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   Abstand & Nähe

  •      Bild1   (Schöne Sch... )

  •   Trennen (1)  -  Es droht der Zusammenbruch!  (Was tun?)  

  •   Trennen (2)  -  Er hat sich einfach 
                                          von mir getrennt!   (Was tun?)  

  •   Trennen (3)  -  oder besser verbinden oder/und Perlen zählen
              Zsfsng zu (3)

 

 

 Bild1   (Schöne Sch... )

 

                                                    Angelika Wohlfarth

 

 

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 Es droht der Zusammenbruch!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  V. beschreibt: "Mein Bruder ist ein Choleriker. Wütend geht er auf seine Frau, auf seine Kinder und auch auf mich los. Meine Schwägerin will sich nun scheiden lassen. Sie hat Angst um sich und die Kinder. - Die Wutausbrüche kenne ich von unserem Vater. Wenn ich meinem Bruder Veränderungsmöglichkeiten empfehle, lehnt er diese ab, das braucht er alles nicht. Manchmal habe auch ich Angst vor ihm, obwohl ich ihn sehr lieb habe. Ich weiß nicht mehr weiter. - Hast du vielleicht ein paar Ideen, die mir weiterhelfen könnten?"

Antwort:  Ich lese deine Zeilen und denke mir: "Das tut weh! Daneben zu stehen, zu meinen, zu wissen, wie es besser gehen könnte - und nichts tun zu können."
Ich glaube, dass viele Menschen ähnliche Situationen, wenn auch im Einzelnen wieder ganz anders, kennen. Das ist allerdings ein schwacher Trost.
 
Mich erinnert das an drei Inhalte:
An das, was uns allen aus der Kindheit an Schönem und Schrecklichem mitgegeben wird
     (gefesseltes Kind - gefesselter Mensch),
an
Theresa von Avila und
an folgenden Ausspruch eines Indischen Weisheitslehrers:
    
***Andere lieben kann man nur auf eine Art und Weise: Sie so lieben, wie sie sind.
         Und das Schöne ist, dass sie sich, wenn du sie so liebst, wie sie sind, ganz von
         selber verändern. Zwar nicht gemäß deinen Vorstellungen, aber gemäß ihrer
         Wirklichkeit.***  (=Liebe,Zt1/6)

Ich möchte dich zum "eigenen" Umsteuern, wie es eben für dich möglich ist und stimmt, ermutigen. Dafür bist du selbst zuständig. Für alles, was deinen Bruder angeht, bist nicht du, sondern dafür ist nur er zuständig!

Dieses eigene Umsteuern / Umdenken braucht seine Zeit und will eingeübt werden.
Doch was wäre jetzt schon möglich? 
Weil, was tust du, wenn du morgen deinem Bruder wieder begegnest?

Ich versuche mich jetzt mal in deine Situation hinein zu versetzen und zu erspüren, wie ich es versuchen würde:

  • Ich sehe meinen Bruder und vergegenwärtige mir innerlich: "Du machst es für dich so gut, wie du es gerade kannst. - Für dich gelten deine Maßstäbe, egal, ob sie mir gefallen oder nicht. - Du bist mein Bruder und ich will mich bemühen, dich so anzunehmen, wie du gerade bist und zu einem guten Miteinander beizutragen."

  • "Wie bist du denn gerade? Was beschäftigt dich? Was kann ich wahrnehmen?"
    Sehe ich z.B. dass du wütend bist und schreist, will ich darauf eingehen (Anteil nehmen): "Ist es gerade recht schwer für dich?" oder "Hattest du heute einen anstrengenden Tag?" oder "Gibt es etwas, was dich z.Zt. belastet?"
    Danach werde ich viel zuhören, dich zum Erzählen ermutigen und mich selbst mit (klugen) Kommentaren zurückhalten.

