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Schule 4

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  •   Schule (8)  -  Mein Sohn schwänzt   (Was tun?) 

  •   Schule (9)  -  braucht ein neues Gleichgewicht der Angebote!

 

 

 Schule  8 

 mein Sohn schwänzt 


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  T. erzählt: "Mein Sohn ist jetzt 16 Jahre alt. Im vergangenen Jahr war er laufend krank. Mal dies und mal das. So hat er den Anschluss zu seiner Klasse verloren. Jetzt geht er in eine Vorbereitungsschule für die Mittlere Reife. Die soll er zumindest haben. Dort kommt er spielend mit,  weil er vieles schon früher gelernt hat. Mal geht er jetzt zur Schule und mal, wenn er eben keine Lust hat, nicht. Untertags hängt er nur bei seinen Freunden rum, weil nur die ihn angeblich verstehen. Sonst macht er praktisch nichts. Er könnte reiten und hat das früher auch regelmäßig gemacht. Heute macht er es vielleicht einmal im Monat, wenn überhaupt. Morgens, wenn ich ihn wecke, schreit er mich häufig an, ich solle ihn in Ruhe lassen. - Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen könnte. - Was sagst jetzt du dazu?" 
 

Antwort:  Über allem steht, dass unser Austausch ein Fachgespräch mit der Erziehungsberatungsstelle bzw. einem entsprechenden Psychologen (Mediator?) natürlich nicht ersetzen kann. Ein solches Gespräch halte ich für sehr wichtig, denn dort nehmen sich kompetente Fachleute der Problematik an.

Doch vielleicht kann auch unser Austausch ein paar hilfreiche Anregungen bieten.


Auf einige Bereiche möchte ich kurz zu sprechen kommen:

     Bruch der Familienvereinbarungen, -regeln, - rituale

Ein gutes Zusammenleben in der Familie braucht eine Vielzahl stillschweigender, aber durchaus auch vereinbarter Regeln. Dein Sohn bekommt hier ein liebevolles und sicheres Zuhause, Nahrung, Kleidung, Taschengeld, Hilfe und Unterstützung, auch Anregungen usw.
Eine der Absprachen, die für deinen Sohn besonders gelten, ist der Besuch der Schule und ein angemessener Lerneinsatz, um sie zu bestehen.
Das ist auch ein notwendiger Teil der Vorbereitung für ein späteres Berufsleben, das dann die eigene Existenz sichern soll.


     Ohne Disziplin geht es nicht

Dein Sohn hat sich selbst für die jetzige Schule entschieden. So wurde es in der Familie dann auch vereinbart und die Anmeldung getätigt.
Aufgabe deines Sohnes ist es nun, sich an die getroffenen Absprachen zu halten.
Das geht nicht ohne Disziplin. Also z.B. morgens aufzustehen, auch wenn er sich noch müde fühlt, um seiner Verpflichtung Schule nachkommen zu können. Dein Sohn muss nicht, weil andere ihn unter Druck setzen, sondern weil er selbst es so entschieden hat und in der Familie es dann so vereinbart wurde.
Was würde dein Sohn wohl dazu sagen, wenn du plötzlich nicht mehr für seine Wäsche oder das rechtzeitige Essen sorgen würdest, nur weil du gerade mal schlechte Laune hast? Weiß das dein Sohn?


     Krankheiten signalisieren Mangel 

Krankheiten wollen nicht nur ärztlich versorgt sondern auch seelisch wichtig genommen werden. Sie signalisieren Defizite bzw. unerfüllte Bedürfnisse.
In der Familie kann das besonders das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung (vor allem Zeit!) sein. Darüber hinaus stellt sich die Frage, da dein Sohn praktisch keine Hobbys pflegt: "Was könnte ihm zusätzlich noch Freude machen?" (z.B. Sportverein, Musik machen, Tanzen, soziales Engagement / Streitschlichter in der Schule (!), Jugen-Rotkreuz, Feuerwehr usw.) - Wichtige Voraussetzung ist das eigene "Ich will!", also die eigene Begeisterung. - Vielfach wird diese durch Besuch entsprechender Veranstaltungen bzw. das Vorbild der Eltern geweckt.


     Vielfalt an Freudequellen ist wichtig

Je mehr verschiedene Interessen gepflegt werden, desto mehr Beweglichkeit - geistig und körperlich - stellt sich ein. Es entsteht auch mehr Stabilität im positiven Grund- Lebensgefühl. So lassen sich Durchhänger oder eben auch Verpflichtungen (z.B. Schule) leichter bewältigen.
Freude verlangt auch eigenen Einsatz "dafür" - und bringt gleichzeitig viel Energie.
Ein Mensch mit viel Freude - macht viel Freude!


