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Warum 2

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  •   Warum (3)  -  Wie das 'Warum?' verzaubert wurde.

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                                                                      Angelika Wohlfarth

 

 

in Vorbereitung

 Warum 3

 Wie das "Warum?" verzaubert wurde.

 

Lachend strahlte mich Sabine an und fragte: "Soll ich dir die Geschichte erzählen, wie das 'Warum?' verzaubert wurde?"
Ich mag gerne Geschichten hören - und Sabine kann das besonders gut. Da entstehen dann die Bilder, die sie gerade beschreibt und die Stimmungen in meiner Vorstellung und oft vergesse ich alles andere um mich herum.
Ganz klar also, dass ich erfreut Zustimmung nicke: "Ja - gerne!" - und mich bequem auf meinen Stuhl zurecht setzte.

Ursprünglich ist das 'warum?' vor allen Dingen in die Welt der Kinder gekommen.
Es wurde zum Begleiter ihrer Neugierde und Entdeckerfreude. "Warum hat der Tisch vier Ecken? Warum kommt die Stimme aus dem Lautsprecher? Warum hast du jetzt keine Lust zum Spielen? Warum? - Warum? - Warum?"
Und jedes Mal kam etwas dazu in dieser kleinen Welt, was neue Eindrücke hinterließ und neue Zusammenhänge knüpfte. Es war aufregend und machte Freude.
 
Doch dann begann diesem 'warum?' der Kinderwelt das 'warum?' der Großen zu begegnen: "Warum hast du nicht aufgepasst? - Warum hast du nicht weggeräumt? - Warum sitzt du so zusammengekrümmt? - Warum? - Warum? - Warum?"
 
Plötzlich begann also dieses 'warum?' weh zu tun und zu verletzen. Meist blieb es auch gar nicht dabei, sondern es folgten Vorwürfe und Schläge, manchmal nicht nur mit Worten, sondern auch solche mit Händen und Füßen. "Du bist ein böses Kind! - So wird aus dir nie etwas! - Wo kämen wir denn da hin, wenn das alle machen würden! - Solange du die Füße unter diesem Tisch hast, tust du gefälligst das, was ich dir anschaffe! - usw. - usw."
 
Das 'warum?' hatte plötzlich viel Bedrohliches. Es verlangte Rechtfertigung, zumindest den Versuch. Auch wenn der dann meist von den Großen mit abfälliger Geste beiseite gewischt wurde.
Und das Kind denkt sich: "Ich bin doch nicht so dumm und so böse! Ich habe mir schon was dabei gedacht, auch wenn es dann ganz anders gekommen ist! - usw."
 
Ja, und dann ist irgendwann das Kind groß und auch ein Erwachsener.
Das 'warum?' ist jetzt unmerklich auch zu einem Begleiter seiner kritischen und scharfen Zunge geworden. Ohne es zu merken folgt es dem Racheprinzip "Wie du mir, so ich dir!", auch wenn Personen und Situationen ständig wechseln. Aber das Gefühl, dem anderen eine reinzuwürgen, ihm zu zeigen, was eine Harke ist, das entschädigt - meint man - für frühere, selbst erduldete Schmerzen.
 
Doch auch dabei bleibt es leider nicht!
Denn die Großen von früher, seien es die Eltern, die Lehrer oder andere, diejenigen eben, die Macht und Gewalt ausüben konnten, diejenigen, gegen die sich das viel kleinere und schwächere Kind nicht wehren konnte, deren 'gut gemeinte' Ermahnungen (Schläge) es einstecken musste, sie sind im Laufe des Erwachsen-werdens zu inneren Begleitern geworden. Zu Teilen, die im Inneren da sind - mit dem damit verbundenen Schönen, aber auch mit all den erduldeten belastenden Erfahrungen.
 
Und diese eigenen inneren Teile setzen nun dieses 'warum?' nicht nur anderen, sondern auch sich selbst gegenüber fort. "Warum habe ich mich jetzt da wieder so dumm benommen? - Warum ist mir das wieder nicht gelungen? - Warum habe ich mich nicht besser am Zügel gehabt?"
Und wieder sind die Tiefschläge eben Tiefschläge. Sie tun weh! Sehr weh!
 
Das Schlimme ist, dass damit alte Geschichten von gestern oder vorgestern innerlich wieder aufgewärmt werden - und sei es auch nur über die schmerzlichen Gefühle.
Und das war's dann. - 
Man lenkt sich ab, tut oder unternimmt irgendetwas, um wieder auf andere Gedanken zu kommen - bis - ja, bis zum nächsten 'warum?'.
 
So entwickelt sich dieses kindliche 'warum?' oft zu einem mit Vorwürfen belasteten erwachsenen 'warum?'.
Und das hat es (das kindliche 'warum?') so eigentlich nicht verdient. Weder anderen gegenüber, noch sich selbst gegenüber.
 
Das erwachsene 'warum?' ist wie ein grober, alter, schon angerosteter Angelhaken, mit dem man aus dem Trüben kaputte Schuhe, zerrissene Hosen und verbeulte Kannen fischt. Keine sehr erfreuliche Beute!
 
Nun können wir uns vorstellen, dieses Erwachsenen-'warum?', diesen schäbig gewordenen Angelhaken zu behalten.
Aber jetzt verzaubern wir ihn dadurch, dass wir an ihm drei feine Angelschnüre mit zarten goldenen Häkchen befestigen.

Am ersten Häkchen hängt die Frage:

"Wie mache ich es denn gerade und wie tut mir das? -
Bringt es mir mehr Freude und tut es mir so auch gut?"

Das zweite Häkchen hat die Frage:

"Wie möchte ich es gerne 'mehr' haben?" und

Das dritte Häkchen bietet an:

"Was will ich jetzt SELBST 'dafür' tun,
damit es immer mehr so wird, wie ICH MIR das wünsche?"

So kommt sicherlich reiche Beute zusammen!
Ja - und so wurde der erwachsen und borstig gewordene Angelhaken des 'warum?' verzaubert zu einer Vielfach-Angel, die zuversichtlich und unternehmungslustig nach Vorne (in die Zukunft) schaut.

 1) 'Ich > Wie gerade? Wirkungen?' (Bisher?)    

 2) 'Ich > Wie mehr? (MEIN Ziel?)'   (Künftig?)

                            3) 'Ich > Was SELBST tun?'          (eigene Verbesserungen?)

Und bewirkt hat das eine holde Fee, die mir heute Morgen im Wald begegnet ist. Was sagst du nun dazu?
 

 

 

 

 

 

 

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siehe auch:

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Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

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