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Warum 

   Warum2 

 

                Seite2

  •         Warum (3)  -  Wie das "warum?" verzaubert wurde    i. Vorber.

  •         Warum (4)  -  Zu was? - Was bringt MIR das?             i. Vorber.

 

 

 Bild1

 

                                                                  Angelika Wohlfarth

 

 

 Warum 1

 seine Angebote und Gefahren

 

WARUM - Fragen an sich selbst -
bei alltäglichen Verrichtungen
z.B. Radfahren

Suche nach dem eigenen
Motiv und nach
Verbesserungsmöglichkeiten

< Input / Zugewinn
    für den Betroffenen! 

Wirkungen: POSITIV

Dieses WARUM forscht nach den Ursachen und sucht nach Verbesserungsmöglichkeiten.
Beispiel:
D. erzählt: "Ich war mit dem Rad auf dem Weg nach Hause. In der Vergangenheit hatte ich mir eine etwas lässige Fahrweise angewöhnt, schon vorsichtig, aber immer mit dem Hintergedanken, dass schon nichts passieren werde. Es kam die nächste Kreuzung. Rechts hatte Vorfahrt. Bisher lief es immer problemlos. Doch diesmal kam eine Radfahrerin - und ich habe sie erst im letzten Augenblick gesehen.
Notbremsung - und ich flog vom Rad. Kein Zusammenstoß, aber Aufschürfungen und schmerzhafte Prellungen.
Einige Tage später ging es wieder darum Auto oder Rad. Ich habe mich fürs Rad entschieden. Während der Fahrt habe ich mir dann überlegt: 'Wieso bin ich eigentlich gestürzt? Was kann ich künftig besser machen?' Da wurde mir klar, dass ich stark gebremst und viel zu früh den Fuß auf den Boden gestellt hatte. Das Rad war noch in Schwung, das Gleichgewicht dahin und ich ging zu Boden.
Wie geht's besser?
Stark abbremsen  - bis  das Rad steht - und dann erst den Fuß auf den Boden. Das werde ich künftig einüben. Damit dürften solche unangenehmen Stürze vorbei sein.
Ganz abgesehen davon, werde ich künftig auch vorsichtiger und an kritischen Stellen langsamer fahren."

Dieses immer wieder sich selbst gestellte WARUM hilft also, Lern- und Verbesserungsmöglichkeiten zu finden, zu prüfen und schließlich zu probieren.

.

 

WARUM - Fragen an sich selbst -
in Beziehungskrisen,
in Partnerschaftskrisen
in anderen Krisen

Suche nach eigenen Verbesserungsmöglichkeiten

< Input / Zugewinn
    für den Betroffenen! 

Wirkungen: POSITIV

 

 

Ursachen erforschen - Eigenanteil?
+ Verbesserungsmöglichkeiten bei SICH SELBST?
WARUM - Fragen an sich selbst -
bei Schmerzen,
bei Krankheiten,
bei Unregelmäßigkeiten
und Niederlagen

Suche nach eigenen Verbesserungsmöglichkeiten

< Input / Zugewinn
    für den Betroffenen! 

Wirkungen: eher POSITIV

 

   

Ursachen erforschen - Eigenanteil?
+ Verbesserungsmöglichkeiten bei SICH SELBST? 
WARUM - Fragen an ANDERE
     bzw. das DU
(Vorbild)
ganz allgemein (aus Neugierde),
um die Zusammenhänge
besser zu begreifen, das Du
besser kennen zu lernen
(Verständnis-bereitschaft - Blick zum
und Aufmerksamkeit beim Du)

Suche nach eigenen Verbesserungsmöglichkeiten

< Input / Zugewinn
    für den Betroffenen / Fragenden!

Wirkungen, wenn es so verstanden
wird:    eher POSITIV (?)  *)

 

 

Warum machst du das?
Was ist dein Gewinn?
Wie geht es im Einzelnen? 
Geht es auch noch besser / einfacher / energiesparender? 

 *)

WARUM - als allgemeine
Frage an das DU 

> gefährlich:  leicht Belastung für
   die Beziehung / erzeugt schnell
   schlechte Stimmung / trägt zu Streit
   und Auseinandersetzungen bei  *)

Wirkungen - eher NEGATIV

 

 

Vom Gegenüber (DU) vielfach aufgefasst als Vorwurf / Beschuldigung  (auch wenn die Frage gar nicht so gemeint war).
Fordert dann (das Gegenüber) leicht heraus zum Rechtfertigen, Begründen und Verteidigen des eigenen Standpunktes.
In Ausnahmefällen wird diese Frage positiv interpretiert: zum Hinterfragen der eigenen Position. Dann erhält der Fragende nicht Abwehr und Widerstand, sondern gewünschte Informationen.

