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Streit 2

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  •  Streit (3)  -  und "Ich segne dich!" - Geht das?

  •  Streit (4)  -  Ärger, Krisen und Konflikte  (Was tun?)
     

 

 

 Bild2

 

                                                                 Unbekannt

 

 

 Streit 3

 und "Ich segne dich!" - Geht das?

 

Innerlich und leise   "Ich segne dich, Herr Huber!" (dabei freundlich / offen anschauen!)
       (+atmen!):         "Ich segne dich, Kathrin!" 
                                 "Ich segne dich,  Franz!"     usw.

 

Streit ist

meist eine Auseinandersetzung zwischen zwei Menschen (oder auch zwei Seiten) mit einer ärgerlichen Grundstimmung. - Jeder möchte etwas FÜR SICH.

 

1.)  Wer das hat, was er gerade braucht (z.B. eine interessante Beschäftigung, die ihm Freude macht,
      nette Umgebung und die Anerkennung seiner Mitmenschen), der ist zufrieden und auch friedlich.

2.)  Wer sich dagegen angespannt fühlt, Schmerzen oder Krankheiten hat, sich nicht wohl fühlt,
      dem fehlt etwas zu einem zufriedenen und runden Zustand.
 
      Vielfach weiß er gar nicht,
            dass ihm etwas fehlt und
            was im Einzelnen es sein könnte, was ihm fehlt.
 
      Nur das ungute Gefühl bzw. die ungute, reizbare Stimmungslage macht sich bemerkbar.
 
      Und häufig wird gemeint, dass die Situation durch den Partner oder die anderen Menschen
      verursacht worden sei. Folglich seien auch "die anderen" gehalten, die Defizitzustände zu beseitigen, 
      Es beginnen Erwartungen, Forderungen, kritische Bemerkungen und Nörgeleien.
      Sehr wirkungsvoll Vorlagen für Streit und ungute Stimmungen.
 
      Denn das Gegenüber setzt sich normalerweise zur Wehr - und schon geht es los.

Doch so muss es nicht unbedingt bleiben!

 

A) (Der eine) darf sich wappnen und stärken
 
   - indem er berücksichtigt, dass Stimmungsschwankungen der Mitmenschen
     zum Alltag gehören, auch Forderungen, Erwartungen und scheinbare
     Ungereimtheiten.
 
   - indem er daran denkt, dass auch ihm selbst immer wieder Fehler und
     Unzulänglichkeiten passieren, wo auch er auf Wohlwollen und Nachsicht
     seiner Mitmenschen angewiesen ist.
 
…- indem er die eigene Ruhe und Gelassenheit ständig übt und stärkt.
 
   -  indem er sich bewusst macht, dass, auch wenn Forderungen oder
      Erwartungen oder ein verletzendes Verhalten auf ihn zukommen:
      "Ich entscheide FÜR MICH, niemand sonst (und für niemanden sonst) -
       und zwar IMMER!
       Ich entscheide auch, ob ich verletzt und ärgerlich oder friedlich und
       verständnisvoll reagiere.
       Ich entscheide auch, ob und wie ich auf das Gegenüber eingehen will!
       Ich bedenke immer die Folgen und Wirkungen meines Verhaltens!"
 
   -  indem er einübt, seinem Gegenüber mit der innerlich und
      leise gesprochenen Formel: "B) ich segne dich!" zu begegnen.
 
      Das bedeutet für A):
      - er schaut B) offen an,
      - wendet sich ihm zu und hört ihm zu und
      - nachdem er innerlich die Formel "B) ich segne dich!"
        gesagt hat, kann er aus der eigenen Ruhe heraus reagieren
        (z.B. mit "Hattest du heute einen schweren Tag?" oder
        "Kann ich dir irgendwie behilflich sein?"
        "Was bräuchtest du jetzt / was würdest du dir FÜR DICH
         jetzt wünschen / was täte dir jetzt gut?"  usw.)
 
       Das bedeutet für B):
       er fühlt sich gehört, angenommen und wichtig genommen.
       Eine gute Voraussetzung für eine konstruktive, friedliche und
       erfolgreiche Fortsetzung / Lösung.

