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Nein 

 

 

 Bild1

                                                                 Angelika Wohlfarth

 

 

Nein  1 

ein wichtiger Beitrag für ein klares Miteinander 

 

Wieder sind wir zu unserer vierwöchigen Gesprächsrunde zusammen gekommen. Heute ist auch Heinz mit seiner Freundin Berta dabei. Beide sind seit vielen Jahren befreundet. 

Als die Sprache auf das NEIN kommt, schmunzelt Berta und nickt Heinz zu. Der meldet sich nun zu Wort:
Heinz:  Das Nein ist seit einigen Jahren ein wichtiger und positiver Bestandteil unserer Beziehung.

Berta:  Aber das war nicht immer so!

Heinz:  Das stimmt! Und da gibt es eine kleine Begebenheit dazu, die uns die Augen geöffnet hat. Darf ich euch die erzählen?

Nicken und allgemein gemurmelte Zustimmung.

Heinz:  Also das war so. Wir sind zusammen zum Tanzen gegangen, Berta und ich. Berta hatte ein wunderschönes, weißes Kleid an und ihre Haare mit einem rosa Band zusammen gebunden. Eine ausgesprochene Augenweise. - Das ist sie ja heute auch - aber damals hat einfach alles gepasst. 

Da wurde ein Walzer angespielt. Berta wandte sich mir zu, warf den Kopf in den Nacken und fragt neckend: "Na …?"

In diesem Augenblick entstand blitzschnell ein Bild in mir: Ich sah uns beide auf der Tanzfläche, wie ich es in der Vergangenheit schon oft erlebt hatte.  Berta hing ganz gelöst in meinen Armen, ließ sich von mir mehr oder minder über die Tanzfläche tragen und ließ sich mit Genuss von den Zuschauern bewundern.
Das war für mich sehr anstrengend, weil ich einen Großteil ihres Gewichts ja auch halten und gleichzeitig das Gesamt-Gleichgewicht herstellen musste.

Ich tanze sehr gerne, aber diese Art von Tanz, wo ich einseitig alles machen musste und praktisch nur als Halter für die allseits bewunderte Berta fungieren sollte, das war wirklich nicht mein Ding.

Bisher hatte ich um des lieben Friedens willen mitgemacht und geschwiegen.
Natürlich hatte es auch seinen Reiz, Partner einer so begehrten Frau zu sein. - Aber plötzlich war mir das alles zuviel und ich konnte mich auf den Tanz nicht mehr freuen. 

Ich wandte mich also Berta zu und sagt: "Nein Berta, ich möchte den Walzer nicht wieder so tanzen müssen, wie bisher. Wenn ich dein Gewicht auch ausgleichen muss, dann ist das für mich sehr anstrengend - und dann macht es mir keinen Spaß mehr. - Natürlich weiß ich, dass du dich gerne bestaunen und bewundern lässt, du bist ja auch eine ausgesprochen hübsche Frau, aber das sollte auch anders möglich sein."

Momentan zumindest war es aber nicht anders möglich. Berta war beleidigt und dieser Abend war gelaufen.

Im Nachhinein habe ich mir dann überlegt, dass es viel vernünftiger gewesen wäre, ihr meine Probleme in einer ruhigen Stunde zu erzählen und da auch meine Bitte vorzubringen, dass wir gleich-berechtigt und gleich-zuständig tanzen. Jeder ist also dann für das eigene Gewicht und die eigenen Figuren zuständig, auch wenn der Herr führt. So entsteht ein Tanz, für den beide gleichzeitig verantwortlich sind. Beide erschaffen also miteinander den gemeinsamen Tanz. So macht es mir Freude.

Nachdem sich der Rauch zwischen uns etwas verzogen hat, haben wir uns zusammengesetzt und ich habe erzählt, was mir Probleme bereitet und wie ich es mir wünsche.

Das war für Berta überzeugend.
Lachend hat sie meiner Bitte zugestimmt.

Von da an wurde für uns das NEIN, vor dem ich bis dahin Angst gehabt hatte, weil ich dachte, es würde verletzen, ein wesentlicher Baustein unseres Miteinanders.
Seitdem gehört nun - Gott sei Dank - das NEIN genauso zum Alltag, wie das JA. Und das NEIN ist deshalb besonders wichtig, weil es anzeigt, dass da unangenehme Gefühle da sind, die die Beziehung belasten könnten. Und die unangenehmen Gefühle signalisieren ein eigenes Bedürfnis (bei mir war das z.B. der Wunsch nach einem anderen Tanzen, nicht mehr überwiegend nur auf meine Kosten).

Christa:  Ich finde das überzeugend und möchte für mich das auch so probieren. Allerdings, wie finde ich den richtigen Zeitpunkt?

Reiner:  Du möchtest also etwas, aber nicht so, wie es gerade dein Gegenüber anbietet?

