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in Vorbereitung  

 Urteilen 1

 Zusammenhänge und Alternativen

 

Bericht: Wir, Anna, Hanne, Erich und ich besuchen eine über 70 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Als sie uns öffnet sehen wir im Eingangsbereich auf einem Tischchen mit gehäkelter Decke ein braunes Springendes Pferd aus Keramik mit einer goldfarbenen Uhr im Sockel.

 

Reaktionen und bessere Möglichkeiten:

SprecherIn
 

 

Reaktion
 

 

Wirkung
 

 

bessere Möglichkeiten / Kommentar
 

 

Anna

 

Das schaut ja unmöglich aus. Richtig altertümlich.
 
Ich würde mir so was nicht in die Wohnung stellen!
 
 etc.
 

 

Ob laut oder auch leise: Für die alte Dame, um die es hier geht, hat das eine verletzende Wirkung. Weil sie und ihr Eigentum beurteilt und abgewertet werden.
Nach einem fremden Maßstab (dem von Anna). Die alte Dame fühlt sich also nicht gesehen und verstanden.
Gesamtwirkung auf das Gespräch: belastend / negativ.
 

 

Es geht nicht um die persönlich Meinung von A. zu der Wohnung, sondern darum, die alte Dame und ihr Umfeld wahrzunehmen und wertzuschätzen. Und für die alte Dame ist das, was sie hat und wie sie es hat schön. Das braucht sehen und anerkennen: z.B. "Schön haben Sie es (leise: … 'für sich', nämlich die alte Dame)."
 

 

Hanne

 

Ein schönes Zuhause haben Sie sich da eingerichtet. Da fühlen Sie sich sicherlich wohl.
Und besondere Sachen haben einen besonderen Platz. So auch das Springende Pferd.
Es hat sicherlich eine wichtige Bedeutung für Sie. Mögen Sie was dazu erzählen?
 

 

Die alte Dame fühlt sich sofort gesehen und angenommen. Sie strahlt – und erzählt dann, dass das Springende Pferd bei ihrem Kennenlernen ein Geschenk ihres Mannes gewesen sei. Der ist zwar nun schon lange tot, aber die Keramik ist eine bleibende, liebenswerte Erinnerung.
  

 

Hanna erkennt und beachtet, dass  es nicht um sie selbst, sondern um die alte Dame und deren Umfeld geht, in dem sie sich wohl fühlt.
Es geht also um
 sehen,
 hören,
 wahrnehmen,
 beachten und
 anerkennen
der alten Dame und ihres Umfeldes - und um sonst nichts.
Also keine persönlichen Kommentare oder Meinungen!
 

 

Erich

 

fühlt sich sichtlich unwohl, sagt aber nichts.

 

 

Sein Verhalten drückt die allgemeine Stimmung, macht sie also nicht leichter und beschwingter, sondern schwerer.

 

 

Erich urteilt (aburteilt) innerlich. Für ihn wäre die Erkenntnis von Bedeutung, dass ein anderer Mensch verschieden von einem selbst ist und einen anderen Geschmack und andere Wichtigkeiten und Bedeutungen hat. Erich hat sich für ein Mitgehen entschieden. Also sollte er auf die alte Dame eingehen und nicht den eigenen Vorurteilen nachhängen.
 

 

Ich

 

begrüße die alte Dame herzlich, lachend und indem ich sie in den Arm nehme.

 

 

Das fördert die Freude der alten Dame und von uns allen.

 

Die anschließende herzliche Gratulation wird gerne und dankbar aufgenommen.
 
Alle können wir schließlich sagen, dass es ein schöner Besuch war – für die alte Dame (in diesem Fall Hauptperson) und uns alle, die wir mit ihr zusammen “ihr” Fest (mit-)feiern wollten.
 
Also eine win+win-Situation!

  

 

 

 

Für uns alle war es eine wichtige Erinnerung, dass es immer wichtig ist, klar zu sein:
  "Das Deine ist Deines, von Dir und für Dich!"
   Das braucht kennen-lernen!   und
  "Das Meine ist Meines, von Mir und für Mich,
    zu dem ich dich weder überreden noch zwingen will. Aber auch ich
    möchte gesehen, gehört und so anerkannt, angenommen und wertgeschätzt werden, wie ich eben gerade bin.
    Und zwar ehelich    (innen: JA und außen: JA)."
 