  • Ich sehe meinen Bruder und sage mir innerlich: "Ich nehme dich so an, wie du bist!"
    (bin achtsam, höre zu, nehme Anteil, keine Du-Botschaften oder Ratschläge, wenn, dann Ich-Mitteilungen)

  • Ich sehe meinen Bruder und sage mir innerlich:  "Bruder, ich segne dich!"
    Ich spüre den Frieden in mir und strahle ihm all meine Liebe zu. Das braucht keine Worte. Und Worte, die aus dem Inneren Frieden geboren werden, tun gut.

  • Ich mag meinen Bruder, meine Schwägerin und die Kinder - jeden - und ich werde nicht Partei ergreifen.

Mit der Zeit werden sich bei euch beiden Veränderungen / Verbesserungen ergeben. Beachte sie - und ihr dürft sie auch gemeinsam feiern, vielleicht sogar mit irgendetwas, was für euch beide neu ist, was ihr beide bisher noch nie gemacht habt. - Probieren!

 

 

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 Er hat sich einfach von mir getrennt!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K. erzählt: "Mein Freund hat sich vor drei Tagen von mir getrennt. Er hat mir das gesagt, einfach so, aus heiterem Himmel. Wir sind jetzt drei Jahre zusammen und haben gerade geplant, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Ich hab ihn lieb - und nach mehreren Beziehungen, die nicht so gut waren und dann auch in die Brüche gegangen sind, war das die erste Beziehung, in der ich mich richtig wohl gefühlt habe. Ich bin zwar schon zweiunddreißig und mein Freund erst sechsundzwanzig, aber mir macht der Altersunterschied nichts aus. Er braucht noch viel Zeit für sich zum Lernen und ist dazu kurzfristig auch im Ausland. Umso schöner ist es, wenn er dann wieder da ist. - Unlängst habe ich gesehen, dass ihn seine Mutter zu einem Gespräch beiseite nahm. Vielleicht hat sie da wegen dem Altersunterschied auf ihn eingeredet oder auch wegen dem Kinderkriegen. Ich mag Kinder unheimlich gerne. Meine kleine Schwester ist jetzt schwanger und das habe ich natürlich ganz begeistert erzählt. Vielleicht meint er, dass ich jetzt auch schon Kinder möchte. Für mich ist das im Moment aber überhaupt kein Thema. Vielleicht fühlt er sich da unter Druck gesetzt. -
Irgendetwas stimmt nicht: Aus heiterem Himmel sagt er mir, dass er sich von mir trennt. Mein Freund redet zwar nicht so viel, aber ich kenne ihn schon recht gut. Und ich habe bisher keinerlei Anzeichen für eine Krise oder Spannungen zu mir bemerkt. - Eine andere ist da bestimmt nicht im Spiel. - Auf jeden Fall will ich in den nächsten Tagen mit ihm nochmals das Gespräch suchen. Es tut verdammt weh! Denn ich habe ihn nach wie vor lieb.
Aufgefallen ist mit, dass er mir gesagt hat, er wolle 'mir' nicht im Weg stehen. Aber er hat nicht gesagt, wie er sich fühlt und was er für sich in einer guten Beziehung braucht. - Was meinst jetzt du zu meiner Situation?"

 

Antwort:  Von einem geliebten Menschen gesagt zu bekommen, noch dazu überraschend, dass er sich trennt, ist schon sehr schmerzlich und tut weh!
Ich bewundere deine Klarheit und Einfühlsamkeit, die du in wenigen Tagen für dich gewonnen hast.

Ein klärendes Gespräch finde ich sehr wertvoll. Eines, in dem jeder von sich und den eigenen Gefühlen, dem eigenen Ereben und den eigenen Vorstellungen, Fantasien und Befürchtungen spricht. - In dem also nicht argumentiert, sondern zugehört wird ("Aha, so schaut es für dich aus!  So hast du es also erlebt!").

Die Mitteilung deines Freundes, dass er sich wegen dir trennen will, hat einen Schock ausgelöst. Ähnlich, wie wenn die Ampel auf 'rot' springt, war das ein überraschendes "Stopp, so wie bisher geht es jetzt nicht weiter!".

