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Worte 

 

 

 Bild1/1

 

                                                                      Angelika Wohlfarth

 

 

 Worte 1

 von anderen:  Können / wollen sie mich verletzen?


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  R. schreibt: "Hin und wieder bekomme ich einen Anfall. Dann bringt mich irgendetwas aus dem Häuschen (meist eine mir nicht gefallende Bemerkung), dann schreie ich, verwende Ausdrücke wie Scheiße usw. Das ist dann für mich nicht mehr kontrollierbar. Dabei beschimpfe ich aber nicht andere. - Erst unlängst reagierte ich unwillig. Da sagt ein Freund: 'Du bist ganz schön schlimm!' Wum, das war’s. Wieder mal bin ich ausgerastet. – Was meinst jetzt du zu meiner Situation?“

Antwort:  du beschreibst, dass du mit schöner Regelmäßigkeit "ausrastest".
 
Da staut sich also nach und nach etwas in dir an, das, wie du schreibst, vielleicht nach einem halben Jahr, durch einen "letzten Tropfen" immer wieder zur Explosion gebracht wird. 
Mir drängt sich da die Frage auf, ob du das so noch 1 Jahr, noch 5 oder sogar noch 10 Jahre unverändert lassen magst, ohne bei dir selbst nach eigenen hungrigen Bedürfnissen / Defiziten bzw. Entwicklungsnotwendigkeiten forschen zu wollen?
 
Die Reaktion deines Freundes  "Du bist ganz schön schlimm!" erlebst du als bedrückend, ja kränkend, so lese ich deine Zeilen.
Dazu habe ich auch Fragen:
Was genau ist es, was du da schmerzlich erlebst?
Ist das ein Schmerz, den dir dein Freund zufügt (absichtlich?) oder
ist das ein Wehtun, das in DEINEM Körper spürbar wird und damit dir SELBST eine Botschaft über DICH abgeben möchte?
Welche? 
  
Nimm bitte diese Fragen als Geschenke an dich.
 

(Übrigens: "Du bist ganz schön schlimm!" - das bist nicht wirklich  DU, sondern das sind die Eindrücke / Vorstellungen / Meinungen / Ideen deines Freundes. Eindeutiger wäre es, wenn dein Freund sagen würde: "ICH empfinde dich als ganz schön schlimm, weil .... / Ich empfinde derzeit das Zusammensein mit dir für mich als schwierig, weil ... !")

 

 

Worte 2

 und ihre Inhalte besser verstehen!


Briefwechsel (Was tun?): 

Situation und Frage:  K. klagt:  "Also mit den Worten und der Sprache ist das eine ganz eigenartige Sache. Mir passiert es immer wieder, dass ich mit einem gehörten Ausdruck Schlimmes verbinde. Wenn ich dann nachfrage, höre ich zu meinem Erstaunen, dass das für den Absender ganz Anderes bedeutet, aber nichts Schlimmes. Das habe ich nicht verstanden – und das verstehe ich immer noch nicht. Würde mich freuen, wenn du etwas dazu sagen könntest. Danke im Voraus!"

Antwort:      Ich bin der Überzeugung, dass Worte bei jedem ganz unterschiedliche, persönliche Bedeutungen haben.
 
Denn für jeden sind sie wie Schubladen in einem persönlichen
Worteschrank. Und in jeder Schublade sind persönliche Eindrücke, Gefühle, Erinnerungen und Erlebnisse zu diesem Wort abgelegt.
Wird es erwähnt, dann rücken diese persönlichen Bedeutungen, gute und genauso auch belastende Gefühle, wieder in den Vordergrund.
 
Anders, wenn nur die äußere oder dudenmäßige Bedeutung, also die grobe Richtung, in der dieses Wort üblicherweise verwendet wird, gefragt ist. Dann besteht aber wenig persönliche Verbindung.
 
Das Persönliche erfahre ich nur,  wenn ich den jeweils eigenen Inhalt nachfrage – und
staune!
So gibt es für mich auch z.B. kein ‘logisch’ (das für alle gültig wäre), sondern nur das “logisch FÜR DICH”  UND  “logisch FÜR MICH”. - Provokativ?  
 
