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Macht 

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  •   Macht (1)  -  gut, schlecht oder einfach wichtig?
       

 

 

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                                                  Angelika Wohlfarth

 

 

Macht 1

gut, schlecht oder einfach wichtig?

 

Machtspielchen, fällt mir zu diesem Thema gleich ein. - Und das hat für mich einen eher negativen Geschmack.

Das verstehe ich gut. Ich glaube, dass allem, was mit 'Macht' zu tun hat, meistens eher vorsichtig und misstrauisch begegnet wird.

Da steckt wohl die Angst dahinter, dass andere Macht haben und sie zum eigenen Nachteil ausüben könnten?

Das kann im Einzelfall durchaus so sein, aber das liegt dann an den Menschen und nicht an der Macht, die ihnen anvertraut ist.

Schön und gut (ungeduldig) - was ist nun eigentlich Macht? Ich denke da an Mächtige, an Könige, Herrscher, Manager. Wieder hat es für mich nicht unbedingt einen guten Beigeschmack. 

Menschen in herausgehobener Stellung? Und ihnen gegenüber fühlst du dich klein - oder?

Genau! Das bin ich ja auch!

Du hast jetzt vielleicht keine besonders herausgehobene Stellung, aber deswegen bist du nicht klein. Vielleicht fühlst du dich klein, das ist etwas ganz anderes. Aber auch du hast Macht. Jeder von uns hat Macht.

Ich wüsste nicht, wo ich Macht hätte! - Ich brauche auch keine Macht. Ich will keine Macht ausüben!

Das ist bedauerlich, wenn du es so siehst. Wenn es wirklich so wäre, wärst du eine willenlose Marionette, die von jedem beliebig fremdbestimmt werden könnte.

Das stimmt überhaupt nicht (empört).

Schauen wir uns doch den Kern der Sache mal genauer an: Was ist denn Macht eigentlich? - Macht ausüben? - Macht gebrauchen? - Was tut denn jemand, der Macht einsetzt?

Er entscheidet über irgendetwas. - Oder er setzt auch Gewalt ein, um seinen Willen durchzusetzen.

Wir kommen der Sache schon näher: Macht hat jeder von uns - und es liegt in der eigenen Verantwortung sie zu gebrauchen.

Zu was habe ich Macht?

In erster Linie hast du die Macht, über dich selbst zu bestimmen.

Was soll ich denn über mich selbst bestimmen?

Alles! - Z.B. was du sprichst, wie du sprichst, welchen Ton du gebrauchst, welche Botschaft du vermitteln möchtest, was du essen wirst, wann du essen wirst, mit wem du zusammen sein möchtest, wie du Arbeits- und Ruhezeiten verteilen willst, ob du telefonieren möchtest usw. usw.

Ja, so wie du das sagst, stimmt das schon.
Ich bin also selbst-bestimmt, wenn ich meine eigene Macht nütze.
Aber so leicht ist das alles nicht - ich bin auch Zwängen ausgesetzt!?

Du hast die Macht, dich selbst zu entscheiden, niemand sonst!
Wie du nach innen mit dir selbst und nach außen mit anderen, mit Situationen und Gegebenheiten umgehen willst, ob sorgsam, fürsorglich und einfühlsam oder unachtsam und damit letztlich zu deinem eigenen Schaden - du hast die Macht - und damit auch die Verantwortung für dich, dein Verhalten und Handeln und die Auswirkungen, die dich treffen.
Du hast aber natürlich auch die Macht, andere für dich entscheiden zu lassen und genau das dann zu übernehmen.

Interessant! Stimmt schon! - Wenn ich Geld zum Leben haben will, kann ich mich für eine Arbeit entscheiden. Das liegt in meiner Macht. Auch für den Arbeitsvertrag, auch das liegt in meiner Macht. - Danach, weil ich mich genau dafür entschieden habe, muss ich die Arbeitsbedingungen einhalten, rechtzeitig aufstehen usw.
Ja, stimmt, so gesehen habe ich schon eine Menge Macht. - Aber mein Chef hat noch mehr!

