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Schuld 2 

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Bild2

;-)

                                                   (Unbekannt)

     Bearb.Hinw. > unten!   

   

 

 Schuld 3 

 und beschuldigen

Wichtige Textstellen:         Situation und Frage     Antwort      Allgemeines    Du hast Schuld     Umgekehrt - Du beschuldigst mich 
Ich beschuldige mich selbst     Zusammenfassung     Gegenwart    Zukunft    Es lohnt sich....!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  S. schildert die eigenen Vorstellungen mit: "Einen anderen beschuldigen - oder von einem anderen beschuldigt werden, Schuld sein -  oder Schuld haben, schlechtes Gewissen, Vorwürfe, die gemacht werden - oder die ich mir selbst mache. Und dann in der Folge: Mich in der Schuld (schlechtes Gewissen) oder verpflichtet fühlen, Wiedergutmachung zu  leisten. Lauter bedrückende, ungute Gefühle, klein machende Erfahrungen. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass da irgend etwas nicht stimmt. - Was meinst jetzt du zu diesem Thema?"
 

Antwort:  Ich lese, dass dich recht heftig das Thema Schuld haben und Schuld sein, beschuldigen und beschuldig werden, beschäftigt. - Ein  interessanter Themenbereich.
 

Allgemeines:  
Ich zweifle daran, dass es Schuld in diesem Sinne überhaupt gibt.
Dabei spreche ich nicht von Schuld im rechtlichen oder gesellschaftlichen Sinne (Unfall, Schadensersatzpflichtiger usw.) sondern von innerlich und gefühlsmäßig wirkenden Schuldbehauptungen oder Schuldzuweisungen wie:

Du hast Schuld - DU-Beschuldigungen:

"Du bist schuld, dass ich meine Arbeitsstelle verloren habe. Die ewigen Streitereien haben mich
   unsicher und müde gemacht. Und das hat sich ausgewirkt."
"Du bist schuld, dass ich krank geworden bin."
"Du bist schuld, dass unsere Beziehung / Partnerschaft auseinandergeht."  usw.

Da wird also behauptet, dass das DU den Sprecher (mich) in seinem Denken und Handeln gesteuert habe. Ich wäre also willenloses Werkzeug gewesen. Somit treffe die Verantwortung für die Folgen und Wirkungen das DU.

Kann da was dran sein?
 
Ich sage NEIN.
Denn jeder entscheide SELBST, was er im  Einzelnen tun oder auch nicht tun will - und jeweils in welcher Art und Weise. - Jeder trägt auch SELBST die Verantwortung für Folgen und Wirkungen, die er vor dem eigenen Tätigwerden prüfen und bedenken sollte.
Jeder hat also SEINE Eigen-Kompetenz und auch SEINE Eigen-Verantwortung.
 
Schuld zuweisen oder auch beschuldigen sind, meine ich, Taschenspielertricks und dienen auch der eigenen Beruhigung. "Wenn der andere Schuld hat, dann brauche ich, ja ich kann überhaupt nichts zu einer Verbesserung meiner Situation tun, denn der andere ist ja für sich selbst zuständig."
 
Spiegelfechtereien!
 
Für MICH bin ich nur SELBST zuständig und sonst niemand.
Und wenn die Situation verändert oder verbessert werden soll, dann kann  ich das nur SELBST tun. Nur über mich kann ich nämlich bestimmen und entscheiden (Eigen-Kompetenz).

Ich bin herausgefordert, nicht dem anderen die Schuld zuzuweisen, sondern mich SELBST zu fragen:

"Was kann und was will ICH dazu-lernen, verbessern oder beitragen,
wie will ICH MEINE Möglichkeiten / Erfahrungen erweitern,
damit es immer mehr so wird, wie ICH MIR das wünsche
(damit ich SELBST immer bewusster, beweglicher und handlungsfähiger werde)?
Denn FÜR MICH entscheide NUR ICH, niemand sonst!"


Es geht also nicht um die Schuld eines anderen, sondern um das Wahrnehmen der gerade vorhandenen EIGENEN Gefühle (Wut, Angst, Empörung, Zorn, Hass, Geltungssucht, Unsicherheit, Trägheit, Entschlusslosigkeit usw.). "Ungute Gefühle!" 
Dies sind MEINE Gefühle - und sie weisen MICH darauf hin, dass ich in meiner Lebensführung zu meinen Gunsten etwas verbessern sollte: "Damit ich mich wieder wohler fühle und wieder mehr Freude spüre!"
 
Eine Schuldfeststellung ist rechtlich und gesellschaftlich wichtig und notwendig (z.B. im Straßenverkehr oder beim An- oder Verkauf von Gegenständen). Dagegen sind persönliche Schuldzuweisungen und Beschuldigungen Hirngespinste, die von der Herausforderung der Situation, z.B. SELBST Verbesserungsmöglichkeiten zu lernen und einzuüben, nur ablenken.
 

Umgekehrt - Du beschuldigst MICH:

Hier gilt Gleiches, wie vorher bereits gesagt, nur eben seitenverkehrt.

