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Kummer 

 

 

 Bild1

 

                                                                               Angelika Wohlfarth

 

 

Kummer  1 

Kummer-Kasten 

 

"Mir liegt was auf der Seele!"
Hin und wieder ist dieser Ausspruch von anderen zu hören - und oft ist genau das auch selbst zu spüren.
Das kränkende Wort des Chefs, die überhebliche Geste des Menschen neben mir, ein Streit, ängstigende Vorstellungen, da ist etwas nicht so gelaufen, wie es eigentlich hätte laufen können oder sollen, belastende Ereignisse, da sind Fehler und Missverständnisse passiert, da ist ein mir nahe stehender Mensch gestorben oder hat sich von mir abgewendet, da merke ich ein dumpfes Gefühl von Sehnsucht, Angst, Unzufriedenheit oder Unsicherheit - usw. usw.
Die Seele? - Ein leuchtender, funkelnder, heller Spiegel meiner selbst. - Strahlend! - Und nun wird dieser Spiegel durch mehr oder minder große Flecken (Ereignisse) getrübt. - Ich strahle immer weniger. - Das spüre ich auch:
"Mir liegt was auf der Seele!"
Doch was kann ich tun, um wieder mehr zu strahlen, nicht nur äußerlich so zu tun, sondern von innen heraus es wirklich zu spüren - es zu sein?
 

Ich erkenne - und lerne dazu:

Innerlich vorhandener Kummer, der nicht nach Außen gebracht wird, sammelt und mehrt sich, füllt immer mehr das eigene Innere aus und macht so nach und nach alles immer dunkler und schwerer.

Vorhandene Freude, Helligkeit und Leichtigkeit werden zunehmend erdrückt. Das kann so weit gehen, dass sich tatsächlich anbietende Verbesserungsmöglichkeiten nicht mehr wahrgenommen werden und ein Gefühl von Gelähmt-sein, Ausgeliefert-sein oder Eingesperrt-sein entsteht. - Flucht bietet sich dann als scheinbar rettender Ausweg an. Sie bringt meist keine Lösung für den Kummer, erleichtert aber vielleicht "vorübergehend".

Kummer macht den inneren Raum eng, macht krank. - Deshalb ist es ungemein wichtig, für Erleichterung und Entlastung durch Heraus-bringen des Kummers von Innen nach Außen zu sorgen.

Das kann in vielerlei Weise geschehen, z.B. durch Bewegung und Anstrengung, durch gestaltendes Tun (malen, formen, Geschichten schreiben) usw. - Das sind Wege des Ausgleichs. - Dem Kummer oder der Belastung auf der einen Seite, wird auf der anderen Seite eine "Aktion" angeboten, deren Wirkung entlastend wirken soll und auflösend wirken "kann". Hintergründe und Zusammenhänge bleiben dabei meist ungeklärt.
 
Ein sehr chancenreicher Weg, Kummer loszuwerden und gleichzeitig zu klären, ist es, ihn zu BENENNEN, ihn, den Kummer, also mit den eigenen Worten zu beschreiben.
Das kann in Form eines Gesprächs mit einer vertrauten Person geschehen (verlangt einen Zuhörer, der in der Lage ist, sich auf diesen Kummer einzulassen, also vorübergehend das Eigene zurückzustellen, aufmerksam und zugewendet zuzuhören und Anteil zu nehmen, innerlich also mitzufühlen) - oder - in Form des AUFSCHREIBENS.
 

AUFSCHREIBEN - 

nur für sich selbst - um den inneren Spiegel der eigenen Seele wieder sauber zu kriegen, die entstandenen Flecken nach außen "auf das Papier" zu verlagern. So innerlich wieder frei zu werden und zusätzlich die belastenden Flecken äußerlich auf dem Papier betrachten und - wenn erwünscht - mit Distanz so viel leichter sortieren und klären zu können.

Dieses, was im Augenblick so sehr (be-) drückt hängt mit einem Hauptereignis und vielen, vielen kleinen Nebenerscheinungen zusammen.
Das kann man sich in der Entstehung so vorstellen: Innerlich ist eine Art Kummer-Kasten vorhanden, in den immer wieder kleine Merkzettel über Ärgernisse und kleinere und größere ungute Zwischenfälle gesammelt werden. -
Kommt nun ein gewichtiger Streit, Ärger, eine große ungute Belastung oder auch in anderer Form intensiv Schmerz oder Kummer daher, ohne geklärt oder bereinigt zu werden, dann ballt sich das innerlich mit all den vorhandenen und dazu passenden Zetteln zu einem großen Klumpen zusammen. - Der drückt gewaltig. Das ist zu spüren.
Genau diesen Klumpen gilt es nun herauszuschreiben - ihn also auszudrücken, ihm Worte zu geben.
Das ist ein wichtiger erster Schritt zur positiven Bewältigung.
 

