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Spiegel  2

  <<  Spiegel  1 

  (Unterseite)

 

 

Bild2    

         
                                                                  Unbekannt

 

 

 Spiegel  1 

 für alle Gelegenheiten 

Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  R. schreibt: "Mein Sohn kam heute aus der Schule und hat, ziemlich betroffen, folgenden Vorfall berichtet: 

Ein kräftiger Mitschüler hat lachend einen kleinen, ängstlichen Kameraden mit Kopfnüssen traktiert. Begleittext: 'Wehr dich, du Flasche!' Der Traktierte versuchte sich wegzuducken, was ihm jedoch nicht gelang, und begann zu weinen. Da griff die Lehrerin ein, holte die beiden nach vorne und stellte sie gegenüber.
Sie ging in die Ecke des Klassenzimmers und holte einen beidseitigen Rollspiegel, an dessen unterem Ende ein abgedeckter Text eingeklebt war. Diesen Spiegel schob sie nun zwischen die beiden Schüler und bat diese, dem Spiegel vorzuführen, wie sie es gemacht hatten.
Das taten die beiden. Der eine versetzte sich selbst, begleitet von lachenden Grimassen und Aufforderungen Kopfnüsse, der andere wurde immer kleiner und begann zu jammern und zu weinen.

Nun zog die Lehrerin die Abdeckungen von den unteren Texten auf beiden Seiten. 
Dort war zu lesen:

'So, wie du äußerlich dein Gegenüber behandelst, 
so behandelst du dich innerlich selbst.
Macht dir das spürbar Freude - und tut dir das so auch gut?
Willst du das auch künftig so machen - oder 
DEINE EIGENEN Möglichkeiten erweitern und verbessern?'

 
Jeder der beiden sollte den Text laut lesen. Dann bekam jeder, der das wollte (auch andere Klassenkameraden), einen Zettel, auf dem der Text nochmals aufgedruckt war. Und nun konnten die beiden wieder ihre Plätze aufsuchen, musste also nichts dazu sagen.
Die Lehrerin wies nur darauf hin, dass, wer mit ihr über das Ganze noch sprechen wolle, nach der Stunde zu ihr kommen könne.

Das ist für mich schon ein bisschen rätselhaft. - Was meinst du dazu?"
 

Antwort: Wau, kann ich da nur sagen. Das freut mich!

Die Lehrerin setzt sowohl bei den unmittelbar beteiligten Schülern, als auch bei den anwesenden Klassenkameraden Denk- und Handlungsanstöße. Ohne zu bevormunden oder zu fordern. Auch ohne zu werten.
Sie steht aber nach dem Unterricht zu Einzelgesprächen bereit.
Ich vermute, dass auch im allgemeinen Unterricht immer wieder mal das eine oder auch andere Thema auftauchen und besprochen werden wird.

Vor allem die beteiligten Schüler - und zwar "beide"! - sind also aufgefordert, über die Situation und die dazu formulierten Fragen nachzudenken. Sich damit nochmals auseinander zu setzen.

Ganz verschiedene Zusammenhänge können da auftauchen. Hier dazu ein paar, die mir gerade einfallen:

  • Die Lehrerin als Vorbild für respektvolles Umgehen miteinander (ohne zu werten, ohne zu ermahnen, ohne anzuschaffen).
     

  • Der Hinweis im äußeren Spiegel zeigt: "So gehst du mit dir selbst und deinen Mitmenschen um!" - Der äußere Spiegel entspricht den Abläufen im eigenen Inneren.
     

  • Das Gegenüber (die Situation) ist immer auch 'Spiegel' für einen selbst!
     

  • Thema "Zunahme der Autoimmunerkrankungen und -reaktionen": Vieles äußeres Handeln ist, ohne es zu beachten und zu bemerken, gegen eigenes Wohlfühlen und gegen die eigene Freude (so tut es nicht gut) gerichtet. Wen wundert es, wenn das eigene Immunsystem "entsprechend" - und somit gegen seinen Menschen - reagiert (wie Außen - so Innen!)? 
     

  • > weitere mögliche Themen und Denkanstöße 

Sicherlich gibt es noch viele weitere Zusammenhänge, die ergänzt werden können.

Insgesamt entstehen so also eine Vielzahl von Anregungen zum persönlichen Dazu-lernen. Jeder kleinste Schritt ist wichtig und wertvoll, ist die Voraussetzung für den darauf folgenden Schritt.

Der Spiegel als Brücke zu mehr Bewusstsein, als Hinweis und Erinnerung zum einen oder auch anderen Themeninhalt und als Streitschlichter - ich würde mir wünschen, dass das mehr Verbreitung findet.

Komplimente an deinen Sohn und seine Lehrerin und auch an dich, weil ihr aus dieser Krisensituation in der Schule für euch etwas gemacht habt, das euch sicherlich begleiten und hie und da auch zu Verbesserungen anregen wird.
 