Macht MIR (Empfänger der Beschuldigung) die Situation ungute Gefühle, dann sind das FÜR MICH wichtige Botschaften, die zu EIGENER Veränderung und Weiter-Entwicklung auffordern. NICHT zu Verteidigung oder Rechtfertigung!

Und wie könnte ich nun lernen, gut / besser / anders mit einer solchen Situation umzugehen, wenn ich beschuldigt werde? Denn das ist immer wieder Realität.

Beispielsweise dadurch, dass ich zwei Antworten gebe - eine unhörbare, innere an MICH SELBST - und eine hörbare, äußere an das DU, das mich gerade beschuldigt hat.

Die unhörbare, innere Antwort könnte z.B. lauten: 

"Du sagst zwar 'Du bist..., du hast ...' und meinst mich, aber das bin nicht ICH, sondern das sind nur DEINE Gedanken und Vorstellungen von mir.
DU darfst FÜR DICH so denken und handeln, wie es für dich eben momentan stimmt. - Ich sollte das bedenken und mich nicht betroffen oder gar gekränkt fühlen."

Die laut ausgesprochene, äußere Antwort könnte z.B. lauten: 

"Ich habe es so gut gemacht, wie ich es in diesem Augenblick konnte. Ein anderes Verhalten / Handeln wäre mir (noch) nicht möglich gewesen. Vielleicht finde ich ja für die Zukunft weitere, bessere Möglichkeiten, die mir im Bedarfsfall dann zusätzlich zur Verfügung stehen. 

Frage: Wollen wir für die Zukunft GEMEINSAM bessere Möglichkeiten als Schuldzuweisungen erlernen und einüben?" 
 

Ich beschuldige MICH - SELBST-Beschuldigungen:

z.B. "Ich hätte anderen helfen und das Ergebnis verbessern können, wenn ich anders reagiert hätte, als ich das tatsächlich getan habe!"

Kann sein. - Aber ich habe so reagiert, wie ich es in diesem Augenblick konnte. Anders hätte ich es (noch) nicht gekonnt. - Was soll's! - Andere dürfen meinen oder behaupten was sie wollen. ICH nehme in solcher Art teil, wie mir das gerade möglich ist (FÜR MICH = bestmöglich). 

"Ich habe Schuld, weil ich so bin, wie ich eben bin und so reagiere, wie ich reagiere!"

Kann sein, dass ich ungute Reaktionen auslöse oder ausgelöst habe. - Doch ich mache es in jedem Augenblick so gut, wie ich es nur kann (bestmöglich)! Mehr oder anders geht es (noch) nicht.

Selbst-Vorwürfe und Selbst-Beschuldigungen sind also unsinnig. Ein Teil von mir verlangt etwas, was ich im Augenblick überhaupt (noch) nicht in besserer Form kann. Ich stürze mich so in eine unglückliche und belastende Befindlichkeit, quäle und schädige MICH damit SELBST. "Will ICH das?"
 

Zusammenfassung:

Jeder macht es in jedem Augenblick so gut (bestmöglich), wie er das gerade kann!

Natürlich ist es möglich zu beschuldigen, andere oder auch sich selbst, - oder sich beschuldigen zu lassen. Doch das ist eine nach hinten (in die Vergangenheit / rückwärtsgewendete) Art. Begleiter sind ungute Gefühle wie Angst, Enge, Bedrückung, Starre und damit verbunden die Unfähigkeit, vernünftig zu denken und zu handeln. Es tritt eine Art Lähmung ein.
Diese unguten Gefühle warnen auch nachhaltig und laut: "Mit dem, was du gerade denkst und machst, schädigst du dich und dein Leben! Du solltest FÜR DICH für Verbesserungen (mehr spürbare Freude) sorgen!"
 
Wie könnte das gehen?
Indem der Blick und damit die Aufmerksamkeit zu Gegenwart und Zukunft gelenkt werden > nach Vorne.

Gegenwart:   "Was sehe ich, was höre ich, was nehme ich wahr - JETZT?"
                    Sich die Inhalte laut oder auch leise beschreiben und nur wahrnehmen!
                    Ohne zu urteilen und ohne zu bewerten!!

                     "Wie geht es mir JETZT? - Welche Gefühle sind da?"
                     Diese spüren und nur sich selbst laut oder auch leise beschreiben.

                      "Gibt es etwas, was mir wichtig wäre, was ich mir also JETZT 
                     wünschen würde, was ich realistisch SELBST machen könnte und 
                     was mir gut tun würde (Bedürfnis)?"

Zukunft:          "Will ICH, dass es mir künftig besser geht, ich mehr Freude spüre,
                      mich mehr wohl, leicht, zuversichtlich und zufrieden fühle?"

                      "Was will ICH SELBST DAFÜR tun, dass es immer mehr so wird
                      und sich in die Richtung entwickelt, wie ICH MIR das wünsche 
                      (eigene Veränderung und Weiter-Entwicklung)?"

            Möglichkeiten dazu zum Beispiel:

                      Für mehr gelebte Freude im Alltag sorgen 

                            a) indem vertraute Freudequellen (wieder) genutzt werden
                                z.B. Spazieren gehen, frische Luft, Kino, Gespräche mit 
                                Freunden usw.