     Familie braucht Vertrauen, das einfühlsame Gespräch, das Zuhören - Liebe 

In der Familie muss sich einer auf den anderen verlassen können. In allen möglichen Lebenssituationen wird Vertrauen erschaffen und genährt (ohne dass darüber großartig gesprochen wird).

Liebe ist wichtig - bzw. zugewendetes und interessiertes Aufeinander-eingehen.

Und immer wieder das interessierte Zuhören den Problemen, wie sie sich den Kindern und Jugendlichen stellen. Nicht urteilen, sondern wichtig nehmen und unterstützen, wenn dies gewollt wird.

Auch informieren und erinnern an übernommene Verpflichtungen gehören dazu.

Auch und besonders loben und anerkennen von besonderen Situation.

Meinungsaustausch, reden über eigene Ängste, Gefühle und Bedürfnisse, doch bitte nicht bevormunden oder besserwissen-wollen. (ICH-Sprache verwenden z.B. Ich spüre Angst und ich wünsche mir …. usw. - nicht DU sollst …, DU musst… )

Aufzeigen der eigenen Grenzen hilft Kindern und Jugendlichen den eigenen Standort zu finden. Klar - ehrlich - gewaltfrei (auch Kinder und Jugendliche sind wertvolle Menschen und wollen als solche gesehen und behandelt werden!).
 

Hilfreich und unterstützend können z.B. wirken: 
     die Gewaltfreie Kommunikation (für Eltern und Kinder), 
     Jugend-NLP (für Heranwachsende), 
     Angebote im Freien Musikzentrum und anderen Zentren, 
     Mitgliedschaft bzw. Mitarbeit im Sportverein und sozialen Organisationen 
     (Rotes Kreuz, Feuerwehr usw.).
 

Zentrale Fragen:  Was könnte dem jungen Menschen jetzt "noch" Freude machen?
                          Was mag er (zusätzlich) erkunden bzw. ausprobieren?

 

in Vorbereitung 

Schule 9

 braucht ein neues Gleichgewicht der Angebote!

 

Teilaspekt:  > NL130
Un-Gleichgewicht ist ein schädliches Phänomen, das üblicherweise im Kindesalter beginnt und uns auch im Erwachsenenalter häufig begleitet, ja dominiert. Meist wird es nicht bewusst wahrgenommen, bis es dann mit heftiger werdenden Signalen, z.B. Beziehungsproblemen, Schmerzen, Verspannungen, Krankheiten, Krisen usw. auf sich aufmerksam zu machen beginnt. - Im Ursprung beginnt es mit der Entwicklungs-Herausforderung, das eigene Außen gut mit dem eigenen Innen zu verbinden bzw. zu verbünden. - Für Gleichgewicht im eigenen Leben zu sorgen, ist überall und bei jeder Gelegenheit möglich und hilfreich - denn Gleichgewicht in irgendeinem Bereich zu lernen und möglichst täglich zu üben, das bedeutet, dass es sich nach und nach generalisiert und so im eigenen Leben zunimmt und mehr wird, damit ein intensiveres und dichter spürbares Leben ermöglicht. (Das Unbewusste erhält so einen höchst wirkungsvollen und nachhaltigen Arbeitsauftrag!)
           ***Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.   Galileo Galilei*** 

Schule außen > Vorbereitung auf die Teilnahme am äußeren Leben (Gesellschaft, Beruf usw.)

Schule innen   > Heranführen des individuellen Menschen an SEINE in ihm angelegten Fähigkeiten,
                        Neigungen und Vorlieben, an das Spüren, an SELBST und für sich entscheiden, an
                        Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung.
                        Momentan noch weitgehend fehlend!

Momentan      > ist die Schule noch weitgehend im Un-Gleichgewicht und erfüllt nur einen
                        (sicherlich auch wichtigen) Teil ihrer Lehr- und Anleitungs-Aufgaben an
                        der Gesellschaft und den sie ausmachenden  jungen Menschen.

09.06.16
Schule gegenwärtig ausgerichtet auf "sogenannte" Allgemeinbildung, also was jeder wissen und können sollte.
     - Doch WER sagt das?
     - Und wie ERFOLGREICH ist gegenwärtig die Auswahl, wenn die Mehrzahl der Schüler die Schule lustlos
       besucht und ein nennenswerter Teil die Schule als Analphabeten wieder verlässt?

