als negativ für dich und deinen Sohn.
    Dementsprechend plagen dich (spürst du) zunehmend ungute Gefühle.

 
7. Dazu nun MEINE Meinung:

   a) Derzeit versucht dein Sohn die Grenzen bei deinen Schwiegereltern auszuloten und beißt dabei auf Granit,
       was er nicht gewöhnt ist. Dabei ist er sich der Rückendeckung durch seine Mutter sicher.

   b) Dein Sohn hat bei deinen Schwiegereltern die riesengroße Chance, in einer liebevollen Umgebung
        zu lernen, dass es in der eigenen Familie bestimmte Regeln gibt (geben sollte / Familien-Regeln)
        und in der Außenwelt (z.B. bei den Schwiegereltern, in der Schule, später auch in der Arbeit usw.)
        wieder andere Regeln.
        Es ist eine Bereicherung diese verschiedenen Regeln zu lernen und zu können.

    c)  Dein Sohn kann so auch erfahren, dass es immer gleichzeitig verschiedene Bedürfnisse gibt,
         die eigenen und die der anderen Beteiligten.
         Und alle sind gleichwertig, also gleich-berechtigt, gleich-richtig und gleich-wichtig.

     d) So darf er auch lernen, dass er immer und in jeder Situation SELBST entscheidet, was für
          ihn jetzt gerade gut und richtig ist (Eigen-Kompetenz) und dass er dann auch immer die
          Eigen-Verantwortung für Folgen und Wirkungen seines Verhaltens für sich selbst, die anderen
          und die Situation bedenken sollte und übernehmen muss.
          Wer Rechte hat, hat immer auch Pflichten!

 
Ich an deiner Stelle würde das dem Sohn erklären und zudem deine Schwiegereltern z.B. zu einem gemeinsamen Essen einladen, ihnen einen Strauß Blumen, ein "Danke schön!" und ein herzliches (und erleichtertes) Lächeln schenken.

Nach einiger Zeit kannst du dann ja auch überprüfen, was sich wie verändert bzw. verbessert hat.
Sehr hilfreich ist es da, ein Tagebuch zu führen, in dem du die Entwicklungsschritte (für dich und
deinen Sohn) immer wieder nachlesen und bedenken kannst.

 

 

 Kinder 12

 Lernen braucht eigene Erfahrungen. Fragen helfen!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:    S. berichtet:  "Meine Tochter ist nicht dumm - im Gegenteil. Aber wenn es ums wirkliche 'Lernen' z.B. von Vokabeln in Fremdsprachen geht, dann setzt sie sich zwar hin, doch das was hinterher rauskommt ist meist 'fast nichts'. Obwohl ich ihr immer wieder erkläre, wie wichtig lernen für einen späteren guten Beruf wäre. Was tun? Ich kann ja nicht für sie lernen. Was meinst du? - Da wäre ich sehr gespannt!"
 

Antwort:   Dieses Phänomen kenne ich auch aus meiner Schulzeit. Ich habe dann halt zum Fenster raus und den Vögeln zugeschaut. Die Ergebnisse waren entsprechend.

Doch zu deinem Problem. Folgende Gedanken gehen mir dazu durch den Kopf:

  • Kann es sein, dass deine Tochter sich langweilt, also unterfordert (hochbegabt) ist?
    Das ließe sich wohl in einem Gespräch mit der Schule herausfinden. (siehe auch hier: Text 8)
     

  • Kann es sein, dass  es deiner Tochter helfen würde, 'lernen zu lernen'?
    Entsprechende Lehrgänge werden sowohl in den Schulen, als auch anderweitig (z.B. VHS) angeboten.
    Ich meine, dass diese sowohl für die Kinder, als auch für ihre Eltern sehr hilfreich sein könnten.
    Wenn die Eltern dabei sind, lernen diese bestimmt viele neue Möglichkeiten - und für die Kinder ist so
    die Teilnahme sicherlich viel motivierender und interessanter. Doch auch wenn die Eltern alleine
    einen solchen Kurs belegen, ist das bestimmt sehr nützlich!
     

  • Und  schließlich:
    Kinder lernen durch eigene Erfahrungen. Durch "SELBER-machen"!
    Erklärungen der Eltern sind da wenig hilfreich. Sie gehen beim einen Ohr rein und beim anderen
    wieder raus, langweilen also eher und fordern nicht zum eigenen Mitmachen heraus.
    Wie könntest du  also das interessierte Mitmachen herausfordern / fördern?
    Ich meine, dass da Fragen von dir, in denen dann schon eine bestimmte Richtung angelegt ist,
    sehr nützlich sein könnten.
    Das ist bestimmt zeitaufwendiger, aber im Ergebnis sicherlich wirkungsvoller, letztlich also Zeit sparend!
    Auch für das Abfragen von Vokabeln. Allerdings verlangt dies von dir viel Fantasie, weil nicht das 
    einzelne Wort sondern zu jedem Wort eine Frage gestellt werden muss. z.B. Was sagt der Engländer,
    wenn er seine Ablehnung zu irgendeinem Inhalt ausdrücken möchte?  Mögliche Antwort:  No!
    Jeder Begriff wird so durchgearbeitet. Er wird interessanter und so im Gedächtnis verankert.

 

 

 

 Bild6

 

 

 

 X X X X X

  Einfügung:  Schule mit Freude (Spaß)!

 Zt2         

Eine Schule, die keinen Spaß macht,
ist eine spaßige Schule. 

 von  Schule(Zt2) auch an  > Freude (nicht:nur fun!)  > Kinder(12)  (02.17)  
 

X X X X X

 Einfügung. Selbst entdecken!

Zt1           
Selbst entdecken           
lassen / fördern!           

Man kann einen Menschen nichts lehren,
man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
                           
Galileo Galilei

 von Lernen,Zt1  auch an  > Kinder(12) > Lassen  > Selbst   (02.17) 
 

X X X X X

 

 

 

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung
(>) = unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerkt;  erl.= .  
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

_______________________________________________________________________________________________________________________

Dez.16(9), Dez.17(10), Apr.18(11), Aug.19(Bild5), Dez.19(Zt4/1), Aug.20(Bild6)
 

siehe auch:    alle Hinweise von  <<Seite1  +  <<Seite2  +  <<Seite3
  

 

siehe auch:

Anders     Bedürfnisse     Eigen-Kompetenz/-Verantwortung     Einigen     Entscheiden     Entwickeln     Fragen     Frieden     Gefühle(auch 'ungute')     Gewalt (Druck)     Gewaltfreie Kommunikation     Gleichberechtigt etc.     Ich will     Jetzt     Lernen     Nein     Probieren     Regeln     Roter Faden9(1-9)     Verhandeln     Was tun1

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Erweitern     Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')     
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Erkennen u. geniessen (Freude)     Joker 

 

    

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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