> weitere Themen und Denkanstöße dazu     

 

 

Spiegel 2

 aus Glas - oder das Gegenüber als Spiegel?


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:    T. berichtet: "Ich bin gar nicht versessen auf einen Spiegel. Ich kleide mich so, wie es mir an anderen gefällt, kopiere auch deren Verhalten. Das finde ich einfach gut. – Mitunter höre ich auch Kritik, dass mir etwas nicht stehen würde oder mein Verhalten verbesserungsfähig wäre. Damit kann ich herzlich wenig anfangen. Ich Gegenteil – ich empfinde es meist als Frechheit und Einmischung in meine Angelegenheiten.
Was meinst jetzt du zu dem ganzen?"
 

Antwort:    Ich lese, dass du keine Rückmeldungen durch einen Spiegel, egal ob aus Glas oder von einem Gegenüber, möchtest. Du empfindest sie eher als bedrohlich und als versuchte Einmischungen.
 
Für mich ist das ganz anders:
Ich sehe Spiegel, Glasspiegel und Menschen-Spiegel, als wertvolle Hinweisgeber, die mich anregen,
genauer hinzuschauen und auch bewusster nachzuspüren, ob da für mich Wertvolles dabei sein könnte.
Auch für mich zu bedenken, ob es bessere Möglichkeiten gäbe. Ob ich sie probieren will und ob sie mir gut tun. 
 
Der Glas-Spiegel:

In jeder Wohnung sollte, finde ich, an einem zentralen Ort, z.B. Diele, Flur, Kleiderablage usw., ein großer, ca. 2 m hoher Spiegel hängen, in dem sich jeder, vor allem beim Verlassen der Wohnung, betrachten und fragen kann:

·        "Bin ich dem Anlass und der Witterung entsprechend gekleidet?"

·        "Gefalle ich mir so?"

·        "Will ich mich so lassen oder verbessern, wenn ich mir nicht so gut gefalle?"

Der Spiegel lädt dazu ein, mich auch immer wieder nackt

·        frontal und

·        von den Seiten

zu betrachten und MICH immer wieder zur fragen,

·        "JA zu mir, so wie ich gerade bin?"

·        "Wie ist meine Haltung?"

·        "Mag ich SELBST etwas zu meinen Gunsten verbessern?"
 

Das Gegenüber als Spiegel

Das Außen, die anderen, das Gegenüber, sie reagieren auch auf mich.
Selbstverständlich gilt immer:

Ich kleide und schmücke mich so, dass ICH MIR gefalle,
dass ICH MICH wohl, angenehm und sicher fühle und
'Was immer ICH mache, ICH mache es in erster Linie FÜR MICH
(die anderen können zwar [dumm daher-] reden, aber sie tragen nicht
FÜR MICH die Folgen und Wirkungen,
legen sich also z.B. nicht für mich krank ins Bett usw.)!'

Trotzdem:
Lob und Anerkennung "auch" der anderen ist mir durchaus angenehm und auch erwünscht.
Ich werde also die Reaktionen wach und aufmerksam

·        mit den Augen wahrnehmen,

·        mit den Ohren wahrnehmen, durch zugewendetes und offenes dem Gegenüber und
    dessen Meinungen zuhören und

·        durch das Spüren und Wahrnehmen auch der feinen Signale meines Körpers.
 

All diese Signale und Botschaften sind (für mich) wertvolle Geschenke.

Sie ermöglichen MIR, sie gezielt zu bedenken und dann SELBST neu zu entscheiden, ob ICH FÜR MICH etwas verändern / verbessern will.

Der Spiegel - in welcher Form auch immer - hilft MIR also, wenn ICH will, in MEIN Leben mehr Freude, Lachen von Herzen, Wohlfühlen und Leichtigkeit herein und mit dazu zu holen.

Spiegel
im Mich-selbst-sehen (im Glasspiegel),

Spiegel
im Spüren der eigenen Körper-Signale,

Spiegel
im Hören der Meinung (Reaktion) des Gegenübers,

Spiegel
im bewussteren Wahrnehmen der äußeren Situation.

Spiegel
sind für mich Angebote und Denkanstösse
(Entwicklung zum EIGENEN!).

Einfügung: Meinung - Außen-Spiegel (vorher vereinbaren)! > Seite1!

 

Spiegel 3

 und Schön-sein (Spiegel mit 3 Teilen)?

 

Jeder sollte in seinem Wohnbereich "drei" Ganzkörper-Spiegel haben:

         - Einen frontal - für die Vorderansicht,
         - einen seitlich/hinten rechts – über Eck –
               für die rechte Seitenansicht und für die Ansicht hinten rechts und
         - einen seitlich/hinten links – über Eck -
               für die linke Seitenansicht und für die Ansicht hinten links.

Warum?
Wenn Frau oder Mann attraktiv (schön) sein möchte, dann kann es nicht nur darum gehen, es so zu machen, wie der Partner es meint, wie die Mehrzahl der Freunde oder der Umgebung erscheint, wie es die Mode empfiehlt oder wie "man" es eben macht.
 