 

WARUM - Fragen an das DU
mit dem Hintergrund
 
eher Unverständnis,
(versteckte) Kritik,
Abwertung des DU,
Besserwisserei,
Rechthaberei,
Bevormunden-wollen,
Gewalt etc.
(= respektlos)

> Belastung für die Beziehung
   erzeugt meist schlechte
   Stimmung / trägt zu Streit und
   Auseinandersetzungen bei

Wirkungen - in der Regel -
eher NEGATIV *)

 

 

Dahinter steckt eher eigene Überheblichkeit "Ich kann es besser! Ich weiß es besser! Ich weiß, was du jetzt tun solltest!"
Nicht Achtung, Respekt und Wertschätzung für das DU und dessen Bemühen, seine Probleme selbst zu lösen.
Es wird nicht bedacht, dass es jeder in jedem Augenblick so gut macht, wie er es eben gerade kann - dass jeder SELBST und NUR für sich entscheidet. Wichtig sind also Empathie (Einfühlung) und die Anerkennung dessen, was schon möglich ist - und, wenn gewünscht, Förderung und Unterstützung. (Nicht Kritik für das, was noch nicht verfügbar / entwickelt ist.)

Derartige WARUM-Fragen blicken häufig in die Vergangenheit, machen Vorwürfe, versuchen zu bevormunden (vielfach gut gemeint) und den anderen klein zu machen.
So wirken sie belastend und letztlich zerstörend auf das Miteinander.

 

*)  Alternative Frage-Möglichkeiten sind
     z.B. Verständnis-Fragen  (das Du
     und sein Tun besser kennen- und
     verstehen-lernen):
was 
wann 
wie genau 
welches Ergebnis 
welche Verbesserungsmöglichkeiten  usw.
(= Einzelheiten nachfragen / bei eigenem Interesse!)

 

 

Warum 2

 Besser sind Fragen, die NICHT in die Enge treiben!

 

Warum verlangt zweierlei:
- eine Erklärung der Zusammenhänge und - vor allem für Kinder - möglichst auch die Hintergründe und
- eine Begründung, warum so - und nicht anders (Rechtfertigung).
 
Gerade zwischen Erwachsenen und wenn es um Persönliches geht, wird warum gerne als Zweifel an der Richtigkeit des Inhaltes und als Aufforderung zur Rechtfertigung aufgefasst.
Und das wiederum lässt schnell den Eindruck entstehen, der Fragende will mit “Warum machst du es so - und nicht anders?” seine Zweifel an der Person des Gefragten, vielleicht sogar seine Missbilligung zum Ausdruck bringen (“Das, was du machst, ist dumm und ungeschickt! Denk’ doch mal nach! Wie ginge es denn besser?”). - Und damit sind Spannungen und Streit vorprogrammiert. Denn, wer lässt sich schon gerne in Zweifel ziehen?
 
Es fördert also das Miteinander und ein Gespräch, die interessierenden Einzelheiten mit allen anderen W’s (z.B. wie, wann, wo, was, wer genau usw.), jedoch möglichst ohne Warum zu erfragen.
      z.B. Wie ist das dann für dich?
             Wie genau stellst du dir das vor?
             Welchen Nutzen hat das für dich?
             Was lockt dich besonders?   usw.
 
Jetzt treiben die Fragen nicht mehr in die Enge, sondern erweitern und führen eher in das persönliche Mehr und in die Weite. Es entsteht ein Informationsaustausch (Dialog) und kein Rechtfertigungsdruck (Besserwisserei).
 
Das Warum der Kinder
leitet Ich-bezogene Fragen ein: “Ich für mich möchte mehr wissen, verstehen, dazulernen! Bitte hilf mir, indem du mir mehr erzählst und Zusammenhänge erklärst!” Also Erweiterung und Bereicherung der eigenen Möglichkeiten.
 