Christa:  Ja - zum Beispiel. So, wie es mein Gegenüber anbietet, ist es mir dann z.B. eher unangenehm. Oft weiß ich da aber noch nicht genau, wie es besser gehen könnte bzw. wie genau ich es eigentlich haben möchte.

Gerhard:  Ich meine, dass ein NEIN immer dann wichtig ist, wenn ich innerlich zwei Dinge geklärt habe, wie ich es NICHT haben möchte und wie ich es mir WÜNSCHE.

Thomas:  Das ist sicherlich der Idealfall, aber - zumindest bei mir - ist die innere Klarheit oftmals nicht sofort da. Ich sage das dann auch ehrlich. "NEIN - so möchte ich das nicht mehr machen! Ich bin aber im Augenblick noch nicht klar, wie es anders gehen könnte, in einer Art, mit der ich mich dann auch wohl fühle."
Bisher war das dann immer der Anlass zu einem Gespräch, in dem wir beide nach besseren Lösungsmöglichkeiten gesucht haben. Und bisher haben wir immer welche gefunden, die dann auch für mich gut waren.

Toll, das waren wieder wertvolle und anregende Ergebnisse einer intensiven NEIN-Runde.
Alle waren zufrieden.

Da wir kein neues Thema anschneiden, sondern das Erarbeitete absitzen und nachklingen lassen wollten, haben wir noch ein bisschen geratscht und uns dann fröhlich und lachend für die nächsten vier Wochen wieder voneinander verabschiedet.

 

 

 

Zt1          

.NEIN !         

als .positive          
.eigene          
.Entscheidung!          

.Kein eigenes .Muss,         
kein eigener
.Druck,         
keine eigene
.Angst,         
kein eigener
.Zwang!         
 

Mehr .Freude +        
.Entspannung + .Wohlfühlen        
+
.Lachen + .Leichtigkeit!        
 

.JETZT !        

Ein Bekannter erzählte mir unlängst, dass er sich so wohl und .frei fühle.
"Andere müssen am
.Wochenende in die .Berge fahren, auf .Demonstrationen, .Veranstaltungen
oder auf den
.Fußballplatz gehen," sagte er, "weil das eben so sein MUSS.
Ich dagegen gebe mir selbst die
.Erlaubnis zu sagen:
NEIN kein 'Muss', keinen Druck, keine Angst und kein Zwang,
kein
.Bevormunden anderer, kein .Besserwissen und kein .Recht-haben-wollen mehr.

NEIN - ICH .setze mich nur noch für das ein, was ICH wirklich .will!
Dazu höre ich auf meinen
.Inneren Einsager (.Innere Stimme,  Gewissen, .Gefühl) und .prüfe jeweils,
ob das, was ICH dann
.vorhabe, MICH .lockt und .verspricht, mir spürbar Freude zu machen,
auch wie die Folgen und
.Wirkungen wohl sein werden, ob mir das also dann wirklich .gut tun wird.

Seit ICH mein MUSS .verabschiedet habe, bin ich ein .befreiter .Mensch:
Ich tue also das, wonach mir ist, bin mit einem Minimum
.zufrieden,
spüre mehr Freude und
.lache und .scherze viel! - Was will ich mehr?

Das .Leben ist leicht und schön, wenn ICH es in MEINEM Herzen .zulasse!"

Ja! - Dieses NEIN bereitet also den .Weg zu guten eigenen Entscheidungen, zu mehr .Kreativität
und im
eigenen .Körper .spürbarer .Lebensfreude. - Ein positives NEIN. - .Empfehlenswert!

NEIN und das .JA        
dahinter?        

.
Kurzfassung         

Weil hinter jedem NEIN ein JA zu etwas anderem steht:
”NEIN, kein 'Muss' , Druck, Angst, Zwang etc. mehr - und
JA - ICH setze mich nur noch für das ein, was ICH wirklich will (spüre) und
was dann ‘auch’ MIR Freude macht und gut tut!”
.Frage zum JA: "Wie kann ich "bewusster werden" .lernen, .üben, .verbessern?"

 von Nein,Zt1  auch an:  > Angst > Bedürfnisse > Bewusster > Dagegen > Entscheiden > Fragen > Freude > Gefühle > Ich > Ich will > Jetzt > Körper > Lassen > Lernen > Meditat.Gehen u. Laufen > Mensch > Muss > Nicht > Spüren > Tun > Verändern/verbessern > Vielfalt(Neues) > Wege > Wirkungen > Wohlfühlen   (03.17)  Einfügung: NEIN zu Muss, Druck, Angst u. Zwang! (positive eigene Entscheidung + Kurzfassung NEIN>JA)     erl

 

 

X X X X X

Einfügung: Erfolgreich verhandeln und einigen (win+win)!