WIE HEISST DER KUMMER?

Der Kummer, die Belastung, die Kränkung - sie sind als sehr intensive Gefühle spürbar.
Als erstes kurz diesem Gefühl nachgehen - und ihm einen Namen oder eine kurze Beschreibung geben (z.B. Ich fühle mich bevormundet und deshalb verletzt, ich fühle mich zurückgestoßen und alleine gelassen und deshalb verletzt, ich fühle mich nicht ausreichend beachtet und genauso wichtig genommen wie die anderen und bin deshalb gekränkt, ich fühle mich traurig über eine Auseinandersetzung und das bedrückt mich usw.).
 

WIE IST SEIN INHALT?

Der Ablauf - wie es losgegangen ist, wie dann der Verlauf war (mit allem Drum und Dran), wie es dann ausgegangen oder abgebrochen ist.

Aufschreiben - ohne lange zu überlegen, so wie es kommt - in der Gegenwart und in der direkten Rede, wie wenn es jetzt in diesem Augenblick nochmals original geschehen würde, nur mit dem Unterschied, dass ICH jetzt (zusätzlich) alles sagen und ausdrücken darf, was mir dazu einfällt. - Ich darf toben, weinen, beschimpfen, meinem Ärger und meiner Wut Worte geben, auch die unfeinsten, darf bitten, fordern, meine Trauer und meine Angst zeigen, erklären, ergänzen, Vorwürfe machen, mich verteidigen - darf ALLES sagen, wirklich ALLES, was dazu hochkommt - direkt und unmittelbar.
Kunterbunt - so, wie es eben kommt - einsammeln und aufschreiben.
Auch alles an Gedanken, Eindrücken, Überlegungen dazu -  wie es ausschaut, wie es hätte sein können und wie es sein sollte und vielleicht werden kann.
Ist alles heraußen, was dazu innerlich da war, dann ist es mit Sicherheit bedeutend leichter.
 

WEITERMACHEN?

Jetzt bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, an den EIGENEN KUMMER "mit Abstand" und mit einem "größeren Überblick" - ich habe ihn ja VOR MIR ausgebreitet - heranzugehen, um zu klären, was da nun eigentlich Sache ist.
Dazu das Aufgeschriebene fragend sortieren und schließlich konkrete, eigene Schlussfolgerungen ziehen.
 

PROBLEME

Um welche Probleme geht es eigentlich im Einzelnen (herauspicken und aufschreiben)? -
Welches ist das Haupt-Problem?
 

PERSONEN / GEGEBENHEITEN

Welche Personen, Situationen oder Verhältnisse setzen mir arg zu? - Welche am ärgsten?
  

EIGENANTEIL - Jetzt

Was ist mein Anteil oder Beitrag dazu? Wie verhalte ich mich da?
 

WÜNSCHE / BEDÜRFNISSE / Vorstellungen

Was wünsche ich mir, wie würde ich es gerne haben (realistisch)?
 

EINGENINITIATIVE / Zukunft

Was kann und was will ich SELBST dazu tun, diesem "gewünschten Zustand" beim nächsten Mal oder in der Zukunft näher zu kommen?
Wie will ich das dann anpacken?
(Es wäre Zeit- und Energie-Verschwendung und würde sicherlich erneut ähnliche oder vielleicht sogar noch schlimmere Belastungen heraufbeschwören, würde ich mich nun dazu entschließen, anderen Vorwürfe zu machen - oder von ihnen zu erwarten [ausgesprochen oder unausgesprochen], sie sollten SICH gefälligst so benehmen und verhalten, wie ich eben meine, dass es besser und richtiger wäre.)
 

>

WAS .WILL ICH VON MIR AUS SELBST UND GERNE .ANBIETEN?

- mir selbst - dem .Partner - den .Mit-Menschen - der .Situation - den .Verhältnissen -
- damit es sich immer MEHR in die .Richtung .entwickelt, wie ICH es MIR .wünsche?
 