Das Warum der Erwachsenen
würde auch Ich-bezogene Fragen einleiten, wenn die Absicht dahinter wäre: “Ich möchte DEINES besser kennenlernen und verstehen können. Erzähl' mir mehr davon und darüber!”
Verstehen - und das dann so lassen und annehmen. -
Doch wohl in den meisten Fällen ist hier das Warum als Kritik-Frage gemeint: “Warum machst du das denn so? Ich verstehe das nicht. Das geht doch anders viel besser. Siehst du das denn nicht? So wie du das machst, ist es nicht richtig. Du bist ungeschickt! usw.” Also Kritik, bevormunden-wollen und besserwissen-wollen. Auch wenn das noch so gut gemeint ist, belastet es und schafft Voraussetzungen für Streit und ungute Stimmungen.
 
Warum ist also, wenn sich ein Gebrauch dieses Wortes nicht vermeiden lässt, mit Bedacht zu verwenden. Es ist gefährlich.
Notwendige Fragen lassen sich verbindlicher, auch genauer und weiterführend stellen.
Doch, das weiß nicht jeder.
Und jeder geht auch nicht bedacht mit seinen Worten um.
Es ist wertvoll, das bewusste Umgehen mit Worten (Sprache) SELBST mehr zu üben. Das hilft auch, Beziehungen zu verbessern.
 
Doch wenn nun andere auf mich mit “warum” und noch mal “warum” zugehen?
Was mache ich da, wie schütze ich mich vor dieser Falle des Mich-kritisiert- und Mich-vielleicht-verletzt-fühlens mit allen üblen Folgen?
Da sagt ein anderer:   “Warum machst du das denn so?”
Und Antworten wie      “Weil es mir Spaß macht!
                                   Weil es mir Freude macht und im Moment so gut tut!
                                   Weil ich im Moment keine besseren Möglichkeiten sehe! -
                                   Weil ich meine, dass das ein guter Weg ist!    usw.”
helfen weiter. Sie zu erinnern, wäre auch eine Möglichkeit!
 
Doch manche Warum-Fragen können wie Peitschenhiebe wirken. Ich hole dann Luft, doch mir fällt nichts mehr ein, was ich jetzt darauf antworten könnte. Auch versteckte Warum-Feststellungen wie "Das verstehe ich nicht!" haben oft diese Wirkungen. 
Ein Retter aus der Not ist die neugierige Gegenfrage:    z.B. “Was genau möchtest du jetzt wissen?”
 
Jetzt kann der Fragende, Einzelheiten auswählen. Es ist ähnlich, wie wenn ich Haus sage. Das ist im Ganzen kaum zu erfassen. Wenn ich es aber in Einzelheiten auflöse, wie groß, klein, mit, ohne Garten, Fenster, Farben, Anzahl der Wohnungen / Zimmer / Stockwerke  usw., dann wird alles besser vorstellbar und verständlich.
Vor allem stehen dann Sachfragen im Vordergrund und weniger der (vermeintliche) Angriff auf das Gegenüber.

Ich bemühe mich also, wenn mir Warum-Fragen gestellt werden, sie wörtlich (nicht als Angriff oder Ermahnung) zu nehmen und so treffend und kurz wie möglich zu beantworten. - Und zwar so, dass die menschliche Verbindung bleibt und sogar möglichst gefördert wird (keine Gegenüber-Bewertung oder -Ablehnung!).
Das nehme ich mir vor - und das übe ich immer wieder.
Ausrutscher passieren natürlich, dass ich also heftig dagegen reagiere. Doch das sind dann Erinnerungen für mich, weiterhin "bewusster" in meinen Bemühungen fortzufahren, sorgfältiger zuzuhören, zu verstehen und selbst zu formulieren.
Die Worte des anderen also beim Gegenüber zu lassen und mir nicht dessen Schuhe anziehen zu wollen (es also nicht wie er sehen und machen zu wollen!).  Wie sehe es ICH - und wie erkläre ICH das möglichst einfach und treffend?

Es geht um Verbesserungen und Verschönerungen des Alltags - alleine und mit anderen zusammen!

  

 

Zt1           

   
Warum?          

  
Motiv und Inhalt -         
und -          
Warum-Fragen         

 
Eine Unterscheidung zwischen Motiv und Inhalt ist in der Regel weder notwendig, noch besonders hilfreich.
Das Motiv (Warum?) kann nur vermutet oder, wenn (ausnahmsweise) von Bedeutung, erfragt werden.

