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Schule 2 

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 Bild2/1  (neugierige Krähe)

                                                                    Angelika Wohlfarth           
Bearb.Hinw. > unten! 

 

 

Schule  4 

Regelschule oder Privatschule ? 


Gespräch (Was tun?): 

Situation und Frage:  S. hat einen 5 1/2 Jahre alten Jungen, der heuer eingeschult werden wird. Er erzählt, dass zwar an dem Ort, wo er wohnt, neben Öffentlichen Schulen auch eine Montessori-Schule existiert, dass er aber Privatschulen gegenüber so seine Bedenken habe. Beim Übertritt in das Gymnasium müsste einiges nachgelernt werden, das hätten ihm zwei Mädchen erzählt, die das gemacht hätten. Außerdem müsste eine Hauptstraße zusätzlich überquert werden. Schließlich müssten sich auch die Eltern aktiv beteiligen, wozu bei ihm selbst keine Zeit und bei seiner Frau keine Bereitschaft da wäre. Es wäre ganz gut in den Öffentlichen Schulen. Und diese werden auch immer besser habe er gehört. Die Privatschulen würden auch monatlich eine Menge Geld kosten. Aber genau habe er sich weder bei der Privatschule, noch bei der zuständigen Öffentlichen Schule erkundigt. Schließlich würde sein Sohn in der Öffentlichen Schule auch mit Situationen konfrontiert, z.B. ausländischen Mitschülern, was ihm zu lernen sicherlich gut täte. Privatschulen hält er mehr für einen geschützten Schonbereich. Eher weniger der Realität entsprechend. Er stellt mir die Frage: "Was meinst denn du dazu - Öffentliche Schule oder Privatschule?"

Antwort:  Gerne erzähle ich dir meine Sichtweisen zu dieser Thematik:

Aufgefallen ist mir, dass deine Meinung viele Annahmen, Vermutungen und Hörensagen, jedoch kaum eindeutige und nachgeprüfte Tatsachen enthält.

Erschreckt hat mich deine Feststellung, dass dir die Meinung zweier Mädchen wichtiger ist, als klare Aussagen der Schule über Anliegen, Möglichkeiten und Konzept.
Die zwei Mädchen können keine brauchbaren Aussagen über Lebensgewinn und Lebenswert, den sie durch die Privatschule erhalten haben, machen. Vielleicht mal wenn sie fünfzig geworden sind, in einer (dankbaren) Rückschau. 
 
Bei der Betrachtung Öffentliche Regelschule und Privatschule können wir wohl übereinstimmend davon ausgehen, dass die Privatschulen  "bessere" Angebote für die "ganzheitliche" Entwicklung der Kinder machen. Sonst könnten sie sich am Markt nicht halten.

Sie sind für alle Kinder, ob schwächer und anfälliger (die werden eben dann z.B. gefördert in Richtung Eigenständigkeit und Selbstvertrauen usw.) oder stärker und durchsetzungsfähiger (die werden dann sicherlich z.B. gefördert in Richtung Selbst-bewusstsein und verantwortungsvolles Mitwirken in der Gemeinschaft usw.).

Worin sind nun Privatschulen "besser"?

Jede Schule hat sicherlich ihre ganz eigenen und besonderen Konzepte.

Ich bin der Überzeugung, dass alle Privatschulen "besser" sind, als Öffentliche Schulen, weil sie

 auf die individuelle Förderung der Neigungen, Anlagen und Fähigkeiten, der Kreativität und der körperlichen und geistigen Beweglichkeit der Kinder nach Kräften eingehen. Auch die Stille und das Spüren bekommen, denke ich, einen Platz. - Hier werden Querdenker gefördert, die sich das dann auch trauen!
Öffentliche Schulen verlangen Einheits-denker und erzwingen eine bestimmte und vorgegebene Richtung.
 

 -

 kleine Klassen haben.
 

-

 das Zusammensitzen und auch -lernen in der Runde (Team) anbieten.
In Öffentlichen Schulen geht meist, aufgrund der Klassenstärken und des Lehrermangels, nur der vereinheitlichende Frontalunterricht.
 

