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Transformation

beginnt bei mir !

 

Ein spürbares  Minusgefühl  (Ärger, Unmut, verletzt, gekränkt fühlen usw.) zeigt an:
so ist es mir weniger lieb, so ist es mir eher unangenehm
 (was genau?).

Daraus kann ich selbst ein  Plusgefühl  (so ist es mir lieber / angenehmer!) machen,
wenn ich das benenne, was mir in diesem speziellen Fall mehr Freude, Lachen, Vertrauen usw. (= Plusgefühl) bereiten würde, und - wenn mir das wichtig ist - genau darum bitten, dafür eintreten und verhandeln.

Beispiel:
In einem sehr holperigen Gespräch mit einem Ausländer, der sich schon 3 Jahre in Deutschland aufhält, denke ich mir ein wenig unmutig, dass der in dieser Zeit die deutsche Sprache schon besser gelernt haben könnte = ungutes Gefühl, das mein weiteres Handeln - wenn auch nur geringfügig - negativ beeinflussen würde.
 

Variante 1:

Zunächst mache ich mir dieses Gefühl und dann das klar, was mich im Moment stört.
                         ("So … will ich es nicht!")
Dann mache ich mir klar, wie es mir besser gefallen würde.
                         ("So … wünsche ich es mir mehr!")
Und daraus formuliere ich eine entsprechende Mitteilung an das Du.  Hier z.B.
                         "Ich würde mich gerne mit dir flüssiger in Deutsch unterhalten können!"

Jetzt habe ich mein Anliegen formuliert und in guter Weise als Ich-Botschaft (und damit nicht verletzend für das Du) mitgeteilt. Das alleine macht schon ein gutes Gefühl.
Und da es das Du in guter Weise aufnehmen und vielleicht tatsächlich mehr in dieser Richtung tun wird, kann sich mein gutes Gefühl sogar weiter verstärken.

Auch das Du kann diese Ich-Botschaft aufnehmen, ohne sich verletzt zu fühlen. Wenn das Du sie als Erinnerung, Anregung, Anstoß nimmt, wird sie auch ihm ein gutes, freudiges Gefühle machen, ansonsten das Verhältnis nicht belasten.
 

Variante 2:
 

Ich beachte mein eigenes, ungutes Gefühl nicht und reagiere automatisch bzw. unaufmerksam, z.B. mit "Es wäre schon besser, wenn du dich flüssiger in Deutsch ausdrücken könntest!".

Das ist zwar noch nicht direkt verletzend, aber es transportiert meinen gespürten Unmut und macht das Gespräch schwerer, führt vielleicht sogar zu einem Streit.
 
Eine große Hilfe wäre es da, wenn das Du zunächst nicht auf den Inhalt, sondern nur darauf eingehen würde, was es spürt:
z.B. "Für mich ist ein gewisser Unmut zu spüren. Was ärgert dich?"

Damit würde sich für mich die Chance eröffnen, in Variante 1 einzusteigen, also 'bewusster' zu handeln und so dem Gespräch eine erfreulichere Richtung zu geben.

 

Dieses Zusammenhelfen (spiegeln der vom Gegenüber ankommenden unguten Gefühle, ohne sie zu bewerten) ist gerade bei Partnern besonders wichtig, weil so das Beachten der eigenen Gefühle und das positive Ausdrücken des momentanen Ich-Bedürfnisses eingeübt und mehr und mehr zu einem selbstverständlichen, Klarheit und gute Stimmung fördernden Bestandteil der Beziehung werden kann.

Nach und nach wird dieses Spiegeln auch erkennbar Positives erfassen z.B. "Heute strahlst du richtig, hattest du einen erfolgreichen Tag?" - "Du lächelst, das macht dich noch schöner!" - usw. (also: das vorhandene Schöne beachten, loben und anerkennen) und so das Miteinander anreichern. 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 

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März 06 
siehe auch:   Gespräche  

               Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten!

>ZL              ALLTAG / Loben     ALLTAG / Newsletter Nr.68      ALLTAG / Partnerschaft    

                   LABYRINTH / Ärger und Transformation    

   

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