Urteilen, beurteilen, abwerten, bevormunden, Druck ausüben, besser-wissen- und auch recht-behalten-wollen sollten also – wenn überhaupt -  immer von dem Bewusstsein begleitet sein, was ich da mache, mit mir selbst und auch mit anderen.
Und einer klaren, eigenen Entscheidung, wie genau ich es wirklich will – für mich und für andere.
Auch, welches Vorbild ich sein will.
Ob und welchen Lichtpunkt ich also in die Welt tragen und verschenk
en möchte.

 

 

 

 

 

 

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 Einfügung: Erwartungen und Bewertungen

Erwartungen, vor allem Du-Erwartungen und Du-Bewertungen, wirken zerstörend. Sagen sie doch: "Ich weiß, wie du denken und dich verhalten sollst! - Ich will dich bevormunden und von außen fremdbestimmten! - Mein Vorteil zu deinen Lasten!" - Ein fruchtbarer Lösungsweg ist, bei mir zu bleiben und dem Nachzuspüren, was ich für mich gerade möchte und brauche - und mich dann genau dafür einzusetzen, indem ich z.B. mein Anliegen beschreibe und mein Gegenüber um Unterstützung / Hilfe bitte.
Jetzt wird es menschlich: Ich entscheide für mich, was ich brauche und was ich dafür selbst tun will (ich erzähle und bitte)
und das Gegenüber hört zu, versteht und entscheidet dann seinerseits, ob es der Bitte entsprechen kann und will. - So begegnen sich zwei selbständige und eigenverantwortliche Menschen respektvoll. 
 

    ***Du kannst die Welt nicht heilen,... Das weißt du selbst. Man kann sich immer nur um einzelne kümmern. Aber auch das zeitigt Wirkung. Nur die Größenwahnsinnigen, ...., glauben, dass sie das Leben aller Menschen lenken können. Du gehörst zu den Gesunden,..., und damit zu denen, die nur begrenzten Einfluss besitzen.    (Sara Paretsky  / aus: Blood Shot)***

von Erwartungen1 &NL107)  auch an > Bedürfnisse (auch:5/Erwartungen)   > Begegnen > Bewertungen(urteilen) > Bitte > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung > Entscheiden > Erzählen > Heilen > Ich will > Lösungen(Eiigen) > Mensch > Respekt > Selbst > Wege > Wirkungen   (12.16)  
 

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Einfügung: Gleichwertiges Begegnen!

            
Gleichwertiges             
Begegnen!            

 Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen;
dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten;
dich ernst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen;
zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen;
dich einladen, ohne Forderungen an dich zu stellen;
dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen;
von dir Abschied nehmen, ohne Wesentliches versäumt zu haben;
dir meine Gefühle mitteilen, ohne dich für sie verantwortlich zu machen;
dich informieren, ohne dich zu belehren; dir helfen, ohne dich zu beleidigen;
mich um dich kümmern, ohne dich ändern zu wollen;
mich an dir freuen, so wie du bist.
Wenn ich von dir das Gleiche bekommen kann,
dann können wir uns wirklich begegnen und uns gegenseitig bereichern.
 
Wandspruch in einem englischen Souvenirladen
Übersetzung: Mathias Güldenstein - Quelle unbekannt

von Begegnen,Zt4 auch an  > Besserwisser(Partersch.7)  > Eigen-Kompetenz/-Verantwortung  > Erwartungen1  > Freude (nicht:nur fun!)e > Gefühle(auch 'ungute')  > Geschenke1  > Gleich.. > Glück  > Liebe  > O.k.  > Spüren  > Urteilen    (10.16)      
 

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  EINFÜGUNG: O.k. > Ich bin o.k. UND du auch! (auch: verbunden fühlen, denken, eigene Gefühle spüren, urteilen / abwerten, ICH- / DU-Botschaften)

            
O.k.           

Ich o.k.  und   Du o.k.!        
nicht            

Ich o.k. und Du 'nicht' o.k.!   
 