 -

 Ziel ist, dass es den Kindern Freude macht, in die Schule zu gehen und dass sie gerne lernen. Dass also ihre Neugierde erhalten und gefördert wird. Sie "dürfen" lernen!
In Öffentlichen Schulen bekommen sie einen bestimmten Rahmen vorgesetzt und in dem "müssen" sie lernen und Leistung bringen, sonst sind sie verkehrt, funktionieren nicht so, wie gewünscht, werden abqualifiziert.
 

 -

 ganzheitliches Lernen (mit allen Sinnen!) praktiziert wird.
Dass das viel, viel besser und wirkungsvoller ist, als das sture Pauken, ist heute auch wissenschaftlich erwiesen.

Private Schulen sind in der Regel "besser, menschlicher und kindgerechter" als Öffentliche Schulen. Schon lange! Ganz, ganz langsam und in kleinsten Dosen werden von dort auch bewährte Inhalte in Öffentliche Schulen übernommen. Das ist gut so. 
Doch private Schulen bleiben "besser und progressiver" - "ganzheitlich menschlicher", als Öffentliche Schulen das jemals können werden.

Das Bessere hat selbstverständlich auch einen Preis.
Nach meiner Erfahrung gibt es ausnahmslos auch in privaten Einrichtungen Möglichkeiten, finanziell nicht so gut gestellten Eltern entgegenzukommen (bei Bedarf prüfbar).

Was für mich überhaupt nicht konkret ist, ist die Elternbeteiligung.
Was wird verlangt (zwingend)  oder  erwartet (freiwillig)?
Welche Möglichkeiten gibt es für Eltern, die nicht die notwendige Zeit/Bereitschaft mitbringen?

Ein gemeinsamer Familien-Besuch (Eltern + Kind!) sowohl der zuständigen Öffentlichen Schule, als auch der infrage kommenden Privatschule mit ausführlicher Beratung und Besichtigung der Räume und Lehrmittel und ein gemeinsames Gehen der möglichen Schulwege wären sicherlich hilfreich, um eine bestmögliche Familienentscheidung vorzubereiten.

 

 

 

Zt2/1           

Schule          


Das sollte die Schule            IMMER "AUCH"             
vermitteln (lehren):          
 

verschieden,          

andere Sichtweisen,          

immer Respekt,           
 
so (für sich) o.k.,          

Eigen-Kompetenz          
und          
Eigen-Verantwortung          

(Folgen u. Wirkungen -          
Klarheit u. Überblick)          

 Das sollten Kinder (+Erwachsene)
IMMER AUCH lernen / berücksichtigen:

  • Jeder ist vom anderen "verschieden", also anders.

  • Jeder hat auch seine eigenen, FÜR IHN momentan so richtigen, Sichtweisen und Vorstellungen.

  • Jeder ist also so richtig und wichtig, wie er gerade ist (für sich!).

  • Jeder sollte so angenommen werden, wie er gerade ist und nach Möglichkeit
    angemessen gelobt  und damit auch mit SEINEM anerkannt werden.
    (kein Bevormunden-, Erwarten-, Besserwissen- oder Rechthaben-wollen).

  • Jeder sollte auch eingeführt werden in Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.

  • Jeder hat immer EIGENE Bedürfnisse, die er SPÜREN kann (letztlich mehr Freude /
    für SEINES brennen usw.).

  • Erforderlich: Bewussteres Wahrnehmen > will gelernt und geübt werden,

  • Andere haben immer ANDERE Bedürfnisse.

  • Aufgaben: zuhören, verstehen, so lassen und wichtig nehmen.

  • Wenn gemeinsames Tun erwünscht ist:
    verstehen (ggf, Einzelheiten erfragen),
    das Eigene erklären,
    verhandeln,
    einigen, so dass jeder etwas davon hat - win+win.

  • Einführung in gesellschaftlichen Grundregeln z.B bitte+danke, guten Tag+auf wiedersehen usw.

  • Ggf. SELBST fortsetzen (aufschreiben): . . . . . . . .

 Bearb.Hinw. > unten!
  

  

 

Schule  5 

Mein Sohn lernt nicht / kaum! 