Schön ist, wer sich wohl fühlt, entspannt ist und Freude und Leichtigkeit spürt.
Das sind Inhalte die von Innen kommen und ausgestrahlt werden.
 
Ein Mensch MIT Freude – IST eine Freude!
Beste Voraussetzung, um beachtet und anerkannt zu werden.
Schön ist, wer also das Eigene ausstrahlt und sich schmückt, wenn er das denn möchte,
so wie es IHM am meisten gefällt.
 
Das bedeutet, in entspanntem und nach Belieben zusätzlich geschmücktem Zustand vor den Spiegel zu treten, sich selbst von allen Seiten zu betrachten und sich selbst zu begutachten:

     "Gefalle ICH MIR so?
     Brauche ich noch ergänzend etwas? – Was?
     Gefalle ICH MIR so NICHT?
     Wie will ICH mein Erscheinungsbild verbessern,
     so dass ICH dann rund rum MIT MIR zufrieden bin?"

Wenn es FÜR MICH stimmt, dann spüre ICH das mit einem guten Gefühl.
 
Und das vermittelt auch innerlich Ruhe und Sicherheit!
 
Sollten andere mein Erscheinungsbild anerkennend erwähnen, dann ist das eine Bestätigung und freut mich.
Sollten andere mein Erscheinungsbild oder Teile davon belächeln, verspotten oder kritisieren, dann kann ICH jetzt
gelassen und mit Ruhe reagieren, z.B.

     "So gefällt es MIR – und so tut es MIR auch gut! Das ist FÜR MICH vorrangig.
     Ich mache es also hauptsächlich FÜR MICH, damit ICH MICH rund und wohl fühle.
     Wenn anderen das dann auch gefällt, freue ich mich.
     Aber ich mache es nicht nur FÜR ANDERE. Denn das hätte vermutlich die  Folgen, dass ich mich
     dann in meiner eigenen Haut nicht mehr richtig wohl und zufrieden fühle
      (z.B. zu eng, zu kalt, zu unbequem, zu teuer usw.)
."

Eine "scheinbar" lange Rede – aber wirkungsvoll – FÜR MICH – UND – DIE ANDEREN.

Beispiel: S. war mit dem Rad unterwegs. Die Temperaturen waren nicht mehr kalt, aber auch noch nicht richtig warm. Also benutzte sie Handschuhe. Beim Zusammentreffen mit Freunden wurde sie ein bisschen ironisch gefragt: "Was, du brauchst immer noch Handschuhe?" – Ihre Antwort: "Ja, weil MIR das angenehmer ist! (Hat jemand was dagegen?) - Von diesem Moment an war S. anerkannt, wie immer sie auch eigenwillig in Erscheinung trat.

 

Gefalle ICH MIR SO

     - wie ich gekleidet bin,

     - wie ich mich zusätzlich geschmückt habe (Ringe, Kette usw.),

     - welche Körper-Haltung ich habe (gespannt, entspannt - aufgerichtet, zusammengefallen - Blick
        nach vorne, Blick zum Boden -  sicher bzw. unsicher und nur auf andere schauend usw.),

     - in welcher Stimmung ich mich spüre und

     - wie ich MICH fühle (wohl, gut, freudig, angespannt etc.)?

     - Passt es so?

     - Will ich SO weitermachen - oder FÜR MICH noch etwas verbessern,
        jetzt - oder auch künftig?
        (Sicherheit entsteht durch EIGENES Dazu-lernen entsprechender neuer Inhalte
        z.B. in Volkshochschulen oder auch in Kursen und Seminaren.)

          Einfügung: Fragen vor dem Spiegel

 

 

 

 Bild3 (Steinkomposition)

 

                                                                              Angelika Wohlfarth

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
A&L erl.

______________________________________________________________________________________________________________________

Aug./Sept.11(1). Dez.14(Bild2), Aug.16(2), Dez.16(3), Dez.18(Bild3), Aug.19(Zt2/1)   

siehe auch:    alle Hinweise von    <<  Seite1  
 

 

siehe auch:

Botschaften/Signale     Entwickeln    Fragen     Freude (nicht:nur fun!)     Konflikte    Kinder     Krisen     Mobbing     RoterFaden6(1-9)    Schule    Schön    Schön(Zt4/Fragen)    Spüren     Streit     Ziele     Was tun2    

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Aufmerksamkeit     Autor(Vielfalt)     Haltung     Sichtweisen (Weltbild)     Spiegel(Krisen-)     Spiegel / Zt24 (Spiegel i Außen / S-Fugru)    Stehen     Wie bin ich? / Ich-Wie bin ich? ..(P-Fugru)     Worte  
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)       
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Ärger und Transformation ../ Bereinigendes Gespräch     Gespräch u. Missverständnisse       Helfer (27)         Joker      "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Visionen / Tägl. Visionen (auch Krafttiere) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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