 

B) (Der andere) darf dazu lernen, dass
 
   -  eigene ungute Gefühle, Schmerzen, Ärger, Unlust, Krankheiten usw.
      SIGNALE des eigenen Körpers an IHN SELBST sind.
 
   -  diese Signale wollen B) darauf hinweisen, dass ihm momentan Wichtiges
      für ein freudevolles Leben fehlt, in dem er sich dann auch rund und
      wohl spüren (fühlen) kann.
      Wenn er so weitermacht, wird sich das nachteilig auf seine Lebensqualität
      auswirken, die unguten Zustände werden sich wiederholen und steigern.
 
   -  B) ist SELBST dafür zuständig und verantwortlich, herauszufinden, um
      was es geht (z.B. weniger Hektik, mehr Ruhe, Ausgleich, Entspannung,
      Vielfalt usw.). Er darf sich helfen lassen, um FÜR SICH die Frage
      beantworten zu können:
      "Was kann ich SELBST tun / verändern / verbessern / dazu-lernen,
      damit es langsam und Schritt für Schritt immer mehr so wird, wie
      ICH es mir mehr wünsche?
      Wie wünsche ICH es MIR denn mehr (was ich dann auch selbst und in
      eigener Zuständigkeit nicht nur machen kann, sondern auch machen will)?"

 

Das gilt natürlich auch seitenverkehrt, also B = A und A = B.

Allgemein hilfreich ist immer, die Seite der eigenen, im Körper spürbaren Lebensfreude (gemeint ist damit nicht nur Fun) zu stärken. Also schon bekannte, erfreuliche Inhalte auch wieder zu tun und neue Inhalte durch Probieren zu erschließen (Vielfalt!).

Einer alleine kann nicht streiten.
Wenn der andere bedacht reagiert, hilft das beiden!

 

 

Streit 4

 .Ärger, .Krisen und .Konflikte

Markante Textstellen:             Entstehen     Erfolgreicher sein     Langfristig     Kurzfristig     Notwendige Bereitschaft     Wichtig ist zu bedenken                         


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  S. klagt: "Streit passiert immer wieder, weil ich mich in Not, bedrängt oder zur Seite geschoben fühle – und dann platze ich plötzlich, weil mir alles zu viel wird. – Wie siehst du das jetzt?"
 

Antwort:  Ja, das verstehe ich gut, was du schreibst.
 
Entstehen
Streit, Ärger, Krisen und Konflikte entstehen, weil DU momentan nur so reagieren kannst, wie DU es eben gerade tust. Auch siehst  du
vielleicht häufig gar keinen Grund, etwas anders zu machen. Aber du kennst auch tatsächlich kaum anderen Möglichkeiten, die bewirken könnten, die Situation zu entschärfen, zu klären oder zu verbessern.
 
"Der andere soll eben anders sein, als er tatsächlich ist - und ER soll tun!", sind oft die eigenen, inneren Argumente.
 
NEIN! - STIMMT SO NICHT!
Das wäre erwarten / fordern / bevormunden / besserwissen-wollen / fremdbestimmen!
 
Was der andere macht oder nicht macht, ist seine Sache.
Du kannst bei ihm nicht eingreifen, ihn nicht bevormunden oder fremdbestimmen wollen.
Du kannst es natürlich schon, aber du wirst damit gegen die Wand fahren. - Und das tut zusätzlich weh.

Du bist nur FÜR DICH SELBST zuständig und verantwortlich.
Natürlich machst auch du es in jedem Augenblick so gut, wie du es gerade kannst
Bisher hast du dich eben so verhalten, wie du dich verhalten hast.
Doch das war offensichtlich wenig erfolgreich.
 
Erfolgreicher sein
Wenn du künftig erfolgreicher sein willst – anderen, aber auch dir selbst gegenüber – geht das nur, indem DU FÜR DICH neue Möglichkeiten dazulernst, dein eigenes Repertoire also erweiterst / vergrößerst.
 
Der erste Schritt ist immer die Einsicht, dass es so nicht gut weitergehen kann.
Der zweite Schritt, die Erkenntnis, was jetzt zu tun wäre -
und der dritte Schritt ist dann schon ein bisschen neues Tun, kleine Schritte in die neue Richtung..
 
Ich meine, dass du schon dabei bist, neue Wege zu suchen.
 