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  C. schreibt ganz verzweifelt, dass sein 15-jähriger Sohn kaum noch lernt, nur das Allernötigste. Er schafft jeweils das Klassenziel nur mit Ach und Krach. C. fühlt sich für die Noten und das Erreichen des Klassenziels seines Sohnes verantwortlich, möchte gerne, dass sein Sohn Verantwortung für sein Lernen übernimmt, möchte ihn wieder mal lernen sehen, auch, dass er Verantwortung für seine Gesundheit übernimmt, möchte auch gerne, dass sein Sohn mit ihm wieder mal was Gemeinsames macht. Sehr groß ist der Wunsch von C. dass er mit seinem Sohn wieder reden kann.
C. schreibt: "Ich würde dazu gerne deine Meinung lesen! - Geht das?"

Antwort:  Natürlich bin ich gerne bereit, auf deine Situation einzugehen, auch wenn es mir nach so vielen ".. ich will", ".. er soll", "du erwartest von ihm ..", "du wünschst dir von ihm .." nicht leicht fällt, weil ich ganz viel Druck spüre.
Hier ein paar meiner Gedanken. 
Vielleicht findest du darin etwas, was dir hilft oder dich anregt. 

Wie mag sich wohl dein Sohn fühlen? 
Erfreulich ist doch, dass er es in all den Jahren immer wieder geschafft hat, in die folgende Klasse aufzusteigen, ohne wiederholen zu müssen.
Hast du ihm das schon mal gesagt? Freust "du" dich darüber?

Zur erwünschten Eigenverantwortung deines Sohnes: 
Das würde dann doch auch bedeuten, dass dein Sohn Verantwortung für sich und seine Beziehungen (nach innen und nach außen übernimmt), also sich dessen bewusst wird - Eigenkompetenz und Eigenverantwortung: "Ich entscheide für mich - niemand sonst!" und "Macht mir das Freude - und tut mir das so auch gut?" (was nicht gut tut, schadet!)
Wie ließe sich das in kleinen Schritten erklären und einüben? Das kann auch ein Spiel werden, das alle Lebensbereiche erfasst. (Der Volksmund meint hier: Mit Speck und einer Mausfalle, die als solche kaum zu sehen ist, fängt man die Mäuse.)
Wie würde es dir gefallen, wenn du dich an die Stelle deines Sohnes denkst?

Zu deinen Sorgen zu Noten, Abschluss und Ausbildung:
Das sind "deine" Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen und Ängste. O.k. Hast du deinem Sohn das (ohne Druck) auch schon erzählt? Vielleicht auch von deinen schlaflosen Nächten und bedrückenden Träumen?
Wenn dein Sohn sich nicht selbst entsprechend entscheidet, wird wohl all dein (fürsorgliches) Wollen nicht viel helfen.
Wie kannst "du"  lernen, besseren, freundlicheren, verbindlicheren Kontakt zu dir selbst und damit auch zu deinem Sohn anzubieten? Ich bin der Überzeugung, dass auch entspannte Gelassenheit (autogenes Training?) zu mehr Leichtigkeit und Lachen in euerem Miteinander beitragen kann. Das wirkt dann befreiend, wohltuend und anregend. 

Du möchtest mit deinem Sohn wieder mehr Gemeinsames machen:
Vermutlich wird nicht dein Sohn mit entsprechenden Ideen zu dir kommen, aber wie wäre es, wenn "du" ihm attraktive Angebote machen würdest? Was ist attraktiv für deinen Sohn, woran auch du Freude haben kannst? Oder würde dir Gemeinsames und die Freude über seine Freude auch genügen und gut tun?
Vielleicht wollt ihr mal nach dem Essen - ganz nebenbei - darüber plaudern, was alles (noch) Freude machen könnte? Alleine - und auch gemeinsam?