Völlig richtig! Bis jetzt haben wir von deiner höchst-persönlichen Macht dir selbst gegenüber gesprochen. Dazu kommt dann die Macht, die einem gegeben wird - von der Firma (deinem Chef), von den Wählern (dem Staatschef) usw. Diese Macht ist nach außen gerichtet - über Menschen und über Sachen.

Ich habe also die Macht mir selbst gegenüber nach innen (sorge ich gut für mich) und nach außen (wie gestalte ich mein Verhalten und Handeln).
Dazu kommt übertragene Macht nach außen, mit dem Auftrag, für bestmögliches Gelingen als Sachbearbeiter oder auch als Chef zu sorgen.

Genau! Und dieses 'bestmöglich' beinhaltet: 'unter Berücksichtigung aller erkennbaren Umstände und Wichtigkeiten - für mich, für dich, für andere, für die verschiedenen Situationen und für das Ganze'.

Ganz schön anspruchsvoll! - Und dafür soll ich die Verantwortung übernehmen?

Du hast die Macht, das für dich selbst so zu machen - oder dich zumindest in dieser Richtung zu bemühen. Und du hast die Macht, auch anderen gegenüber - auf der gleichen Ebene - deinen Beitrag für ein gutes Miteinander zu leisten.

Und im Geschäft?

Wenn dir da Macht und Verantwortung übertragen wird, gilt für den Gebrauch dieser Macht das gleiche.

O.k. - und wenn ich was machen soll, wozu ich keine Lust habe?

Du kannst natürlich deine eigene Macht immer auch negativ gebrauchen. Der Macht ist es egal, wie sie eingesetzt wird.

Da werde ich z.B. von meinem Chef oder auch meinem Partner oder meiner Familie mit Situationen konfrontiert, die mir nicht in den Kram passen.

Nun kannst du dich selbstverantwortlich (für dich) und loyal (mitverantwortlich für das Ganze) verhalten, also nicht dagegen, sondern konstruktiv mitarbeiten - oder du kannst dich sperren und auf Widerstand gehen. - Wie du deine Macht nützt, bleibt dir überlassen. Für Folgen und Wirkungen, die für dich so entstehen, hast nur du die Verantwortung.

Aha - ich habe also die Macht, mich selbst zu bestimmen - nach innen und auch nach außen. Das habe ich immer, unabhängig davon, ob mir zusätzlich äußere Macht, z.B. im Geschäft, übertragen wird.

Auch wenn du im Geschäft keine herausragende Stellung, z.B. als Leiter eines Bereiches, übertragen bekommst, hast du natürlich trotzdem äußere und übertragene Macht.

Zur Erfüllung meiner Aufgaben nach dem Arbeitsvertrag?

Genau. Oder zum Mitwirken in der Familie oder Partnerschaft, weil du dich mit diesen Menschen zu einer guten Gemeinschaft zusammengeschlossen hast.

Interessant! Ich habe also nach innen und nach außen Macht.
Wie ich sie gebrauche ist immer meine Sache und auch meine Verantwortung.

Macht hat jeder. Die höcht-persönliche Macht und zusätzlich vielleicht auch noch übertragene Macht. 

Verstanden! Jetzt hat das Thema Macht für mich keinen negativen Beigeschmack mehr.
Und Machtmissbrauch ist, so gesehen, niemals ein Problem der Macht, sondern des einzelnen Menschen, der sie schlecht oder nur zum eigenen Vorteil und damit meist auch zum Nachteil anderer nutzt.  - Danke für das Gespräch!

Gerne! Mir ist in diesem Gespräch besonders klar geworden, wie wichtig es doch ist, sich der eigenen Macht bewusst zu sein, sonst kann man sie nicht so einsetzen, wie man das gerne möchte.
Mir fällt dazu als Beispiel der am Steuer eines fahrenden Autos eingeschlafene Fahrer ein. Führerlos richtet die Kraft des Autos viel Schaden an.

  Bearbeitungsvermerk/e:  [gut+schlecht+wichtig (>)= erl 09.17]

 

 

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Jan.06(1), Dez.21(Bild1)
 

 

siehe auch:

Argumentieren     Bewusster(mit Übungsmögl.)    Roter Faden6(1-9)

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

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LABYRINTH:
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