Damit sind wir wieder beim: “Jeder ist vom anderen verschieden!” und es geht weniger ums äußere definieren, sondern mehr ums persönliche kennen- und verstehen-lernen (also ums fragen bzw. aufmerksam zuhören + so lassen und achten).

 

  Worte           

und ihre persönlichen           

Bedeutungen           

 Für jeden sind Worte wie Schubladen in einem persönlichen Worteschrank. Und in jeder Schublade sind persönliche Eindrücke, Gefühle, Erinnerungen und Erlebnisse zu diesem Wort abgelegt. - Wird es erwähnt, dann rücken diese persönlichen Bedeutungen, gute und genauso auch belastende Gefühle, wieder in den Vordergrund. -
Anders, wenn nur die äußere oder dudenmäßige Bedeutung, also die grobe Richtung, in der dieses Wort üblicherweise verwendet wird, gefragt ist. Dann besteht aber wenig persönliche Verbindung. 
Das Persönliche erfahre ich nur,  wenn ich den jeweils eigenen Inhalt nachfrage – und
staune! - So gibt es für mich auch z.B. kein ‘logisch’ (das für alle gültig wäre), sondern nur das “logisch FÜR DICH”  UND  “logisch FÜR MICH”. - Provokativ?    
Damit sind wir wieder beim: “Jeder ist vom anderen verschieden!” und es geht weniger ums äußere definieren, sondern mehr ums persönliche kennen- und verstehen-lernen (also ums fragen bzw. aufmerksam zuhören + so lassen und achten)
.

   Bearbeitungsvermerk/e:von Worte(2)  auch an  > Botschaften/Signale  > Fragenn  > Gefühle(auch 'ungute')  > Kennenlernen  > Lassen  > Verstehen  > Verschieden  > Wertschätzen  (09.16)      Einfügung: Worte > pers. Bedeutungen?

 

 

 Bild1/2  (bevor du sprichst)

 

 

 

 

X X X X X

 Einfügung: ICH-Botschaften m. verständl. + freund. Worten!

           
Im Gespräch           
möglichst immer           
ICH-Botschaften          

 Rede so, wie dir der Schnabel gewachsen ist und
möglichst nur mit ICH-Botschaften (nicht: man, du oder andere).
Erzähle also in einfachen und verständlichen Worten von dir,
deinen Erlebnissen, deinen Sichtweisen, deinen Träumen, deiner Not und auch dem,
was dir sonst noch wichtig ist, auch von dem, was dir helfen könnte und deine Bedürfnisse.
Formuliere ggf. eine vorsichtige und freundliche Bitte - keine Forderungen oder Erwartungen!

 von Botschaften,Zt1  auch an  > Bedürfnisse > Bitte > Erlebnisse > Erwartungen > Erzählen > Gespräche > Ich > Sichtweisen > Traum > Verstehen > Worte   (02.17) 
 

X X X X X

 Einfügung:  Kritisieren und .klein machen - oder .fördern und .aufbauen?

         

Kritik           
von
.scheinbaren .Defiziten           
oder           
.wachstums-förderndes           
.Wertschätzen,           
.Anerkennen           
und
.Loben?          

Es ist schon .seltsam, dass wir (scheinbare!) Defizite beim anderen sofort .sehen -
     und sie
.ansprechen bzw. .kritisieren.
Doch es ist auch ungemein viel
.Schönes, .Bemerkenswertes, .Anerkennenswertes da.
     Was geschieht damit? -      In den meisten Fällen rutscht das einfach nur
.unter den Tisch.
     Ein anerkennendes
.Wort tut doch so gut - und beflügelt.
Probieren wir es doch einmal: "Was sehe ich gerade bei dir, was mir besonders gut
.gefällt?"
     - und das auch aussprechen. Was passiert? 
Wichtig und wertvoll ist natürlich auch
.konstruktive und .anregende Kritik (ICH-.Meinung) -
     wie das Salz in der Suppe. -  Aber sie braucht als wachstums-fördernden Boden das
     Anerkennen, Loben und Wertschätzen des Mitmenschen so, wie er gerade ist.
Dann ist es allerdings keine echte Kritik mehr - sondern ... ?  (z.B. zum nächsten,
     positiven
.Schritt anregend - so, dass es der andere auch .nehmen und selbst .tun
     kann, wenn er das für sich will)