Ich meine, dass die Inhalte der Schule neue bestimmt und dann ins Gleichgewicht gebracht werden sollten (Allgemeine Grund-Anforderungen, wie z.B. Rechnen, Schreiben, Lesen, Computerkenntnisse usw.  :  persönlichen Wünschen der Schüler / Förderung der individuellen Vorlieben, Anlagen und Neigungen z.B. mit wechselnden Lernblöcken die von den Schülern selbst nach bestimmten Regeln ausgewählt werden können - wie Fotokurse, Schreinerkurs, Musik- und Instrumentalunterricht, Tanzen, Malen, Fußballunterricht und -training [für die Freizeit], Arbeiten in einem Altenheim usw. - jeweils verpflichtend für 1/2 Jahr. / Die Hände brauchen genau so viele Herausforderungen, wie der Kopf). - Wie sonst soll der Einzelne herausfinden und spüren, was ihm besonders viel Freude macht?

Entscheidend ist, dass der Unterricht wieder mehr Freude macht und Schule die Schüler auch wieder begeistern kann (und will !!! ).
Schule soll nicht verkommen zu einem Zuarbeiter der Wirtschaft oder nur zu einem Ort zur Vermittlung eines vorbestimmten Stoffes.

 

Montag, 04. Juli 2016 (Gedanken zum Tag)

Wann setzt sich endlich die von Manipulation freie Pädagogik durch?
Wann der objektive Unterricht, bei dem der Lehrer keine persönlichen Überzeugungen und
keine subjektiven Meinungen mehr verbreiten darf?
Und wann dürfen Schüler entscheiden, in welchen Fächern sie nicht unterrichtet werden möchten,
und welche Stoffe zu behandeln sind?
Ja, wann dürfen Schüler endlich ihre Lehrer wählen und benoten?

Jahrhunderte hindurch war die Erziehung darauf ausgerichtet, wehrlose Kinder so zu formen, wie die Erwachsenen hätten werden sollen. Man brachte Kindern ein von den Kultusministerien für unentbehrlich gehaltenes Wissen bei. Man gab Jugendlichen Kenntnisse in den alten Mythologien und Sprachen oder die Antworten aus dem Katechismus mit, und verlangte, dass sie sich die Jahreszahlen gewonnener oder verlorener Schlachten merken, dazu mathematische Formeln und ausgewählte Klassikertexte. Was Zweifel oder Fragen hätte auslösen können, wurde häufig weggelassen. Am Ende lieferten die Schulen Generationen ab, die sich gehorsam zeigten und wenig Neigung, bei der Gestaltung der Gesellschaft mitzumischen, sondern zufrieden waren, wenn sie mit Anstand ihr Leben leben konnten.

Bis heute versichern die Schulen den Schülern: "dass sie nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen!"
Die Schüler aber haben wie eh und je den Eindruck, dass sie lernen, was man wissen, nicht aber wie man leben soll.

                                                                                                        Walter Rupp SJ / unveröffentlichter Text

 

 


Einfügung01
 

Unsere Schule

ist ein Angebot !
 

Unsere Schule

bemüht sich,

Freude und Lachen zu verbreiten und gute Gefühle zu mehren.
 

 Unsere Schule 

macht - auch wenn keinem etwas geschenkt wird -

letztlich immer wieder Spaß !
 

 Wir sind eine lebendige Gemeinschaft,

in der jeder

" auch "

auf das wache Teilnehmen des anderen angewiesen ist.

Auf sein Interesse und die Bereitschaft, sich be- und anrühren zu lassen,

sich selbst auch persönlich einzubringen.

Angewiesen auch auf Einfühlungsvermögen, Verständnis und Rücksichtnahme, 

auf Nachsicht, Respekt und Hilfsbereitschaft.
 

 Wir alle sind "Menschen",

die das  eigene  Leben immer intensiver entfalten,

immer mehr

Freude spüren, verbreiten und verschenken wollen!

Alleine - und mit anderen zusammen! "

Einfügung01(Inschrift Tafel):  von Schule1(1) auch an Schule4(9)  (06.16)

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>) = unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerken;  erl.= .  
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

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Febr.12(8), Aug.18(9)= i.Vorber.  

siehe auch:   Alle Hinweise unter    Schule 1  +  Schule 2  +  Schule 3  
  

 

siehe auch:

Eigen-Kompetenz/-Verantwortung    Muss     Probieren    Roter Faden1(1-9)     Spüren     Vielfalt        Was tun2 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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