ICH- / DU-Botschaften,      

verbunden fühlen,         
denken,                
eigene Gefühle spüren,      
urteilen / abwerten.         


Du bringst zum Ausdruck, dass du dich verbunden fühlst – teilweise – und teilweise überhaupt nicht.

ICH meine, dass das als ICH-Botschaft völlig o.k. ist, weil du ja deine Art zu denken und dann
die in diesem Zusammenhang BEI DIR entstehenden Gefühle beschreibst.

Doch steckt dahinter nicht (auch/oft) eine DU-Botschaft, eine Abwertung (ich bin o.k., du nicht!)?

Gehen sollte es in der Gewaltfreien Kommunikation, bei Eltern, bei Partnern usw., also IMMER
 um das Verstehen, So-lassen, So-annehmen und So-wertschätzen des anderen (und von sich selbst),
wie er gerade ist - ohne das zu beurteilen, also um genaueres Kennenlernen.
Wenn “Gemeinsames” erreicht werden soll, ums Verhandeln mit dem Ziel win + win.(?)
 
Denn jeder entscheidet selbst, OB, WANN und WIE er sich verändern / verbessern will.

    Bearbeitungsvermerk/e   von O.k.,Zt1  auch an+Hinweise  > Annehmen > Botschaften/Signale > Eigen/es  (eigene Art) > Eltern > Entscheiden > Fragen > Gefühle(auch 'ungute')
    >  Gewaltfreie Kommunikation(GfK)   >
Ich > Kennenlernen > Lassen > Partnerschaft(6) > Spüren > Urteilen > Verändern/verbessern > Verbinden > Verhandeln > Verstehen > Wertschätzung > Ziele   

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  Einfügung Respekt gegenüber Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

          Respekt         
gegenüber Kindern, Jugendlichen          
 und Erwachsenen          

 Ich sehe und höre dich, wie du bist bzw. dich gibst und ich nehme dich an
und lasse dich, wie du bist. (=Ich beurteile dich nicht und urteile nicht über dich.)

     Bearbeitungsvermerk/e   vonRespekt,Zt1/2    auch an  Annehmen  > Gleichberechtigt usw. > Kinder > Lassen  > Urteilen         (+Hinweise)  >    Beitr.erl          + diese Hinw.erl.             

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  Einfügung: Tun - glauben - heilen - (ver-) urteilen?

          

Tun -           

glauben - heilen -           
(ver-) urteilen?         

 Was spielt es (..) für eine Rolle, was du tust?
Solange du glaubst, es hilft dir, hilft es dir auch. Du tust einfach das, was du tust.
Wenn sich (..) bewusstlos trank, um ihrem Schmerz zu entkommen, dann tat sie es eben.
Was ich dabei empfand, war völlig unwichtig. Außerdem hatte ich kein Recht, (..) zu verurteilen.
                    Zitat von Kevin Brooks aus: Gefangen im Nichts. dtv 21533, S.156

    Bearbeitungsvermerk/e   vonTun,Zt9(Zitat)    auch an (+Hinweise)  > Glauben > Heilen > Urteilen/verurteilen   (02.18)                 

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F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
     Bearb.Hinw. > unten!   
     für    Bearbeitungsvermerk/e   von    auch an (+Hinweise)  >   
             Einfügung: :                Beitr.erl          + diese Hinw.erl.              Hinweise(allg. ,ggf.+K)     

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Aug.20(1)
 

 

siehe auch:

Ärger(auch:Zt2/1-selbst machen)     Anders   Ich     Kleine Schritte     Probieren     Roter Faden4(1-9)     Verschieden    Wer / Wie bin ich?

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Anders (V-Fugru)    Anfang     Aufmerksamkeit     Bewusster3-und mehr im Gleichgewicht/Sammlung/Im Einzelnen     Haltung      Zauberbogen (Grund-Entspannung?)
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)
 
LABYRINTH:
Anders / Vielleicht ginge es auch so (Miteinander,Partnerschaft anders)     Helfer (28)     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)    Vielleicht / Begegnungen,Bild19     Wilde Blumen (Ver-Spannungen)

 

 

 

  

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(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

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