            Erfolgreich            
verhandeln            
und einigen            
(win + win)           
 

    (Klarheit und            
keine Gewalt!)           

 Wer sich erfolgreich mit einem anderen (oder auch mit sich selbst) "einigen" will,
"muss" immer die Bedürfnisse und Interessen BEIDER Seiten berücksichtigen.
Nur dann ist ein gleichberechtigtes Ergebnis auf Augenhöhe (win + win) zu erzielen.
BEIDE müssen das Ergebnis mit Überzeugung gut heißen bzw.
sich mit den JE EIGENEN Anliegen darin wieder finden
(z.B. JA + JA, Du + Ich  - oder auch -  Ich/außen + Ich/innen).

Nur Streit, nur Dagegen, nur Gegeneinander, nur Nein, Nur-Du oder Nur-Ich,
nur Schweigen, nur Krieg - oder auch nur Rückzug und Verweigerung - sind Gewalt
gegen andere und auch gegen sich selbst - mit meist schlimmen eigenen Folgen und Wirkungen.

von Einigen,Zt1  auch an  > Dagegen  > Eigen  > Gewalt  > Gleichberechtigt  > Klarheit  > Nein  > Nicht  > Muss  > Selbst  > Streit  > Verhandeln  (11.16)
  

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Erwartungen - für Erwachsene NEIN > SELBST!

          

Erwartungen           

für Erwachsene           

NEIN !           

SELBST TUN           
bzw.          
SELBST gut sorgen          
AUCH für die eigenen          
Bedürfnisse.         

 Kleine Kinder "erwarten",
weil Eltern, Großeltern und Umgebung ihnen jeden Wunsch von den Augen ablesen.
 
Als Erwachsene sollten wir uns das abgewöhnen, sonst verlieren wir uns in Illusionen und Untätigkeit,
streiten mitunter sogar die Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung ab.

 
Stattdessen alles, was persönlich sinnvoll und möglich ist SELBST machen oder
 SELBST AUCH gut dafür sorgen, dass es sich immer mehr so entwickelt, wie persönlich gewünscht.

    
Erwartungen unter Erwachsenen sind Gift für jede Beziehung!

  Bearbeitungsvermerk/e:    von Erwartungen,Zt4/1  auch an  > Bedürfnisse(auch:Wünsche) > Beziehung > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > Entwickeln > Kinder > Machen > Nein > Rituale > Selbst  //  
    (+erl08.17)

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Sinn? > Was hast DU davon? Was habe ICH davon?

          

Sinn            
 

Was hast du davon?   

(Was habe ich davon?)    

Leben verlangt immer Zugewinn an eigener Freude
und damit weiter-entwickeln, entfalten, bewusster werden, Respekt, in der eigene Art, friedlich,
bewegt und miteinander, in Verbindung und im Gleichgewicht,
mit Engagement und Verantwortung für dich selbst, deine Beziehungen und das Ganze. ....

Was hast du davon, dich da zu verweigern, nein zu sagen oder dagegen zu sein?
Oder willst du es jetzt FÜR DICH Ernst nehmen?

      Bearbeitungsvermerk/e   von Sinn,Zsfsng(3)   auch an (+Hinweise)  > Bewegung > Bewusster > Beziehung > Dagegen > Eigen(-e Art) > Entwickeln/entfalten > Ernst(labyrinth) > Freude (nicht nur
             fun / Unterh.) > Frieden/friedlich > Gleichgewicht > Jetzt >
Lächeln > Leben > Miteinander > Nein > Programme (Prozess) > Respekt > SelbstVerantwortung > Verbinden > Wohlfühlen    (02.18)
             > GedankenGewinn  

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

 

 

- siehe auch:  Nein,Zt1

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>) = Hinweis unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte) angebracht  erl.= .  
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

______________________________________________________________________________________________________________________

Nov.11(1), Aug.20(Bild1), Dez.20(Zt1)
  

 

siehe auch:

Bedürfnisse     Familienkonferenz(n.Soziokratie)      Gespräche     Gewaltfreie Kommunikation (GfK)   Gleichgewicht     Kinder(10-Vom NEIN zum JA?)    Klarheit     Miteinander    Möglichkeiten     Nicht       Roter Faden6(1-9)

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Aufmerksamkeit     Autor(Vielfalt)     Fragespiel     Haltung    Nein / Dafür-dagegen-jein       Nein / Widerstand (L-Fugru / Nein usw.)      Neues / Löcher (Neues Denken und neues Handeln)      Sichtweisen (Weltbild)     Spiegel(Krisen-)    Stehen     Wie bin ich? / Ich-...? ..(P-Fugru)     Worte  
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)       
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch     Gespräch u. Missverständnisse       Helfer (27)         Joker      "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Visionen / Tägl. Visionen (auch Krafttiere) 

 

 

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