Ganz gleich, wie das geplante Gespräch ausgehen wird, es gibt auch noch eine andere Seite dieses einschneidenden und schmerzlichen Ereignisses, nämlich die 'Chancen' des Halt und der Besinnung.

Ist es Zufall, dass demnächst der neue Katalog der Volkshochschule erscheinen wird, der eine ungemeine Fülle von interessanten Inhalten (z.B. Natürlicher Tanz, Yoga usw.) anbietet, die auch ohne Partner probiert werden dürfen?

Ist es Zufall, dass auch das Programm des Freien Musikzentrums mit ungemein vielen Kursangeboten (z.B. auch in Richtung Rhythmus und Trommeln) lockt und zum Probieren einlädt?

Ist es Zufall, dass auch im Internet (z.B. www.abcgs.de ) Seiten zu mehr und intensiverer Freude einladen?

Oder melden sich diese Zufälle, um auf einige Chancen aufmerksam zu machen, die das eigene Leben - auch in einer funktionierenden Partnerschaft - reicher machen könnten?
Weil, je mehr jeder an Fülle mitbringt, desto erfüllter kann die Beziehung werden.

Wie auch immer es für dich weitergeht, ich wünsche dir, dass du deine Fröhlichkeit und dein Lachen wieder findest und dass sie dich auch weiterhin begleiten.

 

 

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 oder "Perlen zählen"?


Briefwechsel: 

Situation und Frage:    Z. schreibt:  Danke für Deine Wünsche - und ich interessiere mich auch für Deine Sichtweise, auch und besonders, wenn unbequem. Denn ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass genau das Unbequeme für mich hilfreich war.

Antwort:       Danke, liebe Z., für das Lächeln, das du mir gerade geschenkt hast, weil du dich so “mutig” zeigst, auch Unbequemes lesen zu wollen. Daran wird es nicht fehlen. – Versprochen.
Dann will ich also ein paar eigene Gedanken zu deiner Situation beisteuern:

  • Rede so, wie dir der Schnabel gewachsen ist und nur mit ICH-Botschaften.
    Erzähle also in einfachen und verständlichen Worten von dir, deiner Not, deinen Träumen und auch dem,
    was dir helfen würde. Keine Forderungen oder Erwartungen an das Du!! - Meine ICH!
     
  • Ich lese “mein Mann” und “das Forum” usw. –
    und ich übersetze: “Die anderen sollen ....., haben ....., die Eltern ......, früher .......!”
     
    ICH meine (kurz ein paar Gedanken, die mir so kommen):
     
    - Partnerschaft und besonders das Miteinander-reden und die immer verschiedenen Bedürfnisse erkunden, verhandeln und so einigen, dass es BEIDEN spürbar gut geht (win + win), ist eine Herausforderung, die nach meinen Erfahrungen das Lernen von vielen verschiedenen Möglichkeiten und das Trainieren von Kreativität, Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung braucht.
    Also “dazulernen + entwickeln” und weiter “dazulernen + entwickeln” und weiter “dazulernen + entwickeln”!
     
    Und das darf Freude machen (es macht ja das Leben insgesamt leichter und intensiver).  > Partnerschaft(6) und Vielfalt!  - Schmerzen und Krankheiten sind nach meiner Überzeugung starke Signale dafür, dass im eigenen Leben die Freude (helle Seite des Lebens) immer weniger wird und damit die dunklere Seite überwiegt. Beide Seiten sind wichtig, aber die hellere Seite sollte immer überwiegen. Ich finde ein Verhältnis von 70% Licht und 30% Schatten recht gut.
     
    - Es ist JETZT so, wie es JETZT eben ist. (Wie IST es denn genau? >Tagebuch?)
    Alles Bisherige ist “unwiderruflich vorbei”. - Gegenwart und Zukunft habe ich SELBST in der Hand, auch das Bestimmen und Verfolgen eigener Ziele. - Wenn ICH es so will!
     
    - Ich bin für mich zuständig und verantwortlich - und für meine Beziehungen
       bin ich mit-zuständig und mit-verantwortlich.
     