 von Kritik,Zt2/1   auch an > Aufmerksamkeit > Bewusst > Kennenlernen > Lernen > Loben > Probieren > Worte > Ziele > Zuversicht  (04.17) 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 Einfügung: Meinung - Außen-Spiegel (vorher vereinbaren)!

          

Meinung          
 

Außen-Spiegel!          
 

VORHER          
VEREINBAREN!          
 

Erscheinungsbild+          
gedanklich + Verhalten          
+ körperlich + usw.          

 

 Jemand äußert seine Meinung,  erzählt von seinem Vorhaben, erscheint "so" angezogen usw.
*
Für solche Fälle ist es wertvoll, vorher vereinbart zu haben, dass die eigene Sichtweise
geäußert werden darf - ob positiv oder eher negativ. Wie ein Spiegel von Außen. Jedoch nur einmal!
ICH
-Botschaft (=eigenes Erleben!), niemals Forderungen wie "Du kannst .. oder du musst ...!"
*
Hilfreich sind vorherige Fragen: z.B. "Magst du mir bitte kurz zuhören, ich möchte dir -
wie wir es vereinbart haben - nur meine Meinung zu... (z.B. deinem Erscheinungsbild etc.) erzählen?"
*
Es ist und bleibt die EIGENE Meinung.
Sie bringt für den Angesprochenen neue Sichtweisen, Denk- und Handlungs-anregungen etc.
Bitte respektvoll, bei vorsichtiger Wortwahl!
Ohne zu kritisieren oder dann vielleicht auch noch argumentieren zu wollen (Du.., du.., du..).
*
Denn jeder entscheidet immer SELBST und nur FÜR SICH, niemand sonst!
In eigener Kompetenz und Verantwortung!

  Bearbeitungsvermerk/e:  von Meinung,Zt3 auch an  > Botschaften/Signale > Entscheiden > Fragen > Respekt > Selbst > Spiegell > vereinbaren > Worte (07.17) 

--------------------------------------------------X X X X X--------------------------------------------------

 

 

F-ok
ZL = in der Zentralen Linkliste vorgemerkt 
 
A&L erl.

_______________________________________________________________________________________________________________________

Mai 14(1), Dez.16(2), Aug19(Bild1/1), Dez.20(Bild1/2)
 

 

siehe auch:

Entwickeln    Fragen    Gefühle(ungute)    Gespräch    Gespräch(auch:(9)/vorbereiten)   Gewaltfreie Kommunikation   Kennenlernen     Kleinigkeiten      Liebe(6)     Missverständnisse     Miteinander6     Respekt     RoterFaden8(1-9)     Spüren     Staunen     Verletzen    Verstehen     Wachsen     Warum      Was tun2

 

 

 

Die Verweise auf einschlägige Texte in ALLTAG bzw. LABYRINTH sind vor allem bei den o.a. Einzeltexten! 

 

 

>ZL

ALLTAG
Haltung     Löcher (Neues Denken und neues Handeln)     Sichtweisen (Weltbild)     Sinn (praktizierender Mensch)     Verstehen u. verständlich machen     Worte     Ziel-Sätze   (Unterbewusstsein, Unehrlichkeit [authentisch?] - SELBST-gestaltende Visionen)     
Meditatives Gehen/Laufen (sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

LABYRINTH
Verstehen braucht verständlich machen      Wilde Blumen (Ver-Spannungen) 

 

 

Stand:   siehe Home                [ Inhalt ]             Zurück ] Home ] Weiter ]        

   
 
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  ©  Copyright: Gerhard Salger
email:
  g_salger[ät]alltagalschance.de       internet:  www.abcgs.de  
(So kann die Email-Adresse im Internett nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

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