                            b) indem neue Freudequellen gesucht und probiert werden
                                z.B. Tanzen, Trommeln, Meditatives Gehen / Laufen usw.

                            c) indem auch für Highlights (Höhepunkte, Feste etc.) gesorgt wird.

                      Für neues Dazu-lernen und EIGENE Entwicklung sorgen -

                              z.B. Achtsamkeit üben, Zuhören (und Wiederholen) lernen 
                             und üben, die eigenen Bedürfnisse verständlich erklären, die 
                             des anderen erfragen, verhandeln und sich einigen lernen,
                             dass es für jeden der Beteiligten "auch" so gut ist (win + win), 
                             Therapie, Kurse, Seminare, Aus- und Fortbildungen usw.
                             (dem Inneren Einsager lauschen!!)
 

Es lohnt sich, nicht nur zu klagen (zu beschuldigen), sondern einzuhalten und sich BEWUSST der eigenen Gegenwart und Zukunft - und damit dem JETZT SELBST machbaren - zuzuwenden. Damit wieder mehr der freundlichen und positiven Seite des Lebens zuzustreben und gleichzeitig SELBST neue Lösungsmöglichkeiten für die verschiedensten Situationen zu probieren und zu lernen. Je größer die Auswahl der erfahrenen Möglichkeiten ist, desto leichter können Variationen kreiert und damit vielfältige, alltägliche Lebens-Schwierigkeiten flexibler und friedlich gemeistert werden. - Auf die ganz persönliche Art.

   Bearb.Hinw. > unten!   
   
   Bearbeitungsvermerk/e
  
 
Letzter Absatz/(3) > von Schuld(3) auch an Leben2  +  Lernen  +  Möglichkeiten2 + Probieren + Jetzt  + Wie geht's   (04.16)  Einfügung: Nicht klagen od. beschuldigen
        neu ab 20.08.18:  Einfügung:  Schuld, beschuldigen und klagen?        dazu Hinweise:   ???

  

 

Schuld 4

 Schuld sein - Schuld haben - beschuldigen?

 

Heute Morgen hörte ich im Rundfunk eine Sendung, die sich ausführlich mit “Schuld” befasste.
Vor diesen Gedanken konnte ich mich gut schützen, indem ich mir innerlich sagte:
“So ist es für dich bzw. die Institution (z.B. Kirche), die du vertrittst!”

 
Trotzdem finde ich diese Gedanken sehr interessant. Bringen sie doch, indem die Menschen sie sich zu eigen machen, viel Leid und Schmerz und zerstören dann insoweit Lebensenergie, Freude und Wohlfühlen.
 
Für mich ist “Schuld” gesellschaftlich wichtig, speziell für Haftungsfragen bei Unfällen.

Aber “persönlich” brauche ICH diesen Begriff nicht.
Denn ungute Gefühle, die ich
spüren kann, signalisieren eigene Bedürfnisse und mahnen zu Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung (Verbesserungen SELBST tun/lernen!).

Und in Beziehungen?
Da bin ich zwar nicht für die Gefühle oder Reaktionen des anderen verantwortlich, aber ich kann durch Achtsamkeit, sorgfältigen Gebrauch von Worten und entsprechendem Tun viel dazu beitragen, dass eine gute und friedliche Stimmung erhalten bleibt und Negativ-Reaktionen beim Gegenüber erst gar nicht “ausgelöst” werden.
 

     Bearb.Hinw. > unten!   

 

auch noch zu erledigen:  Hinweise(3)

 

 

    fürBild2    Bearbeitungsvermerk/e   vonSchuld,Bild2    auch an (+Hinweise)  >    Probleme        Einfügung: Schuld - Probleme mit dir?    08.18        Beitr.  + diese Hinw.erl.  23.08.18         

    für(4)    Bearbeitungsvermerk/e   vonSchuld(4)    auch an (+Hinweise)  >   ---        Hinweise:.     schützen(sich selbst: So ist es für dich ...), gedanken, zerstoeren (Energie, Freude, Wohlfuehlen),
                     haftung (b.Unfaellen), nicht, beduerfnisse,  Eigen-kompetenz  / -verantwortung, tun, lernen beziehung, achtsamkeit, Stimmung (gute/erhalten), ausloesen (negativ-Reaktionen)  erl.20.08.18

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
     Bearb.Hinw. > unten!   
     für    Bearbeitungsvermerk/e   von    auch an (+Hinweise)  >   
             Einfügung:                 Beitr.erl          + diese Hinw.erl.             
             Hinweise:.
    

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Febr./April 14(3), Sept.14(Bild2), Aug.18(4)
  

siehe auch:      alle Hinweise von  << Seite1 
  

 

siehe auch:

Botschaften(Signale,Hinweise)     Einigen    Gefühle(ungute)    Heilen3    Jetzt     Krankheit     Mobbing    Möglichkeiten   Probleme     Programme    Roter Faden8(1-8)      Schmerzen    Selbst     Spannungen3     Spüren    Therapie     Verändern    Was tun2

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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