Langfristig
geht es darum,
        mehr Freude, Fröhlichkeit, Wohlfühlen und Leichtigkeit ins eigene Leben hereinzuholen und
        immer auch körperlich zu SPÜREN.
 
Wie ist das zu erreichen?
        z.B. indem du übst, deinen Körper bewusster wahrzunehmen und dein aktuelles Tun ständig und
        in kleinen Schritten zu verbessern, hin zu:
        "So wenig Energieeinsatz (so einfach und praktisch), wie gerade nötig und möglich - und
        gleichzeitig so viel Entspannung und Loslassen, wie gerade möglich und erreichbar."
        Das Ergebnis wird sein, dass du mehr Energie und mehr Schwung für Inhalte zur Verfügung hast,
        die dir mehr Spaß machen, deine Lebensfreude mehren, deine Stimmung aufhellen und in dieser
        Form dir auch gut tun werden
.
 
        Gleichzeitig ist es hilfreich, dir auch die Frage zu stellen:
        "Was könnte mir über das Gegenwärtige, das ich schon kenne und praktiziere, hinaus, AUCH NOCH
         Freude machen und so auch gut tun – mich vielleicht sogar in meiner Weiter-Entwicklung fördern und
         unterstützen?"
         Da geht es dann ums Ausprobieren von möglichst vielen neuen Inhalten. Verlass dich bei der Auswahl
         (Kurse, Seminare, Ausbildungen usw. an Volkshochschulen, Musikschulen usw. - vgl. Autor unten) auf
         deine Intuition / deine Träume / deine Sehnsüchte, also deinen Inneren Einsager - und fang mit dem an,
         wonach dir gerade ist (was dich spürbar anspringt!).
         Dann bewegt sich was – und es geht weiter – im Gegensatz zu Stillstand und ständiger Wiederholung
         des Gleichen (ständig Nur-reden oder Nur-denken "So wäre es richtig… und so müsste es gemacht
         werden ...!" aber selbst tatsächlich nichts verändern oder anpacken).

         
Vielfalt fördert neben der Freude auch die eigene Vielfalt und die eigenen Möglichkeiten.
          Je mehr Möglichkeiten du kennengelernt und erfahren hast, desto leichter und vielfältiger wirst du auch
          DEIN Leben und Mitwirken gestalten können – alleine, mit dem Partner und mit anderen zusammen.
 
          Ein bewährter Weg, dieses Spüriger-werdens und achtsamer das eigene Tun / Bewegen / Verhalten
          selbst auch intensiver wahrzunehmen, wichtig zu nehmen und zu verbessern, sind das Meditative Gehen
          und das Meditative Laufen (siehe: dort unten). - Viele nützliche Anregungen sind da versammelt.
 
          Auch viele andere Wege bieten sich an.
          Entscheidend  ist, dass sie DIR letztlich gefallen und dienen.
          Achtung: Das muss nicht von Anfang an so sein!
 
 
Kurzfristig
Doch auch kurzfristig, jetzt  und morgen,
ist schon anderes EIGENES Verhalten wichtig.
 
Was könnte da nun in Frage kommen?
 
          Vorrangig ist der Mut zum Ausprobieren von Neuem!
 
          Z.B. das Gegenteil von dem probieren, wie du es bisher gemacht hast (bist du bisher davongelaufen,
          so bleibe nun mal da, auch wenn es dir mehr Angst macht;
          wenn du bisher sofort dagegen geredet hast, versuche nun mal zu schweigen, zuzuhören, zu spüren
          und dann ehrlich von DIR und DEINER Angst / Schrecken / Unsicherheit / Not zu erzählen.
          Rede nur mit "ICH spüre / denke / meine …. usw – erzähle also das, was DIR ist." und vermeide 
          "DU kannst doch / musst / sollst …  usw.  = Erwartungen / Forderungen)".
 
          Probiere das Tief-durchatmen und dann das Zuhören.
          Wenn notwendig, stelle behutsam Verständnisfragen (z.B. was genau, wie im Einzelnen usw.).
          Wiederhole das, was DU von deinem Gegenüber verstanden hast, mit DEINEN eigenen Worten.
          Lass das auch in DIR nachklingen. Wie ginge es DIR damit?
          Probiere es immer wieder. Es wird mit der Zeit besser!
 