    - Ich entscheide FÜR MICH, niemand sonst (und für niemanden sonst!!!).
    Wenn ich also bei mir Defizite entdecke, gleich welche, z.B. das kann ich nicht oder nicht so gut, dann ist MEINE Frage an MICH: Will ich das lernen und üben, mich also weiterentwickeln - oder will ich weiterhin in der Opferrolle oder im bequemen ‘Da-bin-ich-nicht-gut’ bleiben [und weiter nur jammern / klagen / vielleicht sogar andere beschuldigen]?
    Ich bin FÜR MICH zuständig und verantwortlich und ich “muss” für MEINE Entscheidungen – SO ODER SO - immer auch SELBST die Folgen und Wirkungen tragen.
     
    Und wie geht jetzt ein Neu-Anfang?? 
                                                                z.B. mit Perlen zählen
     Perlen zählen meint: So oft am Tag lachen oder zumindest lächeln, wie es nur geht.
     

    10 Perlen in eine Tasche stecken und bei jedem Lächeln 1 Perle davon in die andere Tasche (= 1 x gefreut).
    Sind alle 10 Perlen in der anderen Tasche, dann aufschreiben und von vorne. Am Abend Rückblick und staunen.
    Möglichst Tagebuch! - Und weiter so !  Die Momente der Freude ausbauen! :-)
    Halt die Ohren steif, liebe Z.!
    Viel Neues wartet auf dich! (Schon wieder ein Lächeln?)
    Du darfst dich darauf und darüber freuen! -
    Tut richtig gut! Oder?
     

 

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Zsfsng (3)        
(oder/und verbinden)?         


Perlen zählen!         

Abstand & Nähe       

 Wenn ich mit dem DU in Verhandlungen nicht weiterkomme, bleibt mir nur der Rückzug auf die Möglichkeiten, für die ICH ALLEINE zuständig bin und entscheiden kann, nämlich Abstand und Nähe.
Besser ist es allemal, es immer wieder zu probieren, z.B. mit klaren ICH-Botschaften, miteinander reden, mit dem Ziel WIN+WIN., anerkennen, dass ICH FÜR MICH SELBST zuständig  bin, also immer SELBST entscheide, es JETZT eben so ist und nur ICH für mehr eigene Freude sorgen kann z.B. mit Perlen zählen.

Bei jedem angenehmen Gefühl dem ein herzliches Lachen oder Lächeln folgt, kommt eine Perle von einer Tasche in die andere. Die Ergebnisse sollten in einem Tagebuch festgehalten werden.

     Bearb.Hinw. > unten!   

 
      für(3)+Zsfsng    Bearbeitungsvermerk/e   vonTrennen(3)+Zsfsng    auch an (+Hinweise)  > Abstand & Nähe > Anerkennen > Anfang > Bestmöglich > Entscheiden > Freude (nicht nur fun / Unterh.) > Gefühle >
             Jetzt >
 Lächeln > Möglichkeiten > Probieren > Quellen > Selbst > Spiele > Verbinden > VerhandelnZuständig-RoFa1   // 11.18     Einfügung:  Trennen(3) - oder besser verbinden u, Perlen zählen?              
             Beitr.erl 27.11.18         + diese Hinw.erl.                           Hinweise:. win+win, rueckzug, perlen, zaehlen, sorgen fuer, unbequem, erfahrung, hilfreich                                      Datei:

 

 

  fertig bis // 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
     Bearb.Hinw. > unten!   
     für    Bearbeitungsvermerk/e   von    auch an (+Hinweise)  >   
             Einfügung:                 Beitr.erl          + diese Hinw.erl.             
             Hinweise:.
                                                  Datei:

 

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Mai 11(1), Okt.11(2), Dez.18(3+Zsfsng), Aug.23(Bild1)
  

 

siehe auch:

Anfang     Begegnen(2)     Beziehung(5)    Kinder4     Lächeln    Roter Faden5(1-8)    Spielen     Verändern(5)      Ziele(2)       Was tun2 

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Beziehung1 (gelingt-stagniert-misslingt)     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Theresa von Avila

Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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