Dagegen ist meist wohl der Inhalt entscheidend:  "Bin ich dafür offen?
Erreicht er mich also? Spricht er mich an? Regt er MICH an? Zu was? Wie? Ab wann?"

Die Frage “Warum?” ist also einem verbindenden Miteinander eher NICHT zuträglich.
Sie weist zurück in die Vergangenheit und sie verlangt vom angesprochenen Gegenüber oft scheinbar
Rechtfertigung und Verteidigung (fühlt sich dann eher angegriffen und in Frage gestellt).
Dann entsteht leicht ein angespanntes Gegeneinander,
statt ein gemeinsames, fruchtbares, lachendes und verstehendes Miteinander.

Weil zwei “verschiedene” Menschen haben in der Regel
zwei gleich-berechtigte und gleich-wichtige,
jedoch “verschiedene” Inhalte / Sichtweisen / Anliegen / Bedürfnisse.

      Bearb.Hinw. > unten!   
 

 

 

///-----------------------------------------------X X X X X-----------------------------------------------///

Einfügung01-Warum-Fragen

  
Warum-Fragen          
meinen eher          
die Vergangenheit          
 

Die vielen Fragen des Warum halten eher in der Vergangenheit fest.
Wenn ich Ausschau halte nach dem, was mich voranbringt,
was allen dient und neue Strategien finde,
dann trage ich zur Fülle und zur Entwicklung bei.

                        (Gabriele Eikenberg)

 von verändern-Zt3/1  auch an warum  > entwickeln
 

///-----------------------------------------------X X X X X-----------------------------------------------///

 

 

warum                                      - siehe auch: warum,Zt1

Warum-Fragen                         - siehe auch: warum,Zt1

Bis hierher > S.1 >Warum        Bis hierher > S.1 >Warum

 

>>weiter         

 

     fürZt1    Bearbeitungsvermerk/e   von    Warum,Zt1  auch an (+Hinweise)  >    Bedürfnisse  > Empathie  > Fragen  > Gewaltfr. Kommunikation2  > Gleich... >  Inhalt  > Miteinander  > Sichtweisen > Streit1 
             > Verschieden  > Ziele  (09.16, erg,17.11.17)                 EINFÜGUNG:  Warum? Motiv + Inhalt +Warum-Fragen  (üa.09.17erl)                Beitr.erl + diese Hinw.erl.
             nur Hinweise  warum+motiv+Fragen(warum)+Warum-Fragen  =erl 09.17 ]

F-ok
Zt=Zwischentext
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
Zitate / Kurztexte-Sammlung

(>)A&L erl. =   Links für Alltag und Labyrinth wurden auf die neuen Adressen umgestellt!              
    
Bearb.Hinw. > unten!   
     für    Bearbeitungsvermerk/e   von    auch an (+Hinweise)  >   
             EINFÜGUNG:
             Beitr.erl + diese Hinw.erl.
             nur Hinweise 

             erl.  > 

_______________________________________________________________________________________________________________________

Aug.16(1+Einfüg.01), Dez.16(2), Dez.17(Zt1), Dez.19(Bild1)   
 

siehe auch:  alle Hinweise von >>Seite2

 

siehe auch:

Annehmen     Besserwisser(Psch.7)     Bestmöglich     Bewusster(mit Übungsmögl.)     Beziehung     Das Ei12-Geschichte     Dagegen     Dialog(Austauschen / teilen)     Fragen     Hinterfragen     Kinder     Krisen     Kritik     Lassen     Lernen     RoterFaden6(1-9 / auch Warum-Fragen)    RoterFaden9/Unterseite     Spannungen2     Streit     Verstehen     Verändern(auch:Zt3/1>Warum)     Worte     Zuversicht

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG:
Aufmerksamkeit     Dialog & Diskussion     Dialog und Partnerschaft     Haltung     Sichtweisen     Spiegel(Krisen-)     Stehen     Verstehen u. verständlich machen     Verstehen u. verständlich machen / Sprache(3)    
Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen) 
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + geniessen lernen) 

LABYRINTH:
Helfer     Joker     "Shake hands" - mit den Augen (das Schöne beachten, wertschätzen und loben!)     Tägl. Visionen (auch Krafttiere) 

 

   

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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Sa-Sh    Si-Sz    T-U    VV    WW    X-Z 
  
 

  ©  Copyright: Gerhard Salger
email:
  g_salger[ät]alltagalschance.de       internet:  www.abcgs.de  
(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

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