          Probiere auch, DIR einen Spiegel zu nehmen und DICH SELBST zu fragen, was DU JETZT
          bräuchtest, damit du dich wieder wohler fühlen könntest.
          Wie würdest DU das dann spüren?
          Was könntest DU SELBST und in eigener Zuständigkeit JETZT "dafür" tun, damit es immer mehr
          so wird, wie du es dir wünschst?
 
          Probiere es auch mal mit einer Pause (zum Abkühlen und Klarer-werden):
          Z.B.: "Du, ich bin momentan so verwirrt und  verunsichert, dass ich mir eine Pause nehmen möchte.
          Ich bitte dich um Verständnis. - Es ist NICHT gegen dich, sondern FÜR MICH!"
          Dann versuche zu klären, was momentan mit dir los ist.
          Brauchst du etwas (was?) oder bist du angespannt, nervös und außer dir, was aber mit der
          momentanen Situation nichts zu tun haben muss usw.
          "Was ist dir?  -  Und wie ist dir?" -  Magst du das ehrlich erzählen (in ICH-Form)?
 
          Trau dich zu dem, wo du meinst, dass es zu einer friedlichen Lösung beitragen könnte.
          Vertraue deiner eigenen Kreativität und probiere es aus.
          Trau dich! Immer wieder mit Neuem!
          So stärkst du auch Einfallsreichtum und Kreativität. Sonst entstehen Stillstand und Erstarrung.
 
  

Notwendige Bereitschaft
Streit verlangt also die Bereitschaft

   auf sich SELBST  UND  die Bedürfnisse des anderen einzugehen und sich zu einigen, auf eine Lösung,
   die für BEIDE stimmt und in Ordnung ist, denn jeder muss etwas davon haben (win + win) -
   (dass nur einer sich durchsetzt und der andere dabei auf der Strecke bleibt, verstößt gegen alle Regeln
   der Gleichberechtigung und kann zu keinem dauerhaften Frieden und besserem Miteinander führen).
 
   Streit ist also eine Herausforderung, nun endlich einander zuzuhören, die gegenseitigen Bedürfnisse
   zu klären und zu erklären, zu verstehen und dann auch darauf einzugehen.
   Es ist eine Herausforderung für jeden der Beteiligten – und das ist gut so.
   Sonst würden die unerledigten Angelegenheiten nicht ausgesprochen und danach (hoffentlich) gelöst,
   sondern dafür ersatzweise vielleicht sogar die Beziehungen, mit Trennungen voneinander und mit
   Davonlaufen voreinander und vor sich selbst. Vor allem "vor sich selbst"!
 
  

Wichtig ist noch, immer zu bedenken,

dass auch wenn NUR EINER sich SELBST weiterentwickelt – und damit fähiger wird, sein bisheriges Verhalten zu ändern, so verändern (verbessern) sich zwangsläufig auch Abläufe und Inhalte von Streits positiv.

."Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es wider!"

 

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F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung
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= unter "Buchstaben" (je erste Seite / Inhalte oder HINWEISE - z.B. AA) vermerken;  erl.= .  [(>)=. erl]   
A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!

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Dez.14(3), Apr.16(4+Bild2)
 
siehe auch:    alle Hinweise von  << Seite1  +  >>Seite3

 

 

siehe auch:

Ärger    Bedürfnisse    Eigen-Kompetenz/-Verantwortung    Fragen    Freude     Gewalt     Konflikte     Kommunikation       Krisen    Liebe(Gewalt)   Loslassen    Möglichkeiten    O.k.     Probieren     Respekt(m.Beisp.)     Roter Faden8(1-9)     Spüren   Verändern   Verstehen   Verstehen2  Vielfalt      Zuhören   Was tun2

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Aufpassen (Konfl.u.Spannungen - Loben u. Anerkennen - Miteinander reden)     Autor(Schmerzen/Vielflalt/eigene Hände)     Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender 'Mensch')     Streit (3) - u. Ärger ...
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH:
Möglichkeiten / 1-2-3-4-5-6-7 Möglichkeiten     Streit - Schrei nach Klarheit     Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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  ©  Copyright: Gerhard Salger
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(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

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