.ERFOLGS-KONTROLLE

Indem ich das nun tue, wozu ich mich .entschlossen habe, kann ich die .WIRKUNGEN .beobachten (spüren!). 
Entwickelt es sich so, wie ich mir das .vorgestellt habe?
Bin ich mit dem sich einstellenden .Erfolg .zufrieden?
Wenn "noch nicht so ganz" (oder auch überhaupt nicht), dann kann ich ständig und immer wieder den Faden erneut aufnehmen und MIR FÜR MICH .NEUES
überlegen und mich neu .entscheiden.

 

Es geht darum,
der .Verwirklichung
der EIGENEN
ANLIEGEN
durch eigenes (neues) .Tun
.näher zu kommen,
auf sie .zuzugehen!

 >Ausschnitt von Kummer(1)  auch an: > Bedürfnisse(Wünsche) > Bewusst > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > Entwickeln > Erkenntnis(Erfolgskontrolle)> Machen(anbieten) > Inhalte > Richtung > Selbst > Tun > Vorsätze > Wirkungen > Zwischenbilanz(Standort)  (04.17)   Einfügung: Kummer, SELBST tun UND Erfolgskontrolle!   erl

 

 

Kummer 2

 Ermutigung


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  H. berichtet sein Leid und beleuchtet es von allen Seiten, ähnlich wie oben vorgeschlagen.
 

Antwort:  Dein geschilderter Kummer, der ja vielfältige und ganz schön tief gehende Wurzeln zu haben scheint, hat mich sehr berührt.
 
Manchmal kommt es schon recht dick und drückt schwer.
 
Nach meiner Erfahrung haben Krisen und Kummer aber immer auch ihr Gutes, auch wenn man es, wenn man mitten drin steckt, kaum glauben mag. Sie rütteln auf und animieren zu eigener Veränderung und Weiter-Entwicklung.
 
Deshalb möchte ich dich ermutigen, zuversichtlich weiterzugehen, bewusster auf deinen Inneren Einsager zu hören (Intuition, Innere Stimme, gutes Gefühl?) und immer daran zu denken: "Es gibt immer einen Weg!"
 
Entscheidend ist für mich, "einen" nächsten, kleinen Schritt zu beschließen und den dann auch zu machen. Und gleichzeitig spürend zu beobachten:

Was genau mache ich da?
Wie spüre (fühle) ich mich?
Mag ich mein Leben weiter in diese Richtung verbessern?
Was soll mein nächster, kleiner Schritt dazu sein?
Mache ich ihn gleich oder wann will ich ihn machen?

Mag ich anderes auch noch ausprobieren?
Gleichzeitig oder später?

Ein bewährter Weg, für das eigene Bessergehen in Bewegung und an frischer Luft zu sorgen ist das Meditative Gehen und Laufen (unten). Das enorme Potential, sich selbst so besser zu entdecken, zu lernen, nachhaltiger "auch" für sich selbst zu sorgen und gleichzeitig den Alltag neu zu gestalten, erschließt sich im Tun!
 
Und sofortige Verbesserungen bringt "mehr gelebte Freude", z.B. der Besuch eines Lustspiels, das 2 Stunden Vergessen, Fröhlichkeit und Lachen verspricht.
 
Wenn du ein Gegenüber für ein Gespräch suchst, oder einen Menschen, der dir im Einzelfall beisteht, bin ich gerne für dich da.

 

 

Assoziationen    

freudlos

dunkle Gefühle

Leid

Not

Depression

Mobbing

niedergeschlagen

kraftlos

unentschlossen

unsicher

Tränen

bedrückt

traurig

schwer

antriebslos

schleppend

Flucht

Ausweg

gelähmt

ausgeliefert sein

eingesperrt

eng

krank machend

belasten

 

 

 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>) = unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerken;  erl.= .  
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

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Febr.12(1+Ass), Dez.14(2), Apr.21(Bild1)
 

 

siehe auch:

Anfang    Eigen-Kompetenz/-Verantwortung    Ermutigung     Erwarten    Freude   Hilflos   Krankheit     Krisen       Konflikte      Leid   Mobbing    Roter Faden8,4(1-8)       Spüren    Tun     ungute Gefühle     Wege    Was tun1

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Anfang     Fragen     Fragespiel     Fragen helfen, das Jetzt zu gestalten (B-Fundgrube)     Fragen / Sagen u. fragen (S-Fugru)      Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')     Vergangenheit    Verhalten     Vorwürfe (H-Fugru)   Zufrieden
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch     Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

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