Zum Miteinander-reden-können:
Das ist ein schwierig Ding. Für Erwachsene - und für Heranwachsende natürlich besonders. - Vielleicht geht das langsame und behutsame Sich-anschleichen, wenn sich gerade eine gute Gelegenheit mit gutem Klima (z.B. gemütliches Zusammensitzen) ergibt. Bitte nicht zwischendurch oder zwischen Türe und Angel.
Ich glaube, dass die wenigsten unter uns gelernt haben, gut, respektvoll und damit erfolgreich miteinander zu reden. 
Es beginnt immer bei mir: Wie gehe ich auf das Gegenüber zu? Kann ich mich selbst zeigen, erkläre ich, wie wichtig mir das ist, in welcher (seelischen) Not ich stecke, wie mich das bedrückt? Kann ich das Du einladen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen (brainstorming)? Bin ich selbst bereit, Neues zu probieren und dazuzulernen (z.B. über Volkshochschule, Kurse und Seminare)? - Und das ganze leicht, fröhlich und lachend!
Bitte keine Forderungen, keine Erwartungen, keine Bevormundungen oder Besserwissereien!
Bitte kein "Du musst .., du sollst ..., du kannst doch ...! usw.", sondern "Ich meine .., ich spüre ..., ich würde mich freuen über ...! usw.", also Meinungs-Austausch!

Ganz allgemein:
Verbesserungen können nur in "kleinen und behutsamen" Schritten angepeilt und erreicht werden. Und sie beginnen nicht bei deinem Sohn, sondern bei dir selbst.
Der Volksmund sagt dazu: "Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es wider!"
Ich sage dazu: "Tu dir selbst (und für dich selbst) viel Gutes - und du wirst in dir selbst Ruhe, Gelassenheit und Freude spüren." Dann wird das, was du auf dem Herzen hast ganz anders bei deinem Sohn ankommen. Und auch dein Sohn wird sich positiv verändern / weiter-entwickeln! Denn wenn sich einer in der Beziehung verändert, verändert sich auch die Beziehung. - Und Lachen (von Herzen) wirkt nicht nur entspannend, sondern auch ansteckend.

Vielleicht sagst du nun: "Viel Daher-Gerede!" - Wohl wahr!
Vertraue deiner Intuition!
Und - was immer du meinst, was wichtig wäre - versetze dich bitte vorher auch in die Position deines Gegenübers und prüfe dein Vorhaben mit den "anderen Augen, Ohren und Gefühlen"!
"Trau dich - und probier's immer wieder - und hab Mut zu neuer Vielfalt!"
Noch was: Schenke dir selbst doch bitte die Zeit, um '
Der Zauberbogen' zu lesen.

 

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  für:Bild2/1    Bearbeitungsvermerk/e     nur Hinweise    neugierig, Krähe   erl.27.10.17

  für Zt2/1   Bearbeitungsvermerk/e   von Schule,Zt2/1  auch an+Hinweise  > Anders > Bedürfnisse > Bewusster > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > EinigenEltern > Erkenntnis > Erzählen > Erziehen > Familie
    >
Fragen > Freude > Klarheit(wichtig)  > Körper > Lassen > Lernen > Loben und anerkennen > O.k.(positiv) > Regeln > Respekt > Richtig > Sichtweisen (Vorstellungen)  > Spüren > Tun > Verhandeln
    >
Verschieden  > Verstehen > Vielfalt(Neues) > WirkungenZuversicht      Einfügung: Schule > Das sollten Kinder(+Erwachsene) unbedingt AUCH lernen und berücksichtigen
    Beitr.erl,26.10.17; Hinweise:erl.29.10.17           nur Hinweise  Kinder, Erwachsene, lehren, brennen, wahrnehmen, üben, zuhören,     erl./ß1-11.17 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
Bearb.Hinw. > unten!  //  für:  Bearbeitungsvermerk/e   von  auch an+Hinweise  [Beitr.erl.  Hinw./Beitr.erl.]  >  //nur Hinweise    //erl./Datum

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Febr.11(4), Juli 11(5), Aug.21(Zt2/1), Apr.22(Bild2/1)

siehe auch:    Alle Hinweise unter    Schule 1  +  Schule 3  +  Schule 4  
 

 

siehe auch:

Eigen-Kompetenz/-Verantwortung    Meinung     Roter Faden1(1-8)     Spannungs-Sperren     Vielfalt     Was tun2   

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Autor      Sehnsucht      Sinn (praktizierender 'Mensch')     Zauberbogen (Grund-Entspannung?)
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)   

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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